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Kommentarfunktion

 

Es ist kein technischer Defekt, wenn bei manchen Einträgen die Kommentarfunktion nicht vorhanden ist, sondern meine Entscheidung, sie genau dort auszuschalten. Der Grund dazu lässt sich nicht in Worte packen, am ehesten trifft es noch "unausgereiftes bleibt unkommentiert" oder "no fishing for comments".

 

Jac 04.08.2004, 16.23 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Illusion

 

Mit einer Enttäuschung wird man eher fertig
als mit einer zerstörten Illusion
Friedl Beutelrock

Aber wie findet man heraus, ob man nun wirklich enttäuscht ist oder ob man sich einer Illusion hingegeben hat? Wo hört die Realität auf und wo fängt die Illusion an? Macht man sich nicht immer wieder etwas vor und redet vor sich selber die Dinge schöner und wertvoller, als sie sind, legt mehr hinein, als wirklich ist? Ist das nicht auch ein Grundzug des Menschen, dass er versucht, seine Realität an seine Wünsche anzunähern und wenn das über die Realität nicht möglich ist, dies durch eine selektive Wahrnehmung zu tun?

Woran erkenne ich, ob das, was ich wahrnehme, der Realität entspricht oder ob mir mein Herz, meine Gefühle eine geschönte Realität vorgaukeln? Woran erkenne ich das vor allem, bevor es zu spät ist und entweder eine Enttäuschung oder eine zerstörte Illusion zurückbleiben? Irgendwie gelingt mir das nicht, spätestens, wenn mein Herz dran hängt, verschiebt sich mein Blickwinkel.

Und dann komme ich in der Regel an den Punkt, wo ich wegen der geschönten Wahrnehmung auf Dinge reagiere, die so wohl gar nicht sind, wo ich symbolisch um mich schlage, obwohl das eine übertriebene Reaktion ist und wo ich dann plötzlich an einem Punkt stehe, wo ich mich selber ins Aus manövriert habe, weil ich weder meine Handlungen rückgängig machen kann noch erklären, was da los ist. Plötzlich ist es nur noch eine verfahrene Situation. Und meistens fällt mir dann nichts anderes mehr ein, als mich dem einfach komplett zu entziehen, die Augen zuzumachen und es einfach zu streichen. Und danach wundere ich mich darüber, dass ich einen Kloss im Hals habe und etwas an mir nagt.

Ich glaube, ich bin ziemlich kompliziert und mich zu verstehen, ist unmöglich.


 

Jac 04.08.2004, 13.17 | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ablenkungsmanöver

 

Arbeit ist das am besten funktionierende Ablenkungsmanöver, um nicht über Unabänderliches nachzudenken.

Leider auch das anstrengendste ;-)

 

Jac 04.08.2004, 10.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Platt

 

5 kg Kirschen entsteint, 5 kg Johannisbeeren verarbeitet, 3 Kilo Aprikosen entsteint, ein demontiertes Quadro-Gestell und ein gemähter Rasen zieren heute die Liste meines Tagewerks - und jetzt bin ich nur noch platt - und wie! Aber die Tiefkühltruhe füllt sich, der Garten sieht aufgeräumt und schön aus - und das ist die schmerzenden Füsse, die zerschnittenen Fingerspitzen und eine gewisse Mattigkeit wert....

Ich bin gespannt, was mir für morgen so alles einfällt - zu tun gibt es immer genug, und wenn ich grad so eine Arbeitswut-Phase habe, dann muss ich das ausnützen - man weiss nie, wann sie wieder vorbei ist.

Jetzt lasse ich es mir eine Runde gutgehen :-)

 

Jac 03.08.2004, 20.39 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kopf und Herz

 

Das Schwierigste am Leben ist es,
Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten.
In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal
auf freundschaftlicher Basis.
Woody Allen

 

Ich ahne, wovon der Herr da spricht.
Was nützt es mir, wenn ich im Kopf genau weiss, wie die Dinge zu funktionieren haben, wie ich manches anpacken muss, damit es gelingt und so kommt, wie es mein Ziel ist - wenn mir dann mein Herz dazwischenfunkt und all meine Strategien systematisch in Kleinteile zerlegt, die dann auch ganz schnell nach völligem Chaos aussehen, wie wenn ich nicht wüsste, was ich will. Dann wirke ich sprunghaft, unkonzentriert, unlogisch und eigensinnig und  meilenweit von dem entfernt, was mein Kopf denkt, was ich bin.

Aber ich habe ja noch ein ganzes Leben Zeit, um die beiden zu einer gewissen Kooperation zu bewegen ;-)

 

Jac 03.08.2004, 11.26 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Test-Blog Blog-Test

 

Ich weiss, was der Bloggerwelt noch fehlt :
ein Test-Blog!
Dies ist aber mitnichten ein Blog, wo ein jeder bunte Schriften, blinkende Bilder, weglaufende Texte, linke Scrollbalken und ähnliche moderne Netz-Errungenschaften testen kann, weit gefehlt. Solche Blogs gibt es ausserdem auch schon zuhauf, wo der Inhalt hinter dem umwerfenden Design mit dem augenanregenden Effekt zurückstehen muss, wo auf Kosten jeglicher Rechtschreibung die HTML-Kenntnisse vertieft werden.

Nein ich rede von einem Blog, der sich allein daraus zusammensetzt, wo man die allerneusten Tests für Blogs bekommt:
"Werde ich im nächsten Leben eine Fliege sein?"
"Wie hoch ist mein SQ (Surfquotient)?"
"Mag ich gelbe Blumen?"
"Welcher Hausschuh bin ich?"
"Wie vertrödle ich meine Zeit effizienter?"
ausserdem
"Monday-eights"
"Thursday-Nineteens"
"Wednesday-hundred"
usw. usf.

...halt all diese netten, anspruchsvollen Online-Tests mit den wunderbar textreichen Auswertungen, die man dann statt Inhalt in seinen eigenes Blog setzt und so seiner Leserschaft einen aufschlussreichen Querschnitt durch die eigene Persönlichkeit geben kann. Nur so kann man dem geneigten Leser doch unmissverständlich klar machen, dass man die Pizza am liebsten auf grünem Porzellan in einem gelben Raum mit einer brillentragenden Person ohne Mundgeruch und Nasenhaare und frei von Kohlensäure in der Milch geniesst.

Wo kämen wir denn hin, wenn man  im Zeitalter des Blogs noch selber sinnreiche Texte verfassen müsste.....

 

Jac 02.08.2004, 22.45 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht

Ansichtssache

 

Was gibt es Schlimmeres, als bei dieser Hitze 10 Hemden zu bügeln?
Genau, 20 Hemden zu bügeln. Zum Glück musste ich nicht 20 bügeln - welch ein schöner Tag!

;-)

 

Jac 02.08.2004, 13.06 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Angebrochen...

 

...ist schon die letzte Woche der Schulferien. Ab nächsten Montag ist das Lotterleben wieder vorbei, dass jeder hier aufsteht, wann ihn grade so drum ist (ich rede natürlich nur von den Kindern ;-), dann herrscht wieder Disziplin und straffes Zeitmanagement, vor allem bei DEN Stundenplänen.

Doch noch sind Ferien, es ist wunderbares Wetter, der Himmel so richtig schön blau und das Leben einfach und ungezwungen. Die Kinder geniessen die grosse Freiheit und auch ich kann mich richtig entspannen, wenn ich nicht ständig den Blick auf die Uhr gerichtet habe. Das beste Zeichen von Erholung in den Ferien ist es bei mir meistens, wenn ich nicht mehr so genau weiss, welchen Wochentag und welches Datum wir haben....

...heute ist doch Sonntag?
;-)

 

Jac 02.08.2004, 09.06 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Sand

 

Sand im Getriebe.
Versanden.
Abgelaufene Sanduhr.
Sandkorn im Universum.
Knirschender Sand.
Sandsack.




 

Irgendetwas muss ich an mir haben, das mit Sand zu tun hat, das meine Freundschaften Sand im Getriebe haben, versanden, die Sanduhr  abgelaufen ist, ich nur ein unwichtiges Sandkorn im Universum bin, es knirscht wie Sand unter den Füssen und ich mich fühle, wie ein Sandsack zum Draufhauen.

Die Fakten sprechen dafür, dass ich etwas falsch mache, der Verstand spricht dafür, dass ich es nicht tue, das Herz fühlt sich wie im Treibsand.

 

Jac 01.08.2004, 21.33 | PL | einsortiert in: Sinniertes

Hilflosigkeit

 

Manchmal möchte man ein Pflaster auf viele Wunden sein.

...und kann doch nicht mehr, als hilflos dabeizustehen, wenn andere ein schwieriges Schicksal meistern müssen. Und auch wenn man es ihnen gern abnehmen würde, geht es nicht. Jeden einzelnen Schritt müssen sie ganz allein tun, jede einzelne Erfahrung ganz allein machen und jeder Gedanke muss selber gedacht werden.

Wie ein Zaungast steht man dabei und auch die eigenen Erfahrungen befähigen einen kein bisschen, ihnen etwas abzunehmen...

 

Jac 01.08.2004, 13.40 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Kommunikationsform

 

Meine Tochter hat eine vollkommen eigene Form der Kommunikation entwickelt. Wenn ich sie länger nicht höre oder sehe, dann gehe ich meist mal nachschauen, was los ist und finde sie dann in der Regel irgendwo sitzend und heulend. Auf die Frage hin, was denn passiert ist, ernte ich dann meist erstmal neue Heularien oder alternativ ein wütendes *NIIIIIICHTS* und gleichzeitig verstärkt sich der Heulanfall oder kippt in einen zornigen Austicker. Jede Nachfrage wird abgeschmettert, es sieht dann aus, als hätte sie das ganze Elend der Welt auf ihren Schultern zu tragen und sie kann sich kaum mehr beruhigen. Wenn ich sie dann einfach sitzenlasse, dann ist das nicht die richtige Reaktion, dann wird sie erst recht sauer, wenn ich dann lange genug und mit Engelszungen oder im scharfen Tonfall insistiere, dann teilt sie mir mit, dass das T-Shirt kratzt oder die Sonne blendet oder der grosse Bruder sie angeschaut/angefasst/angesprochen hat oder dass sie aufs Klo muss oder oder oder - lauter weltunbewegende Sachen, die mit einem einfachen Satz wie "Mami, das T-Shirt kratzt am Ausschnitt" aus der Welt zu schaffen wären.

Doch das ist meiner lieben Tochter zuwenig, so einfach kann das nicht gehen. Da muss Mami mindestens einen Kopfstand machen, damit wir so etwas aus der Welt schaffen können...

*argh*

Es fällt mir eindeutig leichter, mit Olivers hochexplosiver Art umzugehen - ein Anlass, eine Explosion, eine Lösung und gut ist. Bei Victoria ist das alles unendlich langwieriger und schwieriger und es fällt mir schwer, da ruhig zu bleiben...Und dennoch glaube ich, dass in der Beziehung Mutter-Tochter einfach von Natur aus Komplikationen angesagt sind. Mir fehlt da wohl einfach das Verständnis-Gen dafür ;-)

 

Jac 01.08.2004, 10.34 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Nationalfeiertag

 



Heute feiern wir Schweizer unseren Nationalfeiertag. Höhenfeuer, Feuerwerk, Grillwürste und Schweizer Fahnen gehören dazu.

Der Grund, warum wir das genau heute tun, liegt in einem ganz alten Dokument, dem Bundesbrief von 1291, dessen Aufsetzung als die Geburtsstunde der Schweiz gilt, und dort steht  als Datumsangabe 
"Geschehen im Jahre des Herrn 1291 zu Anfang des Monats August."

Damals schworen drei Regionen einen Eid:
"Darum haben alle Leute der Talschaft Uri, die Gesamtheit des Tales Schwyz und die Gemeinde der Leute der unteren Talschaft von Unterwalden im Hinblick auf die Arglist der Zeit zu ihrem besseren Schutz und zu ihrer Erhaltung einander Beistand, Rat und Förderung mit Leib und Gut innerhalb ihrer Täler und ausserhalb nach ihrem ganzen Vermögen zugesagt gegen alle und jeden, die ihnen oder jemand aus ihnen Gewalt oder Unrecht an Leib oder Gut antun."

Der Schweizerpsalm hingegen ist noch nicht so alt, der wurde erst 1961 versuchsweise als Nationalhymne eingeführt, nachdem sich peinliche Situationen mehrten, weil die alte Hymne zwar einen anderen Text, aber die gleiche Melodie wie die der Engländer hatte...



HAPPY BIRTHDAY, meine Heimat :-)

 

Jac 01.08.2004, 08.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wissenswertes