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Schulische Baustellen

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Die Erneuerung des Schulsystems im Kanton Aargau wird so wie zur Abstimmung vorgelegt nicht umgesetzt werden, weil eine Mehrheit mehrfach "Nein" dazu gesagt hat - und ich bin sehr froh darüber. In manchen Teilen wären unsere Kinder nicht mehr betroffen gewesen, einerseits, weil schon zu weit auf dem schulischen Weg, andererseits wegen Übergangslösungen, aber der Jüngste wäre damit in ein neues Oberstufensystem gerutscht, welches im Ansatz einige gute Züge trägt, im Detail jedoch auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Wie immer, hängt es nicht allein an den gesetzlichen Vorgaben, sondern auch an deren Umsetzung, und solange gern immer wieder auf Kosten der Bildung gespart wird, erleidet ein noch teureres (weil stellenintensiveres) System noch schneller Schiffbruch als das bestehende. Statt alles zu ändern, wäre es "nur" vonnöten, das Bestehende zu pflegen und zu unterstützen, statt zu straffen und zu sparen.

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Ein Lehrer-Vater-Tochtergespräch brachte wenig neue Erkenntnisse - und damit zumindest für mich ein bisschen Beruhigung. Nicht weil jetzt alles gut wäre, davon sind wir noch meilenweit entfernt, sondern weil meine Einschätzung von des Töchterleins Können und Wollen richtig war und wir bisher alles getan haben, um ihr einen guten Schulverlauf zu ermöglichen. Dass ihr derzeit alles andere wichtiger ist, lässt sich ein Stück weit mit rigorosem Elternverhalten (ja, es bleibt mal wieder das meiste an mir hängen *schiefgrins*) beeinflussen, dass sie sich ungern anstrengt (sprich stinkfaul ist), das muss sie selber ändern, dazu können wir nur Anreize bieten.
Ich bin schon verblüfft, wie sich ein derart ordentliches, pflichtbewusstes, umgängliches Kind durch den pubertätsbedingten Synapsenkrieg so um 180 Grad verändern kann - ich hoffe einfach, sie findet irgendwann zu sich zurück, bevor sie sich schulisch alles vermasselt hat - grad im momentanen wirtschaftlichen Klima ist eine gute schulische Bildung in Bezug auf Lehrstellensuche nicht zu unterschätzen.

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Jedes Jahr das gleiche, doch mein Verdrängungsmechanismus funktioniert in der Hinsicht gut - kaum sind am fernen Horizont die Sommerferien sichtbar, flattern die Zettel ins Haus : Ausflüge, Stundenplanänderungen, Ausfälle, Anlässe - damit sich erstens die Wochen bis zu den Ferien in ein nacktes Chaos unterhaltsame Abwechslung verwandeln und zweitens man Anfangs Juli dann auch bestimmt ferienreif ist...

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Den Schulausfall am kommenden Freitag hingegen, den begrüsse ich sehr, denn die Brücke über Auffahrt bedeutet die Gelegenheit, die Kinder jemandem aufs Auge zu drücken und zu flüchten - gemeinsam mit dem WBE. Nur noch zweieinhalb Schultage....

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Jac 17.05.2009, 15.53

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