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Schneckenhaus

Seit meiner Kindheit begleitet mich das Schneckenhaus. Wenn ich durch irgendwelche Dinge verletzt werde, ziehe ich mich in mein Schneckenhaus zurück und werde schweigsam und ruhig. Ich schotte mich damit wohl davor ab, noch mehr verletzt zu werden. Meistens.

Manchmal aber, wenn ich verletzt werde, dann haue ich erst mal um mich. Wenn ich mich wehre und Giftpfeile losschiesse, dann kommt mir auch keiner zu nahe. Wer kommt denn schon auf die Idee, dass dieses zornige Bündel Wut tief verletzt ist?

Dass ich mich damit logischerweise gnadenlos in die Ecke manövriere, liegt auf der Hand.

Aber zwischen sich selber erkennen und etwas ändern ist ein weiter Weg, ich finde ihn natürlich dann in der Situation nicht.

Wie geht man damit um? Konstruktiv?
Jede Verletzung und Grenzüberschreitung gleich mokieren? Wird man da nicht zum Jammerlappen und zur Mimose? Abwarten, bis es von selber vorbei geht und in der Zwischenzeit nicht mit der Wimper zucken?

Keine Ahnung - und das macht mich rasend. Manchmal möchte ich wieder ein Kind sein, dann könnte ich mir jetzt einen Trotzanfall nehmen, danach in Tränen ausbrechen, getröstet werden und alles wäre wieder gut.

Glücklicherweise habe ich mal wieder ein so volles Programm, dass ich mich damit auch nicht auseinandersetzen kann - ob das auf Dauer gut ist, sei dahingestellt, ich lebe jetzt und jetzt bleibt mir nicht viel anderes übrig.
Und nun werde ich meine Aufmerksamkeit wieder auf Positives richten
*mirindietaschelüg* ;-)

Jac 27.02.2004, 09.36

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von paddy

ich kenne dieses schneckenhaus, trage selbst eines mit mir rum...
und ich merke oft nicht...wie sehr ich um mich schlage ...
fühle dich nicht allein...es gibt mehr leute die so sind, wie wir...nur die wenigsten trauen es sich so auszusprechen

vom 27.02.2004, 12.59
Antwort von Jac:

ach, mit dem Aussprechen, da hapert es bei mir eigentlich weniger ;-) - nur das mit der Einsicht, das übe ich noch.....
1. von minnie

meine Mutter nannte mich immer Kaktus. Sofort haben sich bei mir unzählige Stacheln aufgerichtet, wenn mal was war. Ob wirklich aus gutem Grund oder nicht...
Heute wäre ich froh, noch öfters so zu sein. Jetzt brauche ich meine Stacheln aus dem gleichen Grund wie du dein Schneckenhaus. Aber leider sind schon so viele Stacheln abgebrochen...ich habe nicht genügend Schutz, gerade im Moment spüre ich das mehr als gut...ich bin empfindlich und traurig. Weil zuviel wieder durch die Stacheln durchdringt...

vom 27.02.2004, 10.55
Antwort von Jac:

((((minnie))))
Du weisst, ich bin da, wenn Du magst!