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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Krisensitzung

Ein Familienrat (nach Vorbild der Familienkonferenz von Thomas Gordon) hat hier im Hause einiges geklärt. Dass 95% der Meinungsverschiedenheiten damit zu tun haben, dass Selbstverständliches nicht selbstverständlich ist. Dass ich weder mit 11- noch 13- noch 8-jährigen über Zähneputzen, Duschen, Dreckwäsche wegräumen diskutieren mag, weil's da gar nicht zu diskutieren gibt. Dass es endlos schlaucht, die von ihnen eingeforderte Verantwortung abzugeben, um dann eine heillose (und lernresistente) Bauchlandung zu beobachten. Dass es mich deprimiert, wenn meine Bemühungen um Verständnis und Geduld mit Gepampe und Gemotze quittiert werden.

Ich glaube fest daran, dass wir damit wieder ein Stück weitergekommen sind, dass die neuen, von ihnen mitbestimmten Regeln uns allen dazu verhelfen, dass wir nicht mehr den Hauptteil unserer Kommunikation in Schieflage verbringen müssen, sondern wieder mehr Raum für Freude und Lachen und Spass haben - und dann, da bin ich fest überzeugt, steigt auch mein Motivationspegel wieder an, denn eigentlich mag ich diesen Job ja wirklich, auch wenn ich kurz vor dem Hinschmeissen war.

Ich glaube, Mütter brauchen das von Zeit zu Zeit - und hauptamtliche Hinterherräumer dürfen das doch auch einfach mal.

Ich habe es mir mal wieder gegönnt- und es beruhigt mich zu lesen, dass auch andere Mütter, die ich als so befreit und leicht eingeschätzt habe, auch in solche Löcher tappen. Nicht, dass ich es ihnen wünsche, um Himmelswillen, nein, aber dass ich damit nicht allein stehe, dass einfach alles nur noch zuviel ist.

Jac 12.09.2008, 22.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Donna

Liebe Jac,
den ersten Absatz hätte ich genauso schreiben können,nur das wir schon länger diskutieren (15,13,11 Jahre alt) Gespräche haben leider nicht den gewünschten Erfolg, das Buch ist bestellt und noch bin ich hoffe dass sich hier auch bald eine Entspannung breit macht.
Ganz lieben Gruß
Donna

vom 15.09.2008, 22.31
Antwort von Jac:

Liebe Donna,


ich wünsche Dir von Herzen, dass Euch das Buch als "Denkvorlage" hilft. Es ist nämlich so schade, wenn man den grössten Teil der Kommunikation im unfreundlichsten Ton über die unwichtigen Dinge verbringt, wenn es doch auch schöner geht.

Familie heisst auch, es ist wichtig, dass sich ALLE wohlfühlen - nicht, dass sich einer für die anderen opfern muss.
Es wird hier sicher nicht der letzte Sturm gewesen sein, aber für ein paar Wochen dürfte es zumindest etwas windstiller sein ;)

Liebe Grüsse, Jac

1. von Rachel

Hallo Jacqueline!

Wir führen solche Konferenzen auch oft mit grossem Erfolg. Das schöne daran ist, dass die Kinder auch sagen können/dürfen was ihnen nicht gefällt. Das waren manchmal Dinge, die ich mir gar nicht bewusst war.

Wenn ich mich auch dafür interessiere, was sie stört, sind sie auch eher bereit meine Bedürfnisse zu respektieren.

Zähne putzen, duschen, Ordung im Zimmer haben sind alles Wertkonflikte. Manchmal bringen da Konferenze nicht auf Dauer der gewünschte Erfolg, weil der Mensch in seiner Natur dafür geschaffen ist, für seine Rechte zu kämpfen. Ich glaube auch, dass die Wertkonflikte in der Pubertät noch zunehmen werden :ups: .

Viel Spass weiterhin mit solchen "kleinen" Erfolgen.

Liebe Grüsse,

Rachel

vom 13.09.2008, 08.53