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Ausgewählter Beitrag
Samichlaus, Du guete Maa...
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Und es begab sich vor Jahren, dass ich zum Samichlaus mit den Kindern Grittibänzen backen wollte, kleine, süsse Teigmännchen, hier in der Schweiz traditionell dazugehörend.
Nun ist es natürlich so, dass Backen mit drei Kindern unter (damals) sieben sowieso das Nervenkostüm strapaziert, macht man das am Tag vor einer Flugreise-Auszeit, ist das Chaos eigentlich vorprogrammiert, doch ignorant wie ich bin, wollte ich das gar nicht wahrhaben, denn dazu hatte ich nun gar keine Zeit mehr.
Als die Hefe aus dem Kühlschrank eine interessante Grün-Färbung hatte, war ich noch immer guten Mutes, denn im Tiefkühler hatte ich noch mehr davon. Als die Butter aus dem Kühlschrank nicht reichte, war ich auch noch immer guten Mutes, denn im Tiefkühler hatte ich noch mehr davon. Doch der war tiefgefroren und die Zeit, um ihn auftauen zu lassen, hatte ich nicht. So nahm ich also ein Messer und schnitt Stücke aus diesem gefrorenen Block, begleitet vom Geschrei übermotivierter Kinder. Und dann rutschte ich aus, durchschnitt die Butter, die Kartonverpackung - und meinen Daumen.
Intervallmässig spritzte das Blut aus dem Schnitt, der bis zum Knochen ging, denn das Messer war sehr scharf.
Küchentuch drauf, Kinder beruhigen, Telefonbuch suchen, Mann anrufen, Arzt in Fussnähe suchen, Kinder beruhigen, neues Küchentuch drum binden, Kinder beruhigen, Blut wegputzen, auf Mann warten, Kinder beruhigen - und dann zum Arzt stiefeln.
Nach einer gehörigen Wartezeit nahm sich dieser meiner an und konnte sich kaum fassen, weil ich so interessiert dabei zuschaute, wie er meinen Daumen zusammennähte und musste mich mehr als einmal bitten, meinen Kopf zurückzunehmen, weil ER sonst nichts mehr sieht.
Mit dickem Verband und der Auflage, die Hand ruhigzuhalten, wurde ich entlassen.
Die Grittibänzen hat dann mein Mann gebacken, die Flugreise fand dennoch statt, doch das mit dem Ruhighalten hatte ich nicht so im Griff, die Sache entzündete sich und mit Antibiotika versehen und der Drohung eines Gipses an der linken Hand wurde ich gezwungen, meine Vorweihnachtszeit einhändig zu verbringen.
Kochen mit einer Hand, Kleinkind wickeln mit einer Hand, es war alles nicht besonders lustig....
Noch heute denke ich täglich daran, denn der Nerv tut nicht mehr, und ein taubes Gefühl erinnert mich daran, dass man in tiefgefrorener Butter nicht mit scharfen Messern herumstochern sollte...
Aber Weihnachten fand trotzdem statt und Grittibänzen werde ich heute dennoch backen - mit ausreichend frischer Butter im Kühlschrank!
****
Komplikationen in der Weihnachtszeit?
Gebt es mir ;-)
Jac 06.12.2007, 09.06
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Kommentare zu diesem Beitrag
sowas mach ich nicht. mit kindern gebacken wird nur in absolut entspanntem zustand - und wenn ich dich lese, weiss ich auch warum. letztes jahr haben wir gar nicht gebacken, weil immer einer krank war. das macht keinen spass. dieses jahr haben wir bisher nur lebkuchenhäuser gebastelt. das wird wohl reichen müssen ...
vom 06.12.2007, 10.29
Hey, ich backe nur Grittibänze mit den Kindern. Ein bisschen Hefteig kneten und formen und verzieren, das lässt sich aushalten. Die Weihnachtsguetsli mache ich IMMER allein, ich bin ja nicht wahnsinnig *g* (oder wenigstens nur ein bisschen) - gegessen werden sie trotzdem ;-)



Vor zehn Jahren haben wir - mit 3 Kindern zwischen 3 und 8 - innerhalb von drei Wochen den Umzug von der 3-Zimmerwohnung ins Reihenhaus organisiert - Umzug war dann am 26.12. Kisten Packen zwischen Vorweihnachtsdeko, Geschenke kaufen, Plätzchen backen, Vorlesen, Basteln - alles musste Platz haben. Kleine Nebenschauplätze waren neben den Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten: Wasserschaden im Keller des zu beziehenden Hauses und der Älteste Sohn, der 2 Tage vor Weihnachten zusammenklappte - mit Hepatitis A. Ist unvergessen - auch der komplett geschmückte Christbaum im Umzugswagen...
vom 06.12.2007, 12.04
*umfall*
Ich sag ja schon nichts mehr :o
Das waren wohol absolut unvergessliche Weihnachten :-/, da kann man noch nicht mal im Nachhinein drüber lachen....