Stapelweise
Stapelweise
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Statistik
Einträge ges.: 1899
ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 3781
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 2985

Hellseherische Kräfte



Haben eigentlich Telefonverkäufer hellseherische Kräfte oder verfügen sie über eine Live-Bild-Schaltung in unsere 4 Wände?
Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie genau dann anrufen, wenn es hier mal wieder drei gegen einen geht in einer neuen Runde "wie lange dauert es bis Mami sauer ist". Alternativ rufen sie an, wenn etwas auf dem Herd kurz vor dem Kochen ist oder wenn das Essen grad auf dem Tisch steht oder wenn man den linken Fuss schon in der Dusche hatte.

Habe ich hellseherische Kräfte?
Eben leider nicht, sonst würde ich wohl das Telefon bei eben diesen Anrufen einfach klingeln lassen, weil ich weder die Krankenkasse noch den Telefonanbieter wechseln will, keinen Info-Abend über Alarmanlagen brauche, weder eine Entkalkungsanlage noch ein Zeitschriften-Abo möchte und schon gar nicht einen PC-Kurs für Anfänger und Hausfrauen ;-)

Jac 20.09.2005, 20.43 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Aura



Nein, meine Aura ist nicht indigo - meine Aura befindet sich vor meinen Augen und flimmert und kündigt so netterweise den kommenden Migräneanfall an. Da kann ich nur hoffen, dass das beim ersten Flimmern eingenommene Novalgin ausreicht, um den Anfall auszubremsen - ich hatte so lange Ruhe, aber ich brauche es auch nicht unbedingt....

Dass heute Montag ist, das passt ja wieder genau dazu :-/

(Nachtrag 14.30h : das Novalgin hat seine Wirkung getan, und ausser einem etwas dumpfen Gefühl im Kopf bin ich mal wieder davongekommen *uff*)



Jac 19.09.2005, 13.17 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Tellerrand



Manche heben den Blick über den Tellerrand nur,
um zu schauen,
was sie sich als nächstes auf ihren Teller schaufeln.

Jac 19.09.2005, 11.04 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Warm



Es ist warm hier - und das ist gut so, denn es bedeutet, ich habe die Heizung eingeschaltet. Nun mag man vielleicht denken - na und?
Stimmt - und auch wieder nicht, denn seit vielen Jahren habe ich mich Heizsaison für Heizsaison darauf gefreut, wenn ich mich endlich nicht mehr mit diesem Schrotthaufen von Ölheizung herumärgern muss - jetzt nicht mehr!

Ich kann nicht mehr im Schlafzimmer oben sagen, wann im Keller unten der Brenner anspringt, ich brauche nicht mehr ständig Störungslampen im Auge zu haben, es riecht auch nicht mehr immer mal wieder so eklig nach Heizöl - und der Heizkörper im Bad ist auch einwandfrei warm.

Ich hätte zwar ganz gern noch ein paar richtige Spätsommer-Tage gehabt, aber ich freu mich dennoch, dass ich nun die Gasheizung einfach einschalten konnte.

Jac 18.09.2005, 21.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Glückliche Kindheit



victoria0905


Jac 18.09.2005, 15.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Auszug aus Ägypten



Die Stapel-Familie macht heute einen Ausflug ins feindliche benachbarte Ausland. Knapp zwei Stunden Fahrt hin, ebensoviel wieder zurück und ein bestimmt angenehmer Aufenthalt in angenehmer Gesellschaft.

Natürlich ist es notwendig, das eine oder andere mitzunehmen für so einen Tagesausflug, Regenjacken, Pässe, Euros, Ersatzkleidung - aber irgendwie mache ich etwas falsch, denn es sieht nicht nach einem Tagesausflug aus, was ich hier so alles gerichtet habe, sondern eher wie Urlaub oder Umzug.

Doch aus leidiger Erfahrung weiss ich - es lohnt sich, für viele Eventualitäten gerüstet zu sein. Hat man keine Ersatzkleidung dabei, stolpert das Kind garantiert in der einzigen Pfütze weit und breit und ist von oben bis unten patschnass, vergisst man Pflaster und Co., dann schrammt sich bestimmt irgendeines so auf, dass es aussieht wie ein Blutbad und wähnt man sich auf der sicheren Seite, weil man ja die Wetterprognosen verfolgt hat, dann schlägt ebendieses sicherlich völlig unerwartet um und alle schwitzen oder frieren. Ausserdem gibt es nur eine Möglichkeit, eine lange Autofahrt mit drei Kindern in guter psychischer Gesundheit zu überstehen - Essen und Trinken bei jeder Frage "sindwirschonda" - die so etwa im Zwei-Minuten-Takt erfolgen.
Und so sieht es halt aus wie ein Auszug aus Ägypten - zum Glück haben wir ein sehr, sehr grosses Auto *g*

Aber dennoch - ich freu mich riesig, Menschen zu sehen, zu denen der Weg im Normalfall noch viel weiter ist und nicht nur lumpige 100 Kilometer!


Jac 17.09.2005, 10.41 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Bleischwer



Manchmal ist mir das Herz so schwer, über Tage hinweg, voller ungeweinter Tränen, voller ungesagter Gefühle und doch kann ich sie nicht freilassen, weil sie mich lähmen und gefangenhalten. All die Verluste der letzten Jahre kommen hoch und machen mich unfähig, noch Worte zu finden, um dem Herzeleid in mir drin Ausdruck zu geben. Aus Erfahrung weiss ich, dass solche Phasen meist wieder verschwinden, wie sie gekommen sind - aber immer erst, wenn sie verschwunden sind, wie sie gekommen sind. Bis dahin schleiche ich in meinem Leben herum, als hätte ich mich versehentlich hierher verirrt und kann kaum verstehen, was die Welt von mir will.

Jetzt ist es wohl grad mal wieder vorbei, und ich kann der Traurigkeit in mir drin ihren angestammten Platz lassen, doch ein kleines bisschen wünsche ich mir manchmal, sie brauchte diesen Platz nicht.

Jac 16.09.2005, 16.21 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Verbissen



Ich werde wohl immer verbissen reagieren, wenn wohlmeinende Menschen behaupten, man könne ein wissbegieriges Kind am Lernen hindern oder man könne ein Kind zur Hochbegabten-Leistung drillen.

Ein Kind lernt genau so viel, wie es lernen möchte und kann. Natürlich ist eine liebevolle Motivation, gelegentlich auch mal ein bisschen Strenge, eine Unterstützung - aber nur soweit, wie es das Kind zulässt.
Ein wissbegieriges Kind zu bremsen, nur weil irgendjemand findet, dass erst Schulkinder lesen und schreiben lernen sollen, ist einfach nur vergebliche Liebesmühe. Einem bücherhungrigen Kind Bücher vorzuenthalten, weil man findet, es solle sich lieber sportlich oder musisch betätigen, bringt ausser einem unglücklichen, unterforderten Kind auch nicht viel.

Kinder lernen, täglich, vom Moment an, wo sie auf die Welt kommen. 3 Bauklötze aufeinanderzustapeln ist genauso lernen wie ein Oval malen, das die Erwachsenen als "O" bezeichnen - doch der Begriff "lernen", der stammt aus der Erwachsenenwelt. Kinder sehen beides als Spiel an, weil sie mit etwas Glück diese Trennung zwischen Spielen und Lernen noch nicht machen - und das ist auch gut so, denn eigentlich gibt es keine, die gibt es nur in den Köpfen der Erwachsenen.
Zahlen - die laden doch förmlich ein, um mit ihnen zu spielen, sie aufeinanderzustapeln, auseinanderzunehmen, nach verschiedenen Logiken zu sortieren - das nennt sich dann Mathematik...
Sprache - was kann man nicht alles für herrliche Dinge anstellen mit der Sprache - endlos ist die Liste der Wortspiele, mit denen Kinder Sprache "lernen" können.

Doch  die Menschen, die so fein säuberlich trennen zwischen "Lernen" und "Spiel" und die Schule als "Ernst des Lebens" bezeichnen, die haben dann auch nicht das geringste Verständnis dafür, dass es für manche Vierjährige nichts Schöneres gibt, als zu schreiben, zu lesen, zu rechnen - und die das halt dann eben schon können, wenn sie eingeschult werden. Und ich bin mir sicher, nur in einer verschwindend kleinen Minderheit sind die Eltern "schuld", dass das Kind halt gern mit Zahlen und Buchstaben gespielt hat...

Jac 15.09.2005, 22.07 | (5/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien

Wo?



Wo bitte kann man überlebensgrosse Plakate erwerben?

Ich bräuchte dringend eines für aussen am Haus:

"Das Kind soll nur aufräumen und wird nicht misshandelt, auch wenn es so klingt!"

Jac 15.09.2005, 17.54 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Umschreibungen



Spontanes Absenken der Raumhöhe - die Decke fällt einem auf den Kopf

Verstopfung des Riechorganes - die Nase voll haben

Ungeplante Schwimmübungen - das Wasser steht einem bis zum Hals

Neurologische Empfindsamkeit - genervt sein

sich ausdehnender Inhalt  - kurz vor  dem Platzen sein



Etwaige Rückschlüsse auf meinen Tag sind der Phantasie des Lesers überlassen und bedürfen keiner Genehmigung der Autorin.

 

Jac 14.09.2005, 22.08 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht

Sich wichtig nehmen



Manche nehmen sich sehr wichtig.
Manche fühlen sich davon auf die Füsse getreten und finden, dass manche sich nicht so wichtig nehmen sollten. Diesen manchen geht dann eindeutig etwas ab : sie nehmen sich zu wenig wichtig und glauben dadurch, die anderen würden sich zu wichtig nehmen.

Doch jeder Mensch sollte sich wichtig nehmen, denn er ist wichtig. Für sich selber kann er sich nicht wichtig genug nehmen - wer sollte es denn sonst tun?

Die richtige Balance zu finden zwischen sich wichtig nehmen und sich zu wichtig nehmen - das dauert dann in etwa ein Leben lang ;-)

Jac 13.09.2005, 21.45 | (5/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Montag



Ich beantrage, dass ab sofort die Woche mit dem Dienstag beginnt und der Montag ersatzlos gestrichen wird.

Montag bedeutet hier immer:
man nehme das Chaos vom Wochenende und beseitige es, garniert mit hausaufgabenunwilligem Kind, vorvollmondspürenden Hypersensibelchen und kleinem Brüllkopf. Damit das nicht ganz reibungslos abgeht, lasse man das Telefon regelmässig klingeln, irgendwelche Haushaltsgeräte technische Macken entwickeln, das Wetter sehr nass und schlecht sein und garniere das ganze mit einer vom Wochenende nicht erholten Hausfrau, weil die da all das gemacht hat, wo sie wochentags nicht dazu kommt.

Ergebnis:

ich geh schlafen *g*

Jac 12.09.2005, 22.06 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Ausgeglichenheit



Ausgeglichen zu sein ist ein würdiges, wünschenswertes Ziel auf dem Weg zu sich selber. Ausgeglichenheit kann nur von innen kommen, aus einer Zufriedenheit mit sich und dem Leben. Wer sich wohl fühlt, mit dem, was er hat und ist, kann das Leben gelassen auf sich zukommen lassen, lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen und gilt als ausgeglichen.

Früher war ich alles andere als das: ich wurde genausoschnell wütend wie ich wieder runterkam, es gab nur himmelhochjauchzend und zutodebetrübt, Kleinigkeiten verdarben mir (und allen um mich herum) den Tag, ich konnte mich fürchterlich über unwichtige Dinge aufregen und gegen alles aufbegehren, was nicht meinen persönlichen Zielen diente.
Heute bin ich deutlich gelassener geworden, kann mich auch mal zurücknehmen, finde vieles nicht mehr des Ärgers wert und wirke vermutlich sehr ausgeglichen. Manchmal so sehr, dass es mir vorkommt, als seien meine Kanten und Ecken verschwunden und ich sei nur noch ein braver Abklatsch meiner selbst. Dann stehe ich neben mir selbst und wünsche mir Rebellionsgeist, Widerspruch, Auflehnung, Abenteuer....

Und wenn ich dann noch einen Schritt weiter zurücktrete, dann sehe ich - es ist noch immer da, ich bin unter der Ausgeglichenheit noch immer der lebendige Mensch, voller Widersprüche und Sprunghaftigkeit, voller Drang, meinen eigenen Weg zu suchen - und dann spüre ich : es ist gut.

Jac 11.09.2005, 21.37 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien