Stapelweise
Stapelweise
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Statistik
Einträge ges.: 1899
ø pro Tag: 0,6
Kommentare: 3782
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 3089

Ausgewählter Beitrag

Mütter-Manifest


Mütter-Manifest :

Du hast das Recht, Dich über den Dreck auf dem frischgeputzten Flurboden zu ärgern und du kannst erwarten, dass Dein Ärger ernst genommen wird und Deine Gefühle nicht als hysterisch abgetan werden.

Du hast das Recht, Dich darüber zu beklagen, dass Dein Alltag eine lange Reihe von Wiederholungen ist und Du darfst deswegen auch Deine Klagen wiederholen, damit Deine Umwelt versteht, wie nervtötend das ist. Zur besseren Verdeutlichung kannst Du das auch in einer Non-Stop-Litanei tun, wie es die Deinigen auch mit ihren Klagen über falsche Speisen, zu frühe Weckzeiten und zu wenig Süssigkeiten tun.

Du hast das Recht, Dir ernsthafte Gedanken zu machen über Klobürstenverwendung, Taschentücher-Einsatz, Türschliess-Gewohnheiten, Ordnungsprinzipien und Ernährungsgewohnheiten, ohne von den minderjährigen Bewohnern Deines Hauses als "Spassbremse" und "Prinzipienreiter" betitelt zu werden. Deine Anliegen sollen ernst genommen werden, denn Du nimmst die Bedürfnisse aller Hausbewohner auch ernst.

Du hast das Recht, Deine Sätze ununterbrochen zu Ende zu reden, denn auch Deine Worte sind wichtig, selbst wenn sie sich um Klobürsten drehen. Du darfst auch mehr als zwei Sätze aneinander formulieren, denn Deine Worte sind zu achten. Bei der Durchsetzung Deines Rechts darfst Du die Lautstärke erhöhen, damit Du nicht unterbrochen wirst.

Du hast das Recht, Dir Deine Arbeit so einzuteilen, wie Du selber es richtig findest. Die Ansichten von Müttern, Schwiegermüttern, Kinderlosen und Nachbarn sollen Dich auf Deinem Weg nicht beirren und hemmungslose Einmischung sollst Du mit delegieren bestrafen.

Du hast das Recht, auf nüchternen Magen genervt zu sein über Streitereien, ausgekippte Kakaobecher, Butterbrote in Puzzleform, denn Sanftmut, Geduld und Verständnis funktionieren nicht auf Knopfdruck. Auch Du hast ein Recht auf schlechte Laune. Du hast nicht das Recht, Deinen Dienst einzustellen, nur weil Deine Rechte zu wenig respektiert werden. Deine Aufgabe ist frei von Anerkennung, Entgegenkommen und Erfolgserlebnissen zu sehen, aber es steht Dir frei, Dich darüber zu beklagen. Wenn Du Glück hast, ohne unterbrochen zu werden. ;-)


( Sehr frei nach Ullrich Schaffers "Grundrechte- ein Manifest")

Quelle : www.ohneha.ch *g*

Jac 15.02.2006, 09.04

Kommentare hinzufügen











Kommentare zu diesem Beitrag

3. von Donna

:-)
Ich habe das Recht, mich am zustimmenden Grinsen, der kindereinsammelnden MÜtter zu erfreuen und zu hoffen, dass dadurch die Neugier der Kinder geweckt wird.
Machen wir doch einen MÜtterrechtsclub auf.

lieben Gruß aus dem trüben und nassen NRW

vom 16.02.2006, 17.07
2. von sRuthle

Leider habe ich nicht das Recht, daß derartige von mir ausgedruckte Manifeste auch der Mühe des Lesens seitens der Familie gewürdigt werden....


Köstlich!! Sind das Deine Heim- oder Urlaubsgedanken? (Ist ja auch egal, bei mir wenigstens bedeutet Urlaub mit Familie immer Mehrarbeit) Erhol dich trotzdem gut und liebe Grüße!

vom 16.02.2006, 12.16
1. von Donna

:-)

ich hoffe ich hatte das Recht, diesen Beitrag auszudrucken und gleich an die kÜchentür zu hängen. :)

ganz lieben verständnisvollen Gruß

Donna

vom 15.02.2006, 20.43