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Erdbeeressig

Weil ein guter Salat auch von einer guten Sauce abhängt und weil süss gut zu sauer passt und weil gekaufter Himbeeressig Apotheken-Preise kostet, habe ich selber gepröbelt. Und herausgekommen ist ein göttlicher

Erdbeeressig
2 Liter Weissweinessig, möglichst neutral im Geschmack
500g frische Erdbeeren
2 Esslöffel Zucker
frische Zitronenmelisse oder Pfefferminze
4 Esslöffel Honig

Die Erdbeeren putzen, kleinschneiden und mit dem Zucker marinieren, bis sie tüchtig Saft ziehen. Den Weissweinessig dazugiessen, feingehackte Kräuter beifügen und an einem dunklen, kühlen Ort zugedeckt einige Tage stehen lassen.
Danach in einem grossen Topf aufkochen, den Honig beifügen, absieben durch ein Nesseltuch und am besten noch warm in verschliessbare Flaschen abfüllen.

*schleck*

PS: Vermutlich eignen sich auch andere Arten von Beeren mit intensivem Geschmack und kräftiger Farbe - Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren, Preiselbeeren, usw.

Jac 30.05.2007, 22.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Rezeptliches

Bestellen und Verschenken

Ich habe für den Jüngsten nun den Schulranzen bestellt, in seiner gewünschten Farbkombi schwarz-rot, was nicht gar so einfach war, denn Dinosaurier, Autos, Wale u.ä. sind deutlich verbreiteter - und mir wurde dabei so richtig klar: mein "kleiner" ist in gut zwei Monaten ein Schulkind. Und am gleichen Ort habe ich für den Grossen einen Schulrucksack bestellt. Denn auch wenn dieser fast Zwölfjährige nach wie vor klaglos mit seinem Delfin-Ranzen herumläuft - ich finde, über die Phase ist er jetzt doch langsam raus.


Und dann habe ich mir noch was ganz Besonderes bestellt, das ich schon seit langem immer mal wieder angeguckt, damit geliebäugelt habe und es mir dennoch immer wieder aus dem Kopf geschlagen habe von wegen "übertrieben" "unnötig" und so weiter. Doch nachdem ich mich grad mal wieder mit einer unmöglichen Strickschrift für ein Deckchen herumschlage, das nicht die geniale Handschrift von Erich Engeln trägt, habe ich es mir erlaubt - sozusagen als Investition in eine stressfreie Zukunft : ich habe mir die grosse Sammlung von Engeln-Strickschriften bestellt - und hibbel schon drauf, wann sie kommt.

Zu verschenken habe ich vor allem eines - den heutigen Tag. Alternativ ganze Reihen von Unkraut und Nacktschnecken oder für ganz wählerische eine blühende Psoriasis.
Interessenten melden sich auf eigene Gefahr ;-)


Jac 30.05.2007, 22.07 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Gesammelte Werke

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Die Auszeit war viel zu schnell vorbei. Das kann daran liegen, dass sie nur 48 Stunden gedauert hat, aber vermutlich liegt es eher daran, dass bei Freunden die Zeit immer so schnell verfliegt.
Ich habe viel gelacht, geredet, mich amüsiert, mit Kindern geschäkert, mich einmal quer durchs Angebot einer "gaddenpaddy" gegessen (ich habe noch Frikadellchen erwischt *ätsch*) - und als ich dann Freitag am Flughafen Köln warten musste, da war mein Kopf so übervoll von Erinnerungen und Erlebnissen, dass ich sehr froh war um die Wartezeit. Das Heimkommen war besonders schön, denn diesmal wurde ich von meiner Familie am Flughafen abgeholt - das Strahlen auf unseren Gesichtern und in unseren Herzen war unübersehbar. Und als dann auf der Heimfahrt auf der Rückbank lautstark gestritten wurde, da wusste ich : ja, ich bin daheim ;-)

***

Meine gesamten Gartenkenntnisse beruhen auf dem *try&error*-System - entweder es wächst oder eben nicht. Und wenn ich etwas ansäe, dann tue ich das immer im ausreichenden Mass, denn wenn nur 10% was werden, habe ich immer noch einige Pflanzen. Das Wetter meint es dieses Jahr wohl wirklich gut mit mir Amateur-Gärtnerin. Dieses Jahr hat mich das System aber erwischt - es kann auch sein, dass etwa 95% des Saatguts richtig wächst und so werde ich demnächst eine Flut von Goldmohn, Koriander, Dill, Chili, Kornblumen, Ringelblumen und vieles mehr haben - wenn ich nicht im Kampf gegen die Schnecken unterliege, weil ich vergesse, Körner zu streuen. Und irgendwer wird dann wohl irgendwann das ganze Zeugs umpflanzen, auspflanzen und irgendwie verteilen.

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Jahreskontrolle mit Oliver wegen dem Concerta:
das erste Mal seit Jahren liegt dieses Kind nicht mehr im unteren Bereich der Perzentilen, sondern sowohl mit Grösse und Gewicht genau in der Mitte. Und das trotz dem Medikament, das unbestritten den Appetit schwächt während der Wirkungsdauer. Ganz abgesehen davon, dass er in einem Jahr mal eben 10 cm zugelegt hat und ihm damit nur noch 9 cm fehlen, bis er mich eingeholt hat.
Alles in allem : wir sind auf einem guten Weg, nicht zuletzt auch, weil wir die Dosis all die Jahre niemals nach oben korrigieren mussten trotz Gewichtszunahme, was wohl einer schleichenden Reduktion gleichkommt. Und in mir wächst (endlich wieder!) die Zuversicht, dass es für meinen Sohn irgendwann ein Leben ohne Medikament geben wird.

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Abendliche Diskussionsrunde mit dem WBE: manchmal müssen wir offenbar den IST-Zustand in einer Sache grundsätzlich in Frage stellen, um dann nach längerem Hin und Her und Abwägen und neuen Lösungsmöglichkeiten festzustellen, dass der IST-Zustand die beste Lösung ist. Der Unterschied zu vor der Diskussion ist einfach, dass es uns dann wieder bewusst ist. Ganz abgesehen davon, dass solche Gesprächsrunden auch immer Balsam für unsere Ehe sind.

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Sträflich vernachlässigt habe ich in den letzten Wochen meine Blogrunden und meinen Feedreader habe ich schon mindestens eine Woche nicht mehr offen gehabt. Wahrscheinlich erschlägt's mich fast, wenn ich mich dann traue *g* Doch irgendwie bleibt bei diesem schönen Wetter, mit diesen drei Kindern und mit diesem meinem Leben gern weniger Zeit, als ich dafür brauchen könnte. Und abendliches Rosen-Vergleichs-Riechen ist doch eindeutig wichtiger als irgendwelche popligen Blogs, oder? ;-)
(Meines eindeutig eingeschlossen *g*)

***

Mein persönlicher Aktionsplan: ich möchte unsere Familie dazu bringen, nicht mehr so oft laut zu werden, wenn's mal unrund läuft. Die Kinder und auch uns Eltern. Aber mir fehlt noch die zündende Idee zur Umsetzung, nur guter Vorsatz allein genügt nicht wirklich, meinetwegen darf auch gern ein Wettbewerb entstehen, wenn das Endergebnis heisst - wir reden gelassener, auch wenn's heiss zu und her geht. Genausowenig, wie ich es mag, dass die Kinder brüllen und schreien, wenn sie unwillig sind, genausowenig bin ich stolz drauf, wenn ich laut werde, weil sie schreien und brüllen.
Denkanstösse werden gern genommen, über den Erfolg der Umsetzung wird hier berichtet.


***

Aus für heute.
Morgen wieder. Oder übermorgen. Oder irgendwann ;-)


Jac 23.05.2007, 20.13 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Auszeit

48 Stunden ohne Kinder, ohne Alltagspflicht, ohne Termindruck.
Dafür Flugzeug, alte und neue Bekanntschaften, Labern und Lachen ohne Ende...


Göttlich!

Ich bin dann mal weg ;-)


Jac 16.05.2007, 15.57 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Praxisnah


Gibt es eigentlich Katzentüren mit eingebautem Fön?


Jac 15.05.2007, 09.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Katzentatzen

Durchhaltewillen

Ich habe den Termin nicht "vergessen".
Ich habe nicht telefonisch abgesagt.
Ich bin in den ewig langen 20 Minuten im Wartezimmer nicht aufgestanden und verschwunden.
Ich bin nicht vom Stuhl gesprungen, habe nicht gekniffen - und das obwohl mich seit gestern meine Zahnarztpanik mal wieder ziemlich fest im Griff hatte...

All die letzten Termine, wo es um mein Implantat ging, habe ich locker weggesteckt, denn da wusste ich, was kommen wird.

Aber die Dentalhygiene und Kontrolle heute hat mich geschafft.
Visionen von Röntgenbildern voller Löcher, von schmerzenden Stellen bei Kaltluftkontakt, von schulmeisterlichen Zahnärzten haben mich heimgesucht, obwohl es rationell keinen Grund dazu gab. Wie in alten Zeiten hatte ich einen rasenden Puls und Schweissausbrüche.

Doch eigentlich war ja gar nichts.
Zahnstein hatte ich fast keinen, die Röntgenbilder waren gleich wie vor zwei Jahren, keine Defekte, Löcher und schon gar kein Zahnarzt, der mich runterputzt - es war alles in Ordnung. Und vor allem - ich habe meine Panik überstanden, habe mich an all die guten Behandlungen erinnert und ich glaube, ich bin über den Berg mit meiner Zahnarzt-Panik.

Welche Erleichterung das ist, kann vermutlich nur jemand nachempfinden, der diese Panik kennt. Und ein kleines bisschen bin ich auch stolz auf mich - nicht nur wegen heute, dass ich nicht weggelaufen bin, sondern dass ich es über die Jahre geschafft habe, das in Griff zu bekommen und heute Zähne im Mund habe, die zwar nicht alle unversehrt und original, aber in bestem Zustand sind.


Jac 11.05.2007, 20.29 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Projektwoche

Die Quartierschule stand diese Woche unter dem Motto "Projektwoche Stadt-Land-Fluss".

Mit viel Fantasie wurde geplant und organisiert rund ums Thema.
Am Montag gab es eine Stern-Wanderung - 5 Klassen und zwei Kindergartenklassen wanderten bzw. fuhren mit dem Velo an unterschiedlichen Punkten los und trafen sich dann in der Mitte - auf der Karte würde das dann wohl wie ein Stern aussehen, darum der Name.

Dienstag und Mittwochs fanden dann Ateliers statt. Da konnten sich die Kinder im voraus aus einer langen Liste verschiedene Unternehmungen aussuchen. So hatten wir hier einmal "Leben am Bach", Versteinerungen suchen, Schloss Wildegg, Inline fahren, Musik-und Malatelier und zweimal Naturama.

Heute nun fand wieder eine Wanderung bzw. Velotour statt, doch heute abend kamen die Schüler nicht nach Hause, sondern übernachten in einem Zeltlager unterwegs, die Kindergärtner haben sie dann dort besucht.
Nachdem das Wetter die ersten Tage nicht so toll mitgespielt hat, war es hier heute aber schön trocken und warm, so dass nicht ins Schulhaus ausgewichen werden musste.

Morgen mittag sind sie dann wieder daheim - müde und  schmutzig, aber bestimmt sehr glücklich ob der Abenteuer - und mit etwas Glück hat sich meine Tochter nicht wieder vorgenommen, die ganze Nacht nicht zu schlafen (oder es spricht jemand ein Machtwort *g*)

Eine wirklich tolle Sache - aber wie immer im Leben hat alles seine Schattenseiten...
Täglich mindestens einmal eine Garnitur dreckige Kleider (wie man nach dem Steinbruch-Besuch oder nach dem Bach-Abenteuer aussieht, brauche ich wohl nicht weiter zu erläutern *g*), und die Ateliers und Wanderungen fanden nicht zu den gleichen Zeiten statt, sondern jeweils zu drei verschiedenen Zeiten, was in mir mal wieder ein leises Türsteher-Gefühl aufkommen liess.
Aber immerhin : jedes Kind war immer mit der richtigen Ausrüstung zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und auch wieder zurück - was kümmern da schon Mutters Nerven? ;-)



Jac 10.05.2007, 22.12 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

In diesem Leben...



...ist der Alltag ganz normal. Chaotisch, anstrengend, lebhaft, manchmal ärgerlich, oft erfreulich - und auch wenn ich hier manchmal Mecker loslasse - in der Teife meines Herzens weiss ich genau, dass ich genau dieses anstrengende, chaotische Leben haben möchte, denn es ist das, was ich mir damals, im anderen Leben, als paradiesisch erträumt habe - schlichte, pure Normalität.

(Davon hatte ich übrigens heute mehr als genug *ggg*)



Jac 04.05.2007, 20.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

In einem anderen Leben

In einem anderen Leben,

...da habe ich Tage, Wochen, Monate mit meinem Sohn im Spital verbracht, immer voller Mut, dass vielleicht alles wieder gut wird, immer darauf ausgerichtet, das alles irgendwie zu überstehen und zu funktionieren, immer das Ziel "Chemo-Ende" vor Augen, mit dem Wunsch im Herzen nach Heilung.

... da habe ich irgendwann packen müssen, dass es nicht nur keine Heilung, sondern keine Hoffnung mehr gibt, denn die Befunde des Rezidivs waren mehr als eindeutig.

... da musst ich lernen, loszulassen, was ich doch festhalten wollte, was ich nicht hergeben wollte, musste es aushalten, dass es irgendwann kein Morgen mehr gibt für meinen Sohn.

In diesem anderen Leben habe ich an einem Dienstagabend zusammen mit meinem lieben Mann unseren Sohn hier zuhause in den Tod begleitet, seine letzten Atemzüge gehört, seine letzten Herzschläge gespürt - und die grosse Stille in mir, als es vorbei war, kurz nach Mitternacht.
Stille und Erleichterung.
Traurigkeit und Hoffnung.
Alles gleichzeitig.


Es war in einem anderen Leben, so kommt es mir nun vor. Sieben Jahre ist es her, ein mehrfaches länger, als David überhaupt bei uns war, und alles, was mir geblieben ist, das ist das Gefühl, als sei es in einem anderen Leben, in einem Film, bei jemand anderem gewesen.

Doch heute wird mir schmerzhaft klar : es kann sich tausendmal anfühlen wie in einem anderen Leben:
es ist kein anderes Leben, es ist mein Leben.

Und so fern und fremd es mir manchmal ist, tief in mir drin ist sie immer da, die leise Sehnsucht nach ihm, der stille Schmerz, dass David nicht bleiben durfte.
Und auch wenn ich weiss, dass es unmöglich ist - ich wollte, ich könnte ihn wiederhaben.

Lasst ihn unvergessen bleiben, denn das ist alles, was wir noch haben.




Ob es wohl auch irgendwann mal aufhört, weh zu tun an Tagen wie diesen?



Jac 02.05.2007, 21.17 | (13/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Schlechte Kombination

Migräne und Vollmond-Vortag und schulfrei:
Schlechte Kombination.
Laute Kombination.
Mag-ich-nicht-Kombination.


Wären wir bei Wünsch-Dir-Was, hätte ich für morgen gerne: keine Migräne, Sonnenschein und kinderfrei.
Sind wir aber nicht, sondern eher bei "lass Dich überraschen" - und ich glaube, ich möchte diese Woche keine Überraschungen mehr, sondern eher sowas wie popliger, langweiliger Alltagstrott....

Jac 01.05.2007, 22.25 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches