

Mein Leben in 6 Worten:
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Treuer Begleiter Selbstzweifel
Manchmal sind sie gut, diese Zweifel : solange ich mein Tun und Denken immer wieder hinterfrage, gerate ich nicht in Versuchung, mir selber etwas vorzumachen, mich auf meinen Lorbeeren auszuruhen und mich nicht anzustrengen. Manchmal holen sie das Beste aus mir raus, weil sie mich antreiben, etwas noch besser, echter, schöner zu machen, meinen inneren Schweinehund zu überwinden und mich zusammenzunehmen. Sie lassen mich nie so lange in Ruhe, als dass ich in ausgelatschten Bahnen dahinlebe.
Manchmal machen sie mich fertig. Statt mit dem zufrieden zu sein, was ich tue, ziehen sie alles ins Lächerliche, erklären mir, dass ich das viel besser hätte können, dass ich es sowieso nicht richtig machen kann und dass es nie genug ist. Auch wenn ich weiss, woher diese Tendenzen kommen, meine eigenen Leistungen und Anstrengungen zu schmälern, hilft mir das nicht wirklich da raus, kommt doch diese Stimme genau dann, wenn ich nicht sachlich in der Lage bin, sie zu entkräften, indem ich ihr erkläre, ich habe es genauso gut gemacht, wie ich konnte, das muss reichen.
Es macht mich oft unsicher und alles andere als gelassen. Wie soll etwas gut sein können, wenn ich selber schon tausend Haken an der Sache finde? Ein vollkommen verqueres Denkmuster sitzt da in meinem Kopf, dass mich immer wieder gefährdet, in meinen alten Zwangs-Perfektionismus abzurutschen. Und das mag und will ich nicht mehr, weil ich damit alle um mich herum und mich selber unglücklich gemacht habe.
Doch wie kann ich unterscheiden, ob es der gesunde Selbstzweifel ist, der mich vorantreiben kann, oder der destruktive, der mich klein und unfähig macht? Wie unterscheidet man die eigenen Wahrnehmungen, wie verifiziert man sie? Wo liegt der goldene Mittelweg? Ich möchte die Selbstzweifel nicht ganz weghaben, selbstgerechte Menschen gibt es schon genug - ich möchte nur ihre Destruktivität eindämmen, weil es mir nicht gut tut. Sie macht nämlich auch oft nicht vor den Dingen halt, die ich wirklich gut kann, die mir liegen.
Schwierig. Zu schwierig, um es jetzt auf die schnelle zu lösen...
Jac 31.05.2004, 14.29 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
Küchendienst
Der Schweinsbraten wartet schon im Backofen aufs Gebratenwerden, das Rotkraut rötet so vor sich hin, gleich werden Semmelknödel geknödelt - viel Vorbereitungszeit und in einer halben Stunde ist alles verputzt - und alle glücklich und pappsatt. Hoffe ich ;-)
Jac 31.05.2004, 12.19 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Das kleine grosse Glück

Oliver, mein Grosser

Victoria, mein Mädchen

Benjamin, der Schlingel
Und auch wenn sie mich fast immer bis zum Äussersten fordern, mich an meine Grenzen bringen und mich zur Weissglut treiben :
es ist dieses kleine grosse Glück, sie zu haben, welches mich Dankbarkeit und Erfüllung empfinden lässt.
Jac 30.05.2004, 22.29 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
Sind Hummeln intelligent?
Die blühende Akelei wird von einer Hummel angeflogen, welche mit unendlicher Energie versucht, von oben her an den Blütenstaub zu kommen.

Sie setzt sich oben drauf und versucht bei jedem dieser Hörnchen reinzukommen - wahrscheinlich riecht es da besonders gut. Das funktioniert nun aber nicht, also versucht sie ihr Glück auf der nächsten Blüte. Fliegt sie die versehentlich von unten an, fliegt sie weiter, bis sie sich wieder oben drauf setzen kann *g*
Erstaunlicherweise ist es wohl nicht nur eine einzige, sondern ich konnte schon mehrere gleichzeitig dabei beobachten. Das mit dem Lerneffekt funktioniert wohl noch nicht so ganz.
Und es zeigt mir auch wieder, welche interessanten Dinge sich in einem "gewöhnlichen" Garten beobachten lassen - wenn man sich die Zeit nimmt und genau hinschaut.
Jac 30.05.2004, 10.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches


