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Ehe und Wein

Diesen Wein haben wir gestern abend getrunken, zur Feier unseres 17. Hochzeitstages:




Ich habe diese Flasche von meinem Mann zum 30. Geburtstag bekommen und eigentlich wollten wir sie zu meinem 40. trinken, aber irgendwie kamen wir so gar nicht dazu. Deshalb haben wir in einem unserer Stammlokale für gepflegt essen einen Tisch reserviert und den Wein mitgebracht, um ihn begleitet von stimmungsvoller Ambiance und gutem Essen genüsslich zu trinken.

Es ist immer ein Risiko, einen so alten Wein zu öffnen, denn von sensationell bis untrinkbar ist alles möglich, und es gleicht einer Lotterie.
Er wurde fachgerecht geöffnet, nicht dekantiert, eingeschenkt - und nun ja, er war recht. Nicht verdorben, aber auch nicht sensationell, sondern eher so, wie wenn man einen guten Wein mit Wasser und Essig gepanscht hätte...
Ein bisschen enttäuscht waren wir schon, aber das war halt eben das Risiko- und in einem Lokal mit gutem Weinkeller kann man sich ja leicht Ersatz besorgen, und ein exquisiter Pommard tröstete uns darüber hinweg.

Zwei Stunden später, die Flasche stand natürlich noch auf dem Tisch, kam der Chef des Hauses zu uns - und verkostete den Wein, und befand ihn für gut und zu schade zum Weggiessen und wir sollen doch nochmal kosten.
Das haben wir getan - es war schlicht umwerfend, was sich da im Glas befand, das war wie ein komplett anderer Wein, der genau so schmeckte, wie ein guter St.Emilion schmecken muss. Der brauchte offenbar einfach diese zwei Stunden stehenlassen, um sich zu voller Pracht zu entwickeln...

Und um den Bogen zu unserer Ehe zu finden : unsere Anfangszeit war auch so ein bisschen panschig, nicht wirklich sensationell, und wir mussten uns durchbeissen und Geduld haben, doch nach ausreichend "Stehenlassen" zeigte es sich dann doch, was drin steckt.
Manchmal muss man einfach Geduld haben, um an die wirklich guten Sachen zu kommen.

(und ausgetrunken haben wir dann beide Weine...*ups*)


Jac 13.12.2008, 11.41

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Kommentare zu diesem Beitrag

2. von anke

herzlichen glückwunsch :) und bei zwei so guten weinen war das risiko für kopfweh am nächsten morgen doch hoffentlich gering. und merken: rotwein muss immer wenigstens zwei stunden vor dem trinken offen stehen, sofort nach dem öffnen schmeckt eigentlich keiner.

vom 15.12.2008, 09.08
Antwort von Jac:

Nein, Kopfweh gab es keines.
Und beim Wein : grundsätzlich ja mit dem Öffnen, aber bei so alte Weine dürfen nicht zuviel Sauerstoff bekommen, und darum wurde er erst kurz vorher geöffnet - was bei einem anderen, alten Wein wahrscheinlich das genau Richtige gewesene wäre...

1. von birgit

herzlichen glückwunsch
auf dass eure ehe immer weiter reift :) ))
lg birgit

vom 13.12.2008, 22.47
Antwort von Jac:

Ja, weiter reifen ist gut - im Gegensatz zum Wein braucht man da keine Angst haben, dass sie irgendwann wegen Überalterung kippt ;-)