

Mein Leben in 6 Worten:
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Halbgare Kreativität und anderes
Nun gut, ich habe es versucht. Ich habe Töpfe und Schachteln grundiert, Serviettenmotive ausgeschnitten und aufgeklebt, das ganze farblich umrandet, es lackiert und jetzt trocknet es im Keller so vor sich hin. Irgendwer wird die Töpfe und Schachteln schon hübsch finden - ich finde sie ganz nett, aber besonders stolz darauf bin ich nicht. Mit Kreativität hat das in meinen Augen nicht besonders viel zu tun, eher mit vorgefertigter Aufhübschung von Gegenständen.
Ich bin nicht repräsentativ, ich möchte das Hobby auch nicht schlecht machen, möge damit glücklich werden, wer will - ich nicht, ich werde wohl weiterhin lieber Eierbecher mit Holzfarben bemalen statt sie mit Papierfetzen zu bekleben. Aber ich habe es immerhin versucht ;-)
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Es ist mir egal, dass es draussen grad wieder mal schneit wie verrückt - in meinem Herzen bin ich auf Frühling eingestellt und blende einfach alles aus, was nicht dazu passt - hört Ihr die Vögel zwitschern? Schliesslich ist morgen schon März, und im Märzen der Bauer und so weiter.
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Best of Oliver heute:
Wie lernen eigentlich Linkshänder Rechtschreibung?
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Nicht jeder meiner Sprüche in der Kategorie "Sinniertes" hier hat einen aktuellen Bezug oder einen konkreten Anlass oder einen internettauglichen Anlass - manche sind einfach die Essenz von etwas, womit ich mich gedanklich beschäftigt habe - das Endergebnis, das dann wenigstens blogtauglich ist - Spekulationen über Hintergründe dürfen gern per Mail oder so geschickt werden - Antwort meinerseits sehr unwahrscheinlich *g*
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Highlight des Tages :
nach einer weiteren Streitschlichtung zwischen den beiden Jungs gelingt es mir doch tatsächlich, die beiden davon zu überzeugen, dass sie besser miteinander spielen statt streiten würden - und was passiert? Sie zotteln davon und spielen friedlich eine Stunde Lego in Benjamins Zimmer...
Jac 28.02.2006, 22.44 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Fusstritt
sollte aufpassen,
dass er sein Gleichgewicht nicht verliert.
Jac 28.02.2006, 14.17 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
Anstrengend
...war der Auslassversuch von Olivers Medikament heute - für ihn, für uns, für seine Geschwister - aber trotzdem unheimlich wertvoll, weil er uns allen mal wieder gezeigt hat, warum Olivers ADS medikamentös therapiert wird.
- Er hat heute kaum gelesen, obwohl er gestern abend ein neues, heiss ersehntes Buch bekommen hat (Eragon Teil 2), obwohl er sonst bei so einem Buch mehrere Stunden am Tag liest, wenn er die Zeit dazu hat.
- Als er im Kellerzimmer gelesen hat und der Kleine nebendran mit einer Modeschmuckkette gespielt hat, hat ihn das Klackern derselben derart gestresst, dass er nicht mehr lesen konnte und auch ziemlich schnell laut und aggressiv geworden ist.
- Er hat das Klavier keines Blickes gewürdigt.
- Beim Kartenspielen wurde er mit jeder Runde überdrehter und zappliger und sitzen ging schon gar nicht mehr - und er war noch nicht mal am Verlieren, wir mussten also keine Karten zusammenlesen, die er in der Wut durchs Zimmer geworfen hat.
- Mit ihm zu reden fand auf einer deutlich anderen Ebene statt als sonst, die Hälfte ist eindeutig nicht angekommen.
- Gegen Abend wurde er zunehmend überdrehter, hat nur noch im Sopran mit uns geredet, ist dauernd auf den Zehenspitzen gelaufen und von jedem Geräusch (ausser seinem eigenen Krach) gestresst gewesen.
Und heute war weder ein Schultag noch waren aufregende Ereignisse noch hatten wir Besuch oder gingen irgendwo gemeinsam hin - es war ein ganz ruhiger Tag, und hat dennoch schon solche Unterschiede offenbart. Wenn ich mir vorstelle, wie das in der Schule ohne Medikament laufen würde - seine tollen Leistungen gingen gnadenlos den Bach runter, weil er sich schon gar nicht erst soweit einmitten könnte, dass da irgendwas an Output von ihm käme...
Eindeutig, er war nicht bei sich heute, er fand seine Mitte nicht, und für all seine Lieblingsbeschäftigungen fehlte im die innere und äussere Ruhe. Es war aber doch wichtig, dass wir alle so durchgehalten haben, einfach um den Unterschied wieder zu sehen und zu spüren - und morgen, ja morgen - da wird Oliver lesen und Klavier spielen und Origami falten und auch mal ein lautes Lachen der Geschwister aushalten können - und meine heutige abendliche Besprechung mit ihm als Resümee des Tages, die werde ich dann wiederholen, und dann bringt sie auch etwas....
Nein, Medikamente bei ADS sind bestimmt nicht ein Allheilmittel und zwingend immer die beste Lösung, und es gibt viele gute Dinge, die mithelfen können - aber Oliver ermöglichen sie eindeutig, sich selber zu sein, so wie er sich wohl fühlt und wie er sich selber mag. Denn weder haben wir ihn heute anders erzogen noch ernährt noch waren wir andere Menschen - es ist nur dieser eine Schalter in seinem Kopf nicht umgeklappt worden....
Jac 25.02.2006, 22.47 | (4/2) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL | einsortiert in: Kindereien
Eine Stickschere...
...ist alles, was ich aus dem Nähgeschäft getragen habe, damit ich zukünftig nicht mehr mit der Nagelschere an den vernähten Fäden herumfummeln muss....
Die Nähmaschine wird mir nächste Woche ins Haus geliefert *freufreufreu*
Eine kleine Demonstration im Laden hat mir gezeigt, welche Welten in der Nähmaschinen-Technologie zwischen damals und heute liegen, und ich weiss jetzt schon ganz genau, dass die Maschine viele Dinge kann, die ich weder kann, verstehe oder gar brauche - aber ich hoffe, diese Diskrepanz mit der Zeit und mit bergeweise Stoff zu beseitigen. Aufgeregt und vorfreudig wie ein kleines Kind - und doch hatte ich im Laden bisweilen das Bedürfnis zur Flucht im Angesicht der ganzen Maschinen, Bänder, Stoffe, Borten, Hefte, Faden und Garne - Angst vor dem eigenen Mut nennt sich das dann wohl. Als Einstiegsprojekt könnte ich ja vielleicht bei allen Küchentücher die Aufhänger wieder richtig annähen - Spassfaktor klein. Vielleicht nehme ich auch einfach Stoff und lasse die Maschine Knopflöcher nähen, weil es so genial aussieht, wenn sie das macht oder ich probiere alle weissnichtmehrwieviele Zierstiche aus oderoderoder.....
.....
Szenenwechsel:
Abendessen beim Italiener (ich liebe Knoblauch-Gamberoni *schleck*), das Lokal ist rappelvoll, die Tisch eng gestellt, am Nachbartisch ein Jüngling in weiblicher Begleitung. Zwischen unserer eigenen Unterhaltung bekomme ich immer mal wieder Gesprächsfetzen mit - er versucht sie zu beeindrucken, er macht das, indem er so ziemlich jeden ausser sich mit Begriffen betitelt, die ich mir noch nicht mal merken konnte, weil sie mir so zuwider sind, er putzt sie runter, warum sie dort noch immer arbeitet, begleitet von den sehr gönnerhaften Blicken in unsere Richtung - und im Stillen würde ich ihr am liebsten in Ohr flüstern "Mädel, steh auf und lass diesen Kotzbrocken, den hast Du nicht verdient"....
...und ich stelle fest, wie endlos froh ich bin, dass a) mein Mann nicht so ist und b) ich mich nicht mehr in freier Wildbahn befinde....
Jac 24.02.2006, 23.08 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Schlichter Satz
Ich muss keinem etwas beweisen, auch nicht mir.
Das hört sich doch ganz logisch und einfach an - und hat mich doch viele Stunden gekostet, bis ich diese Altlast der letzten zirka dreissig Jahre langsam ablegen kann....
Da war der Berufsberater, der mir prophezeite, dass ich meine Ausbildung nach wenigen Wochen schmeisse, weil ich zwei linke Hände habe und die Lehrer, die den Kopf schüttelten, dass ich "nur" eine Ausbildung mache - denen ich dann beweisen wollte (bewiesen habe), dass sie falsch liegen.
Da war die Person, die mir sagte, dass ich nie einen Mann finde, weil ich viel zu wenig schlank sei - der ich heute in Gedanken in diesem Zusammenhang eine lange Nase mache.
Jede wie auch immer geartete Unterstellung hat mich jahrelang zur Hochform auflaufen lassen, um das Gegenteil zu beweisen. Da die Unterstellungen häufig kamen, weil nur wenige Menschen mich realistisch einschätzen konnten, war das ständig ein Leben am Limit. Immer das Maximum, immer das eigentlich Unmögliche, immer noch mehr und noch besser und noch einen drauf.
Ich muss nicht perfekt sein. Weder als Mutter noch als Mensch noch als Arbeitende. Ich muss niemandem beweisen, dass ich alles im Griff habe. Ich muss niemandem beweisen, dass ich nicht verblöde als Mutter und Hausfrau im Fulltimejob. Ich muss mir selber auch gar nicht beweisen wollen, dass ich immer noch mehr leisten könnte.
Ich muss es nicht. Und seit ich es auch nicht mehr tue (oder zumindest meistens nicht), hat mein Leben so viel an Leichtigkeit und Spass zurückgewonnen, obwohl ich fast dasselbe wie vorher mache - aber ich mache es freiwillig, und nicht, weil mich mein Sturkopf, mein Trotz, mein Anerkennungsbedürfnis dazu zwingen.
Und jetzt lerne ich langsam, wieviel Spass das Leben machen kann - wie praktisch, dass ich die besten Jahre meines Lebens noch vor mir habe ;-)
Jac 22.02.2006, 22.01 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
3 Stunden...
...Gartenarbeit unter blauem Himmel mit strahlendem Sonnenschein haben mich müde gemacht - aber diese satte Müdigkeit, die gute.
Mit Freude habe ich festgestellt, dass trotz der langen SehrKalt-Phase bereits die Rosen treiben, die Schneeglöckchen spätestens morgen ihre Blüten öffnen, die ersten Tulpen- und Narzissenblätter keck aus der Erde spitzeln und auch die Glyzinie bereits erste Grünansätze zeigt. Die Lieder der Vögel haben sich auch schon verändert und ich habe die ersten Insekten gesehen.
Auch wenn es noch x-mal schneien sollte, auch wenn es wieder kalt und grau wird - der Frühling lauert und wartet, bis er zuschlägt.
Es erfüllt mein Herz mit Leichtigkeit und rückt die Wichtigkeit von anderen Dingen wieder grade, die sich gelegentlich wie ein Stachel im Fleisch anfühlen. Es ist wohl nur dem Winter zuzuschreiben, dass sich diese Dinge aufspielen konnten, aber nun - es wird leicht und luftig.
Jac 21.02.2006, 20.51 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Ruhe
Seit gestern ist wieder Schule und Kindergarten. Das bedeutet, dass ich morgens ein paar Stunden habe, in denen hier ausser der Katze und mir keiner zuhause ist. Wo ich ungestört meinen Gedanken und meiner Arbeit nachgehen kann.
So schön es während der Schulferien ist, morgens keine Hektik, tagsüber keinen Termindruck zu haben, so sehr geniesse ich es auch, diese kostbarenn Stunden morgens für mich zu haben, wenn alle aus dem Haus sind. Und ich habe noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei, denn viele Jahre waren Stunden ohne irgendein Kind im Haus eine Rarität. So kann ich meinen Gedanken nachhängen, ohne Gefahr zu laufen, mich in zu vielen Gedankenkonstrukten zu verlieren, weil die Zeit beschränkt ist und mich die Rückkehr der Kinder immer zurückholt auf den Boden der Realität. Bei der lautstarken Anwesenheit von drei Kindern hält sich die Versuchung, sinnlos herumzugrübeln, in deutlichen Grenzen, und das ist auch gut so....
Jac 21.02.2006, 09.31 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Lernresistent
Da tippsle ich ahnungslos an einer Antwort in einem Forum, ergehe mich wie immer lang und breit in unwichtigen Nebensächlichkeiten Details - und plötzlich macht es direkt über mir einen riesigen Rumms zusammen mit endlosem Geklirr. Ich war ziemlich schnell in Benjamins Zimmer, der schon losbrüllte wie am Spiess, was sich aber sofort als "nur Geschrei, nicht ernst" identifizieren liess.
Nein, es war nicht das erste Mal, und auch nicht das zweite Mal und auch nicht das dritte Mal, wo dieses Kind mit einer Kletteraktion auf Regale, auf gestapelten Kisten oder ungeeigneten Möbelstücken sowohl einen Sturz als auch einen Erdrutsch an Spielsachen, Büchern, Legoteilen, Kassetten und ähnlichem verursacht hat. Es wird bestimmt auch nicht das letzte Mal gewesen sein.
Lernresistent, aber echt.
Da er mir aber morgen nachmittag helfen darf, den ganzen Kram wieder zu sortieren, dürfte sich das nun dann aber vielleicht doch in die Erinnerung einbrennen. Und übernächstes Mal räume ich dann vermutlich wieder selber auf, weil Aufräumen mit Kindern für die Eltern meist die grössere Strafe ist....
Jac 19.02.2006, 20.56 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien
Umdisponiert
Eigentlich sollten wir jetzt mit unseren Gästen am Tisch sitzen und uns den Bauch vollschlagen. Da aber eines der Gästekinder krank geworden ist, wurde die Einladung um zwei Wochen verschoben.
Nun essen wir halt alles selber - und machen uns zum Abschluss der (Schul-)Ferien einen gemütlichen Sonntag. Für mich wird bestimmt noch die eine oder andere Runde Sticken abfallen. Ich komme da nämlich irgendwie nicht so richtig vorwärts, auch wenn ich fleissig bin. Ich habe schon so viel dran gearbeitet, aber ich habe wohl erst etwa einen Drittel geschafft - und das liegt nicht daran, dass ich mich gelegentlich in der Farbe vergreife und dann wieder auftrennen muss. Was müssen auch die Symbole so ähnlich aussehen und die Farben bei Kunstlicht kaum zu unterscheiden sein....
Egal, ich beisse mich durch - und jetzt erst mal in selbstgebackenen Zopf, gefolgt von Kirsch-Streuselkuchen und heute abend wohl garniert mit Raclette. Und mit der Waage rede ich nicht *g*
Jac 19.02.2006, 11.25 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Engelberger Gedanken
- Auch zwei Hotelzimmer können niemals ein Wohnzimmer ersetzen und fehlende Verbindungstüren können dazu führen, dass man unfreiwillig mit offener Zimmertüre schläft und nächtliche Malaktionen ungehört bleiben.
- In-Lokale sind in der Regel nicht "in", weil sie durch Gastfreundlichkeit und liebevollen Service bestechen, sondern aus mir unbekannten Gründen. Mit drei Kindern ahnungslos in einem "In"-Lokal zu landen, ist bei mir jetzt "out".
- Der Gepäckanteil von Kleidung ist bei Skiferien marginal, das Auto füllt sich auf wundersame Weise mit lauter Dingen, die man im Sommer nie braucht.
- Skiorte dürfen auch im Februar noch Weihnachtsbeleuchtung haben. Wenn der Ort verschneit ist, sieht das sehr stimmungsvoll aus. Bei Regen hält sich die Stimmung in Grenzen.
- Nur ein Koch ohne Kinder kann auf die glorreiche Idee kommen, die Pommes mit gehackter Petersilie zu bestreuen und die nackten Spaghettis mit gedünsteten Gemüsewürfelchen.
- Der Vorteil an Zuhause: man kann im Schlafanzug an den Frühstückstisch sitzen. Der Nachteil: man darf den verschütteten Kakao selber wegputzen.
- Der Verzicht auf Internet ist kein Verzicht. Er fällt nur während Olympiazeiten etwas schwerer, weil das Fernsehprogramm leicht einseitig ist.
- Nicht-Skifahrer verbringen ihre Zeit während Skiferien bevorzugt mit Warten, gern auch an der Kälte, gelegentlich beschäftigt mit kleinen Hilfsdiensten wie Handschuhe an, Handschuhe aus, Helm an, Helm ab, Essensbeschaffung und Motivationsarbeit.
Schön war's, kurz war's, ich habe es überstanden ;-)
Jac 17.02.2006, 18.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Impressionen aus Engelberg




Jac 17.02.2006, 17.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches


