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Statistik
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Aufopferung

 

Wenn du damit beginnst,
dich denen aufzuopfern, die du liebst,
wirst du damit enden, die zu hassen,
denen du dich aufgeopfert hast.

(George Bernard Shaw)

Gerade als Mutter ist es ein sehr verlockender Weg, sich die Dankbarkeit zu erarbeiten, indem man den Kindern alles abnimmt und aus dem Weg räumt. Weil es so viel einfacher ist, als "Nein" zu sagen, als Grenzen zu stecken, als an die Eigenverantwortung der Kinder zu appellieren. Weil es der Weg des geringeren Widerstandes ist.

Doch auf Dauer funktioniert es nicht. Keiner kann unermüdlich dankbar sein, besonders Kinder nicht - und diesen die Verantwortung fürs eigene Wohlergehen auf die Schultern zu legen, indem man sich für sie aufopfert, ist eine Last, der niemand gewachsen ist. Irgendwann kommt das Aufbegehren, das Weglaufen vor diesem Zwang, vor dieser Verpflichtung, und dann steht man da, hat sich aufgeopfert und fragt sich wofür. Ausserdem ist es ein Trugschluss, dass eine aufopfernde Mutter mehr geliebt wird, ein aufopfernder Mensch mehr respektiert wird.

Möge mich mein Verstand davor bewahren, in diese Falle zu tappen.

 

Jac 06.07.2004, 22.30 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Geschwisterbonus

 

Meistens beweisen mir meine Kinder, dass sie vor allem streiten können miteinander - bei dreien findet sich immer einer, der in Streitlaune ist. Manchmal aber geht es auch ganz anders und viel besser :

Das Leben wird zweifelsfrei viel einfacher, wenn man für den Zahnarzttermin des mittleren Kindes keinen Babysitter für das kleinste Kind braucht, weil das grösste Kind auf das kleinste aufpasst und auf dem grossen (autofreien) Platz vor der Zahnarztpraxis mit ihm Scooter fährt und spielt, derweil ich der Tochter die Hand gehalten habe beim Abdruck nehmen.

Wer sagt's denn - Geschwister zu haben, ist eben doch gut ;-)

 

Jac 06.07.2004, 16.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Der Regen

 

In allem schlechten steckt was gutes, sogar im Dauerregen hier :

Regen ist was feines, weil alles draussen wächst und gedeiht :
das Unkraut,
die Nacktschnecken,
die Blattläuse,
die Pilze im Rasen und an den Rosen...
*hmpf*

 

Jac 06.07.2004, 10.50 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

VFSS

 

Ohne den Staub, worin er aufleuchtet,
wäre der Sonnenstrahl nicht sichtbar.
André Gide

Wer gründet mit mir den VFSS
(Verein zur Förderung der Sichtbarmachung der Sonnenstrahlen),
dessen Grundprinzip im Staubliegenlassen besteht?
;-)

 

Jac 05.07.2004, 17.59 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ich hab da was am Bein....

 

....einen knapp 4-jährigen Trotzkopf, der entweder schreit oder mich nonstop vollquasselt oder mir alternativ auf, vor oder hinter den Staubsauger steht, das Kabel auszieht oder aufs Kabel draufsteht, sich zwischendrin in ein kleines Baby verwandelt, welches man tragen und füttern muss, andernfalls droht schon wieder Geschrei- er klebt mir den ganzen Tag am Bein - ich bete drum, dass DIESE Phase bald vorbei ist, auch wenn ich weiss, dass die nächste bestimmt kommt. Diese Phase braucht ausserordentlich viel Nerven und momentan hält mein Tagesvorrat nicht immer bis abends.

Aber immerhin : es ist der erste Ferientag und ich habe von den beiden Grossen noch keinen Ferien-Schlachtruf gehört (*miristsolangweilig* heisst der)

 

Jac 05.07.2004, 16.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Genug ist genug

 

Heute habe ich in unserer Zeitung gelesen, dass der Juni im Durchschnitt der letzten Jahre gar nicht so schlecht war, nur im Vergleich zum letzten Jahr fällt der Sommer etwas dürftig aus. Nur ist es eben so, dass es mich herzlich wenig tröstet, dass die Statistik befindet, dass sich der bisherige Sommer im Rahmen bewegt - mein Gefühl sagt mir was ganz anderes!

Heute regnet es wieder mal - genau wie die Prognosen für die ganze Woche - und die Prognosen ab Samstag für Wangerooge sind auch nicht besser. Ich stelle mir das grad so plastisch vor, dass wir 1000 km fahren, um uns anderswo nassregnen zu lassen, wo dann auch die Ausweichmöglichkeiten deutlich eingeschränkter sind.
Wohin ich auch schaue - Regen, nass, grau - ich mag nicht mehr. Ich bin ziemlich wetterabhängig, bei Sonnenschein bin ich immer viel besser drauf, voller Energie und sehr gelassen, doch nachdem der Dauertenor unterdessen grau ist, schlägt mir das auf die Stimmung - ich mag nicht mehr.

 

Jac 05.07.2004, 10.18 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Mir schwant fürchterliches...

 

Es ist Sonntag-Abend und das Endspiel läuft im Fernseher. Das würde mich eigentlich nicht weiter stören, da das a) in einem anderen Zimmer stattfindet und b) mich keiner zwingt, es mir auch anzusehen und seit der Anschaffung von vernünftigen Boxen, über die der Fernseher läuft, verteilt sich auch die Lautstärke wesentlich besser. Schliesslich gibt es nichts Schlimmeres für einen Fussball-Ignoranten als die Geräuschkulisse eines Fussballspiels und der WBE nimmt da Rücksicht auf mich.

ABER :
Unser Ältester hat nun den Fussball entdeckt. Sowohl das Selberspielen als vor allem auch das Schauen von Spielen. Nun ist er aber nicht in der Lage, still vor sich hinzugeniessen, sondern kommentiert alles im engelsgleichen Quietschton "ha, ein Gooooooleingoooleingoooolpapihastdugeseheneingooool" - genau diese Tonfrequenz, die mich innert kürzester Zeit noch nervöser macht als Fussballspiel-Ton...Und ich fürchte, er wird in Zukunft mehr davon sehen wollen.

Muss ich mir nun Ohrstöpsel kaufen?
Auswandern?
Mir ein schalldichtes Zimmer bauen?
Oder wird wohl eines Tages hier doch noch ein Zweitfernseher einziehen?

Diese Fragen bewegen mich definitiv mehr als wer Europameister wird.....

 

Jac 04.07.2004, 22.17 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Sonntagmorgen

 

Geweckt vom Sonnenschein, bin ich heute um halb acht aufgestanden, als alle anderen noch geschlafen haben. Eine friedliche Ruhe war in diesem Haus, ich bin draussen gesessen und habe meinen ersten Kaffee getrunken und den Vögeln zugehört. Ein angenehmer Start in den Tag - aber um das regelmässig zu geniessen, müsste ich wohl sonst um fünf aufstehen. Da ich aber zur Spezies der Nachteulen gehöre, schaffe ich es selten früh genug ins Bett.

Ausserdem war es recht schnell mit der Ruhe vorbei, da der Jüngste aufwachte, der momentan vor allem durch eines überzeugt : Komm-Bring-Hol-Heul..... Irgendwann wird auch diese Phase vorbei sein *hoff*

 

 

Jac 04.07.2004, 09.52 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

3 und 2 und 3 gleich 13

 

3 Kilo Erdbeeren
+
2 Kilo Zucker
+
3 Päckchen Geliermittel
=
13 mal Sommer im Glas (Erdbeer-Konfi *g*)

Wenn der Sommer draussen schon nicht stattfindet, dann packe ich ihn halt in Gläser, damit wir dann wenigstens im Winter vom nicht stattgefundenen Sommer schwärmen können.

Dazu, dass ich den freien Abend ohne Mann und ohne Kinder in der Küche verbracht habe, statt zu faulenzen, möchte ich eigentlich nur eines sagen : mir ist wohl nicht mehr zu helfen *g*

 

Jac 03.07.2004, 21.46 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Chateaubriand

 

Unser gestriger Abend war einfach wunderbar.

Wir haben gespiesen wie die Götter :

Zuerst ein kleiner Vorspeisenteller,
(mit Roastbeef-Röllchen, geräuchtem Seeteufel-Bäggli, Tomaten-Basilikum-Terrine und Sommersalat mit Balsamico-Dressing)
danach
Curryrahmsuppe mit Riesencrevetten
danach
Châteaubriand mit Sauce Béarnaise, Gemüsegarnitur und Kroketten
danach
ein Stück Parmesan, frisch aus dem halben Laib gebrochen
danach
ein kleiner Dessertteller mit etwas Apfelstrudel, Tiramisu, Caramelflan mit vielen frischen Früchten garniert

Dazu haben wir eine Flasche Pomerol getrunken.
Das alles in gepflegter Atmosphäre, perfekter Bedienung, begleitet von Klaviermusik. Ich liebe solche Abende, wo das Essen die Basis für ganz viel Ambiance und Sinnesgenuss ist. Ich liebe sie vor allem auch, weil sie selten sind und deswegen immer wieder etwas ganz Besonderes.Das einzige Negative daran : ich bin viel zu spät ins Bett gekommen und trotz Ausschlafen heute morgen ein bisschen aus dem Tritt - aber das war es mir wert.

 

Jac 03.07.2004, 12.53 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Es geht doch nichts....

 

...über einen guten Babysitter - die Kinder sind glücklich, dass sie da ist - und wir Eltern auch, wir werden uns nämlich gleich davonmachen und auf "Ehe" statt auf "Eltern" machen... Es hat etwas sehr befreiendes, essen zu können, ohne Streit zu schlichten, umgekippte Gläser aufzuwischen, dauerndes Dazwischenreden zu ignorieren, alles kleinzuschneiden und vor allem : sich einfach hinsetzen und sich bedienen lassen - welcher Genuss!

Ich bin sicher, hier wird uns das problemlos gelingen ;-)

 

Jac 02.07.2004, 18.26 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

The greatest reward

 

The greatest Reward

So suddenly, so strange
Life wakes you up, things change
I've done my best, I've served my call
I thought I had it all

So suddenly, so strong
My prejudice was gone
You needed me, I found my place
I'm different now, these days

Now the greatest reward
Is the light in your eyes
The sound of your voice
And the touch of your hand
You made me who I am

You trusted me to grow
I gave my heart to show
There's nothing else I cherish more
I stand by you for sure

Now the greatest reward
Is the love that I can give
I'm here for you now
For as long as I live
You made me who I am

So suddenly, it's clear to me
Things change
Our future lies in here and now
We live it through somehow

Now the greatest reward
Is the love that I can give
I'm here for you now
For as long as I live
You made me who I am

You made me who I am

(Céline Dion)

 Nachtrag für den WBE - JA, das IST eine Liebeserklärung :-)

 

Jac 02.07.2004, 12.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Der letzte Schultag

 

Morgen beginnen die Schulferien. Die Kinder sind wirklich reif, man merkt es ihnen zunehmend an, dass sie Ferien brauchen. Ich eigentlich auch, aber ich werde mich wohl wieder tüchtig umstellen müssen, wenn dann drei Kinder hier den ganzen Tag herumhängen und ihr Mantra "miristsolangweilig* von sich geben. So wie es derzeit aussieht, spielt der Sommer noch immer Verstecken und die Draussen-Aktivitäten können nur mit Regenjacke und Gummistiefeln stattfinden, was wenig Begeisterung hervorruft...

Doch wer weiss, vielleicht hat der Sommer ein Einsehen mit all den Schulkindmüttern und zeigt sich gelegentlich doch noch von der sonnigen, warmen Seite - Bitte ja!

 

Jac 02.07.2004, 09.31 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kleinchen und Dummchen

 

Es waren einmal zwei Schwestern, Kleinchen und Dummchen genannt. In ihrer Kindheit wurde die eine klein und die andere dumm gemacht, auf dass sie gut mit ihrem Leben zurechtkommen mögen. Ihre Eltern, Herr und Frau Faulheit, bemühten sich nach ganzen Kräften, Kleinchen und Dummchen als richtige Mädchen aufwachsen zu lassen und ihnen alles mitzugeben, was sie später Weibchen brauchen, als da waren Naivitäts-Blick, Lobhascherei, Unschuldsengelstil und vieles mehr.
Im Nachbarhaus wohnte Klugchen, das Töchterlein der Familie Streber-Fleissig. Klugchen wurde darauf gedrillt, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen und brav zu tun, was von ihr verlangt wurde.

Wenn Kleinchen und Dummchen mit Klugchen vor den Häusern spielten, dann amüsierten sie sich immer ganz prächtig, obwohl sie so verschieden waren. Kleinchen und Dummchen spielten mit dem Ball und Klugchen fischte ihn aus den Nachbarsgärten, stand für zerdepperte Scheiben grade und schaute meist glücklich einfach zu und fühlte sich wohl. Abends im Bett unterhielten sich Kleinchen und Dummchen oft über Klugchen und fanden es sehr angenehm, so eine liebe Freundin zu haben, die für sie den Kopf hinhielt.

Doch Kleinchen, Dummchen und Klugchen wurden erwachsen.
Kleinchen und Dummchen brachen die Schule ab und wollten leben. Sie reisten, sie feierten, sie unterhielten sich blendend, bis sie irgendwann den Mann fanden, der anstatt von Klugchen den Kopf für sie hinhielt und ihre Arbeit tat. Doch weil Kleinchen und Dummchen diesen Unschuldsblick hatten, fanden sie immer einen, der ihnen zu Hilfe eilte.

Klugchen hatte es nicht so leicht. Sie machte ihre Ausbildung und bestach weiterhin durch Bravheit und Freundlichkeit, durch Fleiss und Leistung. Dummchen und Kleinchen waren ihr neidisch und begannen, sie niederzumachen - "du bist doch dumm, wenn Du alles selber kannst" Klugchen verstand nicht, wovon die beiden redeten. Klugchen tat sich mit vielem nicht leicht, aber Klugchen kämpfte sich durch. Doch eines Tages las sie in der Zeitung ein Interview mit Dummchen und Kleinchen, wo die beiden über ihre Leben als Kleinchen und Dummchen berichteten und wie man am besten andere dazu bringt, einem alles abzunehmen - und dann fiel der Groschen bei Klugchen :

Wenn Du es bequem haben willst, mach Dich klein und dumm,
wenn Du es mit Dir selber aushalten kannst, dann sei klug.

 

Jac 01.07.2004, 21.10 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht

husthust

 

Ich verbringe meinen Tag in Staubwolken....
Diese Staubwolken entstehen, weil ich meine PC-Ecke aufräume - auch oben auf den Regalen und mit dem grossen Abfallsack nebendran - und ich sage nur soviel : anhand der Funde dabei, war es dringend nötig *augenverdreh*


 

Jac 01.07.2004, 12.58 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches