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Mitmach 10.12.


Lasst uns über Familie reden ;-)

Weihnachten, Fest der Familie, der Liebe - und nie sind die Familienstreitigkeiten so hoch wie in dieser Zeit. Aufgezwungen Familienfeiern, verdrängte Streitigkeiten, gern explodiert das alles gerade in dieser Zeit, wo man quasi von aussen in die Heile-Welt-Stimmung gedrängt wird.
Oder aber auch : Weihnachten mit der Familie, Rückhalt und Freude, Zeit für die bewusste Gemeinsamkeit, fürs Miteinander, fürs Versöhnen und Beiseitelegen von Zwistigkeiten...
Es ist eine grosse Kluft zwischen dem Entweder - Oder. Und natürlich gibt es auch vieles dazwischen.


xmas08.gif
Wie ist es bei Euch?
Ist Weihnachten und Advent eine Zeit, die Ihr zum Anlass nehmt, versöhnlich auf engere und weitere Familie zuzugehen, um auszuräumen, was im Argen liegt?
Gibt es für Euch Pflicht-Familienfeiern, die Ihr zwar nicht mögt, aber die halt dazugehören - oder sind Eure Familienfeiern ein Anlass, auf den Ihr Euch freut?



Mögt Ihr erzählen?


Jac 10.12.2008, 12.10

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Kommentare zu diesem Beitrag

6. von Katja

Also, da spalten sich bei uns die Geister. An Heiligabend "muss" meine Familie anwesend sein. Wir haben im laufe der Jahre richtige Rizuale entwickelt. Das Krippenspiel anschauen, anschließend bei uns essen (dieses Jahr will mein Papa kochen=Gans, bin mal gespannt, ich glaube aber das ich mich um die Beilagen lieber selber kümmere :) )Später kommen Freunde vorbei und gegen 23 Uhr gibt es dann noch Heringsdip mit Brot. So war es schon als ich noch Kind war und ich denke es wird auch die nächsten Jahre so weitergehen.
An ersten Weihnachten kommt dann ein "Pflichtbesuch", ich als Familienmensch finde es sehr schade das überhaupt zu sagen. Wir treffen uns abwechselnd bei den Geschwistern von Gregor und bei uns. Ich finde es deshalb als Pflicht weil man sich in dem Teil der Familie eigentlich das ganze Jahr über icht wirklich für den anderen interrrisiert, und an Weihnachten ist es dann eigentlich immer nur ein "Zeitabsitzen". Was ich persöhnlich sehr schde finde. Am 2. Feiertag gibt es dann immer Brunch bei meiner Mama und gemütliches Beisamensein, dort kommen dann über den Tag verteilt aich einige Freunde von mir und meiner Schwester hin.
Dann gibt es seit dem ersten Weihnachtsfest mit Kind jedes Jahr an einem Adventsonntag einen Patenkaffee, der ist immer sehr schön. Wir haben vor 11 Jahren mit 4 Paten angefangen, jetzt sind es 10 plus jeweiligen Anhang. Das ist dann immer total trubelig aber sehr schöööm. :)

vom 10.12.2008, 18.58
Antwort von Jac:

Ja, eigentlich ist es schade, wenn man zu Weihnachten "nachholen" muss, was das ganze Jahr nicht funktioniert, doch so, wie Du die anderen Tage beschreibst, gibt es genügend wirklich "Familie", sodass es sich aushalten lässt. Wahrscheinlich darfst Du einfach nicht vergleichen :-/
5. von Bianca

Seit mittag überlege ich schon, soll ich, oder soll ich nicht. Aber ich mach einfach mal.
Vor Jahren, als die Kinder noch klitzeklein waren, haben wir uns in den Hl.Abend Besuchstreß geworfen, ohne wenn und aber. Somit wurde Hl. Abend an 3 verschiedenen Orten gefeiert. Von Ruhe und Gemütlichkeit keine Spur.
Vor einigen Jahren haben wir dann begonnen, die Schwiegerfamilie, sowie meine Eltern zu uns einzuladen. Aber auch dann war nichts von Ruhe und Gemütlichkeit zu spüren, vorallem war die Geschenkeflut damit noch gekoppelt.
Vor wenigen Jahren habe ich gerade was den Hl. Abend betrifft, vollkommen umgeworfen und beschlossen, die Bescherung und das gemeinsame Essen nur noch zu 5. zu verbringen. Anfangs gabs dazu Skepsis und Unverständnis. Doch mittlerweile ist das auch kein Problem mehr. Meine Eltern kommen später am Abend noch zu den Kindern und uns. Meine Schwiegereltern kommen nicht und werden aber auch nicht mehr besucht.
Ebenso waren wir bis vor 2 Jahren an einem der beiden Weihnachtstagen gemeinsam mit meiner Familie groß beim Essen aus. Doch auch dieser Hektik habe ich den Rücken gekehrt. Zum einen weil ich erstmal meine ganze Familie zusammentrommeln mußte (ich habe noch 3 Brüder), um zu sehen, wer mit kommt und wohin überhaupt und zum anderen ist es mir einfach nicht mehr wert, allesamt einzupacken und los zu tuckern.
Wir machen es uns einfach daheim gemütlich und gegessen wird, was das Herz begehrt. Und wenn wir jemanden dabei haben wollen, dann laden wir kurzfristig dazu ein.
Zumal ich aber auch nicht mehr gewillt bin, um die Weihnachtszeit irgendwelche Zerwürfnisse zur Seite zu kehren, die mit Sicherheit nur wenige Tage nach Weihnachten von der Gegenseite wieder frisch ausgebuddelt werden. Ein klares: NEIN DANKE von mir an dieser Stelle.
Von daher, wird das Weihnachtsfest im kleinen eigenen Familienrahmen ablaufen und rückblickend ist es für uns alle so am ruhigsten, streßfreisten und gemütlichsten.

vom 10.12.2008, 18.51
Antwort von Jac:

Ich kenne Dich persönlich und unter anderem Namen, gell?

Wenn ja, dann kann ich nur sagen : ja, das ist genau richtig so. Obwohl ich eigentlich ein Mensch bin, dem Versöhnung am Herzen liegt, manchmal geht es einfach nicht, kann man - und muss man! - einfach nicht, sondern man muss die eigenen Bedürfnisse einfach zuerst berücksichtigen, weil es die anderen nicht ansatzweise tun.

4. von Christine

Heute machen mich deine Fragen recht nachdenklich.
Der Beste Ehemann schleppt aus seiner Kinderzeit ein echtes Weihnachtstrauma mit sich herum. Was zur Folge hat, dass er total froh ist sich aus weihnachtlichen Klauen seiner Herkunftsfamilie gelöst zu haben. Das gab viele Tränen und Auseinandersetzungen, vor allem nach der Geburt des ersten Enkels.
Und immer wieder mal stelle ich mir die Frage die auch du stellst - wäre Weihnachten ein Anlass mal ein bisschen aufzuräumen mit den alten Zerwürfnissen und Verletzungen? Und ziehe mich immer wieder auf die Position zurück, dass ich doch eigentlich froh bin, dass wir in unserer kleinen Kernfamilie es geschafft haben unsere eigenen Rituale zu entwickeln und alle sich daran freuen können, wir wirklich friedliche und fröhliche Weihnachtstage verbringen.
Ganz ehrlich - es wäre mir leichter eine einsame Nachbarin einzubinden als meine Schwiegereltern.
Also: bei uns keinerlei "Pflicht-Feiern". Vielleicht egoistisch haben wir uns denen entzogen. Familientreffen gibt es dann immer an Neujahr, weil da meine Mutter Geburtstag hat.
Premiere in diesem Jahr: die Freundin des Ältesten Sohns wird den zweiten Feiertag mit uns verbringen und der Sohn wünschte sich die mütterlichen Großeltern dazu - wir sind gespannt!



vom 10.12.2008, 16.33
Antwort von Jac:

Ich glaube, man sollte von sich nicht erwarten, ausgerechnet zu Weihnachten Zerwürfnisse lösen zu können, die jahre, ja jahrzehntelang bestanden, das geht nicht, auch wenn man es vielleicht gern so hätte.
Aber ich bin sicher, dass Ihr durch die "Erweiterung" Eurer Familie ein schönes, besonderes Fest verbringen werdet!

3. von anke

familie habe ich hier nur mann und kinder. zu meinen eltern gibts keinen kontakt mehr, meine mutter ist auf anderen geistigen ebenen unterwegs - hat was sektenartiges - da gibts kein zusammenkommen mehr. die schwiegerfamilie ist 200 km weiter weg - da fahren wir am 1. feiertag hin. da gibts zwar auch immer mal rauferein, aber diese familie schafft es trotzdem immer wieder, sich nicht ganz zu zerhacken. so gesehen ist hier weihnachten kein fest der versöhung und vergebung.

vom 10.12.2008, 16.18
Antwort von Jac:

Das ist irgendwie traurig - und doch so verständlich. Manchmal geht es einfach nicht, weil es nicht reicht, wenn einer will...
Und doch - Deine Schwiegerfamilie zeigt ja, dass es auch ein Miteinander gibt, das nicht mit FriedeFreudeEierkuchen zu tun hat.
Und was heisst schon "nur mann und kinder* - DAS ist Deine Familie *bussi*

2. von Tina

Meine Kernfamilie besteht eigentlich nur aus meinem Mann und unsere Kinder, sowie Schwiegereltern und meine Eltern - Geschwister habe ich keine.
Nun ist das so, das ich auch noch mit meinen Eltern zusammen arbeite und zu Zeit sind in diesem Bereich einige größere Spannungen aufgetreten, besonders zwischen meiner Mum und mir. Aber Weihnachten werden wir irgendwie zusammen verbringen, auch wenn ich noch nicht weiß, bei wem oder in welcher Form. Denn als Oma und Opa sind meine Eltern klasse.
Mein Mann geht am 1. Weihnachtstag mit den Kindern zu seinen Eltern nachmittags - leider muss ich da arbeiten.
Lg Tina

vom 10.12.2008, 14.21
1. von Ich selber

Der Anlass für meinen heutigen Eintrag ist ein ganz besonderer - heute nachmittag hole ich meine Mutter vom Flughafen ab, die für ein paar Tage in die Schweiz kommt, weil's über Weihnachten nicht passt.

Und war das Verhältnis zu meiner Mutter viele Jahre ziemlich gespannt, so ist es das heute nicht mehr. Um meinen 40. Geburtstag herum, haben wir beide verstanden, wie wichtig wir füreinander sind und wie unwichtig das, was mal zwischen uns stand.
Darum kann ich mich so richtig freuen und besonders jetzt, in der Adventszeit, gehört das einfach dazu, Weihnachten ohne mein Mami ist unvorstellbar.

Ansonsten ist es hier immer so, dass wir am ersten Weihnachtstag mit meiner Familie feiern (was nun eben aus obgenannten Gründen nur noch meine Schwester mit Familie ist), und am zweiten Weihnachtstag mit Daniels Familie, was dann seine Geschwister mit Familie sind, denn seine Eltern leben leider schon lange nicht mehr.
Generell nehmen wir die Weihnachtszeit zum Anlass, um uns mal wieder Zeit zu nehmen auch für Freunde, die wir übers Jahr zu wenig sehen.

vom 10.12.2008, 08.01
Antwort von Jac: