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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Geschafft...

 

...habe ich mein erstes Paar Socken seit der Handarbeitsschule - ein paar ganz normale, musterlose, dunkelblaue Herrensocken.

Es war ein Kampf, ehrlich!
Nicht, weil Sockenstricken denn so fürchterlich schwer wäre, sondern weil ich es so langweilig fand. Langweiliges Muster, langweilige Farbe, langweiliges Objekt. Aber Versprechen soll man halten, und ich hab sie dem WBE versprochen. Im besten Fall zieht er sie an und findet sie ok. Im schlechteren Fall zieht er sie an und will nur noch solche ;-)

Bis dahin stricke ich zur Abwechslung mal etwas frei Augenmass, eine Mütze für mich, mit blau gemusterter Wolle, damit ich nicht mehr ans Genick friere - kurze Haare haben dann doch auch Nachteile. Plötzlich braucht man bei Minusgraden eine Mütze *g*

Bilder von den Socken wird es bestimmt keine geben - langweilig ist langweilig. Aber ich bin dennoch ein bisschen stolz auf mich - denn ich habe sie fertig gemacht und nicht in die Ecke gepfeffert für die nächsten zwei Jahrzehnte, wie es vielen anderen Dingen ergangen ist, die mich gelangweilt haben....( und die zum Teil da noch immer liegen *hüstel* - jemand Interesse an verschiedensten angefangenen Handarbeiten und Basteleien? ) Ich lerne dazu - was ich anfange, mache ich manchmal auch wirklich fertig, auch wenn sich meine Lust in Grenzen hält.

 

Jac 05.02.2005, 21.49| (5/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nadeleien

Kaum zu glauben

 

Es ist Freitagabend, eine volle, anstrengende Woche liegt hinter mir. Der immer gleiche Trott von Erziehung mit Stolpersteinen, Hausarbeit mit Wiederhol-Effekt und Sinnlos-Gefühl, die ewig gleiche Meckerei beim Essen - aber :

Ich fühl mich gut!
Ich bin müde, geschafft, erledigt, aber es fühlt sich richtig an.
Es ist ein gutes Müde-Sein!

Nicht mehr dauernd nach den Sternen zu greifen und mich in tausend Ideen zu verrennen, wie ich meine "Besonderheit" nicht vergeude, sondern ganz einfach das zu tun, was ich doch eigentlich schon immer wollte : für meine Familie da sein, einfach da sein.
Die Hirngespinste von wegen Studium, um etwas zu beweisen, sind weggefegt. Nein, das muss ich nicht, ich muss niemandem etwas beweisen. Und wer glaubt, dass ich als Mutter und Hausfrau hier langsam aber sicher verblöde - der soll das doch glauben. Und es ist mir endlich wirklich egal...

Da habe ich doch denn Luxus, dass ich wirklich ohne Sorgen den ganzen Tag zur Verfügung habe, um Familie und Haus zu betreuen - und viel zu lange habe ich mir das Herz schwer gemacht, weil ich geglaubt habe, ich müsste noch etwas Besonderes leisten. Eben wie ein Studium mit fast 40, unter allerwidrigsten Umständen. Oder ein sensationelles Buch schreiben. Oder sonst irgendwas "Aufsehenerregendes". Blödsinn, alles.

Ich leiste etwas Besonderes :
Ich schaffe meiner Familie ein Daheim, indem sie sich alle wohlfühlen können, wo die Alltagslast abfällt, ich nehme jedes meiner Kinder als eigenständige, komplexe Persönlichkeit wahr und pflege quasi drei verschiedene Erziehungsstile, ich lese mich in die verschiedensten Thematiken ein, um sie zu verstehen und gut leiten zu können, ich stelle meine eigenen Bedürfnisse hintenan, wenn sie mich brauchen, ob ich Lust habe oder nicht....

Jawoll, ich tue hier etwas ganz wichtiges und seit ich meine Herausforderung innerlich aufgewertet habe, geht es mir dabei richtig gut. Natürlich ist es keine Herausforderung, zum x-ten Mal den gleichen Ort zu putzen und Hemden bügeln ist auch nicht gerade eine intellektuelle Beschäftigung - aber einem Kind zu helfen, die Welt zu verstehen und mit ihr klarzukommen, ihm nicht die eigenen einstigen Defizite aufzubürden, das ist eine.

Eigentlich so einfach, und doch so kompliziert, meine Einsicht.
Aber für mich ein ganz grosser Schritt nach vorne, der meinen Tag leicht macht. Wie eine Feder, wo er sich vorher oft wie Blei anfühlte...

 

Jac 04.02.2005, 21.38| (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Wenn

 

Wenn alle täten, wie sie müssten,
könnten manche, wie sie wollten,
würden viele, wie sie könnten,
wollte jeder, wie er sollte,


wäre alles doch so leicht.

;-)

 

Jac 03.02.2005, 21.47| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Weltbewegend oder auch nicht

KiOhVi-Trennkost

 

Die Haysche Trennkost ist bestimmt den meisten Menschen ein Begriff, die sich schon mal mehr oder weniger freiwillig mit Ernährungsumstellung zum Zwecke der Gewichtserleicherung herumgeschlagen haben. Auch ich habe mich damit befassen dürfen - zumindest rein theoretisch, in meiner Ausbildung.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als deprimierte -äh- diplomierte Mutter kenne ich unterdessen jedoch noch eine andere Art der Trennkost, die von meinen Kindern leidenschaftlich praktiziert wird :

Die KiOhVi-Trennkost, das steht für KinderOhneVitamine - Trennkost

Diese Ernährungsform dient der seelisch gesunden Entwicklung der Kinder, dem vorzeitigen Ergrauen der Eltern und ist garantiert frei von ernährungswissenschaftlichen Grundsätzen. Die Durchführung ist an keine besonderen Örtlichkeiten gebunden und verlangt keine speziellen Kochkünste, denn die Grundprinzipien sind bestechend einfach :

- mische niemals Spaghetti mit Sosse, denn nur ohne Sosse sind sie richtig trocken
- iss entweder Salami ohne Brot oder Brot ohne Salami, aber niemals beides gleichzeitig
- sämtliche Arten von angeblich gesunden Vitaminen in Früchten und Gemüsen sind zu boykottieren, weil sie den Appetit verderben und eine ungünstige Wirkung auf Deinen Pokemon-Level haben.
- der kleine Imbiss eine halbe Stunde vor dem Essen darf nur aus gut sättigenden Dingen bestehen - hungrig an den Tisch zu kommen ist der grösste Fehler, den Du begehen kannst.
- wird Dir ein Mischgericht aufgetischt, dann stochere so lange darin hin und her, bis Du alle Zutaten auf den Rand geschoben hast, der Teller in der Mitte leer ist, Deine Eltern entnervt aufgeben und Du ein Stück Brot (ohne Salami natürlich!) bekommst
- Du kannst entweder essen oder trinken. Um dem Konzept der KiOhVi folgen zu können, ist es nützlich, drei Gläser Wasser zu trinken - am Esstisch, dann bist Du satt und brauchst keine Spaghetti mit Sosse zu essen. Zwei Stunden nach dem Essen darfst Du dann dafür ausnahmsweise essen, was immer Du willst (sofern es Dir Deine Eltern erlauben!)
- Guetsli, Schoggi, Gummibärchen und ähnliches sind die elementaren Ergänzungsmittel, um auf eine ausgewogene Nährstoffbilanz zu kommen - wenn Du laut genug schreist, begreift das irgendwann jeder.
- Fett am Fleisch ist gefährlich. Alles, was Du nicht zweifelsfrei als Fleisch identifizieren kannst, darf entfernt werden - also alles, Du kennst Dich ja nicht so aus.


Und zum Schluss der wichtigste Grundsatz:
- sitz keinesfalls grade am Tisch, stütze die Arme auf, schaukle auf dem Stuhl hin und her, rede mit vollem Mund - nur so erreicht die kosmische Nährstoffbalance ihren absoluten Höhepunkt und die energetischen Lichtpunkte der Eltern entwicklen sich zu einem faszinierenden Schauspiel...


Mach Dich darauf gefasst, dass Du auf wenig Verständnis stossen wirst, wenn Du KiOhVi machst - Deine Eltern werden Dir nicht folgen können auf Deinem neuen Weg, sie werden sich (wie Eltern eben so sind!) an die veralteten, überholten Ernährungsprinzipien klammern, sie werden sich in ihrer Erziehungsberechtigung bedroht fühlen - doch als wahrer Vorreiter für eine  neue Zukunft der Kinderernährung wirst Du all das tapfer über Dich ergehen lassen. Das Knurren des Magens ist wirklich nur in der Anfangsphase!


 

Jac 02.02.2005, 22.37| (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Ironie hausgemacht

Neue Erkenntnis...

 

Elternabende können tatsächlich Spass machen!

(und es ist nun wieder einer weniger auf der Liste der noch zu besuchenden Elternabende bis zur Volljährigkeit der Kinder *g*)

 

Jac 01.02.2005, 22.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Vergessen als Strategie

 

Schulische (Aufgaben-) Probleme lösen sich nicht in Luft auf, wenn man sie in der Schule "vergisst" und sie machen sich auch nicht selber. Altbekannte Schwierigkeiten werden durch weiteres Verweigern nicht besser und ein Blatt einfach unbeschrieben zu lassen führt zu keinem Lerneffekt.

ICH weiss das.
Nun müsste ich das nur noch meinem Sohn klar machen, der mal wieder eine Geschichte schreiben sollte und dafür bereits in der Schule 90 Minuten vor dem leeren Blatt verbraten hat.

Ich werde erleichtert aufatmen, wenn wir den Termin bei der Lerntherapeutin wahrnehmen können - er braucht es dringend (und ich auch *seufz*)

 

Jac 01.02.2005, 16.35| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Kreatives Lernen

 

Wie bringt man Kindern Kunst nahe?

Man fährt als Lehrperson mit einer Horde Drittklässler ins Kunsthaus nach Zürich und sieht sich mit ihnen die aktuelle >>Monet-Ausstellung<< an - ein total begeisterter Oliver kam nach Hause geschwebt und beschrieb mir all die wunderschönen Bilder, kannte deren Namen, den Lebenslauf von Monet und sein Verhältnis zu Seerosen und der Brücke im Japanischen Garten...

Ich finde es toll, dass Lernen soviel Spass machen kann, ich bin begeistert, dass unsere Kinder in einer so engagierten Quartierschule lernen können.

Nicht ganz unerwähnt blieb dann aber der doppelstöckige Zug doch nicht ;-)

 

Jac 01.02.2005, 12.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kindereien