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Strategien zum Unglück

Bei der Websuche nach "Perfektionismus" (ja, ist immer wieder mein Thema *g*) bin ich hier drauf gestossen :

Saboteure des Glücks - 33 Strategien für ein unglückliches Leben


Das ist wirklich lesenswert und verständlich geschrieben.


Jac 19.10.2006, 22.37

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von edda.

Liebe Jac,
ich bin ja keine Anhängerin der "mind over matter"-Theorie und ich möchte mich nicht mehr durch diese "Der Geist ist stärker als die Materie"-Annahmen unter Druck setzen.

Es ist wie es ist.

Gerade gestern fiel mir ein Buch in die Hände "Positives Denken macht krank" (bei amazon).

Auszug:

"Das "positive Denken" ist eine ausgesprochen totalitäre Methode, die den Menschen in die Verkrampfung führt, weil er sich einem Motto unterwerfen soll, das nicht zu realisieren ist. Es handelt sich hier um die Diktatur des optimistischen Denkens, um die Diktatur der Ideale und des Erfolgs, des Reichtums, der Schönheit und des Könnens, des Gewinnens, des Gutseinmüssens - hier haben wir eine Welt, wie George Orwell sie beschrieben hat, vor Augen. So wie uns die verschiedenen Religionen über Jahrhunderte ihre Weltsicht aufdrücken wollten und dabei Millionen von Menschen ins Unglück stürzten, so sind es heute esoterische Lehren wie die des "positiven Denkens", die mit Hilfe einer Schmalspurpsychologie als Religion des Erfolgs und der dauerhaften Harmonie, als Religion des Reichtums und der absoluten Glückswerte auftreten und Unheil stiften. Die einzigen, die von dieser Methode profitieren, sind die Propheten und ihre propagandistischen Nachahmer selbst, indem sie Millionen-Honorare für die von gutgläubigen Zeitgenossen gekauften Bücher kassierten und kassieren, indem sie unzählige Seminare und Vorträge gegen Cash abhalten. ... Hat man diese Botschaft akzeptiert, dann ist man offensichtlich auch bereit, in vorgegebenen, ja fast befohlenen Bahnen zu denken. Denn einer der Kernpunkte der Lehre vom "positiven Denken" ist, daß den Bedürftigen die Gedanken verordnet werden. Höchstes Ziel ist das Ausschalten jeden Zweifels ("Gestatte deinen Gedanken nicht, sich Mißerfolge auszumalen...") und die Installation einer neuen Persönlichkeit: "Strengen wir uns an, bis wir wirklich erfaßt haben, daß es uns möglich ist, durch unsere Geisteshaltung unsere Zukunft positiv zu beeinflussen und zu gestalten. Schaffen wir in unserer Vorstellungskraft ein erfolgreiches Bild unserer Persönlichkeit, halten wir daran fest, bis es Wirklichkeit wird", so Norman Vincent Peale. Bei dieser Form von "Therapie" handelt es sich um nichts anderes als ein Zwangssystem. "Beginnen Sie sofort damit, Ihre Gedanken einer gewissen Kontrolle zu unterwerfen", befiehlt Erhardt F. Freitag seinen Lesern. "Verbannen Sie jede negative Überlegung und jeden Zweifel." Kein Wunder, daß eine solche Aussage unwillkürlich an die sogenannten Psychosekten denken läßt. Der "deutsche Murphy" bemüht nicht nur an mehreren Stellen Baghwan Shree Rajneesh, sondern sogar den Begründer der Scientology-Sekte: "'Alles Glück, das du findest, liegt in dir', sagte einmal L. Ron Hubbard..." - und Freitag zitiert es zustimmend. Die Leser sollen dazu gebracht werden, genau so zu fühlen und zu handeln, wie es die Verkünder dieser Lehre vorschreiben... In der Konsequenz ist dies ein Versuch der Gehirnwäsche. Denn im Grunde genommen wird der Leser seiner Identität, seinere Persönlichkeit beraubt. Seine Erfahrungen und seine Geschichte, alles, was ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, wird ihm weggenommen."

Ich konnte da sehr viel unterschreiben.

Nicht immer posi-doof ;-) grüßt

edda.


vom 20.10.2006, 10.32
Antwort von Jac:

Wie bei vielen anderen Dingen, gilt auch bei diesen Texten:
ich nehme mir mit, was ich gut finde, ich glaube aber nicht, dass es eine alleinseligmachende Theorie gibt.
Ich bin mir sicher, dass es Menschen gibt, die sich selber unglücklich machen, indem sie in ihrem Unglück verharren. Ich weiss aber ebensogut, dass man sich nicht alles schönreden kann, dass man manchmal auch einfach unglücklich ist - und dass das Akzeptieren, dass man nicht immer alles positiv sehen kann und muss, ebenso ein Lernprozess und wertvoll ist, wie nicht immer alles negativ zu sehen.
Aber wem erzähle ich das ;-)
Lass es Dir gutgehen - in der Mitte...