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Mein Leben in 6 Worten:

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Sinniertes

Plastikblumen auf dem Mist



Einer Freundin, deren Tag heute genau so ein Mist war wie meiner, empfahl ich, Plastikblumen drauf zu pflanzen.

Und wenn man kluge Ratschläge verteilt, muss man sich selber manchmal auch an der Nase nehmen - was ich dann auch getan habe und mangels Plastikblumen auf den Misthaufen hier zu pflanzen oder altes Geschirr zu zerschlagen, habe ich mich dann in der Küche ausgetobt :

mit süssem Erfolg :


 (einige Rezepte HIER )

...und meinen Humor habe ich dabei auch gleich wiedergefunden - Weihnachten kann kommen....

 

Jac 18.12.2003, 21.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Nase voll...



Ich will nicht mehr.
Ich mag nicht mehr.
Ich habe es einfach nur noch satt.

Kann ich bitte einfach wieder ein ganz normales, chaotisches Leben haben, mit nörgelnden Kindern, unaufgeräumtem Haushalt und Gedankenstapeln als grösstes Problem?

Die Hoffnung, dass wir bald aus diesem gesundheitlichen Schlamassel beim WBE herauskommen, hat sich zerschlagen und vor meinen Augen entsteht ein Bild des Jahres 2004, wie ich es lieber nicht sehen möchte.

Das wird sich alles hinziehen. Es wird uns über Wochen und Monate beschäftigen und wird wenig Platz für Aufatmen lassen, sondern unseren Alltag diktieren.

Nun ja gut, es ist nichts lebensbedrohliches wie damals bei David - aber ich muss das trotzdem nicht haben, ich habe das schon mitgemacht und ich habe genug. Ich habe mich bewiesen, ich bin an meinem Limit gelaufen, darf ich denn nicht endlich auch einmal zur Ruhe kommen, dürfen wir nicht endlich auch mal zur Ruhe kommen?

Irgendwas ist immer.
Das scheint mein neues Lebensmotto zu sein, und irgendwas heisst bei mir offenbar nicht Schniefnasen, Trotzkinder, Stress, sondern den ganzen Pschyrembel rauf und runter zu kennen.... Herzfehler, Pineoblastom, Chemotherapie, ADHS, Hochbegabung, Psoriasis, Borreliose, Wirbelsäulen-Chirurgie...

Merkt man, dass ich gerade im Selbstmitleid bade?
Macht nichts, man gönnt sich ja sonst nichts :-/

Jac 18.12.2003, 09.55 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Tatsachen beim WBE



Tja.

Im Sommer fing es an, dass mein Mann diese Taubheitsprobleme in den Händen, die Schwäche, die Müdigkeit hatte.
Erst nahm er das nicht so ernst, dann ging er zur Hausärztin.
Vermutung : Rückenprobleme, Vitaminmangel.
Therapie : Vitamin-und Mineralstofftabletten, Physiotherapie.
Besserung nach mehreren Wochen : null.

Bluttests angeordnet - holla, Borrelioseantikörper.
Eine Lumbalpunktion muss beim Neurologen gemacht werden, um das zu verifizieren.
Der Neurologe findet, das sei keine Borreliose und macht erst eine Kernspintomographie des Schädels : Vermutung Hirntumor oder MS.
Der zu sehende Herd veranlasst ihn, gezielter nach MS zu suchen - dass der Herd vor 12 Jahren schon da war und unverändert ist, interessiert nicht.

Die Lumbalpunktion ergibt nichts Neues und schon gar nicht eine Neuroborreliose, aber auch keine nachweisbare MS.
Dass der spezielle Bluttest (Westernblot) doch für eine Borreliose spricht, interessiert nicht.
Also machen wir ein Hals-MRI.

Zwischenzeitlich ist Familie Ohneha bereits etwas entnervt und bemüht sich um eine Zweitmeinung bei einem Borreliose-Spezialisten.

Aber dann :
das neue MRI zeigt einen deutlichen Bandscheibenvorfall auf C4/C5 mit Stauchung des Rückenmarks.
Der Neurologe macht noch weitere Tests zur Leitungsfähigkeit der Nerven und leitet dann die Unterlagen in die Schulthess-Klinik weiter, nachdem wir das Kantonsspital abgelehnt haben, und findet es nach wie vor völlig überflüssig, über die Blutwerte ein Wort zu verlieren.

Heute war dann der Zweittermin beim Borreliosespezialisten, der letztes Mal schon eine klare Aussage zur HWS treffen konnte, dass auf alle Fälle operiert werden muss, aber dennoch den Blutwerten nachging.

Und die ergaben :
Wahrscheinlich Lyme-Borreliose.

Also wird noch einmal eine Lumbalpunktion gemacht, wo noch detaillierter gesucht wird, wie stark die Entzündung ist, wie stark auch therapiert werden muss.
Dass therapiert werden muss, steht ausser Frage.

Und das Interessante an der Sache :
Die Symptome kommen zwar von der Wirbelsäule - aber operiert kann erst werden, wenn die Borreliose therapiert ist, weil keiner in diese Entzündung hinein operieren wird ( ausser im Notfall, sollte sich die Kompression verstärken und Lähmungen dazukommen)

Um es im Fachjargon zu sagen :
Läuse und Flöhe bei meinem Mann.

Um es in meinem Jargon zu sagen :
so ein elender Mist das alles !!!!
Als die Diagnose vom Hals-MRI kam, habe ich mir gedacht, die Borreliose wäre mir lieber gewesen, weil einfacher zu therapieren - aber dass mich das Schicksal gleich so wörtlich nimmt und uns beides auf den Hals hetzt....

Und was bedeutet das nun wieder für uns :
das Warten geht in eine neue Runde.
Die Lumbalpunktion wird zwar noch vor Weihnachten gemacht, aber dann dauert es etwa 2 Wochen, bis die Befunde da sind.
Und dann wird mindestens 4 Wochen therapiert. Und dann muss das bestimmt wieder überprüft werden, und wenn es dann in Ordnung ist, dann kann man dann über die OP reden.

Fröhliche Weihnachten!
*sarkasmusoff*

 

Jac 18.12.2003, 09.46 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der WBE



Mein WBE hat ein grosses Talent, Gedanken schriftlich in Sätze packen, er nutzt es leider nur viel zu selten.....*winkmitdemzaunpfahl*

Doch heute war mal wieder einer dieser Momente und mir geht das Herz auf, wenn ich daran denke, dass dieser Mann mit all seinen Gedanken und Gefühlen zu mir gehört.

Der WBE dankt.....

Ich danke auch - dass ich teilhaben darf, nicht nur sporadisch schriftlich, sondern täglich und immer wieder.
Auch wenn er netterweise befindet, er täte mit mir diskuzuhören ;-)
Was meint er bloss damit ?



Jac 16.12.2003, 22.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Worldwide Candelighting



 





Jac 14.12.2003, 19.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Gastfreundschaft



Merke :

Gastgewerbe und Gastfreundschaft müssen nicht zwingend verbunden sein.

Gehoben und Abgehoben gibt sich manchmal die Hand.

Fachliche Kompetenz schliesst menschliche Inkompetenz nicht aus.

Ein gutes Lokal ist mehr als die Qualität des Essens.

Kleinlichkeit wirkt kleinlich.

Der Gast ist König gilt nur für Gäste ohne Wünsche.

Fazit :
Ich weiss, wo ich nie mehr hin muss.

 

Jac 13.12.2003, 14.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Vor 12 Jahren



Heute vor 12 Jahren war ein ganz besonderer Tag in meinem Leben:

Ich bin aufgestanden und habe mir weisse Kleider angezogen, weisse Strümpfe, weisse Schuhe, sowie meinen schwarzen Wintermantel (*g*) und bin zu Fuss  ein paar hundert Meter gelaufen, Hand in Hand mit meinem damaligen Freund, der sich auch in Schale geworfen hat.
Es war bitterkalt an diesem Tag.

Wir sind in ein Haus gegangen, haben uns etwas erzählen lassen und danach ein Papier unterschrieben - und haben dieses Haus als Mann und Frau verlassen.....

Die letzten 12 Jahre waren die besten meines Lebens.
Nicht immer einfach, nicht immer leicht, aber immer reich und erfüllt.
Gemeinsam haben wir alles gepackt, was sich uns gestellt hat und das war nicht wenig.
Wir haben vier Kinder bekommen, eines wieder verloren, aber wir haben das alles gemeinsam getragen.

An jenem Tag vor 12 Jahren bin ich zu Hause angekommen.

Daniel, ich danke Dir für jede Minute dieser 12 Jahre, für Deine Liebe und Dein Vertrauen, für Deine Geduld und Deinen Humor.
Ich würde für Dich durchs Feuer gehen!






Jac 12.12.2003, 09.43 | (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Haben und Schein



Meine vorweihnachtliche Shopping-Tour heute war von wenig Erfolg gekrönt.
Die Gründe dafür sind vielschichtig, doch einer davon ist :
wir leben in einer Billig-Gesellschaft.
Der Bummel ( das Rennen?) durch die Geschäfte zeigte mir eine breite Palette von Produkten, die auf den ersten Blick nett anzusehen waren, aber beim Berühren ihre Schwächen offenbarten.
Die Pullover aus Polyester.
Die Taschen aus Kunstleder.
Die Jacken aus Micropolyamidethylwasweissich.
Die Spielsachen aus Billig-Plastik, Hauptsache bunt.
Die topmodischen Schuhe, in zwei Monaten schon wieder mehr als out.
Der Modeschmuck, der aussieht wie ganz teurer, echter und dabei nichts als irgendein Metall mit irgendwelchen Plastiksteinchen drin ist.

Hauptsache, es sieht nach was aus, egal, ob das nun das Geld wert ist, länger als eine Woche hält oder gar wirklich was Besonderes ist.
Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit fällt es mir wohl verstärkt auf.

Irgendwie kommt es mir zunehmend so vor, dass die inneren Werte nicht mehr wichtig sind, solange es nach was aussieht. Ich merke auch, wie ich diesen Eindruck auch bei vielen Menschen da draussen gewinne. Ob diese Wahrnehmung richtig ist oder meine verzerrte Perspektive, lasse ich dahingestellt. 
Heute muss man cool sein, stylished, succesfull, up to date - all das, was ich übrigens nicht bin.
Ich suche die Menschen von innen heraus, und dabei lege ich dann wenig Wert auf die coolsten Schuhe, sondern auf Vertrauen, Achtung, Moral, Beständigkeit - all die konservativen Werte, die tief in mir drin stecken.

Doch genau so wenig wie man diese Werte kaufen kann, sind manche Dinge noch in.
Mag sein, dass es sie in vereinzelten Fachgeschäften noch gibt, aber dann zu einem Preis, der in den Bereich der Träume gehört.
Schade.
Ich hätte wirklich gern einen schönen Aktenkoffer aus Leder für meinen WBE gefunden. Nicht aus Alu, nicht aus Plastik, nicht aus Kunstleder und auch nicht aus Bambus, doch das ist einfach unfindbar oder unbezahlbar.

Doch so ist das:
Die wirklich beständigen Dinge, die etwas darstellen, kann man nicht kaufen.
Aber manche kann man sich erarbeiten.......



 

Jac 11.12.2003, 15.07 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL