

Mein Leben in 6 Worten:
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Alt und neu
Ich werde es jetzt und hier nicht tun, denn eigentlich habe ich jeden Abend den Tag Revue passieren lassen, habe 365 mal Bilanz gezogen und 365 mal neu angefangen. Es waren auch oft nicht die grossen Momente, die da in der Bilanz auftauchten, sondern die kleinen, die das Herz berührten.
Fürs neue Jahr nehme ich mir keine speziellen Vorsätze.
Aber ich wünsche mir:
- dass ich jeden Tag einmal herzhaft lachen kann
- dass ich jeden Tag Mitgefühl verspüre für Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen
- dass ich jeden Tag mutig den Hindernissen des Alltags begegnen kann
- dass ich jeden Tag Gelegenheiten nutze, um gelassen und besonnen zu reagieren, wenn mir doch nach explodieren wäre
und vor allem
- dass ich jeden Tag meinen Liebsten, meinem Mann und meinen Kindern, zeige und auch sage, wieviel sie mir bedeuten - und auch dass ich jeden Tag spüren darf, dass auch sie mich lieben.
Und ich bin guten Mutes, dass ich das auch schaffen kann und darum kann ich leichten Herzens das neue Jahr so anfangen, wie ich das alte beende.
Euch wünsche ich, dass Ihr vom Obenstehenden soviel bekommt, dass Eure Bilanz Ende 2008 so ähnlich ausfällt wie meine.
Jac 31.12.2007, 18.41 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Stille Nacht, heilige Nacht...
Ein gemütlicher und doch voller Tag neigt sich seinem Ende zu. Die Kinder waren hibbelig wie verrückt und haben auch uns angesteckt. Wahrscheinlich war das Haupt"problem", dass wir zuviel Zeit hatten, weil wir nicht wie andere Jahre Geschenke fertigbasteln und einpacken mussten, weil auch der Baum schon seit gestern stand, weil das Menu morgen nicht heute schon einen Grosseinsatz in der Küche verlangt hat, sodass Zeit zum Warten blieb. Zeit, die im ersten Moment langweilig und mühsam war, und die doch so gut getan hat.
Nach Wochen voller Organisation und Planung und *dasauchnochschnell* war es wie ein Geschenk, Zeit zu haben im Überfluss, die mit nichts gefüllt werden musste. Und wen wundert's, so entspannt und lustig war Heiligabend wohl noch nie.
Das Christkind hat die Zeit genutzt, in der die beiden "kleinen" im Kellerzimmer einen Film geguckt haben und hat die ganzen Geschenke aufgebaut und danach irgendwann noch die Kerzen angezündet, sodass ich für einmal nicht in einer Minute alles hätte machen müssen.
Das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte hat alle berührt und ausser *Gabriel kenne ich von der Religion* kamen auch keine grösseren Störungen vom Jüngsten, das gemeinsame Singen war ganz unverkrampft, wenn ich auch die Grenzen meiner Stimme wieder einmal mehr erkannt habe *g*
Das Auspacken der Geschenke war nicht hektisch und nicht *nochmehr*, sondern viel mehr pure Freude, wir haben drei Kinder richtig glücklich gemacht - und für uns beide Erwachsenen ist auch etwas abgefallen, auch wenn der WBE etwas zu kurz kam, weil die Lieferung der Firma Sowieso auch heute nicht mehr gekommen ist und so sowohl sein Geburtstagsgeschenk als auch ein Teil seines Weihnachtsgeschenks nun die Festtage irgendwo in einem Lager zwischen Deutschlang und Baden verbringt. Gefreut hat's ihn dennoch, Internet-Bilder sei dank.
Ich bekam Schönes, Witziges (es ging in Richtung der Kitsch-Ring-Story) - und etwas, was ich mir selber wohl nie geleistet hätte, worüber ich mich aber sehr freue, auch wenn ich es mit Oliver teilen "muss": ein ganzer Berg echtes japanisches Origami-Papier sowie ein Anleitungsbuch.
Es war ein schöner Abend, ein ruhiger Abend, einer, wie man ihn sich wünscht.
Und ich glaube nicht, dass es einfach so von selber passiert ist, sondern ich glaube vielmehr, dass ich noch nie so bereit war, mich wirklich darauf einzulassen, auch wenn es nicht "perfekt" ist, auch wenn es nicht straff durchorganisiert war - oder wahrscheinlich eben genau deswegen.
So wünsche ich es mir in Zukunft immer - voller Freude und Lachen, voller Wärme und doch in Demut, welch unermesslichen Reichtum wir doch haben - wir haben uns, wir sind gesund, wir lieben einander, wir sind alle beschützt und behütet von oben - wie wunderbar.

Und in dem Sinne wünsche ich Euch, die Ihr mich hier immer wieder begleitet, von ganzem Herzen:
möge Euer Weihnachten auch so warm und herzlich, so reich und erfüllend sein!
Jac 24.12.2007, 23.31 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Zu Ende
Ich habe beschlossen, dass dieser, mein *ichnehmemirzeit*-Adventskalender heute zu Ende geht.
Es sind zwar noch ein paar Tage bis Heiligabend, doch hier fängt es irgendwie schon an, denn der WBE wird nun 5 Tage am Stück daheim sein, kein Büro, keine Verpflichtung, kein Termin, nichts, sondern viel gemeinsame Zeit für uns und ganz bestimmt auch immer mal wieder ein bisschen Zeit für mich, die ich mir nicht vorsätzlich nehmen muss, sondern einfach nehmen darf.
****

Doch nur weil der Adventskalender nun zu Ende ist, bedeutet das noch lange nicht, dass hier wieder so grosses Schweigen wie im November herrscht.
Mich zu zwingen, mich einmal täglich gedanklich zu fassen und zu schreiben hier, hat mir die Lust am Bloggen zurückgebracht - und zwar die Lust, einfach draufloszuschreiben, wenn mir etwas durch den Kopf geht, nicht mehr alles als zu "unwichtig", zu banal oder aber zu komplex zu befinden...
Jetzt, wo ich wieder drin bin, weiss ich, warum ich nun schon 4 Jahre blogge - es macht nämlich Spass und es tut mir gut.
Drum sage ich jetzt nicht irgendwie *tschüss* - sondern höchstens "auf ein Neues!!" - oder bis morgen.
Gute Nacht allerseits!
Jac 21.12.2007, 21.32 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Weihnachtskonzert
Es hat verspätet angefangen, weil ein Stecker des Equipments defekt war.
Die Aufstellung war nicht optimal und das Wetter für ein Platzkonzert nicht ideal.
Es waren falsche Töne dabei.
Manche der Sänger konnten ihren Text nicht und sangen nur beim Refrain mit.
Manche von ihnen fanden es wichtiger, theatralisch dazustehen als auf den Dirigenten zu schauen.
Es waren viele unbekannte und nur wenige bekannte Weihnachtslieder dabei.
Und doch war es auch dieses Jahr wieder das schönste Weihnachtskonzert, das ich kenne.
Es war alles andere als perfekt, aber es waren die Kinder unserer Quartierschule, die seit Wochen geübt hatten, wohl gegen die 100 Kinder, vom Erstklässler bis zum Fünftklässler....
....und nichts klingt so schön, wie ein von vielen, vielen Kinder geschmettertes "O du fröhliche...", da mag es noch so perfekt interpretiert sein,
es ist eben die Zeit des Sehens und Hörens mit dem Herzen....
****Und jedes Jahr ist für mich dieses unperfekte und gerade deswegen so perfekte Konzert der Auftakt zu Weihnachten.
Habt Ihr auch einen Punkt, wo Ihr für Euch das Gefühl habt, jetzt kann Weihnachten kommen, jetzt ist Weihnachten?
Jac 20.12.2007, 21.09 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Einpacken, auspacken
Nachdem ich heute nachmittag mit den Kindern ihre Bastelarbeiten eingepackt habe, sind mir die unterschiedlichen Arbeitstechniken beim Einpacken aufgefallen - und die beim Auspacken wieder eingefallen.
Ein Geschenk kann man einfach so in ein möglichst buntes Papier wickeln, irgendwie zukleben, irgendein Bändchen drumwursteln und irgendwo noch einen Namenskleber hinpappen.
Oder man kann auch ein Lebenswerk draus machen, am liebsten vorher alles ausmessen, die Kleber mit dem Lineal zuschneiden, ein Buch über Origami konsultieren, Papier und Bändchen farblich harmonisch aufeinander abstimmen und eines dieser Päckchen machen, die schon fast zu schade sind, um sie zu öffnen.
Oder man packt sie einfach hübsch ein, bebändelt sie, schreibt sie an und freut sich.
Aber egal, im Ernstfall zeigt sich schnell - es ist völlig egal, wie es eingepackt ist, die Technik zum Auspacken ist Charaktersache.
Man kann entweder :
den Knoten im Bändchen mittels Stricknadeln, Zahnstochern oder ähnlichen Objekten so lösen, dass das Bändchen ganz bleibt, mit dem Messer jeden Kleber einzel lösen, einer nach dem andern, das Papier sorgsam auffalten, Falte für Falte, das PApier danach akkurat zusammenfalten und flachstreichen und sich danach erst der Betrachtung des Geschenks widmen.
Diese Technik ist schlecht für den Schenker und gut für den Abfallberg.
Und dann gibt es die andere Taktik:
egal, wie, aufreissen, aufschneiden, Hauptsache schnell an die Hauptsache kommen. Die Technik wird gern von Kindern angewandt und ist gut für den Schenker (man muss nicht so lang warten) und schlecht für den Abfallberg.
****Hand aufs Herz:
seid Ihr Entpacker oder Aufreisser?
Langsam oder schnell?
Abfallfreundlich oder Zusammenknüller?
Jac 19.12.2007, 21.32 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Bescheidenheit
Und es begab sich, dass irgendwo ein kleines Mädchen einen grossen Bruder hatte. Der grosse Bruder hatte immer viele und spezielle Wünsche und war naturgegeben bei vielen Dingen, der erste, der sie bekam.
Das Mädchen nahm das so hin und stellte es auch nicht in Frage, denn sie bekam ja so auch zu vielen Dingen. Wenn der grosse Bruder etwas ausrangierte, weil er etwas anderes neu bekam, war sie zufrieden damit.
Und als es um Weihnachtswünsche ging, meinte das Mädchen : vielleicht bekommt der grosse Bruder ja einen neuen XYZ, dann kann ich den alten haben und habe dann auch einen.
Auf die Idee, sich selber einen neuen XYZ zu wünschen, kam sie gar nicht, denn das fand das Mädchen unnötig.
Das Mädchen war glücklich und zufrieden in ihrem Leben.
****Und ich weiss, dass das Mädchen sich bestimmt freuen wird, wenn SIE diesmal zu Weihnachten das neue Gerät bekommt und der grosse Bruder sein altes behalten kann.
Manche Wünsche soll man erfüllen, auch wenn sie gar nicht geäussert wurden, denn das ist das schönste : etwas zu bekommen, wo man gar nicht wusste, dass man sich das wünscht....
Jac 18.12.2007, 21.05 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Weihnachtswünsche ;-)
Was ich mir zu Weihnachten wünsche oder wegwünsche:
- ungefähr 360 Stunden Schlaf - die kann ich dann regelmässig aufs Jahr verteilen
- 20 Kilo Gewicht weniger - nein halt, 15 reichen auch schon, man soll realistisch bleiben
- einen Frequenzfilter für meine Ohren, damit ich gewisse Dinge und Geräusche nicht mehr höre
- ein paar Ersatzhände - kann ich immer gut brauchen *g*
- Ein Upgrade für mein Immunsystem, damit es bei den Viren und Bakterien zuschlägt statt meine Haut zu bekämpfen
- und zu guter letzt: volljährige Kinder *sehrzwinker*
****Alles andere ist entweder unerfüllbar, erfülle ich mir selber oder bekomme ich erfüllt.
Was sind denn Eure *zwinker*-Weihnachtswünsche?
Jac 17.12.2007, 20.51 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Weihnachtsgeschichte
Und es begab sich, dass viele Jahre mein Verhältnis zu meiner Mutter von Missverständnissen, Kommunikationsfehlern, fehlender Abgrenzung, unaufgearbeiteter Vergangenheit nur so strotzte und trotz beiderseitigem Willen jedes Miteinander über kurz oder lang in ein Gegeneinander ausartete.
Kein Anlass war zu gering, um aneinanderzugeraten, kein Vorwand zu nichtig, um "jetzt endlich mal..." und keiner aus dem Umfeld zu unwichtig, um nicht auch noch mit hineingezogen zu werden.
Wahrscheinlich ist das Mutter-Tochter-Verhältnis eh von Natur aus ein von Fehlverständnis geprägtes, doch meine Mutter und ich, wir beherrschten es meisterhaft, nicht miteinander auszukommen.
Und statt unsere Energie dazu benutzen, einander wohlgesinnt zu sein, haben wir sie gebraucht, um die Schuld immer beim anderen zu suchen und niemals, wirklich niemals zuzugeben, ebenfalls im Fehler zu sein.
Doch beide wurden wir älter, ich wurde so um den 40. Geburtstag herum so erwachsen, dass ich einige meiner Denkfehler erkannte - und auf einmal ging es nicht mehr um Schuld oder Unschuld, um Fehler und Missverständnis, um Gegeneinander, sondern plötzlich zählte eigentlich nur noch eines:
sie ist mein Mami und ich ihre Tochter.
Sie liegt mir am Herzen und ich ihr.
Sie ist meine einzige Mutter und ich ihre einzige älteste Tochter.
Und plötzlich war alles so einfach und so liebevoll und so herzlich....
...doch wie das Leben so spielt, manches merkt man eher spät, und so kam es, dass seit diesem Herbst meine Mutter fast 700 km entfernt von mir lebt, etwas, wovon seit meiner Kindheit zwar immer wieder geredet wurde, aber so ganz ernst nahm das keiner mehr.
Jetzt, wo ich manchmal einfach gern schnell auf einen Kaffee vorbeigehen würde, jetzt kann ich es nicht mehr.
Und ganz besonders hart kam mich die Tatsache an, dass sie zu Weihnachten nicht in der Schweiz sein wird und an der Familienfeier ihr Stuhl leer bleiben wird.
Aber Weihnachten wäre nicht Weihnachten, wenn es nicht immer auch Licht gäbe - und so nimmt sie den Nachtzug, um am 25. mit meiner Schwester und mir und unseren Famillien zusammen zu feiern.
Und ich kann mich einfach nur freuen :°-)
****Happy-End an Weihnacht?
Weihnachts-Wunder-Geschichten?
Eingesehene Irrtümer über das Verhältnis zur nahen Familie?
Jac 16.12.2007, 20.11 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Vorweihnachtskoller
Und es begab sich heute, so wie alle Jahre wieder, dass mich der obligate Vor-Weihnachts-Koller packte.
Dieser Moment, genährt von Erschöpfung, angetrieben von irgendwelchen Hormonen, wo ich alles nur noch blöd fand.
Weihnachten blöd, Geschenke blöd, Feiern blöd, Dekoration blöd, Karten blöd, einfach alles blöd.
Tief versunken in einem Strudel aus *ichtuemirsoleid* und *dasschaffeichallesniemals* und auch ein bisschen *allesmussichselbermachen* und *keinerliebtmich*, und so energiegeladen und umtriebig ich all die letzten Wochen war, so wenig blieb davon grad noch übrig.
Einzig das Wissen, dass dieser Punkt bei mir ebenso zur Vorweihnachtszeit gehört wie Guetsli, Adventskranz, Weihnachtslieder und vieles andere mehr, hat mich aufgerichtet - denn wie auch die letzten Jahre war es ein Koller, eine momentane Krise und ich wusste, es geht vorbei.
Und auch wenn noch lang nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, damit ist ein weiterer wichtiger Punkt erledigt ;-)
****Geht's Euch manchmal auch so vor Weihnachten, dass Ihr denkt, dass packt Ihr alles nicht und Euch wünscht, irgendwo fernab der Zivilisation zu sein? Wo keiner das Wort Weihnachten auch nur kennt?
Die Momente, wo Ihr glaubt, alles geht schief, dabei läuft es doch rund?
Ich kann mir so gar nicht vorstellen, dass nur ich jedes Jahr diese Sinnkrise mitmache *g*
Jac 15.12.2007, 21.39 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Mogelpackung
In meinem Adventskalender fehlt der gestrige Tag, denn gestern hatte ich so sehr Adventszeit, dass ich sie nicht am Rechner nehmen konnte.
Aber dafür sind nun zehn Sorten Guetsli fertig, und der Kuchen für Sonntag ist auch gebacken - und da musste anderes einfach zurückstehen.
Heute werde ich mir bestimmt noch was einfallen lassen, aber später, wenn ich einen richtigen Grad an Wachheit erreicht habe ;-)
****
Jac 15.12.2007, 07.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Und es begab sich...
.... dass ich vor dem Rechner sitze und mir meine Adventskalenderzeit nehme. Und weil mir nichts einfällt, bin ich aufgestanden und durch unser Haus gelaufen.
Habe mich an der Weihnachtsbeleuchtung erfreut, am Adventsgesteck gerochen, eine Krippenfigur in der Hand gehabt, mich über den Zettel am Backofen "nicht einschalten!" amüsiert, den geerbten Adventsbaumschmuck bestaunt, den Ältesten theoretisch ins Bett verabschiedet, einen Schluck Wasser getrunken, meine japanische Glückskatze geknuddelt, mir eine Notiz gemacht - und mir fällt immer noch nichts ein.
Drum lasse ich es für heute - und stelle es Euch frei, mir irgendwas zu erzählen, was Ihr loswerden wollt oder mit mir zu schweigen oder einfach ein paar Grüsse zu verteilen.Es ist schön, dass Ihr da seit und lest :-)
****
Jac 13.12.2007, 21.38 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Krippe

Seit unserem Sommer-Urlaub gehört sie zu uns, eine Krippe aus Holz mit handgeschnitzten Figuren, so, wie wir sie uns erträumt haben.
Und seit dem 1.Dezember steht sie, damit wir sie anschauen können, nicht erst unterm Weihnachtsbaum...
****Krippe - alter Zopf oder ein Muss?
Wie sieht Eure aus, wenn Ihr eine habt?
Dürfen die Kinder damit spielen oder ist sie nur zum Anschauen?
PS: Ich weiss, meine Einträge kommen immer später - aber mal ehrlich - für einen echten Kalender hat man manchmal auch erst abends Zeit. Und in meinem richtigen Kalender vom WBE war heute ein Rätsel, das dazu geführt hat, dass ich mit zwei Zahnstocher in einer Dose Handcrème herumgesucht habe - ich hab auch was gefunden ;-)
Jac 12.12.2007, 20.48 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Stümperhaftes Liebesgedicht
Wir sahen aus wie Nonne und Pater,
meinte amüsiert mein Vater.
Schwarzer Mantel über weissem Kleid,
der Weg zum Standesamt war gar nicht weit,
doch wegen Winter haben wir gefroren,
kamen an mit roter Nase und kalten Ohren.
Die wichtigste Unterschrift haben wir gegeben,
für damals und doch fürs ganze Leben.
Versprochen haben wir uns schöne Dinge,
gewechselt danach die goldenen Ringe.
Es freuten sich darauf alle sehr,
mit Kindern, Krücken und vielem mehr.
Ein Anfang war es voller Pannen,
die Jahre zogen doch von dannen,
erfreuten uns mit schönen Sachen,
und mussten auch leide Erfahrungen machen.
Es wird hier gern und viel gelacht,
am Morgen, Abend und auch mal in der Nacht.
Du hast mich genommen, wie ich bin,
hattest nie meine Unterwerfung im Sinn,
hast mich ermutigt und nur mein Bestes gewollt,
mir auch immer wieder Bewunderung gezollt.
Mich angetrieben und aufgebaut,
mit mir gemeinsam nach vorne geschaut.
Seit damals sind es heut' 16 Jahr,
ich hab' nun Falten und graue Haar,
ein paar Kilo dazu, ein paar Macken mehr,
doch immernoch liebe ich Dich sehr.
Keinen einzigen Tag davon möcht' ich missen,
und darum werde ich Dich heute abend ganz heftig küssen.
~~~~~~~~~~~~~~

Alles Liebe zum Hochzeitstag, mein Daniel, mein Ein und Alles!
Jac 12.12.2007, 12.12 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes
Selbermachen
Nein, nicht selbermachen im Sinn von Geschenke selber herstellen, sondern für einmal sich selber ein Weihnachtsgeschenk machen.
Das habe ich nämlich getan.
Ich bekomme von mir zu Weihnachten einen neuen Rechner. Der Liefertermin ist laut Bestätigung "vor dem oder am 24.12.".
Mein jetztiger hat knapp 5 Jahre auf dem Buckel, wird zunehmend lauter und eigenwilliger, tut sich zunehmend schwer, wenn ich viele grosse Bilder bearbeite (was 2002 noch kein Problem war, denn da waren die Bilddateien einfach noch viel kleiner). Natürlich hätte ich warten können, bis er ganz darnieder liegt und sich nichts mehr regt - aber irgendwie lese ich wohl zuviele Hilferufe "PC platt - wie komme ich an meine Daten".
Und so habe ich mich verwöhnt, mir einen schönen, neuen, schnellen, leistungsfähigen Dell ausgesucht, mit dem ich dann herumspielen darf, wenn sich die Kinder ihren Geschenken widmen, weil ich dann nämlich Zeit habe.
*freufreufreu*
****Schön, sich selber so ein Geschenk machen. Sich selber etwas gönnen, was nicht wirklich nötig ist (aber auch nicht völlig unnütz, oder?).
Und das am liebsten nicht nur zu Weihnachten, sondern auch sonst, wenn man denkt, man hat es sich verdient.
Es muss ja nicht immer gleich ein neuer Rechner sein, ein schönes Bad, ein ausgiebiger Spaziergang, ein bestimmtes Buch sind auch so Geschenke....
Gönnt Ihr Euch auch mal was?
Was habt Ihr Euch schon so gegönnt?
Jac 11.12.2007, 20.44 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Backe, backe, Guetsli....
Selbstgebackene Weihnachts-Guetsli - das gehört für mich zu Weihnachten wie der Tannenbaum, ohne geht es nicht.
Früher habe ich meist schon auf den ersten Advent gebacken, doch davon bin ich abgekommen, weil das meist dazu geführt hat, dass ich dann so am 23. nochmal in aller Hektik gebacken habe, weil die besten Sorten schon aufgegessen waren.
Unterdessen lege ich das so auf Mitte Monat, da bestehen gute Chancen, an Weihnachten noch alle Sorten zu haben, und danach spielt es keine Rolle mehr.
Aber wenn ich backe, dann gleicht die Küche einem Grosskampf-Schauplatz. Schön langsam eine Sorte nach der anderen, das kann ich einfach nicht. Ich stelle es mir zwar immer wieder vor, manchmal will ich es sogar so machen, aber es geht einfach nicht, wenn ich mal anfange, kann ich nicht mehr aufhören.
Da werden erst mal alle 7 oder 8 Teige gemacht, dann der Reihe nach gebacken, logistisch fein abgestuft, dass arbeitsintensives Gebäck in der Zeit ausgestochen wird, wo backintensives Gebäck im Ofen ist, natürlich in zwei oder drei Lagen, sonst kommt man ja nirgends hin...
Die ganze Küche ist mit Mehl, Zucker, Blechen, Eiern, Ausstechern, Guetslibüchsen und allem möglichen anderen Backzubehör vollgestellt und wer es wagt (ausser mir) die Küche zu betreten, ist schlicht selber schuld, denn da werde ich ungemütlich, weil meine straffe Organisation keinerlei Störungen erträgt. Und schon gar keine kindlichen Mitmachbegehren ;-)
Manchmal laufen auch Dinge schief, und dann muss dann schon mal Mehl durch Maizena ersetzt werden (geht), Zucker durch Puderzucker (geht auch), Eier sind alle, Zuckerglasur wird ausgeleert statt über die Zimtsterne drapiert, aber irgendwie geht es immer.
Wenn ich fertig bin, dann bin ich meist wirklich fertig und das Aufräumen und Säubern der Küche immer ein Kampf gegen den inneren Schweinehund und müsste ich dann auch nur eines dieser Guetsli gleich essen, ich würde wohl flüchten...
Am nächsten Tag schmecken sie mir dann aber schon *g*
****Selber backen? Eure Favoriten?
Mit Kindern backen? *grusel*
Jac 10.12.2007, 20.32 | (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
In letzter Minute
...schreibe ich heute meinen Adventskalender-Eintrag. Und was auf den ersten Blick aussieht, wie Schlamperei, die so gar nichts mit Weihnachten und Advent zu tun hat, ist doch etwas vom typischsten, was mich alle Jahre wieder begleitet.
Irgendetwas (oder auch mehrere irgendetwas *g*) mache ich immer erst in letzter Minute...
...am letztmöglichen Termin auf Geschenksuche für den wichtigsten Mensch in meinem Leben gehen, ohne Plan und völlig gehetzt...
...am Nachmittag vor Heiligabend die Geschenke für die Kinder einpacken, immer hoffend, dass Daniel es schafft, das wirklich keines in den Keller kommt...
...5 Minuten vor Ladenschluss das vergessene Brot für die Festtage einkaufen...
...Weihnachtskarten so abschicken, dass sie nur bei optimalen Verhältnissen noch als Weihnachtskarten durchgehen...
...Weihnachtskarten überhaupt erst schreiben...
...Basteln mit den Kindern...
Es gibt unzählige Dinge, die ich so auf den letzten Drücker erledige, aber ehrlich, das ist wirklich niemals Absicht und Plan, sondern immer nur eine Verstrickung des Alltags, ehrlich.
Nachdem ich nun dieses Jahr aber schon alle Geschenke habe (eigentlich kann das gar nicht sein, oder?), auch sonst schon recht viel abhaken konnte, alle Bastelsachen zumindest schon im Haus und die Bastelzeiten mit den Kindern geplant und abgesprochen sind, da frage ich mich : nee, oder?
Was wird es diesmal sein, dass vergessen geht oder nicht erledigt werden kann, weil Faktor X eingetreten ist?Dass es einfach so rund weiterläuft, davon wage ich nämlich nicht mal zu träumen ;-)
****
Planer? Letzter Drücker?
Chaotisch oder organisiert?
Jac 09.12.2007, 22.47 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Weihnachtsbasteleien
Und es begab sich, als ich noch ein Kind war, dass ich jedes Jahr zu Weihnachten meine gesamte Verwandtschaft mit Selbstgemachtem beglückt habe.
Wochenlang habe ich jede freie Minute gehäkelt, gemalt, gebastelt, gestickt. Anders konnte ich es mir gar nicht vorstellen und ich habe das lange beibehalten.
Noch heute finden sich in meinem familiären Umfeld Stücke wieder, die ich vor 30 Jahren mal gemacht habe, und das eine oder andere davon ist sogar unterdessen wieder bei mir gelandet, weil mein Grosi beim Umzug ins Altersheim nicht alles mitnehmen konnte/wollte.
Es ist dann wohl nicht weiter erstaunlich, dass meine Kinder auch basteln dürfen/müssen. Doch so selbständig ich das damals immer machte, so wenig funktioniert das noch hier. Vielleicht müssen sie zuerst älter werden, aber so bedeutet Adventszeit für mich auch : Bastelalarm. Die heimische Unfugtruppe bastelt eigentlich gern, aber so im grösseren Stil bedeutet das oft, dass ich mit dem Zeigfinger hinter ihnen stehen und sie antreiben muss, damit die Sachen nicht erst im Sommer fertig sind. Bei der ersten Bastelarbeit ist die Motivation noch hoch und das Chaos mit den Materialien klein, mit dem Fortschreiten kehrt das ins Gegenteil und was eigentlich zur Verarbeitung gedacht ist, landet auf den Kleidern, am Boden, wird zweckentfremdet, kleingeschnipselt und höchst kreativ benutzt.
Doch alle Jahre wieder muss und will ich da durch und noch gebe ich mich der Illusion hin, dass es irgendwann einfacher wird ;-)
Aber mal ehrlich:
es geht doch nichts über ein Geschenk von einem Kind, das mit leuchtenden Augen und oberhibbelig überreicht wird, wo man schon vor dem Auspacken erfährt, was es ist und wo man dann jeden einzelnen Herstellungsschritt erklärt bekommt.

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Basteln? Selbermachen?
Alter Zopf? Oder schöne Tradition?
Jac 08.12.2007, 11.46 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Kulinarisch
Und es begab sich, dass im Dezember auch die Firmen-Weihnachtsessen stattfinden. Manche davon waren ansprechend, manche lustig, manche eine Pflichtübung, manche machten Spass.
Eines davon inspirierte mich einst zu diesem Text zur Erlebnisgastronomie, über den ich noch immer lachen kann. Eines führte zu einem Ehekrach, weil ich etwas sensibel und depressiv war und es nicht sonderlich witzig fand, ausgerechnet an unserem Hochzeitstag keine einzige ungestörte Minute mit dem WBE zu haben, weil wir den Transport übernahmen. Einige davon führten zu einem Kopfschütteln, was so unter Gastronomie und Kundenfreundlichkeit verstanden wird (abgezählte Guetsli zum Kaffee, es darf jeder nur eines nehmen...).
Aber allen gemeinsam ist der Spagat - am Morgen noch Mutter und Hausfrau, patent, tatkräftig und alltagstauglich gekleidet, abends aufgehübscht und möglichst entspannt
und unterhaltsam - und am nächsten Morgen ein Kampf mit dem Schlafmangel und den ausgeschlafenen Kindern.Doch was sein muss, das muss sein, und unterdessen sehe ich es so: entweder macht es richtig Spass - oder dann habe ich was zu bloggen. Mit der Einstellung werde ich das heute bestimmt geniessen können ;-)
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Jac 07.12.2007, 09.18 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Samichlaus, Du guete Maa...
Und es begab sich vor Jahren, dass ich zum Samichlaus mit den Kindern Grittibänzen backen wollte, kleine, süsse Teigmännchen, hier in der Schweiz traditionell dazugehörend.
Nun ist es natürlich so, dass Backen mit drei Kindern unter (damals) sieben sowieso das Nervenkostüm strapaziert, macht man das am Tag vor einer Flugreise-Auszeit, ist das Chaos eigentlich vorprogrammiert, doch ignorant wie ich bin, wollte ich das gar nicht wahrhaben, denn dazu hatte ich nun gar keine Zeit mehr.
Als die Hefe aus dem Kühlschrank eine interessante Grün-Färbung hatte, war ich noch immer guten Mutes, denn im Tiefkühler hatte ich noch mehr davon. Als die Butter aus dem Kühlschrank nicht reichte, war ich auch noch immer guten Mutes, denn im Tiefkühler hatte ich noch mehr davon. Doch der war tiefgefroren und die Zeit, um ihn auftauen zu lassen, hatte ich nicht. So nahm ich also ein Messer und schnitt Stücke aus diesem gefrorenen Block, begleitet vom Geschrei übermotivierter Kinder. Und dann rutschte ich aus, durchschnitt die Butter, die Kartonverpackung - und meinen Daumen.
Intervallmässig spritzte das Blut aus dem Schnitt, der bis zum Knochen ging, denn das Messer war sehr scharf.
Küchentuch drauf, Kinder beruhigen, Telefonbuch suchen, Mann anrufen, Arzt in Fussnähe suchen, Kinder beruhigen, neues Küchentuch drum binden, Kinder beruhigen, Blut wegputzen, auf Mann warten, Kinder beruhigen - und dann zum Arzt stiefeln.
Nach einer gehörigen Wartezeit nahm sich dieser meiner an und konnte sich kaum fassen, weil ich so interessiert dabei zuschaute, wie er meinen Daumen zusammennähte und musste mich mehr als einmal bitten, meinen Kopf zurückzunehmen, weil ER sonst nichts mehr sieht.
Mit dickem Verband und der Auflage, die Hand ruhigzuhalten, wurde ich entlassen.
Die Grittibänzen hat dann mein Mann gebacken, die Flugreise fand dennoch statt, doch das mit dem Ruhighalten hatte ich nicht so im Griff, die Sache entzündete sich und mit Antibiotika versehen und der Drohung eines Gipses an der linken Hand wurde ich gezwungen, meine Vorweihnachtszeit einhändig zu verbringen.
Kochen mit einer Hand, Kleinkind wickeln mit einer Hand, es war alles nicht besonders lustig....
Noch heute denke ich täglich daran, denn der Nerv tut nicht mehr, und ein taubes Gefühl erinnert mich daran, dass man in tiefgefrorener Butter nicht mit scharfen Messern herumstochern sollte...
Aber Weihnachten fand trotzdem statt und Grittibänzen werde ich heute dennoch backen - mit ausreichend frischer Butter im Kühlschrank!

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Komplikationen in der Weihnachtszeit?
Gebt es mir ;-)
Jac 06.12.2007, 09.06 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Weihnachten ganz besonders
Und es begab sich im Jahr 1999, dass unsere Weihnachten etwas ganz Besonderes waren...
Ärztlichen Prognosen zum Trotz war unser David noch bei uns und erholte sich mit jedem Tag mehr von der Chemotherapie.
Das bedeutete für uns, wir konnten Weihnachten feiern, richtig feiern.
Die Herzen voller Liebe und Dankbarkeit, mit einem Kloss im Hals zwar, aber doch so bewusst wie wohl nie wieder - jede Kleinigkeit kosteten wir aus, Düfte, Klänge, nichts war zu gering, um sich nicht aus vollem Herzen daran zu erfreuen. Zauberhaft war es, sich so bewusst in dieser Zeit versinken zu lassen. Der Alltag war ein ferner Geist, das Jetzt zählte und sonst nichts....
Es waren so schöne Weihnachten, vielleicht gerade, weil sie eigentlich so traurig waren.
Ich kann mich nicht erinnern, was ich geschenkt bekam, ich kann mich nicht erinnern, was ich verschenkte, was wir assen, wer zu Besuch kam - aber ich kann mich erinnern, meinen Sohn im Arm zu einem bestimmten Lied geschaukelt zu haben, ich kann mich erinnern, wie er sich gefreut hat und wieviel er gelacht hat und in meinem Herzen werden es immer besondere Weihnachten bleiben.
All die Jahre seither haben wir versucht, dieses bewusste Wahrnehmen der Adventszeit und von Weihnachten wieder aufleben zu lassen, doch so ganz gleich wird uns das wohl niemals gelingen.
Wahrscheinlich muss das so sein.
Aber ich bin nicht traurig, wenn ich mich erinnere, sondern fühle eine grosse Wärme im Herzen, und das ist wohl das schönste Geschenk von damals....

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Besondere Weihnachten? Letzte Weihnachten?
Wen vermisst Ihr ganz besonders zu Weihnachten?
Jac 05.12.2007, 09.05 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Ein Buch, ein Buch!
Ich kann mich nur an wenige Weihnachtsgeschenke aus meiner Kindheit erinnern, denn meistens waren zu Weihnachten Dinge fällig wie Bettdecken, Winterstiefel, neue Hosen und was ein Kind halt eben so brauchte, was das enge Budget einer Arbeiterfamilie eben schon mal sprengte.
Das war für mich nicht weiter schlimm, denn ich kannte es nicht anders und meist fiel daneben noch irgendeine Kleinigkeit ab - ein Malbuch, eine GANZE Tafel Schokolade und ähnliche Kleinigkeiten. Ausserdem - einen NEUEN Pullover zu bekommen, der vor mir noch von niemandem getragen wurde, das war ein ganz besonderer Pulli und wurde meist unverzüglich zu meinem Lieblingsstück.
Doch einmal, ich weiss es noch ganz genau, da lag unter dem Baum für mich ein Päckchen von der Patin meiner Schwester, die zufälligerweise grad im Land war. Und in diesem Päckchen war ein Buch, eines von Federica de Cesco, der Titel fällt mir nicht mehr ein.
Das Besondere war: ich bekam ein Buch geschenkt, einen Buch ganz allein für mich, auf mein Alter abgestimmt. Denn Bücher waren sonst bei uns eher dekorativer Natur und mein Lesefimmel sorgte öfter für Unfrieden, weil das in den Augen meiner Eltern keine angemessene und wertvolle Beschäftigung war.
Ein eigenes Buch für mich....
Dass mir die Geschichte dann doch nicht so besonders gefallen hat, war mehr als nebensächlich, ich habe es trotzdem immer wieder gelesen, denn es war MEIN Buch. Und eigentlich müsste es zusammen mit meinen wenigen anderen Kinderbüchernauf dem Dachboden sein, sorgsam verwahrt als ein kleines Stück Erinnerung.
****Das tollste Geschenk in der Kindheit?
Was war es denn bei Euch, an das Ihr Euch noch heute gern erinnert, das Ihr vielleicht sogar noch habt?
Jac 04.12.2007, 09.04 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Ziel verfehlt
Es ist pädagoogisch genau das richtige, einer sozial schwierigen Klasse von 10- und 11-jährigen den Film "Mr.und Mrs.Smith" mit FSK 12 zu zeigen - Auftragsmörder, da lernen sie was fürs Leben.
*ironiemodusoff*
*aaaaargh*
Jac 03.12.2007, 21.11 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien
Alle Jahre wieder
Traditionen in der Weihnachtszeit haben einen hohen Stellenwert bei uns und viele pflegen wir leidenschaftlich gern.
Es gibt aber auch einige, auf die wir gut verzichten könnten, die aber doch unterdessen fast dazu gehören.
Es hat schon angefangen, als wir unseren ersten gemeinsamen Ehe-Weihnachtsbaum hatten. Ein Abend ausser Haus, woauchimmer, und bei der Rückkehr viel Wasser im Teppich, viele Scherben auf dem Teppich, und einen Tannenbaum, der kunstvoll drapiert über den Sessel am Kachelofen lag. (Müssig zu erwähnen, dass es a) der einzige Ort war, wo er überhaupt umfallen konnte, weil genug Platz war und b) wir bei der Heimkehr eigentlich nur noch ins Bett wollten).
Im nächsten Jahr ging es gut aus, denn wir hatten gelernt.
Und im übernächsten Jahr, an einem anderen Ort, alles wieder vergessen.
Und das Jahr darauf wieder was gelernt, und dann wieder umgezogen - und man ahnt es - genau, umfallende Bäume ziehen sich durch unsere gemeinsame Ehe wie ein roter Faden.
Denn immer, wenn wir glauben, nun alle Faktoren berücksichtigt zu haben, sämtliche physikalischen, katzenneugierigen, esoterischen, astronomischen und sonstigen Gesetze einberechnet haben, dann verändert sich irgendeine Kleinigkeit, die wir übersehen und es passiert - der Weihnachtsbaum fällt.
Immerhin - er ist letztes Jahr wieder mal umgefallen, weil ich ihn "nur" nach rechts und links fixiert habe statt nach vorne auch. Wenigstens war da die Sofalehne, welche die Hälfte des Sturzes abbremste....
Eigentlich müssten wir dieses Jahr also sicher sein - gleicher Ort, Lerneffekt - aber nun haben wir einen neuen Baumständer gekauft und das könnte unter Umständen die gesamte Statik und unser persönliches Schicksal beeinflussen...Ich bin gespannt - seeeeehr gespannt.
****
Stürzende Bäume? Brennende Bäume?
Katzen in den Bäumen? Kinder unter den Bäumen?
Sagt es mir, ich lechze nach Solidarität ;-)
Jac 03.12.2007, 09.10 | (7/7) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Freude mit Begrenzung
Und es begab sich vor langer Zeit, als ich noch jung verheiratet und kinderlos war, dass auch mein mir feierlich Angetrauter und ich Weihnachten festlich begingen und uns zu diesem Zweck mit hübschen kleinen und grösseren Päckchen beglückten.
Längst hatte ich gelernt, dass die kleinsten Päckchen oft die besten Dinge drin haben und so glitzerten meine Augen, als ich dieses kleine schnuckelige Päckchen aufmachen durfte, den Schriftzug eines Juweliers entdeckte und in meinem Kopf ein Film zu laufen begann (irgendwas mit Diamanten und Mädchen oder so).
Ich öffnete also kunstvoll und mit viel Dramatik die Schachtel - und dann fing es an.
Drin war ein Ring. Optisch irgendwo zwischen Modeschmuck und den Kirschen-Ringen vom Jahrmarkt und beim Angreifen fühlte er sich ebenso an und gefallen hat er mir schon mal gar nicht. Mir war klar, dass es mehr als schwierig ist, mir Schmuck zu schenken, weil ich da sehr eigen bin, aber das überforderte mich dann doch, weil es so überhaupt gar nicht zu mir passte...
...und mir gegenüber sass mein mir Angetrauter, auf jede leise Regung von mir achtend, und ich konnte die Erwartungshaltung förmlich spüren - ich sollte überschäumen vor Freude, jubeln, ihm um den Hals fallen... und es fiel mir so schwer! Heucheln wollte ich nicht, die Wahrheit sagen konnte ich nicht - die Sekunden zogen sich wie Gummi in die Länge...
...bis ich dann das verräterische Zucken in den Augenwinkeln meines Mannes entdeckte, der sich an meiner Hilflosigkeit weidete und grinste. Der mich vorsätzlich in diese Lage gebracht hat - denn der Ring war ein Modeschmuck-Ring, nur die Verpackung war echt, extra besorgt...
Schon auf der Palme, gab er mir dann den Tipp, die Schatulle auseinanderzunehmen - dort fand sich dann der Gegenwert für einen echten Ring nach meinem Geschmack.
Das Geschenk war sehr schön, die Inszenierung ziemlich fies *g*
****Schreckliche, peinliche Geschenke?
Wurdet Ihr bisher verschont oder hat man Euch auch schon derart in Verlegenheit gebracht?
Jac 02.12.2007, 09.02 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Wunscherfüllung
Sei vorsichtig mit dem, was Du Dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen....
Jaja, das weiss ich jetzt auch.
Gestern wünschte ich mir, dass das Wasser für den Trockner einfach wieder läuft und die blöde Fehlermeldung weggeht, die halt eben kommt, wenn die Zuleitung verstopft ist.
Ich wünschte mir einfach, dass das Abschrauben des Schlauchs und das Reinigen hilft, dass es läuft.
Ja, das tut es wirklich.
Nur stellt es nicht mehr ab, sondern läuft nonstop und rauscht durch den Kondensator durch - und die Fehlermeldung ist noch immer da, es sei zuwenig Wasser vorhanden.
*grmpf*
Jac 01.12.2007, 21.48 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches
Der Glaube ans Christkind
Und es begab sich in unserem Haus, dass die Weihnachtszeit näherrückte, Spielzeugkataloge ins Haus flatterten und über mögliche Wunschzettel ans Christkind diskutiert wurde.
Und so begab es sich, dass sich der Grosse, nun zwölfeinhalb erstmalig wirklich rationell mit der Sache auseinandersetzte, sich dem stellte, was er letztes Jahr noch gutgläubig einfach ausgeblendet hatte - dass in seinen Spezial-Origami-Büchern vom Christkind die Quittung mit meinem Namen steckte.
So frohlockte er lautstark, dass es nämlich das Christkind gar nicht gibt, sondern wir Eltern Christkind spielten - und wurde gleich niedergemacht von seinen beiden Geschwistern, die befanden, dass das Christkind den Kindern Geschenke bringt, die an es glauben und nur bei den anderen müssen die Eltern einspringen...
Nun ja, die Lage ist wohl nach wie vor ungeklärt und ich werde wohl auch dieses Jahr wieder einiges an Geheimnistuerei anstellen, um diesen kindlichen Glauben zu erhalten.
Irgendwann wird es vorbei sein damit, es wird bestimmt weniger kompliziert - aber jetzt ist es dafür noch immer besonders zauberhaft.

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Könnt Ihr Euch noch erinnern, wie es bei Euch selber war?
Oder mögt Ihr erzählen, wie es bei Euren Kindern läuft?
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Jac 01.12.2007, 09.00 | (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges
Adventskalender
Nachdem nun viele Tage lang alles andere zuerst kam, möchte ich mir selber im Dezember jeden Tag soviel Zeit schenken, um innezuhalten und mich zu erinnern - an Erlebnisse rund um Advent und Weihnachten, an schöne, ernste, witzige, traurige....

Wenn Ihr mir - und auch Euch! - die Zeit schenkt, um innezuhalten und zu erinnern -und es hier in den Kommentaren zu hinterlassen.
Dieser Blog wurde nun lange genug stiefkindlich von mir behandelt, jetzt ist es wieder an der Zeit :-)
Auf in eine bewegende, friedliche, schöne Adventszeit - das wünsche ich mir, uns, euch!
Jac 30.11.2007, 22.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges


