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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Kindereien

Nicht lustig.

Abrupt war er beendet, mein IKEA-Besuch und mein freier Tag. Der Tag, an dem der Jüngste und das Mädchen beim Nachbarmädchen direkt nach der Schule zum Geburtstagfest eingeladen war, der Grosse mit seinem Schulfreund sich über Mittag in der Stadt verpflegen wollte....

Die Stimme meiner Nachbarin am Telefon und ein Stück selektive Wahrnehmung liessen bei mir ankommen "Unfall in der Schule - Krankenhaus -beim Jüngsten" - *nicht so schlimm, muss vermutlich nur geklebt werden, die haben mich angerufen, weil der Kleine gesagt hat, dass er heute hier ist, kannst Deine Besorgungen in Ruhe fertigmachen" ist untergegangen.

Zuhause angekommen waren sie alle versammelt in der offenen Garage, es war grad Schulheimkommzeit - der Kleine, mit einem Grinsen im Gesicht, Begleitpapieren vom Spital, das Mädchen mit dem Nachbarmädchen - und der Grosse auch grad noch, weil sein Schulfreund krank war und er allein nicht wollte....

Fakt: der Kleine ist nach Ende der Pause gestolpert und umgefallen und exakt auf der Metallkante der Eingangstüre gelandet, eine 4 cm lange Rissquetschwunde direkt auf der Kniescheibe war die Folge, die dann mit zwei Stichen genäht werden musste.
Eine ganz banale Geschichte.

Die mir aber auch gezeigt hat, wie gut das Krisenmanagement an unserer Quartierschule funktioniert - der Lehrer, der immer mit dem Velo zur Schule kommt, hat sich ein Auto von einer anderen Lehrerin geliehen, ist mit dem Kleinen ins Spital gefahren, eine weitere Lehrerin hat sich der verwaisten Klasse angenommen, und weil ich zuhause nicht erreichbar war, wurden des Jüngsten Auskünfte hergenommen und die Nummer der Nachbarin rausgesucht (die auch ein Kind an dieser Schule hat).
Beruhigend, sehr beruhigend, man könnte ja auch nicht erreichbar sein oder zu weit weg, um schnell zurückzukommen...






Jac 11.06.2010, 21.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Kein Krikelkrakel...

...war heute zu sehen.
Nein, nicht bei irgendwelchen Schulaufgaben, auch nicht beim Malen, sondern auf dem EEG, das heute bei meinem Mädchen geschrieben wurde. (*)
Auch nicht bei der Provokation mit hyperventilieren.

Und das bedeutet:

*HURRA!!!*

Keine Einschränkung mehr, sie darf wieder schwimmen, klettern, geräteturnen, alles, was sie will und mag. Die Dosierungen des Antiepileptikum (Valproat) ist nun auf dem idealen Level, die Nebenwirkungen sind tragbar, nun läuft die Zeit für uns.

Nach 8 langen Monaten der Einschränkungen, seit die Diagnose Absenceepilepsie gestellt wurde, ist sie wieder richtig frei.

Ich freu mich sehr für sie - und für uns auch, denn wir haben uns den Einschränkungen in unserer Freizeitplanung auch unterworfen, um es ihr nicht noch schwerer zu machen.
Da freuen wir uns gleich nochmal mehr aufs Ferienhaus mit Schwimmbad. :-)


Anmerkung zu (*):
Auf dem EEG sieht eine Absence aus, wie wenn einer all die hübschen, regelmässigen Linien zu einer einzigen schwarzen Fläche verschmiert hat, selbst für Laien ist das erkennbar.

Jac 07.06.2010, 20.59 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Über den Kopf gewachsen...

...ist er mir längst, mein Grosser, und die Vermutung liegt nahe, dass er das auch bei seinem Vater tun will, wenn ich einen Blick auf seine Lebensmittelvernichtungsanfälle werfe...


Es macht mich froh, zu sehen, dass dieses einstmalige Sorgenkind heute auf dem besten Wege ist, ein selbständiger, denkender Erwachsener zu werden, mit dem nötigen Blick für die Prioritäten im Leben und genügend Schalk im Nacken, um nicht alles gar so ernst zu nehmen. Vieles an Rüstzeug dazu haben wir ihm mitgegeben, aber vieles musste er sich hart selber erarbeiten, der Umgang mit seiner Wahrnehmung der Welt, die oft so unterschiedlich von unserer ist, war eine harte Nuss, und immer deutlicher wird sichtbar, dass er seinen Weg gefunden hat. (Meistens jedenfalls *g*)

Heute vor 15 Jahren wurde ich das erste Mal in meinem Leben Mutter, und wie bei allen ersten Malen schwingt im Rückblick eine gehörige Portion Nostalgie und Verklärtheit mit, aber auch wenn man das berücksichtigt, bleibt immer noch:
15  schöne, aufregende, anstrengende, bewegende Jahre mit einem wunderbaren Menschenkind.



Happy birthday, mein Sohn!



Jac 06.06.2010, 12.32 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Schulpflichtige Kinder zu haben...



...bringt einige Nachteile mit sich:

- Ferien finden kollektiv statt - genau dann, wenn alle anderen auch Ferien haben
- der Verbrauch an Radiergummis, Spitzern, Bleistiften, Geodreiecken und ähnlichem Verlierkram nimmt einen markanten Posten in der Haushaltskasse ein
- früh aufstehen ist Pflicht, auch wenn man eine Nachteule ist
- das Wort "Hausaufgaben" ist gelegentlich ausreichend, um Schweissperlen auf der Stirn erscheinen zu lassen
- Schulausfälle sind immer dann, wenn man sie nicht brauchen kann, Elternabende, Konzerte und andere Veranstaltungen genau dann, wenn auch die anderen Klassen Elternabende, Konzerte und andere Veranstaltungen haben
- auf dem Telefon die Nummer der Schule zu erkennen, lässt den Wunsch entstehen, ein Strauss zu sein - Kopf in den Sand und nicht hinhören
- der Satz "aber alle anderen dürfen..." wird zur häufigsten Einleitung für eine Grundsatzdiskussion, die man so bereits gefühlte tausend Mal geführt hat.


Der Vorteil:
- die Kinder sind jeden Tag gemeinsam einige Stunden ausser Haus.

Nach zwei Wochen Schulferien wiegt das gerade alle Nachteil auf ;-)


Jac 23.02.2010, 21.03 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Bonmot des Tages...


...und auf dem besten Weg, ein echter Familieninsider zu werden:

Oliver sprach von seinen intellektuellen Höhen zu uns herab:
"Ein Lift funktioniert nur auf Hochdeutsch".


(Lift = Aufzug für nicht Nichtschweizer)



Jac 09.02.2010, 21.14 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Bestätigt


Absence-Epilepsie, juvenile Form.




Während des EEGs hatte Victoria zwei "wunderbare" Absencen, die eine kurz, die andere, durch die Hyperventilation provoziert, etwas länger - aber beide so, dass an der Verdachtsdiagnose kein Zweifel mehr besteht - es ist eine Absencepilepsie.

Absencen bedeutet in ihrem Fall, sie ist einen kurzen Moment nicht ansprechbar, hat wie einen Filmriss, weiss nachher nichts davon, es ist meist eine Frage von wenigen bis 15 oder 20 Sekunden, aber ohne weitere Erscheinungen, keine Anfälle oder Krämpfe, wie man sie sonst mit Epilepsie in Verbindung bringt.

Die Chancen stehen gut, dass es sich auswächst, bis dahin halten wir uns mit Medikamenten, teilweisem Sportverbot und Kontrollen über Wasser.





Da es sowieso ist, wie es ist, da es alles noch viel, viel, viel schlimmer sein könnte, da wir wie immer alle zusammenhalten wie Pech und Schwefel, ist das alles eigentlich halb so wild.
(Nach vielen Tagen drüber nachdenken und zum Thema recherchieren, mit unserer Familiengeschichte und meinem Naturell ist es ein leichtes, so zu denken...)



Epilepsie?
Na und?




Jac 09.10.2009, 17.59 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Neu im medizinischen Angebot


Verdacht auf Absence-Epilepsie bei der Tochter.


Das ist alles nicht mehr lustig, echt, ich habe die Nase ziemlich gestrichen voll von ernsthaften medizinischen Befunden...

Nachtrag:
Verdacht heisst im konkreten Fall: die definitive Bestätigung und Klassifizierung steht noch aus, die Fakten sprechen aber leider eine mehr als klare Sprache, zumal die Absence-Erscheinungen relativ einfach von Tagträumereien zu unterscheiden sind.
Noch unklar ist eigentlich vor allem, ob es sich um die kindliche  oder die juvenile Form handelt - und darüber wird dann nächste Woche das EEG Auskunft geben, sodass wir mit einer Therapie anfangen können.

Wenn sich Eure Kinder also gelegentlich wegträumen, dann schaut genau hin, ob Ihr sie mit ansprechen oder berühren da rausholen könnt - und wenn nicht, dann geht zum Arzt!


Jac 02.10.2009, 22.51 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Unschlagbar

Es geht nichts über einen guten Kinderarzt - und so einen haben wir.

Meine Ängste und Bedenken wegen Olivers neuer Herzproblematik konnte er mit wenigen Sätzen zerstreuen, was mir vorher mit allen Recherchen und positiver Sichtweise nur solange gelungen ist, wie er nicht müder als sonst war, oder ausser Atem geraten (was nach seinem üblichen Sprint von der Schule heim eigentlich normal ist) oder ich grad einen eh schon angeschlagenen Tag hatte.

Jetzt sehe ich es endlich entspannt : die Wahrscheinlichkeit, dass es bleibt, wie es ist, ist sehr hoch, und das bedeutet vor allem - im Gegensatz zu vielen anderen Menschen _wissen_ wir, dass er ein Klappenproblem hat, und können ihn entsprechend antiobiotisch abschirmen, wenn es nötig ist - wie bei zahnärztlichen Eingriffen.
So einen hat er diesen Monat noch vor sich - und wird dann 3000 mg Antibiotika aufs Mal nehmen müssen - AB-Phobiker darf man mit einer Geschichte wie der unseren eindeutig nicht sein....

Und im Gespräch wurde mir dann so richtig klar, wieviel Glück wir doch vor einem Jahr hatten, als Oliver seine Knochenhautentzündung hatte - das waren genau die Bakterien, die sich gern an Herzdefekten ansiedeln, und ausserdem war es ein resistenter Stamm, und die Fehldiagnose auf der Notfallstation hat dann doch eineinhalb untherapierte Wochen zur Folge gehabt - dass da nichts passiert ist - ich danke dem Himmel, dem Schicksal, allen Engeln, allen Daumendrückern und dem Leben....


Jac 04.06.2009, 21.25 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Günstig abzugeben


Pubertäterin, 12,  charmant, sozial umgänglich, hilfsbereit, anflugsweise zickig im altersüblichen Rahmen, mit einer Neigung, fremde Autos vorsätzlich zu verkratzen.

*AAAAAAARRRGGHHHHH*












Jac 03.06.2009, 20.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Schulische Baustellen

***
Die Erneuerung des Schulsystems im Kanton Aargau wird so wie zur Abstimmung vorgelegt nicht umgesetzt werden, weil eine Mehrheit mehrfach "Nein" dazu gesagt hat - und ich bin sehr froh darüber. In manchen Teilen wären unsere Kinder nicht mehr betroffen gewesen, einerseits, weil schon zu weit auf dem schulischen Weg, andererseits wegen Übergangslösungen, aber der Jüngste wäre damit in ein neues Oberstufensystem gerutscht, welches im Ansatz einige gute Züge trägt, im Detail jedoch auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Wie immer, hängt es nicht allein an den gesetzlichen Vorgaben, sondern auch an deren Umsetzung, und solange gern immer wieder auf Kosten der Bildung gespart wird, erleidet ein noch teureres (weil stellenintensiveres) System noch schneller Schiffbruch als das bestehende. Statt alles zu ändern, wäre es "nur" vonnöten, das Bestehende zu pflegen und zu unterstützen, statt zu straffen und zu sparen.

***

Ein Lehrer-Vater-Tochtergespräch brachte wenig neue Erkenntnisse - und damit zumindest für mich ein bisschen Beruhigung. Nicht weil jetzt alles gut wäre, davon sind wir noch meilenweit entfernt, sondern weil meine Einschätzung von des Töchterleins Können und Wollen richtig war und wir bisher alles getan haben, um ihr einen guten Schulverlauf zu ermöglichen. Dass ihr derzeit alles andere wichtiger ist, lässt sich ein Stück weit mit rigorosem Elternverhalten (ja, es bleibt mal wieder das meiste an mir hängen *schiefgrins*) beeinflussen, dass sie sich ungern anstrengt (sprich stinkfaul ist), das muss sie selber ändern, dazu können wir nur Anreize bieten.
Ich bin schon verblüfft, wie sich ein derart ordentliches, pflichtbewusstes, umgängliches Kind durch den pubertätsbedingten Synapsenkrieg so um 180 Grad verändern kann - ich hoffe einfach, sie findet irgendwann zu sich zurück, bevor sie sich schulisch alles vermasselt hat - grad im momentanen wirtschaftlichen Klima ist eine gute schulische Bildung in Bezug auf Lehrstellensuche nicht zu unterschätzen.

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Jedes Jahr das gleiche, doch mein Verdrängungsmechanismus funktioniert in der Hinsicht gut - kaum sind am fernen Horizont die Sommerferien sichtbar, flattern die Zettel ins Haus : Ausflüge, Stundenplanänderungen, Ausfälle, Anlässe - damit sich erstens die Wochen bis zu den Ferien in ein nacktes Chaos unterhaltsame Abwechslung verwandeln und zweitens man Anfangs Juli dann auch bestimmt ferienreif ist...

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Den Schulausfall am kommenden Freitag hingegen, den begrüsse ich sehr, denn die Brücke über Auffahrt bedeutet die Gelegenheit, die Kinder jemandem aufs Auge zu drücken und zu flüchten - gemeinsam mit dem WBE. Nur noch zweieinhalb Schultage....

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Jac 17.05.2009, 15.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL