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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Häusliches

Seifenblasen


Es war im letzten Sommer, als wir uns entschieden, unseren Traum vom Wintergarten Wahrheit werden zu lassen. Wir besorgten uns Prospekte, besichtigten Ausstellungen, informierten uns und unser Projekt nahm vor unserem inneren Auge Formen an. Eine erste Offerte lag auf dem Tisch, als ein unverbindlicher Anruf bei der Stadt die erste Seifenblase platzen liess, weil das Baugesetz bei unserem Haus und unserem Grundstück keinen wie auch immer gearteten festen Anbau zulässt - der grosse Grenzabstand ist zu klein, das Haus zu gross...

...sehr ernüchtert wollten wir dagegen Sturm laufen, ein Termin mit einem befreundeten Anwalt in Sachen Baurecht zeigte schnell, dass das einfach nur sinnlos wäre, weil es wirklich nichts zu deuteln gibt. Er wies uns aber darauf hin, dass ein Wintergarten zwar nicht möglich ist, aber ein einseitig offener, gedeckter Sitzplatz, da für diesen die Auflagen viel einfacher sind - bis 2 Meter an die Grenze, auch der kleine Grenzabstand muss nicht eingehalten werden.

Wir disponierten also um, machten aus dem Traum Wintergarten kurzerhand den Traum grosser, gedeckter Sitzplatz, liessen eine neue Offerte machen, (mit Berücksichtigung dessen, was das Gesetz erlaubt),liessen die Baubewilligungsunterlagen einreichen, das Verfahren wurde vor Weihnachten öffentlich ausgeschrieben...

...um dann nach Ablauf der Ausschreibung zu erfahren, dass das Projekt SO nicht bewilligt würde.
Angefangen damit, dass die Unterlagen mangelhaft waren, bis hin zur Sonderregelung für den Siedlungsrand und dem Fakt, dass unser Haus als "besonders erhaltenswert" gilt, hatten wir wohl so ziemlich jeden Fettnapf getroffen.

Mehrere Gespräche mit Fachleuten aus der Bauabteilung später stehen wir fast wieder bei Start - wir konsultieren nun Architekten, die uns nahegelegt wurden, die entwerfen dann ein Projekt, das dann hoffentlich allen Auflagen und uns noch unbekannten Sonderregelungen entspricht und das dann vielleicht bewilligt wird - und dann müssen wir mit der Baufirma nochmal über die Bücher, ob sie dann das so auch bauen kann und wird.

Im Rückblick war es gut, haben wir das alles nicht vorher gewusst, sonst hätten wir wohl nie angefangen, Seifenblasen zu machen - doch wer weiss, vielleicht wird uns ja doch eines Tages gelingen, bei schlechtem Wetter draussen zu sitzen, ohne nass zu werden.

Ich bin immer noch guten Mutes.

(Und gut, war das bisher das erste wirklich bewilligungspflichtige Projekt bei der Renovation unseres Hauses, wo sonst fast alles neu gemacht ist.)

Jac 01.03.2011, 14.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Dann eben anders...

Wenn halt ein Wintergarten unter gar keinen Bedingungen an dieses Haus angebaut werden kann, weil irgendwelche Gesetze das verhindern, dann lassen wir uns eben den schönsten verglasten Sitzplatz bauen, den man sich vorstellen kann, denn solange eine Seite offenbleibt, ist die Gesetzeslage deutlich entspannter.

Wenn man den verglasten Teil gross genug baut, dann bleibt immer noch genügend davon auch bei Schlechtwetter trocken.

Ich bin jetzt einfach reif dafür, hoffentlich im nächsten Frühling auch schon draussen sitzen zu können, wenn es unter zwanzig Grad ist und der Nordwind ums Haus pfeift oder dann auch im Sommer, wenn es regnet, statt wie üblich fluchtartig das Hausinnere aufzusuchen, egal, ob man nur schnell draussen war oder gar mit Gästen den Grill angeworfen hat und nun alles vor der von oben kommenden Feuchtigkeit retten muss.

Wir dürfen keinen Wintergarten bauen?
Dann bauen wir unseren Traum eben gedanklich um, und machen einen neuen draus.
(mit eingebautem Anti*puff* ;-)





Jac 15.06.2010, 22.11 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

*pufff*

Kleiner Grenzabstand, grosser Grenzabstand, Gebäudelänge, Maximalhöhe, Hauptwohnseite, Wohnzone, Anbauten, Kleinbauten - ein Wust von Fachbegriffen aus dem Baurecht.
Aus dem Baurecht, das für uns hier in diesem Haus den Traum vom Wintergarten verpuffen liess, weil der grosse Grenzabstand das verhindert, weil ein Wintergarten ebendiesen einhalten muss.
Es sei denn, wir würden des Nachbars Haus kaufen, dieses abreissen, die beiden Grundstücke zusammenlegen, - vermutlich wäre es dann der teuerste Wintergarten der Welt ...
(und vermutlich gibt es sogar auch irgendwo ein Gesetz, dass auch das verhindert *g*)


Nun denn, dann brauche ich nicht mehr davon träumen, dann suche ich mir eben eine neue Seifenblase...

Jac 03.06.2010, 21.21 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Neustart

Mit Hängen und Würgen habe ich es die letzten Monate gelegentlich geschafft, hier zu bloggen, habe einem unbestimmten Pflichtgefühl nachgegeben, dass ich mal wieder was schreiben sollte, und habe doch das meiste, was mich wirklich bewegt, nicht geschrieben, weil ich mir nicht mehr darüber klar war, wieviel Öffentlichkeit ich will und brauche, wieviel Persönlichkeitsschutz richtig ist, und nicht zuletzt, weil ich mit mir selber über vieles so im Unreinen war, dass ich lieber nichts dazu geschrieben habe, als mich selber womöglich festzulegen.

Viel zu vieles habe ich so mit mir selber ausgetragen, habe auch schöne Dinge, spannende Erlebnisse und berührende Sachen nicht geschrieben, weil mir irgendwie der Draht zum Blog abhanden gekommen ist. Doch nun merke ich, es ist an der Zeit, hier wieder einzusteigen, mir ein neues Blogleben aufzubauen.

Ich habe alle alten Links rausgeschmissen, da ich manche kaum mehr lese oder es nichts mehr zu lesen gibt und in meinem Feedreader ganz andere Blogs stecken, ich werde noch einiges an den Über mich-Texten ändern, denn diese Beschreibungen sind längst etwas angestaubt, doch das ist nur ein Nebenschauplatz, der auch nicht abgearbeitet sein muss, damit ich hier wieder schreiben kann.


Jetzt und heute habe ich ein Leben, wie ich es haben wollte. Meistens läuft es intensiv rund, manchmal eiert es auch ein bisschen, manchmal bin ich nicht gut drauf, noch immer interessiert mich mehr, als ich Zeit dafür habe, ich liebe das Internet je länger je mehr als Wissenspool.
Und doch - immer wieder hinterfrage ich alles, angefangen von Umweltschutz über Erziehung über Luxus bis hin zu meiner Rolle als Gattin und Vollzeitmutter, und immer wieder stürzt mich diese ewige Hinterfragerei ins eine oder andere Loch, weil ich mich dann nur zu oft allein, unverstanden, isoliert fühle, selbst wenn es vielleicht gar nicht so ist.

Für den Anfang halte ich einfach mal fest:
meine Laune war auch schon besser. Warum das so ist, weiss ich nicht so genau, ich ackere brav meine Tagesprogramme ab, bin durchaus zu einem freundlichen Umgang mit meiner Umwelt fähig, aber tief in mir drin sitzt momentan eine übelgelaunte Kröte, mit allem und jedem unzufrieden. Ich könnte es nun natürlich einfach mit "ferienreif" abtun, aber die Kröte quakt dazwischen, ich soll sie nun einfach mal übelgelaunt sein lassen.
Mal schauen, wo sie mich hinführt. (Am liebsten bald in die Ferien ;-)




Jac 01.06.2010, 10.56 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Kaffeevollautomat...


...heisst es, weil das Gerät selber entscheidet, wann es Wasser zu den Bohnen gibt.
Sollte ein Mensch sich dem Willen des Gerätes widersetzen und das Wasser vor dem Mahlen direkt den Bohnen in der Kaffeemühle beigeben, wird er mit einer Reparatur nicht unter einer neuen Mühle bestraft.

(nein, ich war's nicht, ich schüttete nur schon Bohnen ins Wasser, nicht umgekehrt.)



Jac 01.02.2010, 20.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Specksteinofenbau in Bildern



Wer noch mehr Bilder vom Umbau gucken mag:

>>>> HIER <<<<



Jac 06.09.2009, 21.59 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Esszimmer vorher /nachher


Vorher:


Nachher:


(die Lichtverhältnisse waren beim Vorher-Bild besser, aber es sieht jetzt deutlich heller aus)

Auch hier : weniger ist mehr, antik neben neu - eben halt unser Stil.

Jac 06.09.2009, 17.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Wohnzimmerumbau VI


Es ist vollbracht:



Gestern abend und heute morgen haben wir den Ofen das erste Mal beheizt, nur auf Sparflamme, denn er muss langsam an die maximale Beheizung herangeführt werden, damit sich der Stein daran gewöhnen kann, doch auch schon so war es während des Feuerns vor dem Ofen schön warm - und vor allem Stunden später der Ofen selber richtig schön warm - der Speicherofeneffekt ist wunderbar, denn das ist eine angenehme Wärme.

Im Wohnzimmer fehlt jetzt nur noch der Salontisch, denn der Billigst-Tisch passt weder von der Form noch von der Farbe, aber der ist vermutlich noch im Werk, es wird da einen ovalen, verstellbaren Glastisch mit einem Edelstahl-Fuss geben.
Der Einbau des Ofens hat uns animiert, unseren gesamten Wohn-Essbereich zu überdenken, sodass das überdimensionierte Fernsehmöbel ebenso verschwunden ist wie die sperrige Anrichte, doch noch immer ist unser Wohnen eine amüsante Mischung aus antikem und neuem, aus günstigem und teurem, doch diese Mischung passt zu uns, man kann sie so schlecht schubladisieren ;-)


Mein Fazit:
Der WBE ist überglücklich - und allein das hat den ganzen Aufwand schon gelohnt. Daneben ist aber schon jetzt ersichtlich, dass wir nicht nur Feuer im Haus, sondern vor allem auch Wärme haben, weil sich die Hitze vom verbrennenden Holz nicht einfach aus dem Kamin davonmacht, sondern zuerst durch die vielen Kammern im Ofen geleitet wird, dort die Wärme abgibt, den Stein aufwärmt und dieser dann über lange Zeit wärmt. Laut Hersteller soll der Ofen bis 24 Stunden Wärme abgeben - und das glaube ich jetzt schon.

Wer also Feuer im Haus möchte, einen Kachelofen zu rustikal, einen Schwedenofen zu fad, ein Cheminée (offener Kamin) zu ineffizient findet, der dürfte mit einem Tulikivi-Specksteinspeicherofen glücklich werden - aber Vorsicht, das ist eine Liebe fürs Leben!
(Was dann auch den einzigen Nachteil erklärt - den Preis).


Jac 06.09.2009, 17.44 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wohnzimmerumbau V


Montagabend:

Die Endhöhe ist erreicht, aber es fehlt noch einiges...



Dienstagabend:

Der Ofen ist fertig - und wir hin und weg.
Natürlich fehlen nun im Wohnzimmer noch einige Möbel, die erst zusammengebaut oder geliefert werden müssen, im Keller stapeln sich die Kisten mit Kram und Deko - doch der Handwerkerteil ist beendet, der Ofen bereit zum Einheizen - wie praktisch, kommt am Wochenende eine Kaltfront, bis dahin dürfte alles wirklich richtig fertig sein - und wir so richtig reif für ein gemütliches Entspannen vor dem Feuer.

Aber jetzt schon:
*wow*
Er ist noch viel schöner als im Katalog - und vor allem steht er HIER!




Jac 01.09.2009, 20.08 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Wohnzimmerumbau IV


Donnerstagabend:

Auf den ersten Blick sieht es aus, als wäre nicht viel vorwärts gegangen, doch das täuscht, das ganze Technik-Innenleben ist an Ort und Stelle, die ersten zwei Lagen komplett und die "Umbauung" hinter dem Ofen ist aufgestellt und verkleidet. Noch immer liegen aber viele, viele Specksteinteile am Boden - man sieht nur die eine Hälfte, die andere ist hinter dem Sofa....


Freitagabend:

So, nun sieht es endlich wirklich nach Ofen aus - und weil Wochenende ist, konnte ich auch das Wohnzimmer von der reinen Baustelle zu einem Provisorium wiederherstellen. Was man hier nicht sieht - seit heute verfügt unsere Aussenwand über einen hübschen Kamin, der hinter dem Ofen rausgeht bis ganz übers Dach - und nun kann ich mir langsam vorstellen, dass der Ofenbauer Mitte nächste Woche fertig sein will, auch wenn die obersten Aussenschichten noch fehlen, das Bänkchen noch immer in Plattenform in unserer Garage liegt und die Bodenplatten für um den Ofen noch in der Originalverpackung herumliegen - aber das wird - und hej, das wird richtig schön!



Jac 28.08.2009, 20.26 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL