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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Der 12. Dezember...

...1991 war ein Donnerstag, es war kalt, es lag aber kein Schnee, als sich zwei dunkelbemantelte Menschen zu Fuss auf machten ins Gemeindehaus, um sich dort vor dem Gesetz zu Mann und Frau machen zu lassen, kritisch beäugt von Familie und Trauzeugen....


....es war der Startschuss in etwas, das nun heute 19 Jahre alt geworden ist - meine Ehe.


Frisch verheiratet waren wir, naiv und unerfahren, noch im Glauben, alles werde so kommen, wie wir es wollen.
Doch das Leben hatte einige Überraschungen für uns bereit, die wir uns so nicht vorgestellt hatten: der frühe Tod meiner Schwiegermutter und 9 Monaten später meines Schwiegervaters, das lange Warten aufs Schwangerwerden (wobei lang ein relativer Begriff ist), das Herzproblem des Erstgeborenen, die schwere Krankheit und der Tod unseres Drittgeborenen, verschiedene andere Kapitel aus dem medizinischen Bereich...

Doch all die hatten nie eine wirkliche Krise zur Folge, im Gegenteil, all das hat uns zusammengeschweisst. Das musste es ja, wir haben uns schliesslich versprochen "in guten und in schlechten Tagen, bis dass der Tod uns scheidet" und so war Kneifen oder Klein Beigeben keine Option, sondern uns war klar, dass wir für unsere Beziehung arbeiten müssen.

In den schwierigen Zeiten war das immer einfach, denn nichts bindet so sehr zusammen, wie Schweres gemeinsam zu überstehen.

Die Krisen kamen aus einer anderen Ecke, sie kamen aus der Veränderung der Lebensumstände, aus dem Erfolg der Firma, aus der immer mehr fehlenden Qualitätszeit. Doch diese Hürde haben wir zwar nicht übersprungen, sondern haben uns drübergehangelt, sind drübergekraxelt und ab und an bleibt noch immer ein Schuhbändel dran hängen.

Eine gute Ehe zu führen bedeuten auch, langfristig zu denken.
Ist es so wichtig, genau das jetzt durchsetzen zu können, oder kann ich nicht einfach auch drauf verzichten für diesesmal?
Brauche ich wirklich Aktion XY zu meiner Bestätigung, wenn ich sehe, wie es meinem Partner missfällt?
Wenn ich das jetzt heute mache - kann ich auch in einem Jahr noch damit leben?
usw. usf.

Abwägen, Kompromisse schliessen, miteinander reden, miteinander streiten und sich wieder versöhnen. Das ist alles wichtig.
Doch am wichtigsten ist und bleibt: einander zu lieben und zu achten.

Das ist für mich die leichteste Übung an der ganzen Sache. Meinen Mann zu lieben, ist nicht schwierig, denn er ist ein wunderbarer, verständnis- und humorvoller Mensch - und mit der Liebe kommt die Achtung von selbst.

Was man liebt, vor dem empfindet man Ehrfurcht, Achtung.


Danke, Daniel, für die letzten 19 Jahre - in 6 Jahren am Südpolarkreis?



Jac 12.12.2010, 21.55

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von claudia

Herzlichen Glückwunsch!!!

Wir führen unsere Ehe mit den gleichen Prinzipien und das funktioniert auch bei uns gut :)

Auf viele weitere glückliche Jahre zusammen!!

vom 13.12.2010, 22.44