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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Entscheidungskraft

 

Ich muss eine erstaunliche Menge Geist haben-
manchmal brauche ich eine Woche,
um mich zu entscheiden.
Mark Twain


So ist es - das Problem dabei ist nur, dass ich viel zu oft keine Woche zur Verfügung habe, um mich zu entscheiden und dann vor lauter Hetze entweder keine Entscheidung treffe und mich dann die Konsequenzen überrollen - oder dass ich mich vorschnell entscheide, und dann ewig drüber nachgrüble, ob das nun wirklich richtig war, selbst wenn es richtig war.

Schnell und spontan entscheiden kann ich mich nur bei Dingen, für die es wirklich nur richtig und falsch gibt - und das Leben hat mich gelehrt, dass das ausgesprochen wenig Dinge sind ;-) Ich entscheide mich jetzt zumindest in diesem Moment, mich noch nicht zu entscheiden, ob ich nun schon ins Bett will. HAAAAA! Ich kann es *grins*

 

Jac 31.03.2005, 22.14| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien

Terri Schiavo

 

Terri Schiavo ist gestorben



Möge ihre Seele Frieden finden,
wo immer sie nun ist und die ganzen Jahre war.

 

 

 

Jac 31.03.2005, 17.50| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in:

Saurer Apfel

 

Es ist ja nun nicht mehr so, dass ich Panikanfälle bekomme, wenn ich einen Zahnarzttermin habe, wo repariert werden muss - aber dass ich mich drauf freue, wäre dann auch massiv übertrieben *g*

Nun denn, die Stapelfrau beisst in den sauren Apfel, kreuzt pünktlich dort auf und denkt an den Kindergeburtstag von nächste Woche - der ist viel schlimmer ;-)

 

Jac 31.03.2005, 08.31| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Ort-Alphabet

 

Angeregt von diesem Eintrag mache ich mir jetzt auch Gedanken, wo ich schon überall war :

A - Aarau (besonders für Fahrschüler reizvoll mit vielen Rechtsvortritt-Kreuzungen)
B -
Basel ( mit einem wunderbaren Zoo und nicht weit von uns weg)
C - Colonia St.Jordi (liegt auf Mallorca, dahin kommt man, wenn man eine Thailand-Reise wegen Schwangerschaft absagen muss)
D - Davos (sehr frisch verheiratet)
E - Erfurt (Hauptsache MT *g*)
F - Feldkirch (viele Wartestunden auf den Autozug Richtung Kärnten)
G - Grande Dixence (beeindruckende Staumauer im Val d'Heremence, Wallis)
H - Hergiswil (schönes, bekannte Glasbläserei)
I - Interlaken ( eben "inter laken", zwischen den Seen, Thuner und Brienzersee)
J - Jungfraujoch (Grenzerfahrung der besonderen Art)
K - Klagenfurt (wo der  Lindwurm steht und der Eiffelturm)
L - Luzern (wo manchmal Brücken brennen)
M - Mürren (mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau)
N - Neusiedlersee (Schilf, soweit das Auge reicht - zumindest fast)
O - Olten (es war ein langes Jahr bis zum Diplom)
P - Poschiavo/Puschlav (ein Südzipfel der Schweiz)
Q - Quebec, da war ich noch nie ;-p
R - Rostock (wohin einen Internetfreundschaften so führen können ;-)
S - St. Tropez (wo man manchmal Brigitte Bardot auf dem Markt trifft)
T -  Turin/Torino (meine erste Reise ohne Eltern, zu einem längst verlorenen Brieffreund, mit Zug und Rucksack)
U - Urnersee (Achtung, Seeungeheuer)
V - Vierwaldstättersee (Dampfschiffe wie aus einer anderen Zeit)
W - Wangerooge (Nordseeinsel mit Harmoniefaktor) oder WIEN ?
X - da passe ich, da war ich noch nicht
Y - Yverdon (im Vorbeifahren, zum Winken hat's gereicht *g*)
Z - Zürich (öfter als mir lieb war)

...und ich war noch an vielen anderen Orten, aber wenn ich anfange mit Mehrfachnennungen, dann werde ich nie mehr fertig ;-)

 

Jac 30.03.2005, 21.15| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Erstens kommt es anders....

 

...und zweitens als frau plant....

Gedacht war, dass heute der Zwirbel den Tag bei der Tagesmutter verbringt, ich morgens Lebensmittel einkaufen fahre und nachmittags mit den beiden Grossen oder auch ohne sie in den Baumarkt, um mich einzudecken mit Gartenmaterial, bevor hier die Pflanzenbestellung eintrudelt.

Gedacht war ebenfalls, dass ich morgen meinen Zahnarzttermin in der Zeit wahrnehme, wo der Zwirbel in der Spielgruppe ist - deswegen habe ich den nämlich mitten im Morgen ausgemacht.

Um zehn klingelte das Telefon, dass morgen die Spielgruppe ausfällt.
Um elf hatte ich mir eine Lösung einfallen lassen, wo ich den Zwirbel morgen deponiere während meines Zahni-Termins.
Um eins klingelte das Telefon wieder, die Tagesmutter war dran, der Zwirbel sei nicht fit.
Um zwei hatte ich den Zwirbel wieder daheim, der Baumarkt war ersatzlos gestrichen, der Zwirbel immerhin schon wieder so fit, dass er mit der Schwester dauerstreiten konnte oder alternativ herumquengeln, aber nicht fit genug, dass er morgen irgendwohin gehen könnte.
Um drei wunderte ich mich, warum der Kühlschrank so nass ist und entdeckte die nicht richtig zugeschraubte Wasserflasche - liegend.


Und jetzt um acht bin ich froh, dass ein weiterer Tag sich seinem Ende zuneigt ;-)

 

Jac 30.03.2005, 20.13| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Arbeitswut

 

Heute war wieder einer dieser Tage, wo es von aussen schien, als hätte mich ein riesiger Anfall von Arbeitswut gepackt, sodass ich mehr erledigt habe, als theoretisch an einem Tag möglich ist.

Dahinter steckt aber keine Arbeitswut und auch kein besonders fleissiges Hausmütterchen. Die Gründe für so eine Arbeitsattacke sind viel tiefgründiger...
Manchmal brauche ich das, ich will mir selber beweisen, was ich drauf habe, ich will an meine Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit kommen, ich möchte abends völlig erledigt auf einen Stuhl plumpsen, in mir die tiefe Befriedigung, die eine ausserordentliche Leistung hervorruft. In meinem normalen Alltag sind diese Momente selten geworden, meine Leistung ist mehr eine chronische denn eine akute, meine Aufgaben mehr langfristiger denn offensichtlicher Natur.

Da tut es mir in der Seele gut, wenn ich mich abends umblicken kann und für einmal sehe, was ich getan habe. Die meisten Dinge, die ich tue, sind nämlich nicht augenscheinlich. Von unendlich oft Tränen abputzen, Trösterchen verteilen, harte Erziehungsarbeit leisten, von Dauerpräsenz und psychischer Belastung sieht man abends nichts mehr. Das sieht man erst, wenn es über lange Zeit nicht getan würde. Irgendwann in ferner Zukunft werde ich erleben, dass aus unseren Kindern (hoffentlich) glückliche, selbständige, aufrechte Erwachsene geworden sind - aber dieser Tag ist noch weit und es gelingt mir überhaupt nicht immer, mich selber dafür zu loben, weil es so "nichts Besonderes" dabei gibt... Da tut so ein "Kick" ab und zu mal gut, auch wenn er wenig über meinen sonstigen Alltag aussagt. Dass es unserem Haushalt nicht gerade schadet, ist ein angenehmer Nebeneffekt, doch nicht mehr. Ein anderer Nebeneffekt - ich muss nicht denken. Keine Grübeleien, keine Zerfleischung, keine Selbstanalyse, nur mein Körper arbeitet und mein Kopf konzentriert sich nur gerade auf die nächste Aufgabe und sonst nichts. Ferien vom Ich, sozusagen.

Ich bin müde, und das ist wunderbar, denn ich bin müde, weil ich viel geschafft habe und nicht, weil ich (zu)viel nachgedacht habe.

 

Jac 29.03.2005, 21.13| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Back to Alltag

 

Die Feiertage sind vorbei, die Kinder wieder in der Schule, der WBE im Büro. Was bleibt, sind Wäscheberge und Müdigkeit, viel Erholung und eine wahre Flut von Osterschoggi. Dieselbe hat bereits deutlich an Beliebtheit eingebüsst, weil schon alle mehr als gesättigt sind und weil wie jedes Jahr viel zu viel hier gelandet ist, trotz dem Lieferverbot an Verwandte.

Ich bin erholt und ausgeschlafen, die Zeitumstellung ist auch überstanden und wie zu erwarten war, ist keines der Kinder heute so früh freiwillig aufgestanden wie über die Festtage. Der Erfinder der Zeitumstellung hatte bestimmt keine Kinder.

Doch all das stresst mich nicht. Ich werde mich heute wirklich mit Freude daran machen, meinen Haushalt auf Vordermann zu bringen, denn nach Tagen des Nichtstun ist ein Einsatz von Körperkraft zur Wiederherstellung der von mir geliebten äusseren Ordnung eine Verlockung. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn sich das Chaos hier nach und nach wieder in eine Ordnung verwandelt und abends zurückzublicken, was ich alles geschafft habe.

Lasst den Tag kommen - ich bin bereit.
(Und hoffe, meine Motivation reicht bis spätabends *g*)

 

Jac 29.03.2005, 09.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Erneute Tsunamiwarnung

 

Tsunami-Alarm in Thailand, Sri Lanka und Indien
TOKIO - Das schwere Erdbeben, das im Indischen Ozean gemessen wurde, löste in Thailand, Sri Lanka und Indien Tsunami-Alarm aus. Das Beben ereignete sich offenbar in einer Seetiefe von 30 km, rund 200 km vor der Küste Sumatras.

http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/newsticker/482621.html

Mehr Infos:

http://news.google.de/nwshp?hl=de&gl=de&ncl=http://de.news.yahoo.com/050328/12/4h0jg.html

Möge sich das Unglück vom Dezember nicht wiederholen....

 

Jac 28.03.2005, 20.49| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Vernetztes

In den Startlöchern...

 

...für die Invasion ;-)



Gleich fällt hier die Familie ein, sodass wir 8 Erwachsene und 7 Kinder sein werden. Der Tisch ist gedeckt, der Zopf noch ofenwarm, die Uhren umgestellt *g* - es wird laut werden, chaotisch und lebhaft, es werden bestimmt Gläser ausgeleert und Eier zerschlagen - ich freue mich auf unseren traditionellen Osterbrunch und bin dann mal vermutlich für den Rest des Tages offline ;-)

 

Jac 27.03.2005, 10.07| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Vegetarische Katze

 

Manche Katzen fressen einfach gelegentlich ein bisschen Gras. Aber nicht unsere Minouche, die fährt ausserordentlich auf die Blütenknospen eines Baumes in unserem Garten ab:



Was soll mir das wohl jetzt sagen?
Sie bekommt zuwenig Futter, und da sie nicht täglich wirklich eine Amsel erwischt, muss sie sich mit Grünfutter behelfen?
Oder ist das vielleicht ein Zahnputzstrauch?

;-)

 

Jac 26.03.2005, 23.25| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Katzentatzen

Programmfehler

 

Tatort: hier daheim
Tatwaffe : 3 Kinder
Tathergang : einer fängt an, alle gehen mit
Tatergebnis : 5 Personen, die an einem freien Tag alle um 06.45 h schon aufgestanden sind.

Das kann doch nur ein Fehler im Programm sein!
Wochentags sind die gleichen Kinder nämlich kaum aus dem Bett zu bekommen und nur unter viertelstündiger Beschwafelung dazu fähig, sich von der Horizontalen in die Vertikale zu begeben.

Soviel zum gemütlichen Samstagmorgen ;-)

 

 

Jac 26.03.2005, 09.41| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Vielleicht ...

 

...bin ich heute über den Tisch gezogen worden, als ich dem Menschen, der an unsere Türe geklopft hat und mir seine Geschichte erzählt hat und mich dann um Geld für eine Zugfahrt nach Hause gebeten hat, dieses Geld auch gegeben habe, ohne seine Identität im Telefonbuch zu überprüfen, ohne ihn um Ausweis zu fragen, ich weiss noch nicht mal seinen Namen.

Aber ganz bestimmt war es richtig, denn der Gedanke, dass ich ihm durchs Nichtglauben Unrecht getan hätte, wäre für mich viel schlimmer gewesen. Und selbst wenn er das Geld nicht für den Zug, sondern für was anderes gebraucht hat - sich hinzustellen und an Türen zu klingeln und zu bitten, das braucht viel Mut oder Verzweiflung in diesen Zeiten.
Manchmal entscheidet man mit dem Herzen, und das Herz ist wichtiger als die Fakten.

Heute war Karfreitag, der Tag, an dem Jesus gestorben ist für uns - wie hätte ich anders reagieren können? Wie hätte ich meinen Kindern beim Abendessen von Nächstenliebe und Gottvertrauen erzählen können, wenn ich Stunden vorher den Menschen in Not abgewiesen habe?

Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. 
Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.  (Matthäus 7,7ff)




Wahrscheinlich werde ich nie erfahren, wie sich die Dinge wirklich verhalten haben - aber das ist ausser meine Neugier wegen auch nicht wichtig. Ich glaube, ich habe heute für mich persönlich einen wichtigen Schritt getan, indem ich meine Skepsis ignoriert und auf mein Herz gehört habe und freiwillig und gern in Kauf genommen habe, dass ich getäuscht wurde. Verlieren kann ich nicht, denn ich habe heute schon etwas gewonnen - Seelenfrieden. Unbezahlbar.

 

Jac 25.03.2005, 21.28| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ostergeschenk

 

4 Tage mit vielen Stunden, noch viel mehr Minuten und ganz viel Sekunden liegen vor uns, in denen mein WBE sein Büro nicht aufsuchen wird. Er ist morgens da und mittags und auch abends und wie immer nachts. Die Kinder sind auch da, keine Schule, keine Therapie, keine Verpflichtungen. Es kommen keine Handwerker, es wird auch nicht gebaut vor der Haustüre, keine Presslufthämmer...

....der pure Luxus!

Ich freu mich drauf, wenn wir morgen wie immer an Karfreitag gemeinsam Ostereier bemalen und einen ruhigen, entspannten Tag machen, ich freue mich drauf, wenn am Sonntag hier die Familie zum Osterbrunch einfällt, ich freue mich auf all die anderen Zeiten, in denen keine Verpflichtungen da sind ausser die eine : uns aneinander und miteinander zu erfreuen.



Ich wünsche allen Lesern hier ein gesegnetes, entspanntes und freudenbringendes Osternwochenende - und das eine oder andere Schoggieili dazu ;-)

 

Jac 24.03.2005, 21.36| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Fluchtreflex

 

Wenn der Lärmpegel hier so laut ist, dass ich meine Gedanken nicht mehr fühle, dann bin ich kein denkender, sondern nur noch ein reagierender Mensch. Ich verspüre einen tiefen Fluchtreflex und möchte mich verkriechen, damit ich wieder  höre, was ich denke. Damit ich wieder fühle, was ich spüre. Damit ich wieder sehe, was meine Augen mir liefern. Damit ich nicht so ausgeliefert bin dem, was mit mir passiert und wo ich mich selber kaum wiedererkenne.

Gegen den Lärm anschreien.
Gegen die Wut anwüten.


Nö, da mag ich mich nicht.
Ich will mich spüren und beherrscht sein können, meine Grenzen respektiert fühlen, meine Kraft eingeteilt haben und bei mir selber sein, nicht hilflos neben mir stehen und mir zusehen, wie ich mich auf 180 treiben lasse.

Und alles nur wegen "ein bisschen Lärm und Geschrei"....

 

 

Jac 23.03.2005, 21.22| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ortsunabhängigkeit

 

Kleine Kinder können bekanntlich überall schlafen. Grössere Kinder offenbar auch - immerhin ist heute eines der Kinder auf einem gewissen Örtchen eingeschlafen, und es war nicht das Kleinste.

Ich gebe zu, ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen, davon ist das Kind dann aufgewacht - und hat mitgelacht...

 

Jac 22.03.2005, 18.05| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Rätsel gelöst

 

Seit vielen Jahren hängt bei uns ein Porzellanteller an der Wand, den wir von meinen Schwiegereltern geerbt haben und der mich immer besonders angesprochen hat:



Das Kobaltblau beim Porzellan übt eine besondere Faszination auf mich aus - das Blau erscheint mir so rein, so "richtig" und die Kombination mit dem Weinrot und dem Gold macht es so strahlend, ohne die zarten Farben des Bildes zu überlagern.

Doch alle meine Versuche, mit Hilfe eines alten Porzellanlexikons mehr über diesen Teller und vor allem dessen Herkunft herauszufinden, scheiterten bisher, obwohl er hinten eine gut sichtbare Marke hatte, doch die Buchstaben C M HR halfen mir nicht weiter.

Nachdem ich ihn heute abgestaubt hatte, nahm ich ihn wieder mal von der Wand, sah mir die Marke an - und im Zeitalter des Internets angekommen, liess ich die Buchstabenfolge mal über google suchen, verfolgte Hinweise - und nun weiss ich, dass dieser Teller mitnichten eine Reproduktion von irgendeinem Sammler-Verlag ist, sondern die Marke bedeutet :

Hutschenreuther, Jahr 1865.

Über den Wert habe ich nichts gefunden, aber auch nicht gesucht - der Teller ist sowieso absolut unverkäuflich, weil es "mein" Teller ist, den ich schon, als die Schwiegereltern noch lebten, jedesmal fasziniert betrachtete und mich von der feinen Malerei und den edlen Randfarbe verzücken liess. Das einzige, was sich wohl ändern wird - ich werde ihn noch sorgsamer behandeln.

 

Jac 22.03.2005, 12.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Näher gerückt

 

Die Flüge sind längst gebucht, aber es schien mir noch so unwirklich fern, so unsicher. Doch nun sind alle drei Kinder über diese Tage gut untergebracht, für Katze und Haus wird auch geschaut und langsam fange ich an, mich so richtig unbändig zu freuen :

Der WBE und ich fliegen im April 4 Tage ohne Kinder nach Wien, in "unsere" Stadt.

Wir waren dort auf unserer Hochzeitsreise, und es war Liebe auf den ersten Blick. In keiner anderen Stadt habe ich mich so schnell zurechtgefunden und wohl gefühlt. Bei einem zweiten Kurztrip dahin kam ich schwanger mit dem ersten Kind zurück, und als das zweite Kind frisch unterwegs war und das erste reif genug für ein paar Tage ohne uns, erfüllten wir uns den Wunsch von ein paar Tagen Auszeit vom Elternsein. Es tat unendlich gut, mal wieder nur ein Paar zu sein und wir haben viele wunderbare Erinnerungen von diesen Reisen mitgenommen.

Als dann das dritte Kind ein halbes Jahr alt war, wollten wir uns diese Reise gönnen, um nach fast zwei Jahren wieder mal rauszukommen. Doch wie das Leben so spielt, wurde daraus nichts, denn 3 Wochen vorher erkrankte David so schwer. Die Reise war plötzlich völlig unwichtig geworden. Dann blieb lange keine Zeit, überhaupt darüber nachzudenken.

Und dann, als der Jüngste knapp jährig war, standen die Zeichen gut, dass wir nun wieder mal rauskamen. Die Kinder waren untergebracht, alles gebucht und geplant, am Freitag sollte es losgehen - und dann war am Dienstag das Grounding der Swissair und aus unseren Flugtickets wurde teures Altpapier. Am Mittwoch wurde klar, dass wir bei einer anderen Linie neu buchen müssten und am Donnerstag entschieden wir uns schweren Herzens, auch diese Reise abzusagen, zumal wir zwischenzeitlich aufgrund eines familiären Problems auch zwei von drei Kindern hätten mitnehmen müssen und das neue Kosten in vierstelliger Höhe verursacht hätte.

Doch nun - nun bin ich voller Hoffnung, dass es diesesmal endlich klappt, dass ich wirklich in Zürich ins Flugzeug steigen werde und in Wien wieder aussteigen, neben mir den Mann meines Herzens und vor mir wunderbare Tage....

Wenn bloss nichts mehr schief geht.

Es wird klappen. Ganz bestimmt. Schliesslich sind aller guten Dinge drei!
(und wir fliegen nicht mit Swiss...)

 

Jac 21.03.2005, 21.22| (6/6) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches