Stapelweise
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Das Raschel-Rätsel



Es ist dunkle Nacht, die Stapelfrau steht draussen und tut ungesundes, als sie in der Wiese hinter dem Haus ein seltsames Geraschel hört. Aus Erfahrung weiss sie, dass es kein Reh sein kann, denn die flüchten, wenn sie die Terrassentüre hören - und ebenso kein Igel, die rascheln leiser. Aber was ist es dann? Mit der Taschenlampe bewaffnet versucht sie einen Blick auf das Tier zu erhaschen, was ihr auch teilweise gelingt - doch die Assoziationen, die ihr dann einfallen, verwirft sie als Hirngespinst - denn wieso sollte denn nachts um elf ein Ferkel in dieser Wiese sein?

Die Stapelfrau begibt sich auf den Balkon im Obergeschoss, in der Hoffnung, das Rätsel zu lösen - sie kann zwar die Bewegungen des Tiers verfolgen mit den Ohren, aber das hohe Gras verwehrt ihr nach wie vor mehr mehr als nur einen Husch-Blick darauf. Vom Badezimmerfenster aus versucht sie es weiter, und plötzlich, dort wo das Gras weniger hoch ist - da sieht sie, was da so seltsam raschelt :

ein Dachs!

Noch nie hat sie bisher einen Dachs in freier Wildbahn gesehen und sie dachte erst, die seien so selten. Eine kurze Recherche bei Wikipedia ergibt aber, dass man sie einfach nur selten sieht, wegen ihrem Lebensraum und ihrer Nachtaktivität.
Die Stapelfrau freut sich nun einfach drüber, dass sie den schmucken Kerl gesehen hat!

Jac 10.06.2005, 16.27| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weltbewegend oder auch nicht