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Mütter-Manifest
Mütter-Manifest :
Du hast das Recht, Dich über den Dreck auf dem frischgeputzten Flurboden zu ärgern und du kannst erwarten, dass Dein Ärger ernst genommen wird und Deine Gefühle nicht als hysterisch abgetan werden.
Du hast das Recht, Dich darüber zu beklagen, dass Dein Alltag eine lange Reihe von Wiederholungen ist und Du darfst deswegen auch Deine Klagen wiederholen, damit Deine Umwelt versteht, wie nervtötend das ist. Zur besseren Verdeutlichung kannst Du das auch in einer Non-Stop-Litanei tun, wie es die Deinigen auch mit ihren Klagen über falsche Speisen, zu frühe Weckzeiten und zu wenig Süssigkeiten tun.
Du hast das Recht, Dir ernsthafte Gedanken zu machen über Klobürstenverwendung, Taschentücher-Einsatz, Türschliess-Gewohnheiten, Ordnungsprinzipien und Ernährungsgewohnheiten, ohne von den minderjährigen Bewohnern Deines Hauses als "Spassbremse" und "Prinzipienreiter" betitelt zu werden. Deine Anliegen sollen ernst genommen werden, denn Du nimmst die Bedürfnisse aller Hausbewohner auch ernst.
Du hast das Recht, Deine Sätze ununterbrochen zu Ende zu reden, denn auch Deine Worte sind wichtig, selbst wenn sie sich um Klobürsten drehen. Du darfst auch mehr als zwei Sätze aneinander formulieren, denn Deine Worte sind zu achten. Bei der Durchsetzung Deines Rechts darfst Du die Lautstärke erhöhen, damit Du nicht unterbrochen wirst.
Du hast das Recht, Dir Deine Arbeit so einzuteilen, wie Du selber es richtig findest. Die Ansichten von Müttern, Schwiegermüttern, Kinderlosen und Nachbarn sollen Dich auf Deinem Weg nicht beirren und hemmungslose Einmischung sollst Du mit delegieren bestrafen.
Du hast das Recht, auf nüchternen Magen genervt zu sein über Streitereien, ausgekippte Kakaobecher, Butterbrote in Puzzleform, denn Sanftmut, Geduld und Verständnis funktionieren nicht auf Knopfdruck. Auch Du hast ein Recht auf schlechte Laune. Du hast nicht das Recht, Deinen Dienst einzustellen, nur weil Deine Rechte zu wenig respektiert werden. Deine Aufgabe ist frei von Anerkennung, Entgegenkommen und Erfolgserlebnissen zu sehen, aber es steht Dir frei, Dich darüber zu beklagen. Wenn Du Glück hast, ohne unterbrochen zu werden. ;-)
( Sehr frei nach Ullrich Schaffers "Grundrechte- ein Manifest")
Quelle : www.ohneha.ch *g*
Jac 15.02.2006, 09.04 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
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Updateversion von "Mütter sind Chaoten"
Version 3467, Ausgabe Westeuropa in Deutsch
mit folgenden neuen Features :
Dekomprimierungsfunktion :
der 24 Stunden-Tag wird automatisch um acht Stunden verlängert, damit Zeit zum Schlafen bleibt
High-Speed-Putzing:
geführtes Erkennungstool für alle gängigen Arten von Dreck, neu mit Hilfefunktion bei Spezialanforderungen wie Kuli auf Puppen, Leuchtmarker auf Wänden, Wico-Farben in Kleidern, Kaugummi in den Haaren
Figurbearbeitungs-Programm:
kann schadhafte Stellen am mütterlichen Körper leicht und einfach und ohne Fitnessprogramm reparieren und Körperfett verschieben, kann auch gekoppelt werden mit dem Minus-Kalorien-Burner, ein Speed-Programm, das beim Surfen pro gelesenen Buchstaben ein Joule wegputzt
Nerven-Defragmentierung :
macht Mutters Nerven durch gezieltes Sortieren über Nacht wieder voll DSL-tauglich und sorgt für mehr Effizienz und Konsequenz in Erziehungsfragen
integriertes Lexikon :
beantwortet alle Fragen zur Pflege und Aufzucht von menschlichen Nachkommen umfassend und wissenschaftlich - neu mit Volltext-Suche
Spass-Bibliothek :
hat für jeden Anlass die passende Bemerkung gespeichert, freie Auswahlen der Funktionen "Galgenhumor" "echt lustig" "albern" und "ermüdet-erschöpft"
neues Sicherheitstool :
verhindert ein Durchbrennen und Ausbrennen und Davonrennen - alles ohne Fesseln
und als absoluter Extra-Bonus :
Laufwerk-Trimmer ( "Siebenmeilenstiefel") als Geschwindigkeitsbeschleuniger in Krisensituationen.
Wer irgendwo irgendwie irgendwann eine neue Version in die Finger bekommt, bitte, bitte meldet Euch bei mir - ich brauche sie wirklich dringend!!
(Quelle : www.ohneha.ch, mit freundlicher Genehmigung der Autorin *zwinker* )
Jac 13.02.2006, 19.50 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht
Gepäck
5 Personen, 4 davon mit Skiausrüstung, 3 davon Kinder, fahren für 4 Tage/3 Nächte in die Berge.
Wieviel Gepäck ergibt das?
Zumindest genug, dass ich wieder weiss, warum unser Familienauto ein VW-Bus ist.
Und auch genug, um festzustellen, dass Sommerferien viel einfacher sind. Und überhaupt werde ich bestimmt nur frieren, und es wird mir keinen Spass machen und zuhause wäre es viel schöner und die Kinder werden wie die letzten Tage dauerstreiten und ich werde keine ruhige Minute haben und und und...
...und wenn man sich alles ganz schrecklich ausmalt, dann kann es sowieso nur besser werden ;-)
Jac 12.02.2006, 21.15 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Überdrehte Kinder...
...schickt man am besten zur Nachbarin, damit sie sich dort austoben können. Egal, wieviel streiten, kreischen, toben angesagt ist, dort können sie sich nach Herzenslust auspowern, solange die (Stahlseil-)Nerven der Nachbarin mitmachen - und wenn dann genug ist, kann dann die Nachbarin das angerichtete Chaos beseitigen, die hat ja Zeit für sowas, und deren Kinder können sich nichts Schöneres vorstellen, als den Inhalt ihrer Kinderzimmer neu zu sortieren.
Sollte es heute nochmal an der Türe klingeln, mache ich einfach nicht auf.
Jac 10.02.2006, 16.56 | (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht
Kleinkram
- Mit einem 2-Tonnen-Auto bergauf ins Rutschen zu kommen, ist eine prickelnde Sache - muss ich nicht wirklich öfter haben, und schon gar nicht auf einer Quartierstrasse, wo dann auch noch Autos geparkt sind.
- im Rückblick ärgere ich mich ein kleines bisschen über die Schweizer Hotellerie, die sich zwar gerne mit in diesem Fall den 4 Sternen schmückt, aber diese nicht wirklich ausfüllt - das kenne ich aus dem östlichen Nachbarland für weniger Geld deutlich besser - ebenso zentral in einer Grossstadt, aber um Klassen gastfreundlicher. Und das Frühstück musste man auch nicht extra bezahlen *grummel*
- Muffensausen habe ich, denn unser Schneeurlaub steht vor der Türe. 4 Tage sind nicht lang, aber ich frage mich langsam ernsthaft, was ich da in dem vielen Schnee soll - ich hätte vielleicht besser auf Sonne-Wärme-Meer-Winterferien bestehen sollen ;-) Aber es wird sicher nett. Bestimmt. Ganz sicher.
- Beruhigend ist es, bei MD am der Ausgabe zu stehen, ein Riesengekreisch zu hören aus dem hinteren Teil des Lokals - und meine drei brav neben mir zu sehen - und von einer Frau angesprochen zu werden "nein, es sind meine" und dann verständnisinnige Blicke zu tauschen.
- Oliver hat nun bereits zum dritten Mal meine Hilfe beim Zimmeraufräumen abgelehnt mit den Worten "ich will das selber lernen" - *sprachlosbin* Das Zimmer sieht zwar noch immer gleich chaotisch aus, aber allein dass er gedanklich soweit gekommen ist, scheint mir ein Meilenstein - und ein klitzekleines Spitzchen in die Richtung all jener, die mir und anderen Müttern von solchen Kindern immer mal wieder einen Hammer verpassen mit ihren ach so klugen Ratschlägen.... Wir packen das, er packt das - jawoll.
Gute Nacht !
Jac 09.02.2006, 23.18 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Erheiternd...
...ist der Anblick eines badenden Kindes mit Skihelm auf dem Kopf, aber nicht internet-photographiertauglich *g*
Jac 09.02.2006, 11.36 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Nachwuchstalent
Nachdem ich ja in den letzten Wochen öfter mal mit Stickarbeit in der Hand anzutreffen war, scheint das ansteckend zu sein und auch eines der Kinder scheint ein Stick-Liebhaber zu werden. Aber nicht etwa unser Mädchen, die ist wohl bisher trotz grossem Enthusiasmus nicht über die ersten zwei Reihen hinausgekommen - nein, es ist Oliver, unser Denker und Grübler, dem das anscheinend wirklich Spass macht.
Ich freu mich drüber, denn Handarbeiten ist eine wirklich feine Freizeitbeschäftigung - und auch im Leben von Oliver muss es doch noch mehr geben als Schule, Lesen, Legobauen, Origami, Lesen, Klavierspielen, Lesen, Origami, Klavierspielen und Lesen....
*zwinker*
Die anderen zwei betätigen sich derweil in der Nachwuchslige der Langweiler - *miristlangweilig* kann man in so unendlich vielen Varianten vortragen, von quengelig-nölig bis heulend-kreischend, und diese Aussage berechtigt offenbar dazu, sämtliche mütterlicherseits vorgetragenen Beschäftigungsvorschläge empört abzulehnen - wer will schon malen, spielen, basteln, rausgehen, reinkommen, bauen, verkleiden, wenn ihm langweilig ist?
Sagte ich schon, dass ich zu Schulferien eine Art Hass-Liebe habe? Ich finde es toll, den Tag weniger terminiert zu haben, nicht dauernd auf die Uhr schielen zu müssen, fünfe grad sein lassen zu können - ich tue mich nur schwer damit, dass die Kinder immer ein paar Tage brauchen, bis sie das auch so sehen - und bis dahin *miristlangweilig*
Jac 07.02.2006, 21.53 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien
Zürich by Tourist
- in Zürcher Parkhäusern kann man das Ticket verlieren. Das ist blöd, weil eine deftige Strafgebühr droht. Ist aber das Parkhaus modern genug und meint es jemand gut mit einem, dann lässt sich dank Computerleitsystem und aufgefundenem Ticket die reelle Parkzeit ermitteln. Hat man das Auto lang genug dort geparkt, macht es unter dem Strich aber trotzdem fast keinen Unterschied.
- Flohmarkt bei Minusgraden und Bise ist nicht lustig. Wenn es auf den Krempel schneit und die Hände in Handschuhen in den Manteltaschen noch zu kalt sind, dann sinkt die Lust zu stöbern, dramatisch ab und aus dem geplanten Bummel über den Flohmarkt wird ein zügiger Marsch, der im nächsten warmen Café endet - mit Latte macchiato, aber ohne Flohmarkt - und dem Gefühl, die vis-à-vis sitzende Person zu kennen - und wenn sie das Lokal verlässt, festzustellen, dass man sie aus dem Fernsehen auch wirklich "kennt".
- Auch Verkäuferinnen in Fachgeschäften sind nicht zwingend mit Freundlichkeit ausgestattet und das Ansinnen, das eine Spiel auszupacken und anzusehen, geht einher mit dem Verlust der letzten Motivation. Mir egal, meine Laune hat darunter nicht gelitten.
- Manche Dinge findet man nicht, manche Dinge finden einen. Nur so lässt es sich erklären, dass der Besuch eines kleinen Geschäftes mit kleinen, hübschen, alten Dingen mit dem Kauf einer grossen Majolika-Petrol-Decken-Lampe endete, die zuerst so unschuldig nur da hing, und dann auf einmal all unsere Blicke auf sich gezogen hat, sodass wir, die wir doch eigentlich noch gar nicht wissen, wo wir sie hinhängen sollen, kurz darauf mit einer Bananenschachtel voll Lampe durchs Niederdorf marschiert sind, um die Lampe beim Spezialisten elektrifizieren zu lassen. In etwa 4 Wochen zieht sie dann wohl bei uns ein - bis dahin fällt uns sicher ein, wo sie denn hin soll. Unvernünftig? Aber klar - nur irgendwie macht Unvernunft in solchen Fällen deutlich mehr Spass als Vernunft....
- Über den Dächern von Zürich haben wir geschlafen, nachdem wir fürstlich getafelt und einen wunderbaren Wein genossen haben - der Blick aus dem Zimmer fiel auf die Limmat, den Bahnhof, die Sternwarte und verschiedene Kirchtürme - Bilder mit Zauber, von denen ich kein einziges fotografiert habe, weil ich die Kamera absichtlich daheim gelassen habe - nicht alles soll auf Bild festgehalten werden, Erinnerungen werden nur noch schöner mit der Zeit....
- Das Landesmuseum ist immer wieder einen Besuch wert - das nächste Mal machen wir das, wenn wir noch etwas aufnahmefähiger sind.
Es war wunderbar - und ich kenne Zürich nun von einer Seite, die sich mir bisher nicht erschlossen hat, wenn ich dort nur durchgefahren bin oder etwas zu erledigen hatte. Und vor allem - es hat uns als Paar gutgetan, wir haben es genossen und ich werde mich noch lange daran erinnern.
Jac 05.02.2006, 22.06 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Noch immer
Noch immer ist die Welt mit Dir viel bunter und grösser.
Noch immer macht mein Herz einen Satz, wenn Du mich berührst.
Noch immer staune ich über unsere Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten.
Noch immer legst Du mir die Welt zu füssen.
Noch immer liebe ich Dich.
Noch immer und für immer.
Jac 05.02.2006, 21.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
Ereignisreich
Eine ereignisreiche Woche neigt sich ihrem Ende zu, voll mit reellen und virtuellen Erlebnissen, die mich gefreut, erschüttert, bewegt, belustigt haben.
Die Kinder haben jetzt Schulferien, haben Zeugnisse bekommen, und mein Stein im Bauch war wohl mindestens ebenso gross wie ihrer, doch eigentlich umsonst - es war nichts Unerwartetes und es war nichts Schlechtes - und sie haben beide noch Entwicklungspotential, jedes auf seine Art ;-)
Heute hatte ich ein ziemlich volles Programm, denn all das, was ich sonst so am Wochenende vor mich hinwurstle, musste miterledigt werden und ein paar Sonderaufgaben standen an - aber ich habe sie mit einem Lächeln im Gesicht angepackt, denn morgen, da ist alles anders - morgen fahre ich mit dem WeltBestenEhemann weg, überlasse die Kinder, die Katze und das Haus unserer Besten aller Kinderbetreuerinnen (Babysitter trifft es nun wirklich nicht mehr *g*) mache mir einen schönen Tag, einen schönen Abend, eine schöne Nacht, einen gemütlichen Sonntagmorgen und einen schönen Sonntag - irgendwo weg von hier. Statt eine Riesenparty habe ich mir das gewünscht, denn gemeinsame Zeit nur für uns ist etwas kostbares, und wir sind so viele Tage und Stunden und Momente in erster Linie Eltern, dass wir uns die Nischen schaffen, um ab und zu einfach nur Ehepaar zu sein.
Schliesslich möchten wir ja auch noch gern miteinander verheiratet sein, wenn die Kinder mal erwachsen sind.
*winkewinke*
Jac 03.02.2006, 22.51 | (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Einen ganz kleinen Vogel...
...habe ich heute auf dem Gartenzaun gesehen. Er ist mir vor ein paar Tagen im Hasel schon mal aufgefallen, inmitten der Blaumeisen, Kohlmeisen, Waldmeisen, Haubenmeisen und Finken, aber er sass zu weit weg, als dass ich ich identifizieren konnte. Es war mir aber klar, dass da kaum eine Meise sein konnte, denn er schien grad mal halb so gross wie eine Kohlmeise.
Als er da so auf dem Zaun sass, konnte ich dann seine Färbung genauer betrachten - und mein Vogelatlas gab mir dann die Antwort:
was da auf unserem Zaun sass und sich mit den Meisen an den Meisenknödeln vergnügte, ist ein Wintergoldhähnchen - der kleinste Vogel Europas.
Süss, richtig süss - und schön, was hier um unser Haus herum auch im Winter für ein Leben ist - so schön, dass ich immer vergesse, die Kamera zu holen und es auch mal festzuhalten, weil ich stundenlang in der Küche am Fenster dem Treiben am Vogelhaus zuschauen könnte....
Beim Recherchieren habe ich dann noch das hier gefunden - einiges davon ist schon sehr beeindruckend :
Rekorde im Tierreich
Jac 01.02.2006, 23.02 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wissenswertes



