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Strukturen

Letzte Woche war Auszeit angesagt - Mittwoch bis Sonntag weg von zuhause, Pflichten, Verantwortung und Alltag, hin zu meiner liebsten Freundin und in deren (Ausnahme-)Alltag.

Das bedeutete für mich, ich hatte nichts zu tun. Ich musste gar nichts, ich durfte auch fast nichts (*zwinker*), es war unwichtig, ob es eine Viertelstunde früher oder später war und das schlechte Wetter trug das seine dazu bei, dass vor allem Faulenzen angesagt war. Ein bisschen Internet, viel Reden, da noch einen Kaffee und dort noch einen, ab und zu ein bisschen Kinder in wohldosierter Form und verantwortungsfrei...

Es hat mir gut getan, mal nicht zu müssen. Es war ein Genuss, für nichts zuständig zu sein und meine Tätigkeiten im Haushalt darauf zu beschränken, immer mal wieder dreinzureden...


Am Sonntag kam ich zurück, abgeholt von meiner Familie mit einem Schild "Hotel Ziegelhau", am Montag war der Alltag wieder da und mit ihm Pflichten und Verantwortung und Müssen.

Und da habe ich festgestellt, wie gut mir das doch tut. Wieviel Inhalt es meinem Leben gibt, wie sehr ich es brauche, nicht einfach in den Tag hineinzuleben, sondern ein Programm zu haben.

Wie wichtig mir doch Ordnung, Rituale, Strukturen, Zeiten sind. Ich dachte immer, dass das nur die Erfordernisse meines Alltags sind, in die ich halt hineingezwungen wurde, doch nun ist mir klar, dass es längst zu einem Teil meiner selbst geworden ist. Nicht wie ein Käfig, mehr so wie ein gutsitzendes Korsett, das dem Ganzen Halt gibt.

Klar, es dürfte manchmal auch ein bisschen weniger Struktur sein, ein bisschen mehr "laissez-faire" würde mir sicher gelegentlich gut tun, doch unterm Strich:

wie schön, wenn man genau das Leben führen kann, das einem gut tut und in dem man sich wohl fühlt.


Jac 18.11.2010, 09.54

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Anita

Liebe Jac

Mal wieder unbekannterweise ein Gruss von mir. Ich lese immer bei dir mit und staune immer wieder wie deine Worte meine sein könnten. Ich bin immer wieder damit beschäftigt, die richtige Balance in Alltag, Routine, und wie du schreibst "laissez-faire" zu finden.


Ein schönes Wochenende wünscht
Anita

vom 19.11.2010, 10.35