Stapelweise
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3


Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

freihalterin bei twitter




Statistik
Einträge ges.: 1899
ø pro Tag: 0,3
Kommentare: 3871
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 5588

Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Stapeleien

Wegschmeiss-Laune

Endlich habe ich mal wieder so eine richtige Wegschmeisslaune!
Das ist keine schlechte Laune, sondern genau die Stimmung, die ich brauche, um Schränke aufzuräumen und nicht nur Krempel A nach X und Krempel B nach Y umzusortieren, sondern mich wirklich zu trennen von überflüssigem Ballast.

Wer braucht denn schon wirklich für eine Kindergeburtstagstorte die halb abgebrannten Kerzen vom vorletzten Jahr?
Und was soll ich mit zehn Jahre alten Papiertischsets, wenn wir längst ein abwischbares Tischtuch haben?
Wofür hamstere ich Luftballone, wenn ich dann nicht mehr weiss, dass ich sie habe?
Und der Türkranz macht sich an der Türe wirklich besser, als in den Untiefen des Schrankes.

Ebenso die siebentausend Kleinteile von irgendwelchen Spielsachen, die ich eigentlich wieder ihrem Ursprung zuführen wollte, wo aber längst keiner mehr weiss, wohin das gehört.

Weg damit. Aussortieren. Befreien.

Wegschmeissen :-)

... und dann gespannt der Dinge harren, die da kommen, denn mein Hamster-Gen kann ich nicht wegschmeissen und es werden sich bestimmt wieder unzählige Dinge ansammeln, von denen ich glaube, man könnte sie ja vielleicht noch mal brauchen, die dann beim nächsten Wegschmeiss-Laune-Tag entsorgt werden.

Ich bin eben so ;-)

Jac 14.04.2004, 11.46 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Unsinn des Tages

Hochbegabung ist eine Behinderung.

Schreiben betroffene Mütter - und wundern sich darüber, dass ihre Negativ-Erwartungen erfüllt werden...

Hochbegabung ist eine Gabe, die nur eine Minderheit besitzt. Und wie immer haben es Minderheiten schwerer, weil Schulen und Umwelt auf die Mehrheit ausgerichtet ist. Manchmal macht das die Dinge komplizierter und man ist gezwungen, unkonventionelle Wege zu beschreiten. Doch deswegen von Behinderung zu reden - nicht wirklich, oder?

Und dann wundern sich die gleichen Mütter über die mangelnde Akzeptanz der Umwelt auf ihr kreatives Kind. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit - wer also sein Kind als behindert darstellt, fixiert seine Aufmerksamkeit nur auf die Probleme und reduziert das Kind zu einer Ansammlung von Schwierigkeiten. Wie soll man da einem Kind gerecht werden können? Wie soll sich so das Bild der Mehrheit von der Minderheit wandeln?

*dickenhalshab*
*michwiederabgeregthab*
*denschönentaggeniess*

Jac 30.03.2004, 10.10 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Er-wachsen

Mir kommt es momentan manchmal so vor, als wäre ich daran, ein zweites Mal erwachsen zu werden.

Die letzten Monate waren geprägt von massiven Selbstzweifeln und Depressionen, von Mutlosigkeit und Orientierungslosigkeit. Ich habe mir das Leben so schwer wie irgend nur möglich gemacht. Es gab wohl einige äussere Faktoren, die auch dazu beigetragen haben, aber wenn ich ehrlich mit mir bin, dann habe ich mir das meiste selber zuzuschreiben.

Das "schlimmste" waren die steten Selbstzweifel, und das zweifeln an dieses Selbstzweifeln. ich kann doch nicht normal sein, so wie ich alles und jedes in Frage stelle - ich mache etwas falsch, dass ich mich so zerfleischen muss - ich weiss überhaupt nichts mehr und mache nur noch Mist...
Diese Gedanken haben mich tagtäglich begleitet, bis ins Hundertste und Tausendste. Sie haben mich blind gemacht für mein Glück und sie haben mich gelähmt, mir meine Energie geraubt, die ich doch so dringend gebraucht hätte. Ich habe sie aufgestapelt in meinem Kopf, bis ich nicht mehr drüber hinaussehen konnte - aber zum Wegräumen hat mir der Durchblick gefehlt.

Jetzt, hier und heute, weiss ich es : die Selbstzweifel werden immer zu mir gehören, sie sind ein Teil meiner Denkfähigkeit, meiner Persönlichkeit und sie helfen mir, mich immer wieder neu zu orientieren, nicht dem Starrsinn zu verfallen, mich selber zu hinterfragen - und das ist gut so.
Aber ich muss endlich nicht mehr an meinem Verstand zweifeln, weil ich diese Selbstzweifel habe. Mein Weg führt nach vorne und da sind Zweifel durchaus brauchbar, damit ich mich nicht völlig verrenne.

Ich habe Frieden geschlossen mit diesem Teil von mir. Ich kann sie stapeln, ohne dass sie mich überragen - Stapel bedeutet eben auch, die Dinge fein säuberlich aufzuhäufen.
Dass ich so viel mehr eins mit mir selber bin, ist nicht weiter überraschend. Es ist auch wieder mehr Energie freigeworden, die ich gezielter nutze, als ich das auch schon getan habe und ich kann wieder klarer denken, sehe wieder, wohin mein Weg mich führt (da ist grad eine Kurve drin, erklären kann ich es nicht ;-)

Und so habe ich mich das letzte Mal gefühlt, als ich meine Fesseln von daheim abgeworfen habe und mich gelöst habe vom Elternhaus.
Es fühlt sich gut an :-)

Jac 02.03.2004, 21.15 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Jungfräulich

...blickte  sie mir entgegen, die Agenda 2003...
Kein Blatt beschrieben, keine Seite abgestossen, dick wie ein Buch, mit einer Seite pro Tag - aber da ich letztes Jahr nicht mehr wusste, dass sich die in dem Haufen verbirgt, konnte ich sie nicht nutzen - und dieses Jahr lagere ich nun wohl die Agenda 2004 ein, damit ich die dann nächstes Jahr wiederfinden kann.

Ich bin eh kein Agenda-Typ, ich habe es mehr mit unendlich vielen Zettelchen, grosszügig übers ganze Haus verteilt. Wirklich wichtige Sachen werden dann in Grossbuchstaben auf einen grossen Zettel geschrieben und genau auf Blickhöhe an strategischen Durchgangspunkten aufgehängt. So funktioniert mein Termin-Management ganz gut.

An der Lösung für zu Erledigendes arbeite ich noch - die To-Do-Liste funktioniert bei mir nicht, weil ich die wichtigen Dinge vergesse aufzuschreiben und mich dann den ganzen Tag mit Unwichtigem beschäftige, um abends festzustellen, was ich alles hätte machen sollen - zum Beispiel nicht erst ein Jahr später die Agenda wiederfinden.

;-)

Jac 20.02.2004, 13.09 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Stapelweise der erste....

Ich stapelweise :



 

Ich bin Jac, eigentlich Jacqueline, doch als Stapelfrau nenne ich mich Jac. 

Ich bin Mehrfach-Mutter, Hausfrau, Ehefrau, Putzfrau, Köchin, Innenarchitektin, Krankenschwester, Schuhabstreifer und Seelentröster in einem.


Irgendwann im Spätsommer dieses Jahres, hat es bei mir laut und deutlich klick gemacht....Sollten meine chronische Überlastung, meine Launen, mein Stress womöglich einen Grund haben, der ausserhalb dessen liegt, worauf ich es viele lange Jahre geschoben habe?

Durch das AD(H)S meines ältesten Sohnes begann ich mich intensiv mit dem Thema AufmerksamkeitsDefizitSyndrom zu beschäftigen, was es bedeutet, unter Reizüberflutung und Wahrnehmensstörungen zu leiden.

Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich vieles so gut verstehen kann, weil mein Kopf genauso funktioniert, hatte ich eine Erklärung, warum ich bin, wie ich bin.

Eigentlich war ich der Meinung, dass ich damit gut zurecht komme, da mein Leben auf den ersten Blick sortiert und ordentlich aussieht.
Aber eben nur auf den ersten Blick, gegen aussen.

In mir drin regiert das nackte Chaos.
Und auch wenn ich lange damit gelebt habe und es als "normal" empfinde, spüre ich nun immer mehr Unmut, dass ich mir oft selber im Weg stehe und manche Dinge nur mit eiserner Disziplin und Kraftanstrengung schaffe.


Ich bin im September auf die Möglichkeit gestossen, ein Weblog zu führen. Schreiben hatte mir doch schon so oft geholfen, meine Gedanken zu sortieren. So fing ich an, die Gedankenstapel in mir drin aufzuschreiben und fand viele neue Aspekte, die mich schlussendlich auch ermutigten, eine seriöse Abklärung anzustreben.
Tja, und dann crashte myblog.de und für mich brach eine kleine Welt zusammen, hatte ich doch nichts gesichert....
Obwohl ich den einen oder anderen Eintrag zurückbekam, war vieles weg, unter anderem auch mein naives Vertrauen in Gratis-Anbieter..


So bin ich hier gelandet, und werde hier einfach neu anfangen.

Meine Gedanken stapeln.
Meinen Alltag entstapeln.
Meinen Gefühlsirrungen Luft machen.
Meinen Weg zur Diagnose und meinen Weg mit ADD beschreiben

Jac 18.02.2004, 21.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Aufsteller der Woche


www.ohneha.ch ist in der Computer &Internet-Zeitschrift Com! als Surftipp drin:


Ausschnitt Com!

Wer den ganzen Artikel sehen möchte, kann das hier tun :
Surftipp Com!

Ich freu mich drüber, schliesslich ist meine Homepage nur eine unter vielen Abertausenden von privaten Webseiten im Netz. Dass das Abenteuer mit der Ratte unter meinem Rechner erwähnenswert ist, finde ich ganz besonders witzig - seit diesem Vorfall vermeide ich es unbewusst, die blossen Füsse auf den Boden zu stellen, wenn ich am Rechner sitze *g*

 

Jac 11.02.2004, 21.24 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Offensive Information?

Werte Leser dieses Blogs ;-)

Ich bin zurück von meinem Gespräch.

Das Gespräch war anregend und hat mir eine neue Perspektive eröffnet, die mein Leben verändern wird, da bin ich mir sicher.
Vielleicht wird sich im Lauf der Veränderung auch herausstellen, ob ich nun ein ADS habe - das ist nach wie vor unklar.

Und das andere - das muss ich erst setzen lassen.
Und vor allem muss ich mir Gedanken machen, wie offensiv ich damit umgehen werde. Ob und wie ich das öffentlich machen werde, ob ich mit den Reaktionen klar komme - und vor allem muss ich mich damit auseinandersetzen, was das für mein Leben, für unser Leben bedeutet.
Dass es nicht so weitergeht wie bisher, ist sehr wahrscheinlich.

Aber - ich habe grad einen tüchtigen Adrenalinschub - es geht mir gut.
Das Kind hat einen Namen.

Mehr oder auch nicht wird es hier zu lesen geben - später, morgen, übermorgen....


Jac 27.01.2004, 16.54 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Morgen.....

Morgen mittag um zwei sitze ich Herrn R. gegenüber und werde gegen aussen bestimmt fürchterlich gelassen erscheinen und innerlich tausend Gedanken gleichzeitig verarbeiten, tausend Bilder sehen und Gefühle spüren.
Morgen werde ich erfahren, was meine ganzen Tests ergeben haben, morgen habe ich das Schlussgespräch der Abklärung.
Ich erwarte eigentlich nicht, dass ich zu hören bekomme, dass ich also wirklich auf keinen Fall ein ADS habe - aber ein bisschen Ungewissheit ist dennoch da...Und dann wird sich dann auch die Frage stellen : Wie geht es weiter?
In der Theorie weiss ich, dass mehrere Wege offen sind, in der Theorie kenne ich sie - aber was bedeuten sie für mein Leben?
Welcher Weg wird es sein?
Medikamente? Coaching? Psychotherapie?
*grübel*

Bis hierhin konnte ich das alles lockerer nehmen, es war, als hätte ich Schonfrist gehabt und ich konnte mir ein bisschen jederzeit vormachen, dass alles ganz normal ist und ich das alles nur träume.
Zusammen mit der heutigen Überreiztheit kann ich mir aber nichts mehr vormachen, irgendwo ticke ich "falsch". Ich stehe mir selber vor der Sonne und merke es und es macht mich rasend, weil ich nicht anders kann.

Aber vielleicht kann ich es lernen.
Mich selber weniger an dem zu messen, was ich gerne wäre, sondern an dem, was ich bin und was ich mit ein bisschen Hilfe sein kann.

Morgen.


Jac 26.01.2004, 20.47 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vollgepackt

...liegt mein heutiger Tag vor mir - und das erste Mal seit langem spüre ich auch die Energie in mir, das zu packen, macht es mir nicht Angst...

Ich bin sicher, ich werde heute im Laufe des Tages bestimmt mehrere Male meinen Entschluss von gestern verfluchen und am Nachmittag in Gedanken an Ausreden und Auswegen herumstudieren, aber so lange ich dabei bleibe, gestehe ich mir das zu.
Ausserdem wird es mir leichter gemacht, da ich sowieso aus dem Haus muss - und wenn ich dann schon dabei bin ;-)

Ich fühle mich befreit - von komplizierten Abläufen mit null Verhältnismässigkeit dahinter und ich bin sicher, dass es mir mit der neuen Lösung besser gehen wird.

Aufbruch auf neuen Wegen - aber sicher, der Anfang ist gemacht!

 

Jac 23.01.2004, 09.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Aufbruch angesagt

Seit langer Zeit erledige ich meine Lebensmitteleinkäufe online.
War das zu Anfang pure Notwendigkeit, weil einkaufen mit drei Kleinkindern nicht wirklich Spass macht, wurde es mit der Zeit zu einer Gewohnheit, und irgendwann waren meine Gleise so festgefahren, dass ich gedanklich ziemlich ins Rudern kam, wenn ein von mir benötigtes Produkt im Online-Shop aus dem Sortiment genommen wurde. "Was mach ich denn  jetzt??" - Auf den naheliegendsten Gedanken kam ich meist nicht oder erst nach langem : es gibt auch noch richtige Geschäfte mit richtigen Produkten und nicht nur virtuellen Bildchen.

Nun hat "mein" Online-Shop fusioniert  mit einem Markendetaillisten - und mindestens 60% der Produkte, die wir bevorzugen, sind aus dem Raster gefallen, dafür bekomme ich nun vieles andere, was ich nicht im geringsten brauche und nicht haben will.

In typischer Stapelfrau-Manier habe ich nun erst einmal eine gedankliche Liste angelegt von den vielen Dingen, die ich jetzt nicht mehr per Mausklick bestellen kann und in einem echten Geschäft einkaufen muss. Und mit jeder Sortimentsbereich wurde die Liste länger.

Und plötzlich habe ich mich gefragt : "Was zum Geier mache ich hier???"

Aus, Ende, Schluss.
Wenn ich die Hälfte nicht bekomme und sowieso einkaufen gehen muss, dann kann ich die andere Hälfte doch auch gleich mitkaufen  - und brauche schlussendlich weniger Zeit, als wenn ich das alles aufteile - Produkt A im Online-Shop, Produkt B im Geschäft X, Produkt C im Geschäft Y...
...und das alles, weil ich noch immer Angst vor dem Einkaufen habe, vor dem Stress, vor der Überforderung.

Dabei gibt es nun auch einige Zeiten, wo ich nur mit einem Kind einkaufen gehen kann. Ich habe ein Auto, ich habe Zeit - und alles andere werde ich (wieder) lernen.
Ich werde mich dann vielleicht auch endlich in meiner Menügestaltung nicht mehr von dem abhängig machen, was ich bekommen kann, sondern von dem, was wünschenswert ist.

Mir ist zwar ein bisschen bange vor diesem Schritt - aber ich ahne die Freiheit dahinter...
Wer den Wocheneinkauf mit Kindern schafft, der schafft vielleicht auch richtige Ausflüge...
Morgen fange ich an damit!

Jac 22.01.2004, 21.00 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL