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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Stapeleien

Muede

Manchmal ist man müde, weil man zuwenig geschlafen hat.
Manchmal ist man müde, weil man zuviel gearbeitet hat.

Ich bin fürchterlich müde, aber beides obenstehende trifft es nicht. Ich glaube viel mehr, meine Müdigkeit ist eine vorübergehende Ausweichstrategie gegen Gedankenstapel und Nervosität, gegen Ängste und Sorgen.
Wenn mein Kopf zu müde zum Denken ist, gerate ich nicht in Versuchung, mich damit auseinanderzusetzen, was in den nächsten drei Wochen hier abgehen wird. Und wenn ich mich nicht damit auseinandersetze, geht es mir zwar nicht gut, aber wenigstens auch nicht schlecht.

Ja, ich weiss, die ganze Logik hinkt ein bisschen, aber wegen akuter Müdigkeit im Kopf kriege ich es nicht besser hin...
Was habe ich denn schon davon, wenn ich mir eingestehen, dass es mir schon ziemlichen Respekt macht, eine Woche mit den Kindern ganz allein zu sein, dass ich Angst vor Daniels OP habe, dass ich etwas nervös bin wegen dem Schlussgespräch nächste Woche?
Nichts habe ich davon, ausser dass ich mich darin verlieren würde, über "ungelegte Eier" nachzugrübeln. Also untersage ich es mir - und mein Kopf reagiert mit Müdigkeit.

Zu behaupten, dass mir das sonderlich Spass macht, wäre nun masslos übertrieben, also flüchte ich mich wie oft in solchen schwierigen Zeiten in nichtssagende Dinge und dümple an der Oberfläche dahin. Mit mir, aber auch mit anderen. Keine Mails, keine Anrufe, alles wird verschoben, weil :
Ich bin müde.

Jac 20.01.2004, 21.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Geduld traegt Rosen


...aber Ungeduld macht Fortschritte *g*

Da ich noch nie zu den geduldigsten gehört habe und nun auf meine alten Tage ;-) auch nicht mehr damit anfangen will, habe ich heute entschieden, dass bereits fünf Monate vorbei sind und das Update für diesen Blog bestellt.

Bis zur Aufschaltung kann ich mich aber noch problemlos gedulden - und dann werde ich hier ein bisschen was ändern - zum Beispiel wird das knallige Orange der RSS-Buttons verschwinden, welches mich jedesmal ärgert, weil es so gar nicht zu den Farben hier passt und meine Augen beleidigt.

Ich freu mich :-)

 

Jac 18.01.2004, 21.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Jaeger und Sammler

 

Ich zähle mich zu den Jägern und Sammlern - ich kann mich schlecht von Dingen trennen, die ich aus oft nicht mehr nachvollziehbaren Gründen gehortet habe. Wenn es auch bei uns auf den ersten Blick ordentlich und nicht überfüllt aussieht, so offenbart ein Blick in Schränke, Kommoden und Schubladen ein etwas anderes Bild.
Da finden sich Dinge, von denen ich nicht mal mehr wusste, dass ich sie je hatte, von denen ich mich aber auch nicht trennen kann, wenn ich mal weiss, dass ich sie habe - man könnte sie ja mal wieder brauchen...
Man stelle sich vor, unser Kaffee-Vollautomat ginge kaputt und dann würde ich die Ersatzmaschine vom Dach holen und die ginge auch kaputt - wie gut, dass irgendwo im Keller noch die Durchlauf-Kaffeemaschine steht. Ich habe zwar keine gemahlenen Bohnen dafür und keine Papierfilter - aber es ist doch beruhigend zu wissen, dass ich die Maschine noch habe. Ausserdem - bei der Suche nach der Ersatzmaschine für die Ersatzmaschine würde ich bestimmt manches wiederfinden, was ich schon lange mal endlich benutzen wollte, aber vergessen habe, dass ich es mir mal gekauft habe und es so natürlich nicht benutzen kann.

Nun gut, ich weiss, dass es Bücher gibt, die mir helfen könnten, mich davon zu trennen. Aber ganz ehrlich : irgendwie will ich nicht.
Es stresst mich weniger, durch systematische (Un)Ordnung in meinen Schränken Platz zu schaffen für meine Schätze, als mir zu überlegen, was ich mit all dem Gerümpel denn sonst machen könnte.

Ich gehöre zu der immer seltener werdenden Spezies, die keinen eBay-Account haben, also kann ich dort auch nichts verkaufen. Dass ich keinen Account habe, hängt damit zusammen, dass die mir eingebaute Sperre zum Jagen und Sammeln manchmal funktioniert und mich daran hindert, Dinge zu besorgen, die ich wirklich nicht brauchen kann. Nichtsdestotrotz verfolge ich manchmal das Treiben dort und verspüre ein leises Zucken in den Fingern - aber solange es Brockenstuben und Flohmärkte gibt, brauche ich mich nicht anmelden. Sollten wir je umziehen müssen, denke ich drüber nach.....(*oweiaweia*)

Aber das hier finde ich dennoch allerliebst :

Ebay-Song
(Lautsprecher an, auf Play klicken)

 

Jac 17.01.2004, 19.39 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Frau, die ich bin



Ich bin die Frau,
welche die Menschen überrollt, wenn sie in einen Raum kommt.
Die Frau, die in Bandwurmsätzen spricht,
anderen ins Wort fällt, in einem Schwall redet
und sich nicht kurz fassen kann.

Ich bin die Frau,
die dem Gegenüber nicht in die Augen blicken kann,
um nicht die Konzentration zu verlieren,
die Frau, die nicht ruhig sitzen kann beim Entspannen,
die Frau, die manchmal klammert.

Ich bin die Frau, die sich von einer Ausrede zur nächsten hangelt,
die sich hoffnungslos übernimmt,
die alles wissen will,
die alles besser weiss.

Ich bin genau die Frau,
die den Menschen damit auf die Nerven geht.

Aber ich bin auch die Frau,
auf die man sich verlassen kann,
die spürt, wo andere nichts sehen,
die hört, wo andere nichts spüren,
die da bleibt, wenn andere gehen.

Ich bin, wie ich bin und ich kann nicht werden,
was ich niemals war.



...und irgendwann werde ich mich damit abfinden können...

Jac 15.01.2004, 23.58 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Entweder ...oder....



Nun steht der OP-Termin. Ich habe mir die ganze Zeit gewünscht, dass wir "wenigstens" den Termin wissen, damit die Warterei ein Ende hat.
Jetzt weiss ich es und könnte nun entspannt zurücklehnen. Nun holt mich die Realität ein : entspannt zurücklehnen kann ich nicht, das muss mir abhanden gekommen sein...

Ich kann mich momentan nicht entscheiden :
Soll ich nun aktiv werden und organsieren, was das Zeug hält, und mich damit vom Angst haben abhalten?
Oder soll ich auf Vogel-Strauss-Politik machen und einfach nicht drüber nachdenken und mich so vom Angst haben abhalten?

Wie so oft kann ich mich nicht entscheiden und meine Gedanken schwanken sekündlich zwischen beiden Möglichkeiten hin und her - in meinem Kopf geht es mal wieder hoch zu und her, was sich nicht gerade mildernd auf mein Kopfweh auswirkt.
Also mache ich es wie immer :
ich verschiebe es mal auf *später*...

Jac 15.01.2004, 14.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Abklaerung zweiter Teil



Ich war da und es war gut - als ich dann endlich mal da war....
Es ist für mich immer ein ganz besonderer Eiertanz, wenn ich nachmittags einen für mich wichtigen Termin habe. Der Morgen verläuft wie gewohnt, Haushalt, Kinder, Pflichten.

Dann ist es Zeit, umzuschalten - duschen, Haare richten, anziehen, Sachen zusammensuchen, Alltag abschütteln und wegfahren. Und genau da liegt dann meist der Hase im Pfeffer : Es fällt mir relativ schwer, von einer Minute auf die andere entspannt, gelassen und ruhig meine Siebensachen zu packen, wenn neben mir drei Kinder mal wieder den Preis für schönste Geheul gewinnen wollen, meine Ablösung wie immer zeitlich eher knapp kommt, so dass mir gerade mal 40 Minuten bleiben - und ich in dieser Zeit auch gern noch fünf Minuten hinsitzen und abschalten würde... Geht nicht, ging auch heute nicht. Kurz bevor ich total gehetzt und gestresst aus dem Haus bin, ist mir noch eingefallen, dass ich noch nichts gegessen habe und der Nachmittag lang wird - so habe ich wie meist in solchen Momenten im Stehen noch schnell was runtergeschlungen - Hauptsache Kalorien, Hauptsache schnell...(über die Vernunft reden wir ein anderes Mal, ja?)
Auf der Autobahn habe ich mich dann mal wieder gefragt, ob ich mich verfahren habe - ich kam mir vor wie eine Pferdekutsche im Formel-Eins-Rennen, was auch nicht sonderlich dazu beigetragen hat, dass ich mich selber runterfahren konnte.

Doch dank dem ganzen Gehetze und flüssigem Verkehr war ich dann 15 Minuten zu früh dort - und konnte in aller Ruhe noch ein bisschen spazierengehen, um meinen Kopf durchzulüften.... Das konnte ich auch brauchen, wurden mir doch wieder viele nette Tests serviert - 9 Minuten lang auf den Bildschirm starren und beim Auftauchen von zwei bestimmten Bildchen klicken können sehr lang sein - besonders wenn das Bauamt vor dem Haus Äste schreddert *argh*...
Danach kamen dann aber wieder die schönen Tests : die mit der Logik und dem räumlichen Vorstellungsvermögen, Rechnen durfte ich, Worte finden - fast keine Aufgaben fürs Kurzzeitgedächtnis - richtig gut ;-)
Erledigt war ich dennoch, als ich wieder daheim war - und dann kam dann noch Besuch...

Erst jetzt kann ich tief durchatmen und die Anspannung fällt von mir ab - nun werde ich wohl am 27. Januar die Auswertung erfahren, was ich da alles so von mir gegeben habe. Ich glaube nicht, dass ich sonderlich überrascht werde, heute habe ich grad mal keine Zweifel - und morgen - morgen ist ein neuer Tag *g*

Abklärungsbericht Teil I

 

Jac 12.01.2004, 21.40 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Fertig



  1. Der Lebenslauf für den Psychologen  ist fertig, ich habe mich kurzgefasst - es wurden nur fünf Seiten...
  2. Der Stammbaum für denselbern Zweck ist ebenfalls fertig - und mir wurde klar, wie wenig ich über meine Ursprünge weiss - über allem liegt der sanfte Schleier des Vergessens und des Schweigens, nicht meinerseits
  3. Ich habe es geschafft, die Weihnachtspost zu beantworten und bin fertig damit - wir schreiben auch erst den 8. Januar
  4. Der Diagnose-Marathon des WBE ist ebenfalls fertig und der Weg klar :
    in den nächsten zwei, drei Wochen wird operiert, die Borreliose ist eine Lyme-Borreliose Stadium II, wird vorläufig aber nicht therapiert, da wohl symptomlos.
  5. Ich bin auch fertig - und wie!!!

Jac 08.01.2004, 21.34 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Plaene und deren Verwirklichung



Geplant war, dass ich heute morgen endlich, endlich, endlich meinen Lebenslauf schreibe. Der Zeitpunkt wäre gut gewesen, alle drei Kinder von acht bis zwölf aus dem Haus.

Ich habe mein Word noch nicht mal aufgemacht, der Morgen ist fast vorbei und ich frage mich langsam, wofür ich mir eigentlich Gedanken machen, wann ich etwas erledigen will, das ist eh für die Katz....

Jac 08.01.2004, 11.16 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vermeidungsstrategie ueberlistet ;-)



Jawoll - ich habe es geschafft !
Ich war tanken, nachdem mich mein Auto heute morgen mit diesem nervtötenden Pfeifen begrüsst hat, welches mich noch immer zusammenzucken lässt.
Nun mag das für viele andere Menschen nichts besonderes sein, wenn der Tank leer ist, geht man eben tanken.

Für mich ist das aber etwas besonderes, da ich es wohl locker an einer Hand abzählen kann, wie oft ich in den letzten fünf Jahren mein Auto selber betankt habe. Ich hatte immer sehr viele sehr einleuchtende Gründe, warum ich das selber nicht tun kann. Die waren so gut, dass ich es selber geglaubt habe - und mein WBE sich meiner erbarmt hat, damit ich armes Hascherl nicht nachts um zehn mit nassen Haaren tanken gehen muss oder mit drei Kindern im Schlepptau oder vor einem wichtigen Termin.... Woher das kam, weiss ich auch nicht - Panikanfälle vor dem Unbekannten wohl.

Dabei war es doch so einfach : ich habe den Kleinsten von der Spielgruppe abgeholt, bin zur Tankstelle gefahren, Tankdeckel auf, tanken, Tankdeckel zu, bezahlen, nach Hause fahren - Dauer keine zehn Minuten...
Ich weiss nicht, wovor ich solche Angst gehabt habe - und das mag seltsam klingen, aber ich fühle mich wesentlich freier, weil ich mir meine Selbständigkeit zurückhole....

*jippie*
;-)

Jac 07.01.2004, 11.43 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Aufschieberitis



Seit Wochen schiebe ich es vor mir her :
Ich müsste einen Lebenslauf mit meiner persönlichen Geschichte schreiben für die Abklärung. Der hätte eigentlich vor Weihnachten fertig sein sollen. Das habe ich schlicht aus Zeitnot nicht geschafft.
Ich wollte es wirklich über die Feiertage schreiben, habe mir erhofft, da eine Lücke zu finden. Aber entweder hatten wir Besuch oder ich war mit den Kindern allein, kein wirklich praktischer Zeitpunkt, um sich in so etwas zu vertiefen, wenn man sich oft nur mittels hyperfokussieren konzentrieren kann.
Oder es war zu laut hier, auch wenn ich mir die Zeit hätte nehmen können. ( Kinder riechen so etwas !)
Oder ich war dann abends zu müde.
Oder. Oder. Oder.
Ausreden habe ich immer viele *g*

Im Kopf habe ich es natürlich schon lang erledigt, aber weiter als bis zu einem Word-Entwurf mit einer chronologischen Übersicht der Ereignisse in Stichworten habe ich es nicht gebracht :-/
Nun ist es ja nun an sich nicht so, dass ich mich schwer tue damit, Dinge aufzuschreiben, dass es mir schwer fällt, Sätze aneinanderzureihen.

Nur in diesem Fall tue ich mich schwer. Was soll ich erzählen, wie soll ich anfangen, was darf ich nicht vergessen, was ist nebensächlich....
Die Gedanken dazu stapeln sich in meinem Kopf, aber den Moment, völlig unbefangen drauflos zu schreiben, den habe ich verpasst. Das ist eigentlich die einzige Art, wie ich überhaupt schreiben kann - frei nach dem Lustprinzip...
Nur habe ich auch jetzt, am Sonntagabend herzlich wenig Lust, mich in die Tiefen meiner Vergangenheit zu stürzen....

Nun ja, ich habe es mir zum Wochenziel gesetzt, an meinem freien Donnerstagmorgen das zu schreiben.  Da ich dann am Montag in einer Woche den zweiten Test-Termin habe, sollte das reichen. Muss einfach.
Und ich habe den schwachen Verdacht, dass es den Herrn R. nicht wirklich überrascht, wenn ich ihm beichte, dass ich das solange vor mir her geschoben habe...

Heute nicht mehr, mein Kopf ist schwer.

Jac 04.01.2004, 21.48 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL