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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Sinniertes

Noch immer treffend

Vor fast einem Jahr habe ich das geschrieben, und noch immer trifft es aufs Wort zu :

~~~~~~


Ohne Dich


Ohne Dich ist meine Welt noch immer ganz.
Ohne Dich ist meine Welt noch immer bunt.
Ohne Dich dreht sich meine Welt noch immer weiter.


Aber ohne Dich hat meine ganze Welt Risse bekommen.
Ohne Dich sind manche Farben blasser geworden.
Ohne Dich dreht sich die Welt nicht mehr so regelmässig.


Als Du gegangen bist, hast Du vieles dagelassen.
Du hast mich Gelassenheit, Sanftmut, Grosszügigkeit gelehrt, hast mich fühlender gemacht, verzeihender und toleranter.
Du hast mich gelehrt, dass nicht die gelebte Zeit wichtig ist, sondern die gefühlte.
Du hast mich gelehrt, dass etwas gleichzeitig eine Ewigkeit und ein Flügelschlag lang sein kann.
Du hast mich verstehen gelernt.


Als Du gegangen bist, hast Du etwas von mir mitgenommen, das mir an meiner Seele fehlt, wie ein abgesprungenes Stück einer Vase.
Man kann Blumen einstellen, aber der Vase fehlt oben ein Stück und wenn man nicht aufpasst, schneidet man sich daran. Der Rand ist nicht mehr ganz, aber die Vase sieht noch immer schön aus.


Es ist nun schon länger her, dass Du gegangen bist, als Du da warst und ich vermisse es, Dich zu vermissen.
Ich vermisse es, dass mir das Herz vor Schmerz zerreisst, heute tut es einfach nur noch weh.
Ich vermisse, zu wissen, wie Du gelacht hast, wie Du gerochen hast, wie Du durchgehalten hast.


Ich wollte doch nie vergessen, aber ich vergesse.

Ich weiss, dass Du weisst, dass das meiner Liebe zu Dir keinen Abbruch tut, ich weiss, dass es wohl normal ist, dass die Erinnerungen verblassen, aber ich hasse es.

Ich wünsche mir unmögliche Dinge, ich würde Dich so gern noch einmal nur für eine Stunde haben, um nicht zu vergessen.
Ich wünsche mir, ich könnte manchmal so richtig zornig werden über mein Schicksal, aber Du hast mich gelehrt, die Dinge in Demut anzunehmen.


Ich wünschte, Du wärst hier, nicht nur in meinem Herzen.



~~~~~~






Jac 06.04.2004, 16.38 | (6/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Trauriges Mutterherz

Mein Sohn, gesegnet mit wunderbaren Gaben und Fähigkeiten, eckt an, weil ihn nicht das interessiert, was ihn laut Schulplan zu interessieren hat. Weil er nicht das tut, was andere tun. Weil er nicht kann, was für andere selbstverständlich ist. Weil er ein Eigenbrötler ist, der am glücklichsten in seiner eigenen Gedankenwelt ist.

In der geschützten Atmosphäre unseres Daheims kommt er wunderbar klar mit seiner Umwelt, ist wissbegierig und einsichtig und auch in der Lage, unangenehmere Dinge zu erledigen, murrend zwar, aber doch in nützlicher Frist. Er eignet sich neue Dinge an, schneller als man hingucken kann, weiss sovieles - und doch ist das nichts wert. Zumindest nicht in der Aussenwelt. Doch genau die braucht er, er muss zur Schule gehen, er muss mit seiner Umwelt in Kontakt kommen, er braucht das, was ihm die Schule beibringt.

So stehe ich da und muss meinen Sohn zu seinem Unglück zwingen, auch wenn ich weiss, dass es nötig ist. Aber das macht es mir nicht leichter. Im Gegenteil. Es deprimiert mich, dass ich seine Defizite so in den Mittelpunkt stellen muss und sich mal alles wieder darum drehen muss, was er alles nicht kann. Dabei würde ich lieber damit umgehen, was er alles kann.

Ich sehe seine Schwierigkeiten klar, ich kann sie ein Stück weit  nachvollziehen, und doch muss ich ihn zwingen. Muss er lernen, gemeinsam mit allen anderen Kinder auf Kommando Zähne zu putzen, einen Purzelbaum zu schlagen, Aufsätze zu schreiben, langweilige Texte vorzulesen - weil das dazugehört.

Mir bricht fast das Herz, wenn ich daran denke, was jetzt alles schief laufen könnte, denn ich möchte ihm um Nichts in der Welt die Freude am Wissen nehmen. Ich habe Angst um seine Zukunft, ich stehe unter grossem Druck, weil es mich belastet, ihn so neben der Spur zu sehen, weil die Anforderungen an ihm vorbeigehen. Könnte ich doch an der Zeit drehen, damit er die Primarschule hinter sich hat....

 

Jac 31.03.2004, 12.07 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL

Du

 

~~~~~~

Ich liebe es, mit Dir zu lachen.
Ich liebe es, mit Dir zu weinen.
Ich liebe es, mit Dir die Welt zu entdecken,
Gedanken zu teilen,
 in Gemeinsamkeiten zu schwelgen 
und manchmal auch zu streiten.
Ich liebe es, mit Dir zu teilen,
was uns das Leben vorbeischickt.

Noch immer habe ich Schmetterlinge im Bauch
und ein Kribbeln auf der Haut, wenn ich Dich sehe,
noch immer wundere ich mich,
wie tief Du meine Seele berührst.


Mein Mann, ich liebe Dich!


~~~~~~









Jac 22.03.2004, 10.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Nach-Gedacht

 

~~~~~~

Sie suchte Trost und fand Worte.
Sie suchte Wärme und fand Daten.
Sie suchte Anerkennung und bekam Pixel.
Sie suchte Freunde und bekam Nicknamen.
Sie suchte Hoffnung und fand Abgründe.
Sie verlor sich in den Weiten der Cyber-Welt.


Doch dann stand sie auf und ging zurück ins Leben,
zu echten Menschen und echten Blumen
und echten Gefühlen
und fragte sich, was sie gesucht hatte,
was sie nicht schon lang hatte.


~~~~~~


 

Jac 19.03.2004, 20.58 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Loslassen

Man begegnet Menschen, schliesst sie ins Herz, geht mit ihnen gemeinsam eine Wegstrecke - doch manchmal kommt der Punkt, wo sich die Wege trennen, wo man sich auseinanderentwickelt, weil man nicht stehenbleibt am selben Ort. Die Lebensperspektiven verschieben sich, die Interessen verändern sich, selber ist man nach Jahren nicht mehr gleich. Irgendwann spricht man nicht mehr die gleiche Sprache und aus der einst engen Verbindung wird ein oberflächliches Dahindümpeln.

Das ist der Lauf der Dinge und lässt sich nicht ändern, also muss man sich das irgendwann eingestehen und sich verabschieden vom Bild, welches man aus Erinnerung noch im Kopf hatte und das sehen, was ist und dann loslassen.

Das klingt bestechend einfach und logisch. Wenn da nur die Gefühle nicht wären, die sich unvernünftig verhalten wollen und nicht loslassen können. Der Verstand regiert und die Gefühle weinen.

Blöd.

Jac 19.03.2004, 10.00 | (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Augenwischerei

"Zurück zur Normalität" - ein Titel, den ich öfters benutze. Allein in diesem Blog habe ich zwei Einträge damit gefunden.

Doch eigentlich ist das reine Augenwischerei, ich möchte das vielleicht irgendwo ganz gerne, weil tief in meinem Kopf der Gedanke sitzt, dass in der Normalität das Glück liegt. Das kommt bestimmt aus den Zeiten, wo mein ganzes Leben Kopf stand und nur noch von Ausnahmezustand und Extremen geprägt war. Damals erschien mir die langweilige Normalität als das Seligmachendste, was es geben kann, als Paradies der Harmonie und der Ruhe.

Davon ist einiges hängen geblieben, auch wenn mir das gar nicht so bewusst war. Wenn ich so drüber nachsinniere, dann wird mir plötzlich klar, dass es diese Normalität eigentlich schon lange nicht mehr gibt.
Mein Leben ist voller unerwarteter Wenden, jeder Tag bringt mir neue Überraschungen, neue Anforderungen, neues Timing - irgendwas ist immer. Und der Wunsch nach Normalität ist wohl in Wahrheit der Wunsch nach einem einfacheren Leben, nach Ablegen des hohen Anspruchs, der mich in allem umgibt. Nun müsste ich wohl ein ganz anderer Mensch werden, um das ändern zu können - und genau das kann und will ich nicht.

Was nun?
Ich weiss es nicht, ich muss wohl meine Vorstellungen von meiner "Normalität" revidieren, meine rosarote Brille ablegen und mich damit auseinandersetzen, dass noch viele Jahre allein schon wegen der Kinder Ausnahmezustand herrscht. Das macht mir gehörigen Respekt, ob ich dem wirklich weiterhin gewachsen bin. Es ist leicht, sich am Rechner in der Theorie mit Themen wie ADS, Hochbegabung, Sauberkeitserziehung auseinanderzusetzen, über Trotzphasen und Familiendynamik zu referieren - und es ist so anstrengend, dem jeden Tag ausgesetzt zu sein und irgendwie nie zur Ruhe zu kommen.

Nun ja, wie eine mir nah verwandte Frau sagen würde : "Du hast es ja so gewollt, nun beklag Dich nicht" - nein, ich beklage mich nicht, ich denke nur drüber nach....

Jac 10.03.2004, 09.56 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL

Merke...

 

Keiner wird besser, wenn er andere schlechter macht -
er fühlt sich nur so....


Jac 09.03.2004, 09.56 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dankbarkeit

Heute will ich dankbar sein :

Dafür, dass ich gesund bin und ohne Einschränkung meinen Weg gehen kann.
Dafür, dass ich meine Familie um mich habe und für sie da sein kann.
Dafür, dass in meinem Leben keine Existenzängste da sind und ich hier zuhause sein kann und nicht arbeiten gehen muss.
Dafür, dass ich die Freiheit habe, mich mit dem zu beschäftigen, was mich interessiert.
Dafür, dass wir an diesem Ort hier leben, in dieser Zeit.
Dafür, dass meine Kinder gut gelaunt sind.
Dafür, dass es nicht mehr so kalt ist draussen.

Wenn man will, findet man immer irgendetwas, wofür man dankbar sein kann und kann sich daran aufrichten. Wer das Gute sieht, kann sich leichter damit abfinden, was nicht so einfach ist. Es ist halt die Sache mit dem halbvollen oder halbleeren Glas.

Nur leider fällt es einem im Alltag oft viel zu schwer, sich an den Dingen zu erfreuen, weil man sie längst als gegeben hinnimmt. In der Flut der kleinen Widrigkeiten geht die Freude über die grossen Schönheiten viel zu oft unter.Eigentlich schade, oder?

Dampfzug

Drum wünsche ich Euch für heute, dass Euch auch ganz viele Dinge einfallen, für die Ihr dankbar sein könnt und ihr diese Freude darüber in den Tag mitnehmen könnt.

 

Jac 05.03.2004, 09.11 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Eindrücke

 

Eindrücke gelingen eindrucksvoller,
wenn man nicht in fremde Fussstapfen tritt.


 

 

Jac 03.03.2004, 08.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Blei-Tage

An manchen Tagen lastet das Leben wie Blei auf meinen Schultern und ich bin vollends damit beschäftigt, das Leben zu tragen.
Ich mache noch eine Runde - bis es abend wird, mit meinen Gedanken bei denen, die gegangen sind und bei denen, die da sind.


Jac 01.03.2004, 13.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL