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Mein Leben in 6 Worten:

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Ausgewählter Beitrag

Unzufrieden...

...bin ich mit mir selber, denn heute war irgendwie das so ganz generelle Fass irgendwie voll, und Vorfälle, die ich sonst mit Gelassenheit und Konsequenz quittiere, die mich nicht so wirklich tief drin tangieren, die haben mich heute dazu gebracht, dass ich zurückgebrüllt habe, als mich der Grosse angepampt hat, weil er seine Aufgaben nicht erledigt hat. Dass ich von null auf 180 geraten bin, als lieb Töchterlein gleich 4 Paar Hosen auf einmal in die Wäsche geschmissen hat (die ich heute eigentlich alle weggewaschen habe), weil sie ihre Schmutzwäsche wieder mal tagelang nicht weggeräumt hat. Dass ich den Jüngsten angefahren habe, als er zum gefühlt millionsten Mal losgebrüllt hat, weil's nicht nach seinem Kopf ging...


Mir ist klar, auch Mütternerven sind endlich und die Zeiten, wo ich von mir erwartet habe, immer ruhig und geduldig zu bleiben, sind vorbei. Doch normalerweise gerate ich dann schon mal in Rage - und danach ist aber wieder gut. Momentan hingegen ist mein Reiz-Level einfach hoch und ich kriege ihn einfach nicht runter, und mir geht alles gegen den Strich statt leicht von der Hand.

Tief in mir drin, da finde ich schon eine Ursache - mir fehlt der Abstand zu dieser Tretmühle hier. Aber mein Kopf sagt, nicht zu Unrecht, dass das halt nicht immer so geht, wie man will, und dass ich nehmen soll, was geht, dass ich mir halt die kleinen Zeiten nehme. Aber meine Akkus sind leer, und davon werden sie auch nicht voller.

Ich bin genervt. Von den Kindern bzw. ihren "Phasen".
Aber vor allem von mir, weil mir gerade so alle Leichtigkeit abgeht, alle Lockerheit und ich mag mich selber nicht besonders, wenn ich mich so durch meinen Alltag quäle und mich am liebsten mit Arbeit überhäufe, um ja nicht darüber nachzudenken, wie wenig es für mich ausserhalb dieser 4 Wände gibt.....


......



Jac 11.09.2008, 20.28

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von

Hallo Jac,

es ist doch einfach nur schön, wie man durch das Internet erfährt dass es auch hinter anderen Vorhängen nicht immer alles rosig ist. Das andere Frauen in genau die gleichen Löcher plumpsen wie man selbst. Ich finde das sehr erleichternd und hilfreich um aus dem Löchlein wieder rauszukommen.

Leicht ist es dann auch kluge Ratschläge zu erteilen, denn es ist immer leichter anderen zu raten als es selbst umzusetzen - wie war das noch mit dem Spiegel vorhalten? :)

Neue Reglen, Grundsätze des Zusammenlebens erarbeiten wir hier auch gerade und das mit den Kontakten nach aussen... ähm ja, woher kenne ich das bloß? Schreiben kann ich gar großartig aber reale Kontakte halten... ähm ja, lassen wir das . Drum blogge ich auch lieber, als das ich zur Nachbarin zum Kaffeetratsch gehe ;)

Ich wünsche, dass die Regeln greifen und das Zusammenleben für alle Seiten wieder etwas ruhiger wird.

Einen schönen Abend
Angela

vom 12.09.2008, 22.37
1. von Angela

Liebe Jac,

ich lese nun schon so lange immer mal wieder still bei Dir mit - diesen Beitrag habe ich nun mehrfach gelesen möchte was dazu schreiben, das soll aber nicht flach klingen. Ist schon irgendwie komisch, ich kenne Dich durch Deinen Blog ziemlich gut (zumindest die Seite, die Du hier zeigst) wohingegen Du von mir vermutlich nichts weisst und nun komme ich daher und versuche aufmunternde Ratschläge zu geben, die es doch eigentlich gar nicht so richtig gibt.

Die Situation kennen wir wohl alle. Hamsterrad zu Haus. Immer wieder ärgern über die immer gleichen Dinge und immer wieder das Gefühl Hausmagd und Fußabtreter zu sein... :ups:

Fraglich allerdings, ob es möglich ist, dem Hamsterrad zu entfliehen, wenn man immer schneller rennt, sich noch mehr Arbeit auflädt.

Wenn der Abstand fehlt, warum ihn dann nicht nehmen?

An der Grundsituation wird man nichts ändern können, die Kids sind wie sie sind und es wird noch viel "Spaß" mit ihnen geben. Letzendlich wird es darauf hinauslaufen müssen, dass Du an Dir arbeitest um zufriedener zu werden.

Vielleicht ist es aber doch sinnvoll die kleinen Pausen bewusst zu setzen und zu erleben. Einfach irgendwo einschliessen, einen Kaffee/ Tee trinken aus dem Fenster schauen und nichts machen. Vielleicht tut Dir auch ein Spaziergang am Tag gut. Raus aus dem Haus und dem Rad und tief durchatmen.

Vielleicht ist es auch ein Ehrenamt oder ein neues Hobby ausser Haus, welches Dich für ein paar Stunden Fr. OhneH sein lässt und nicht das Mutti.

Vielleicht ist es mal an der Zeit die Regeln im Haus zu überdenken und zu überarbeiten (wie ich gerade erkennen musste)das kannst nur Du beurteilen.

Ich wünsche Dir viel Spaß und vor allem Erfolg bei der Suche nach diesem etwas, das Dir hilft.

Einen lieben Gruß
Angela

vom 12.09.2008, 21.11
Antwort von Jac:

Liebe Angela,

heute abend war grosser Familienrat angesagt - wir haben mehr als eine Stunde lang Regeln ausdiskutiert und neu festgelegt, wir haben einige schiefhängende Ecken rausgeputzt und damit ist zumindest der erste Schritt getan, dass ich wieder dahin zurückkomme, wo ich mal war bzw. meistens bin : in der Zufriedenheit mit meinem Leben, denn heute stehe ich an einem Punkt, wo ich sagen kann : es geht uns gut. Die harten Zeiten (David) haben wir überstanden, meine persönliche Krise wegen Sinnsuche habe ich auch überstanden und Antworten auf Fragen gefunden, die ich vorher nie gestellt habe.

Doch manchmal, da erwischt es einen einfach von hinten links. Nicht nur das Hamsterrad hier, sondern auch die Tatsache (die ich leider gern negiere), dass es mir schwer fällt, Kontakte zu pflegen.
(Und das schreibe ich vermutlich so auch nur, weil es "nur" in den Kommentaren steht *g*.

Ich danke Dir für Deine Worte, denn wenn man so mittendrin steckt, sieht man nicht mehr, was doch eigentlich vor der Nase liegt.

Liebe Grüsse, Jac