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Mein Leben in 6 Worten:

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Elternauszeit


Letzte Woche war es endlich soweit, nach langem Sehnen - wir Eltern nahmen uns eine Auszeit von unseren Kindern. Die waren bestens versorgt und betreut, sodass wir unsere Koffer gepackt haben und am Mittwoch nachmittag zusammen mit einem befreundeten Ehepaar in Zürich abhoben Richtung Wien.


Dort angekommen wartete ein Chauffeur mit einem Schild auf uns, um uns auf direktem Weg (und zu einem Fixpreis *g) ins Hotel Kaiserin Elisabeth zu befördern, wo wir schon beim letzten Mal logiert hatten, weil das Hotel sehr ansprechend ist und unschlagbar gut gelegen, in einer Seitenstrasse der Kärntnerstrasse, einmal umfallen und wir waren vor dem Dom...

Es gab viele Highlights in diesen Tagen, bis wir am Sonntag zurückmussten:
- My fair Lady in der Volksoper *haaaasser teeeee*
- das Hofburgorchester im Redoutensaal
- Abendessen im Sacher
- Fiakerfahren, nicht nur einmal, sondern sicherheitshalber gleich zweimal
- luftige Stunden an der Donau, der Hitze entflohen
- Shopping :-)
- Schnitzel, Erdäpfel, Semmeln, Fisolen...
- Kleiner Brauner, Einspänner, Maria Theresia, Cafélatte - das Kaffeesortiment musste ausgiebig durchprobiert werden

Wie immer im Leben, gab es auch Downlights *kicher*
- geschwollene Füsse von der Hitze passen u.U. nicht mehr in noch so bequeme Schuhe und reagieren auf Weiterlaufen mit Blasen in allen Grössen und Varianten. Das kommt davon, wenn man beim Packen an alles Mögliche denkt und aber vergisst, noch ein paar ultimativ ausgelatschte Treter mit hohem Tragekomfort einzupacken

- Quick-Check-In und Web-Check-In sind die neuen Trends an Flughäfen. Wenn man das nicht weiss, kann es dann aber sein, dass 4 gemeinsam gebuchte Tickets willkürlich auf die Sitzreihen verteilt werden, weil alle anderen schon eingecheckt haben und nur noch einzelne Plätze unbelegt sind - schön neue Welt :-/

- Wo Gastronomie drauf steht, ist nicht zwingend Gastronomie drin - unfreundlich können offenbar auch Wiener Kellner - eine 180Grad-Kehrtwendung beseitigte den Ärger noch bevor er richtig aufkam.

- Die besten Ideen, was man unternehmen könnte, kommen einem prinzipiell dann, wenn man mit einem Fuss schon auf der Heimreise ist und keine Zeit mehr dafür hat.


***

Fazit:
Es tut sehr gut, auch mal wieder nur Ehepaar, Freunde, Liebespaar zu sein. Es beflügelt die Beziehung, weil es Nähe schafft, die im Alltag oft nur bedingt möglich ist, weil irgendeins der Kinder immer was braucht. Weg aus dem Alltag zu sein bedeutet auch, manche Wertvorstellungen, Ideale, Ideen wiederzufinden, die daheim nur zu oft unter dem Gerümpel der Familienadministration begraben sind. Einiges geht mir wieder leichter von der Hand, anderes fällt mir (noch) schwer, so irgendwie ist ein Teil von mir wohl noch dort in Wien, in der Stadt, die für uns wie keine andere Liebe und Beziehung symbolisiert.
Deswegen wird aber auch unser nächster Besuch dort ganz allein sein, ohne Kinder und ohne Freunde, denn auch wenn man sich ausgezeichnet versteht - zu zweit ist noch mal anders als zu viert.


Jac 27.05.2009, 20.26

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von Birgit

hatte heissen sollen: "zieht da leider nicht mit:-("




vom 08.06.2009, 16.09
1. von birgit

Schön, dass ihr das zusammen machen könnt! Mein Gatte zieht da leider nicht mir:-(

vom 01.06.2009, 23.02