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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Ironie hausgemacht

Kinder brauchen Rituale


... und als verantwortunsbewusste Eltern tut man natürlich alles dafür, dieses Bedürfnis wie auch alle anderen zwei Millionen Bedürfnissen zu erfüllen.

Man fängt schon morgens damit an, und mit der Zuverlässigkeit eines Uhrwerks startet man das erste Ritual des Tages:
Steh auf - Steh endlich auf - Steh jetzt wirklich auf - zieh Dich an - zieh Dich jetzt endlich an - bist Du noch nicht angezogen? Nein, es gibt keinen Kuchen zum Frühstück. Hast Du Dich gewaschen und gekämmt? Waschen und Kämmen gehört jeden Tag dazu. Nein es gibt auch keine Chips zum Frühstück! Lass jetzt die Katze sein!  Setz Dich vernünftig hin! Mach vorwärts, die Zeit läuft! Nein, es wird jetzt nicht Gameboy gespielt! Du kannst Dir wirklich selber was einschenken, es steht direkt vor Deiner Nase! Nein, der Fernseher bleibt aus! Mach vorwärts, Du kommst sonst zu spät!


Ebenso ritualisiert sind auch alle anderen Abläufe.
Jeden Tag diskutiert man über pünktliches Heimkommen von der Schule, über Essmanieren, wo Schmutzwäsche hingehört, über die Benutzung von Klobürsten und Spülung, über erlaubte Streit-Methoden, über Zimmerordung und über die Notwendigkeit von Zähneputzen. Immer wieder erfüllt man das Bedürfnis nach Vertrautheit durch Rituale, indem man stakkato die gleichen Sätze benutzt: Sitz grade. Sprich nicht mit vollem Mund. Sei leise. Sei endlich leise. Kann ich fünf Minuten meine Ruhe haben. Lass das. Pass auf. Das Wohnzimmer ist keine Turnhalle. Gib's zurück.

Gelegentlich kommt man sich vor wie in der Repeat-Funktion des CD-Players, immer und immer wieder die gleiche Leier, und ganz gelegentlich ist es ein kleines bisschen nervig - aber sind wir mal ehrlich:

Kinder brauchen Rituale - also geben wir sie ihnen.

;-)


Jac 07.03.2006, 21.15 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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Dringendst gesucht :

Updateversion
von "Mütter sind Chaoten"
Version 3467, Ausgabe Westeuropa in Deutsch
mit folgenden neuen Features :

Dekomprimierungsfunktion :
der 24 Stunden-Tag wird automatisch um acht Stunden verlängert, damit Zeit zum Schlafen bleibt

High-Speed-Putzing:
geführtes Erkennungstool für alle gängigen Arten von Dreck, neu mit Hilfefunktion bei Spezialanforderungen wie Kuli auf Puppen, Leuchtmarker auf Wänden, Wico-Farben in Kleidern, Kaugummi in den Haaren

Figurbearbeitungs-Programm:
kann schadhafte Stellen am mütterlichen Körper leicht und einfach und ohne Fitnessprogramm reparieren und Körperfett verschieben, kann auch gekoppelt werden mit dem Minus-Kalorien-Burner, ein Speed-Programm, das beim Surfen pro gelesenen Buchstaben ein Joule wegputzt

Nerven-Defragmentierung :
macht Mutters Nerven durch gezieltes Sortieren über Nacht wieder voll DSL-tauglich und sorgt für mehr Effizienz und Konsequenz in Erziehungsfragen

 

integriertes Lexikon :
beantwortet alle Fragen zur Pflege und Aufzucht von menschlichen Nachkommen umfassend und wissenschaftlich - neu mit Volltext-Suche

 

Spass-Bibliothek :
hat für jeden Anlass die passende Bemerkung gespeichert, freie Auswahlen der Funktionen "Galgenhumor" "echt lustig" "albern" und "ermüdet-erschöpft"

 

neues Sicherheitstool :
verhindert ein Durchbrennen und Ausbrennen und Davonrennen - alles ohne Fesseln

und als absoluter Extra-Bonus :
Laufwerk-Trimmer ( "Siebenmeilenstiefel") als Geschwindigkeitsbeschleuniger in Krisensituationen. 


Wer irgendwo irgendwie irgendwann eine neue Version in die Finger bekommt, bitte, bitte meldet Euch bei mir - ich brauche sie wirklich dringend!!

(Quelle : www.ohneha.ch, mit freundlicher Genehmigung der Autorin *zwinker* )

Jac 13.02.2006, 19.50 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Überdrehte Kinder...


...schickt man am besten zur Nachbarin, damit sie sich dort austoben können. Egal, wieviel streiten, kreischen, toben angesagt ist, dort können sie sich nach Herzenslust auspowern, solange die (Stahlseil-)Nerven der Nachbarin mitmachen - und wenn dann genug ist, kann dann die Nachbarin das angerichtete Chaos beseitigen, die hat ja Zeit für sowas, und deren Kinder  können sich nichts Schöneres vorstellen, als den Inhalt ihrer Kinderzimmer neu zu sortieren.

Sollte es heute nochmal an der Türe klingeln, mache ich einfach nicht auf.


Jac 10.02.2006, 16.56 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL

Dialog



Duhuuuu?
Jaaahaaa?
Sag mal, findest Du nicht, dass die schon viel zu lange ruhig und gelassen ist und so ätzend fröhlich?
Aber total - noch nicht mal kaputte Tassen bringen sie zum Ärgern - das ist ja unerträglich!
Schrecklich, nicht!
Ja, komm, jetzt ärgern wir sie mal wieder richtig!
Au ja, gute Idee - aber wie?
Komm, wir fragen mal den Kopf, der soll ihr so richtig fiese Schmerzen machen, so oben links, wo sie's am wenigsten mag...
Oh ja - cooool - und dann soll er am besten die nehmen, die nicht reagieren, wenn sie meint, mit ihren Hausmittelchen anzukommen.
Genau, und zwar die, die dann auch auf Tabletten nicht reagieren und sich überhaupt nicht verscheuchen lassen!
Das ist genial, genau, da vergeht ihr die Fröhlichkeit schon, wenn ihr dann so richtig schlecht wird davon.
Soooo schön fies - die will nämlich heute abend mit dem anderen ausgehen, den sie immer so lächerlich anhimmelt, der geben wir's aber echt heute!





Jac 09.12.2005, 12.47 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Früher - heute



Früher waren es die braven Hausfrauen, die nach dem Einkaufen noch ins Café sassen und sich dann darüber ereiferten, dass Frau B. von gegenüber ihre Bettwäsche heute wieder nicht ausgelüftet hatten und dass Frau M. von unten gestern mittag Herrenbesuch hatte und dass Frau W. von oben soundsoviele Konservendosen im Müll hatten und dass Frau E. aus dem Haus am Eck den ganzen Tag am Fenster hinter dem Vorhang steht und ja alle dauernd beobachtet, um nachher zu tratschen und dass sie das ja sowieso nie machen würden und wo käme man denn da hin und das gehört sich doch nicht und sie hätten ja für sowas auch gar keine Zeit.....

Die Zeiten haben sich geändert, das findet man heute kaum mehr in dieser Form, Cafés sind vom Aussterben bedroht, Hausfrauen auch - nur die Tratscherei und man würde ja selber nie - das hat sich einfach dem Medienzeitalter angepasst und findet heute in Foren statt - der Inhalt ist in etwa noch immer der gleiche ;-)

Jac 30.10.2005, 23.23 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Tschüss



Viele Jahre habe ich Dir die Treue gehalten, habe Dich trotz all Deiner Fehler liebgewonnen, habe Dich gehätschelt und gepflegt und auch in Kauf genommen, dass Du gelegentlich zickig warst und mich auf Trab gehalten hast mit Deinen Ansprüchen, Dich gegen alle Angriffe verteidigt und Dein Loblied gesungen.

Doch ehrlich, in letzter Zeit kamen mir immer mehr Zweifel. Immer öfter hatte ich den Eindruck, Du seist etwas angestaubt und Dein Enthusiasmus hat deutlich zu wünschen übriggelassen und Deine Vitalität, die war unserer Verbindung nicht mehr angemessen. Ich bin wirklich nicht treulos, aber immer öfter ertappe ich mich dabei, wie ich Dich links liegenlasse und mich meinen neuen Freund hingebe, obwohl ich mich als altes Gewohnheitstier etwas umgewöhnen musste.

Momentan seid Ihr zu zweit, aber ich glaube, Du musst weichen - und ich werde nun wohl Firefox zu meinem Standardbrowser erklären, und Dich, lieber IE, in den Tiefen meiner Festplatte schlummern lassen für Notfälle. Diesen Eintrag schreibe ich nicht mit Dir - und dass ich nicht mehr mit Dir blogge - das ist der Anfang vom Ende.

Mach's gut, schlaf schön!




Jac 29.10.2005, 22.29 | (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ich sollte...


... jetzt eigentlich ein Schönheitsbad nehmen, mit Milch und Honig, damit meine Haut zart und seidig wird, danach eine Gesichtspackung auflegen, meine Gala-Kleider ausmotten, eine Stunde mit Haare fönen verbringen, eine mittlere Kosmetikabteilung auf mein Gesicht auftragen, danach einen ganzen Berg Papier mit wertvollen Notizen zu Telefonlisten und deren Neu-Organisation vollkritzeln, vor dem Spiegel eine Rede einstudieren, welches Mass an Hausaufgaben ein durchschnittlicher Schüler aufhaben sollte und wie man mit nicht durchschnittlichen Schülern Ausnahmeregelungen gestaltet....

...sprich, mich zielstrebig auf den Elternabend vorbereiten.

Stattdessen schlage ich mich hier mit hausaufgabenunwilligen Kindern, unorganisierten Handwerkern und Abendessen herum, werde von einem leeren Kühlschrank angegähnt und werde heute abend wenigstens sauber an den Elternabend gehen statt aufgedonnert und organisiert - aber vermutlich spielt der Unterschied nur für manche andere Mütter eine Rolle ;-)

Jac 25.10.2005, 15.41 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL

Goldene Handwerker-Regeln


1. Handwerker kommen nie zum vereinbarten Termin.

2. Handwerker kommen immer dann, wenn's grad äusserst ungünstig ist.

3. Handwerker machen immer Dreck.

4. Handwerker putzen gelegentlich ihren Dreck weg.

5. Handwerker sind Einzelgänger, denn Zusammenarbeit ist was für andere.

6. Handwerker heissen so, weil sie mit der Hand und nicht mit dem Kopf arbeiten.

7. Handwerker machen nie Fehler, das ist nur Arbeitsbeschaffung.

8. Es kostet immer mehr.

9. Es geht immer etwas schief.

10. Es wird immer später fertig.




Jac 18.10.2005, 21.22 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Die Frau von heute..



...trägt rote Farbe unter den Fingernägeln....

Gemäss einer nicht repräsentativen Umfrage unter einer Hausfrau ist das der neuste Schrei dieser Saison und absolut einmalig und aufsehenerregend.
Diese Farb-Auftrag-Methode haftet garantiert lange Zeit, wird durch Spülen und ähnliche Verrichtungen nicht angegriffen, ist stossfest und erzeugt einen aparten Anblick der Fingernägel. Ausserdem sieht man so keine Trauerränder, denn auf roter Acrylfarbe ist Dreck nicht sichtbar. Die befragte Hausfrau schwört darauf.
Unbestätigten Gerüchten zufolge soll das ganze aber nicht der neuste Schrei sein, sondern nur "mach-das-beste-daraus" - was ja aber in der grossen Welt der Mode nicht so unüblich ist.

Jac 05.10.2005, 12.34 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Umschreibungen



Spontanes Absenken der Raumhöhe - die Decke fällt einem auf den Kopf

Verstopfung des Riechorganes - die Nase voll haben

Ungeplante Schwimmübungen - das Wasser steht einem bis zum Hals

Neurologische Empfindsamkeit - genervt sein

sich ausdehnender Inhalt  - kurz vor  dem Platzen sein



Etwaige Rückschlüsse auf meinen Tag sind der Phantasie des Lesers überlassen und bedürfen keiner Genehmigung der Autorin.

 

Jac 14.09.2005, 22.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL