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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Kindereien

Unfassbar gut


...wenn Lehrer über Besonderheiten ihrer neuen Schüler Bescheid wissen, weil der Informationsfluss funktioniert

...wenn Lehrer nach zwei Wochen die Stärken und Schwächen eines Schülers realistisch beurteilen können, und ihn nicht wegen zweiterem verurteilen, sondern bei ersterem packen

...wenn Lehrer die Freude am Lernen vermitteln wollen und können statt "Vogel friss oder stirb" zu spielen

...wenn Lehrer besondere Talente nicht als Komplikation oder Bedrohung im Schulalltag sehen, sondern kreative uns sinnvolle Wege vorschlagen, damit dem Sohn nicht langweilig wird.

...wenn man sich als Mutter wünscht, man könnte selber an SO einer Schule nochmal Schülerin sein.

Ich bin überzeugt - es werden gute 4 Jahre für Oliver. Es wird nicht immer alles rund laufen, er wird vielleicht nicht immer so hochmotiviert sein, aber es wird immer einen Weg geben für ihn.
Und nach all den vielen Kämpfen der letzten Jahre ist es nun ein Gefühl wie "wir sind schulisch daheim angekommen".
Gut, einfach unfassbar gut.


Jac 27.08.2007, 23.15 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Das *-er*-Problem

Ringheft oder Ringhefter?

Hört sich fast gleich an, ist aber offenbar nicht das gleiche.
Materiallisten, auf denen dann Ringheft steht und aber Ringhefter gemeint ist, können dann Zwölfjährige durchaus zu einem hysterischen Anfall verleiten, weil wir das besorgt haben, was geschrieben steht statt das, was gemeint ist.

Vermutlich war das der erste von vielen Test. Die Liste wurde nämlich von der Deutsch-Lehrerin erstellt....


Nachtrag:
Und wirklich gebraucht wurde - ein Schnellhefter.
Man gestatte mir mein Augenverdrehen.


Jac 19.08.2007, 21.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Zweimal Einschulung

Heute war ein besonderer Tag - auch mein jüngstes Kind ist nun ein Schüler:



So ernst wie auf diesem Bild war er sonst die ganze Zeit nicht - aufgeregt und aufgekratzt, fast vor Energie platzend, weil er nun endlichendlich zur Schule darf. Am liebsten wäre ihm wohl gewesen, wenn sich der Lehrer allein mit ihm verkrümelt hätte und ihm in zwei Stunden mal eben Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht hätte...

Die grosse Schwester geht weiterhin ins gleiche Schulhaus, nun aber in der letzten, fünften und entscheidenden Klasse und auch sie war heute ein bisschen aufgeregt:

einschul04.jpg      
Schliesslich ist sie nun die grosse Schwester, und nicht mehr die kleine Schwester, denn dieser junge Mann hier:



geht nun zur Bezirksschule, ein anderes Schulhaus, vielmehr Klassen, vielmehr Herausforderung und auch mehr Verantwortung. Dass er über Mittag die ganze Zeit gesungen hat in seinem Zimmer, spricht eine klare Sprache, ebenso wie seine derzeitige Beschäftigung : er liest seine neuen Schulbücher *g*
Ihn hat der WBE begleitet, denn an beiden Orten konnte ich nicht sein, und von seiner Einschulung gibt's zwar auch einige Bilder, aber dank einer falschen Einstellung sind sie unscharf.

Und ich habe gar nicht geheult - ich habe mich gefreut, dass die Kinder so aufgeregt und glücklich sind.
Vielleicht heule ich dann wieder, wenn sie mit der Schule fertig sind ;-)


Jac 13.08.2007, 20.06 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Zerstreuter Professor

Mein Grosser ist ja der Typ zerstreuter Professor - die Tiefe des Marianengrabens kennen, aber nicht die eigene Telefonnummer, die kompliziertesten Segelknoten knüpfen können, aber nicht die Bändel an den Schuhen zubinden, ins Bad gehen, um sich die Zähne zu putzen und nach einer halben Stunde wieder rauskommen, ohne die Zähne geputzt zu haben.


Damit dieser Eindruck auch optisch unterstützt wird, darf er sich ab nächster Woche Brillenträger nennen, denn auf einem Auge ist er kurzsichtig, das andere ist ok. Meinen Vorschlag mit dem Monokel fand er nicht wirklich cool, aber die Brille, die er sich ausgesucht hat, die ist es - und sie steht ihm ausgezeichnet. Das Bürschchen hat einen guten Geschmack - und einen weiteren wichtigen Gegenstand, den man liegenlassen kann *augenverdreh*


Jac 15.06.2007, 08.39 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Projektwoche

Die Quartierschule stand diese Woche unter dem Motto "Projektwoche Stadt-Land-Fluss".

Mit viel Fantasie wurde geplant und organisiert rund ums Thema.
Am Montag gab es eine Stern-Wanderung - 5 Klassen und zwei Kindergartenklassen wanderten bzw. fuhren mit dem Velo an unterschiedlichen Punkten los und trafen sich dann in der Mitte - auf der Karte würde das dann wohl wie ein Stern aussehen, darum der Name.

Dienstag und Mittwochs fanden dann Ateliers statt. Da konnten sich die Kinder im voraus aus einer langen Liste verschiedene Unternehmungen aussuchen. So hatten wir hier einmal "Leben am Bach", Versteinerungen suchen, Schloss Wildegg, Inline fahren, Musik-und Malatelier und zweimal Naturama.

Heute nun fand wieder eine Wanderung bzw. Velotour statt, doch heute abend kamen die Schüler nicht nach Hause, sondern übernachten in einem Zeltlager unterwegs, die Kindergärtner haben sie dann dort besucht.
Nachdem das Wetter die ersten Tage nicht so toll mitgespielt hat, war es hier heute aber schön trocken und warm, so dass nicht ins Schulhaus ausgewichen werden musste.

Morgen mittag sind sie dann wieder daheim - müde und  schmutzig, aber bestimmt sehr glücklich ob der Abenteuer - und mit etwas Glück hat sich meine Tochter nicht wieder vorgenommen, die ganze Nacht nicht zu schlafen (oder es spricht jemand ein Machtwort *g*)

Eine wirklich tolle Sache - aber wie immer im Leben hat alles seine Schattenseiten...
Täglich mindestens einmal eine Garnitur dreckige Kleider (wie man nach dem Steinbruch-Besuch oder nach dem Bach-Abenteuer aussieht, brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern *g*), und die Ateliers und Wanderungen fanden nicht zu den gleichen Zeiten statt, sondern jeweils zu drei verschiedenen Zeiten, was in mir mal wieder ein leises Türsteher-Gefühl aufkommen liess.
Aber immerhin : jedes Kind war immer mit der richtigen Ausrüstung zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und auch wieder zurück - was kümmern da schon Mutters Nerven? ;-)



Jac 10.05.2007, 22.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Unerklärlich


Wie kann einem etwas, das man doch so liebt, so gepflegt auf die Nerven gehen?



Als sie noch klein waren, da hat sich in mir drin so ein Glücklich-Fühl-Gen aktiviert, das mich durchwachte Nächte, Dauergeschrei und Gequengel mit einem seligen Lächeln auf den Lippen ertragen liess (meistens zumindest).

Doch anscheinend deaktiviert sich das, wenn der jüngste Spross die Kleinkindphase verlässt und Geschwisterstreit ist nur noch nervig, Dauerlärm auch, vom Nachwuchs angezettelte Machtspielchen kosten nur unnötig Substanz, Berge von Schmutz- und Pipiwäsche sind ätzend, Regelverstösse zehren an der Geduld - und es kann durchaus sein, dass das *ichspürdenvollmond-Gen* bei den männlichen Kindern mir die letzten Rest von "es sind halt Kinder" gerade geraubt hat.

Ich frage mich nur - welches Gen aktiviert sich dann wohl, wenn die Truppe hier so richtig voll in der Pubertät angekommen ist?

Das *ichkündige*-Gen?
Das *ichkenneuchnicht*-Gen?
Oder vielleicht das *abersooooschlimmwarichnie*-Gen?

Am wahrscheinlichsten wohl die
*lassdiephaseschnellvorbeisein*-Gen - das hilft überhaupt wohl durch die ganze Kinderzeit. ;-)


Jac 28.02.2007, 20.07 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Sonntagsüberraschung


www.kopflaus.ch


Das erste Mal, es hätte uns schon viel früher erwischen können, mit drei Kindern, das älteste bald zwölf.

Welch hübscher Schulferien-Abschluss ;-)



Jac 18.02.2007, 14.30 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Einschulungsgespräch

Nun hatten wir also gestern unser letztes Einschulungsgespräch - Benjamin wird im Sommer eingeschult.

Und nachdem mir die Kindergärtnerin nun über viele Monate hinweg immer wieder bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit versucht hat, klarzumachen, dass wir Benjamin unbedingt ärztlich abklären lassen müsse, weil das ja nicht normal sei, wie lebhaft er sei, wie unruhig und hampelig, war ich darauf eingestellt, dass wir bestimmt erst eine Grundsatzdiskussion führen müssen, warum Benjamin kein ADS hat, dass er "nur" ein sehr willensstarkes, temperamentvolles Kind ist, dass ich mich einfach weigere, ihn zu pathologisieren, wurde ich dann doch überrascht - denn davon war keine Rede mehr.

Benjamin ist sehr selbständig und willensstark, sehr zielstrebig und ausdauernd und weiss ganz genau, was für ihn gut ist und wie er es gern haben möchte. Das sind unbestritten nicht immer die einfachsten Eigenschaften, aber ebenso unbestritten sind sie wunderbar, weil er unbeirrt seinen Weg geht und findet. Dass wir Erwachsenen davon manchmal eine andere Vorstellung haben, ist ja unser Problem und nicht seines. Und wir Eltern haben damit eigentlich sowieso kein Problem, denn er ist, wie er ist, und er darf auch genauso sein, und meine Achtung vor seiner Persönlichkeit verbietet mir, da herumzukritteln und ihn irgendwo hineinzupressen.

Nun wünsche ich mir einfach, dass er im Laufe seines Schulwegs Lehrkräften begegnet, die das ähnlich sehen - und bei unserer Quartierschule bin ich da sehr zuversichtlich...

Und wäre das Gespräch anders verlaufen, so hätte ich schon noch das eine oder andere in petto gehabt, ein Begabungstest, den ich bisher als unnötig erachtet habe, hätte vermutlich ziemlich schnell klargemacht, was Benjamin zum dem macht, was er ist.

Das Ganze zeigt mir aber auch, wie hartnäckig manche Menschen sind, wenn es darum geht, lebhafte, aktive Kinder um jeden Preis in die Schublade zu stecken, auf der dick steht "Achtung ADS - unbrauchbar", besonders natürlich, wenn das Kind einen Bruder hat, der davon betroffen ist.
Aber erstens haben meine Kinder in Schubladen aller Art keinen Platz und zweitens sind ADS-Kinder zwar anstrengend, schwierig, unbequem, aber ebenso liebenswürdig, kreativ und ebenso wunderbar, wie es jedes Kind auf seine eigene Art ist, egal, ob es irgendeine Diagnose hat oder nicht.




Jac 16.01.2007, 09.00 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wahrscheinlichkeitsrechnung

Wenn von 4 Kindern bereits zwei paradox auf Dormicum (ein Mittel zur Sedierung) reagiert haben, wie gross ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass ein drittes Kind ebenso darauf reagiert?
Ich habe mich darauf eingestellt, ein brüllendes, tobendes, aber bestimmt nicht schlafendes Kind zu haben, man hat ja so seine Erfahrungen.

Ich hatte aber ein höchst albernes, kicherndes, beduseltes Kind, welches dann irgendwann einfach wegtauchte, lang genug, dass der Zahn geflickt werden konnte und welches mich danach gleich wieder unterhielt mit "Du hast ja 4 Augen und 2 Brillen" oder auch "wann geht es endlich los?". Und es war keine Vollnarkose nötig, weil die Sedierung gereicht hat.

*steinvomherzenfall*

Ich bin nun also richtig motiviert für den Elternabend. Oder so.
Gibt es eigentlich eine Ehrenmedaille, wenn man nie einen Elternabend versäumt hat?
;-)



Jac 28.11.2006, 19.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Für Benjamin





Ich wünsche Dir,
dass Du Dir Deinen Frohmut bewahren kannst, der Dich aufgeschlagene Knie, misslungene Bau-Objekte und verweigerte Ansinnen schnell vergessen lässt.

Ich wünsche Dir,
dass Du Deine Willensstärke behältst und mutig dafür einstehst, was Du möchtest und was nicht, auch wenn es mal nicht populär sein soll.

Ich wünsche Dir,
dass Du weiterhin genau weisst, was Du Dir zutrauen kannst und das auch durchziehst, auch wenn man Dir nicht immer glauben will, was Du kannst.

Ich wünsche Dir,
dass  Dir Deine unverbrüchliche Treue zu Menschen und Dingen erhalten bleibt, denn sie ist kostbar und zauberhaft.

Ich wünsche Dir,
dass Du Dich hier bei uns geborgen und geliebt fühlen kannst, denn das bist Du, über alle Massen, bis in alle Zeit.

Es ist wunderschön, dass Du vor sechs Jahren zu uns gekommen bist - ich möchte keinen Tag davon missen!


Jac 22.10.2006, 20.55 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL