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Ausgewählter Beitrag
Mitmach 09.12
Lasst uns über Spenden reden ;-)
Täglich finden sich Briefe in der Post, mit herzzerreissenden Bildern, oft mit Notizblöcken, Adressklebern, Grusskarten angereichert, mit traurigen Geschichten, aber immer darauf abzielend, dass das weihnachtlich gestimmte Herz in die Geldtasche greift und eine Überweisung vornimmt. Auf den Strassen sind viele Stände zu finden, wo es um das Gleiche geht.
Gesammelt wird ja das Ganze ja, aber besonders in dieser Zeit nimmt es zu, vielleicht weil die Menschen da grosszügiger, weicher gestimmt sind.
Ausnützung? Seid Ihr genervt von diesen Bettelbriefen?
Spendet Ihr und wenn ja, wie?
Gibt es spezielle Aktionen, die Ihr mitmacht?
Berichtet doch mal, wie Ihr das handhabt!
Jac 09.12.2008, 12.09
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Kommentare zu diesem Beitrag
.. und auch bei mir Mülleimer.
Bei uns im Nachbarort gibt es eine tolle Aktion. Die Kinder des Hohberghauses (...problematische Familie, Erziehungsprobleme, ...) dürfen einen Wunsch auf einen Weihnachtsstern schreiben. Dieser hängt dann an einem Tannbaum in den Räumen der örtlichen Zeitung. Dort holt man sich die Wunschsterne ab und bringt bis kurz vor Weihnachten das gepackte Päckchen wieder hin.
Die Kinder bekommen ein Paket - extra für sie mit ihrem Wunsch ... die Kinderaugen leuchten sicherlich ...
Wir spenden in diesem Jahr ein Gesellschaftsspiel, Springseile, ...
Sandra
vom 09.12.2008, 18.01
Oh, das ist schön - und das ist auch so greifbar, so wenig anonym!
Wie bei euch anderen wandern die üblichen Briefe zum Altpapier. Es nervt - und ich habe auch keine Lust diese Werbeaktionen mit zu finanzieren.
Traditionell spenden wir dem Adventskalender der Süddeutschen Zeitung oder den Sternstunden und seit der Krebserkrankung des Nachbarkinds auch für die entsprechende Abteilung des Kinderkrankenhauses. Unterm Jahr spende ich Zeit bei ehrenamtlichen Arbeiten und immer mal wieder auch Materielles für örtliche Aktionen z.B. die Tafel.
vom 09.12.2008, 16.59
Genau, man darf nicht vergessen, dass man nicht nur Geld, sondern auch Zeit spenden kann - wobei zweiteres sicher anspruchsvoller ist. Toll!
Du Liebe, danke erst mal für Deine Antworten auf meine Kommentare - die bringen mich immer wieder zum Lächeln...
Ich find's schon auf die Tränendrüse gedrückt, wenn so saisonal-gezielt geworben wird, egal ob Spendengala im TV oder per Post (wobei sich das dieses Jahr in Grenzen hält mit den Bettelbriefen *find*).
Die Post wandert direkt in die runde Ablage, der Fernseher hat glücklicherweise genug andere Programme und auch einen Ausknopf. Ich spende kein Geld, denn das habe ich nicht übrig. Ich "spende" lieber meine Zeit und evtl. auch meine Kenntnisse, Fähigkeiten den Menschen in meinem Umfeld, weil ich meine, dass man nicht nach Afrika oder... schauen muss, sondern dass hier vor Ort auch genug Menschen Hilfe brauchen (können).
Liebe Grüße
Chris
vom 09.12.2008, 14.56
Chris, wenn ich könnte, würde ich jetzt einen Witz erzählen, um Dich nicht nur zum Lächeln, sondern zum Lachen zu bringen - aber das kann ich ganz schlecht, drum lass ich's lieber.
spendenaktionen vor weihnachten - ein graus. ich überweise nicht gern, wenn mir der moralisch erhobene zeigefinger im genick sitzt.
im kindergarten gab es letztes jahr zwei aktionen, schuhkarton und tafel. vielen waren zwei aktionen zu viel und es wurde beschlossen, dass projekt tafel dieses jahr wegfallen zu lassen. die meinung vieler war, dass es sinnvoller ist, arme kinder in rumänien zu beglücken. das mag sein - aber ich seh das sehr anders. der bedarf für die tafel hier im ort ist groß und wird so schnell nicht weniger werden. also konnte ich nach langem gerede dafür sorgen, dass wir das tafelprojekt ins frühjahr verschieben, aber nicht komplett wegstreichen. telefonate mit dem tafelbetreibern ergaben, dass eben jetzt um weihnachten deren regale voll sind - aber nach der heiligen zeit eher wieder die scheinheiligkeit der nächstenliebe in den regalen zu bewundern ist ... mir liegen diese ortsnahen projekte mehr am herzen, als andere. und dann schau ich eben, dass die durchgeführt werden können. engagement statt geld - auch eine art zu spenden
vom 09.12.2008, 14.07
"..der moralisch erhobene Zeigfinger im Genick..." Ja, das trifft es wirklich - und da gehen bei mir auch alle Ampeln auf rot. Wer wird schon gern manipuliert... doch anscheinend gibt es genügend Menschen, die darauf anspringen, sonst würden nicht so viele Spendenkampagnen genauso aufgebaut..
Doof eigentlich.
Engagement statt Geld- jawoll, das finde ich richtig gut!
Werbung ,Spendenanfragen fliegt bei mir sofort in die Papiertüte.Ich spende seit 10 Jahren an das SOS Kinderdorf,habe in Honduras einen Patensohn.Da weiss ich wo das Geld hinkommt ,was damit passiert .Das schenken mit Schuhkarton wollte ich in diesem Jahr auch mitmachen,habe es aber verpasst wo das genau bei uns im Ort war. Nächstes Mal werfe ich diese Info nicht gleich weg.
vom 09.12.2008, 13.32
Kinderdorf und Patenkinder sind auch eine schöne Art, vom eigenen abzugeben :-)
Bettelbriefe und Spendenbitten an der Haustür werden bei uns nícht erfüllt.
Aber bei uns im Ort git es eine Tafel, dort werden wir in den nächsten Tagen ein Paket mit Lebensmitteln als Weihnachtsgabe für eine Familie in Not abgeben. Das finde ich sinnvoller, als irgendwo Geld in ein weit entferntes Gebiet zu spenden. Denn Menschen in Not gibt es auch in unserer Gemeinde und da sollte man erstmal diese Mißstände beseitigen....
LG Tina
vom 09.12.2008, 13.10
So schön - und das kommt bestimmt da an, wo es gebraucht wird!
Das sehe ich genauso wie Du!!
Auf die "Rundschreiben die der Post/Werbung beiliegen reagiere ich eigentlich nicht. Was ich dieses Jahr zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal, gemacht habe ist die Aktion Weihnachten im Schuhkarton, die fand ich total Klasse. Zur Weihnachtszeit schicken wir vom Kindergarten aus immer ein Paket zum Patenkindergarten nach Paso Fundo
Ansonsten spende ich dem Kinderschutzbund, der Patenschule auf Haiti und diverse Kirchliche Projekte. Ich finde es für mich sehr wichtig einen Bezug zum Spendenprojekt zu haben. Beim "einfachen" (mir fällt kein anders Wort ein) Geldspenden hab ich immer so ein komisches Gefühl und ich weiß nie (ohne irgend jemanden etwas zu unterstellen)ob es ankommt oder irgendwo "verschwiendet.
vom 09.12.2008, 12.24
"...einen Bezug zum Spendenprojekt..." - ich glaube, das trifft den Kern aller Aussagen hier - ja, ich glaube, das ist das Wichtigste, dass man überhaupt geben mag.
Die meisten Bettelbriefe fliegen hier ins Altpapier, manchmal sogar ungelesen. Das liegt daran, dass wir seit Jahren Dinge unterstützen, die uns am Herzen liegen, die aber meist keine Briefe verschicken.
Zum Beispiel:
Lotti la blanche
Kinderkrebs-Elternvereinigung
Und das hier liegt uns auch am Herzen:
Zweimal Weihnachten
Wir teilen das ganze Jahr, aber zu Weihnachten ganz besonders, denn wir haben es so gut, und da draussen gibt es Menschen, die haben es nicht so gut, drum ist es uns einfach ein Bedürfnis.
vom 09.12.2008, 08.56



Ich persönlich spende ab und zu was, wenn mich ein Thema sehr anspricht. Das hat aber nix mit der Weihnachtszeit oder bestimmten Festen zu tun.
Dieses Jahr werden wir zum ersten Mal im Büro spenden, wir haben genau überlegt, was wir wo unterstützen wollen und sind letzten Endes bei einem Clown auf der Kinderstation des Krankenhauses "gelandet". :-)
Liebe Grüße,
Katjana
vom 09.12.2008, 23.10
Das ist ja auch immer eine sehr schöne Idee - und ich weiss aus eigener Erfahrung, wieviel Freude diese Clowns in den Kinder-Krankenhausalltag bringen!