Stapelweise
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3


Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

freihalterin bei twitter




Statistik
Einträge ges.: 1899
ø pro Tag: 0,3
Kommentare: 3871
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 5612

Die Sache mit den Weihnachtskarten



Dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, wirklich allen eine Karte zu Weihnachten zu schreiben, die mir am Herzen liegen und zu diesem Zweck in einer kleineren Einkaufsorgie viele schöne Karten mit wunderbar weihnachtlichen Motiven und Texten erworben.

Weihnachten sind vorbei, einige Karten habe ich dieses Jahr wirklich geschrieben und pünktlich (!) zur Post gebracht, viel zu viele habe ich vergessen - und nun stapeln sich neben meinem Bildschirm die unbeschriebenen Karten mit verschiedenen Sujets.

Und auch da kann ich sagen :
*Alle  Jahre wieder...*

...wandern die überflüssigen Karten in die sehr grosse Schublade hier an meinem Arbeitsplatz, wo sie sich dann zusammen mit den überflüssigen vom letzten und vorletzten Jahr und allen Jahren überhaupt tummeln, friedlich vereint in einem Chaos, welches auf der nach oben offenen Stapel-Skala locker die Stärke 7.4 erreicht....

Theoretisch hätte ich nun fast ein Jahr Zeit, die Schublade aufzuräumen und zu sortieren ( ich liebe dieses Wort!), um dann nächstes Jahr auf diesen grossen Fundus zurückgreifen zu können.

Auf der anderen Seite - wenn ich sie lange genug unsortiert aufbewahre, dann erreichen sie vielleicht ja irgendwann Raritätenwert und ich werde reich damit ;-)

 

Jac 29.12.2003, 21.32| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien

Verbluefft



Eigentlich sollte ich es ja wissen.
Aber ich bin dennoch immer wieder verblüfft, welche Wäscheberge 2 Erwachsene und 5 Kinder in wenigen Tagen produzieren können...

Unsere Waschküche ist dank dem blöden nachträglich eingebauten Öltank ein L-förmiger Schlauch, gerade so breit, dass man die Tür des Trockners öffnen kann.
Wenn dort nun also mehrere Körbe Wäsche stehen, die Skianzüge und Winterstiefel zum Trocknen liegen/stehen, im Spülbecken der Duschvorhang eingeweicht ist, an der Leine die Vorhänge darauf warten, dass Weihnachten vorbei ist, dann gleicht es einem Spiessrutenlauf, überhaupt bis zur sauberen Wäsche vorzudringen, um sie zu entfernen und mittels manueller Tätigkeit in die Schränke verschwinden zu lassen.

Mein Tagesprogramm heute?
Die Waschküche wieder begehbar machen, damit sie gerüstet ist für all die Wäsche, die sich ansammelt in der Zeit, wo ich die Waschküche begehbar mache....

 

Jac 29.12.2003, 12.35| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Quecksilber



Heute ist es mal wieder passiert - wir haben Olivers Mittagsdosis vergessen....
Da der WBE mit den Kindern unterwegs war ( und ich mich völlig unstrukturiert dem Nichtstun hingegeben habe), hatte Oliver genug Anreize, dass es gut lief.

Aber von dem Moment an, wo er hier zur Türe reinkam, war es aus...
...wie Quecksilber hibbelte er hier herum, plapperte, schrie, lief die ganze Zeit herum, kaute an seinen Nägeln, ging nur auf den Fersen und zeigte sich wie im Lehrbuch - pures Quecksilber, quirlig und nicht zu halten....

Und ich - ja ich liess mich wie immer anstecken von seiner Hibbelei, es macht mich überdurchschnittlich nervös, wenn er so nervös ist, es macht mich wahnsinnig -
vielleicht ist das der Spiegel-Effekt....
*Schau mich an, dann weisst Du, wie DU bist*

*hmpf*

Jac 28.12.2003, 23.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Identitaetskrise als Chance



Die letzten  Monate waren geprägt von meiner zunehmenden Unfähigkeit, Strategien aufrechtzuerhalten, die ein Leben lang funktioniert haben. Mit dem Bewusster-Werden, warum ich die Dinge tue, wie ich sie tue, wurde es mir unmöglich, sie weiterhin so zu tun, auf dem Weg zur Perfektheit.
Gleichzeitig stieg der psychische und auch physische Druck auf mich durch die Erkrankung des WBE, die Ungewissheit, die irrealen und realen Ängste, die zusätzliche Belastung durch  Mehrarbeit, all das zehrte an mir.

Nun stehe ich hier :
die alten Strategien funktionieren nicht mehr und neue habe ich noch nicht.
Doch das erste Mal seit Wochen empfinde ich das nicht mehr nur als Last, sondern als Freischwimmen von eingefahrenen Wegen.

Nun weiss ich, dass es nicht mein Weg ist, eine brave Farmersfrau zu sein, beständig und perfekt, organisiert und ausgeglichen.

All das, was ich nun ein halbes Leben lang  versucht habe, unter der Maske des Perfektionismus zu verstecken, das Chaotische, das Sprunghafte, das Überfliegerische - das macht mich aus. Der Versuch, etwas darzustellen, was ich nicht bin, ist mir zwar ausserordentlich gut gelungen, aber es kostetete mich mehr Kraft, als ich hatte - und jetzt möchte ich sie nicht mehr haben.

Und genau das, was einerseits meine Schwächen sind, sind gleichzeitig auch meine Stärken.
Mag sein, dass mein übergrosses Aufnahmevermögen mich unfähig macht, mich in grossen Menschenmassen in Smalltalk zu üben - aber gleichzeitig befähigt mich das, komplexe Sachverhalte einfach aufzunehmen, feine Schwingungen des Zwischenmenschlichen zu spüren, manchmal sieben Dinge gleichzeitig zu tun.
Meine hunderttausend Ideen führen zwar dazu, dass es in diesem Haus von angefangenen und nie fertig gemachten Dingen wimmelt - aber gleichzeitig gibt es auch viele Dinge, auf die ich sonst gar nicht gekommen wäre.
Mag sein, dass ich manches nur unter (Zeit)Druck erledigen kann - aber ist das nicht egal, solange es am Schluss fertig und gut ist?

Viele solche Gedanken rasen durch meinen Kopf und ich begebe mich auf einen Weg, wo ich nicht weiss, wo er mich hinführt. Es wird kaum so sein, dass ich für andere Menschen plötzlich ein komplett anderer Mensch bin, die Änderungen sind in mir drin. Genau wie auch mein Chaos nur in mir drin ist und eigentlich schon immer war, nach aussen galt ich als sehr zielstrebig und organisiert - und zwar so sehr, dass ich das selber auch geglaubt habe.

Es fiel mir anfangs schwer, mir einzugestehen, dass ich mir etwas vorgemacht habe - doch unterdessen sehe ich es als grosse Chance, frei zu werden.
Frei von übermenschlichen Ansprüchen an mich selber.
Frei von blockierenden Verhaltensweisen.
Frei von aufgepflanzten Gedankengängen.
Frei, ich zu sein.

 

Jac 28.12.2003, 12.13| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien

So ist es....



Arbeiten macht müde.
Nichtstun macht auch müde.


Vom Nichtstun müde sein ist entspannter.

;-)

Jac 27.12.2003, 16.40| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Alles wird gut ;-)



*püüüüüh*
Geschafft!

Mit Abschluss des heutigen Tages wäre dann das Thema Verwandtenbesuche durch.
Vor uns liegen zwei wundervolle freie Tage mit der Verpflichtung, genau gar nichts zu tun.

Am Montag hat das alles schon wieder ein Ende, der WBE wird nächste Woche wohl durcharbeiten, auch an den Feiertagen und ich werde mich in den Alltag stürzen - total motiviert von zwei Kindern, die keine Schule haben...
Das wird aber bestimmt trotzdem eine entspannte, friedliche Woche - ich will das einfach so. Momentan fühle ich mich so gelassen wie seit Wochen nicht mehr, freue ich mich auf die beiden freien Tage "nur" mit meiner Familie und bin zuversichtlich, dass ich ein bisschen was von meiner Gelassenheit auch in die nächste Woche hinüberretten kann.

Und ehrlich:
ich bin ein bisschen stolz auf mich!
Ich habe es dieses Jahr wirklich geschafft, nicht alles hypersuperperfekt haben zu wollen und damit alle um mich herum zum Wahnsinn zu bringen, weil ich Heiligabend das perfekte Haus mit dem perfekten Weihnachtsbaum und dem perfekten Essen und der perfekten Laune gesucht habe und logischerweise gescheitert bin an den überdimensionierten Ansprüchen.....

Nein, ich konnte manche Dinge einfach sein lassen, wie sie sind.
Und siehe da - Weihnachten kommt auch, wenn die Fenster nicht ebenso glänzen wie die Kerzen und dem Kinderglück tut es keinen Abbruch, wenn die Betten auch mal nicht gemacht sind.

Manche Frauen müssen darum kämpfen, Ordnung in ihren Haushalt zu bringen und sich dem Chaos zu widersetzen.
Ich kämpfe darum, nicht immer so zwanghaft perfektionistisch zu sein und es ist für mich ein Schritt nach vorne, etwas nicht zu erledigen, was ausser mir eh keiner braucht.
Mut zum Unperfekten - ich hätte mir vor einem halben Jahr nicht vorstellen können, dass mir das gelingt und mir das auch gut tut, mir Gelassenheit gibt - und vor allem die Welt nicht zusammenbricht, wenn ich eine anstehende Aufgabe nicht absolut über jeden Zweifel erhaben löse.

Ehrlich, sie bricht wirklich nicht zusammen! Schön :-)

Jac 26.12.2003, 21.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Masslosigkeit



Wir feiern heute bei meiner Schwester zusammen mit meinen Eltern noch mehr Weihnachten. Damit nicht alles an der Gastgeberin kleben bleibt, wird das Menü arbeitsmässig aufgeteilt, und ich habe es übernommen, ein Dessert zu machen.

Herausgekommen ist dabei :

- frischer Fruchtsalat
- dunkles Mousse au chocolat
- weisses Mousse au chocolat

Ich kann wohl nicht zählen - und was einfaches kann ich schon gar nicht.

Wie immer werden sich erst alle "beschweren", dass ich mir viel zu viel Arbeit gemacht habe - und sich dann heisshungrig über die Sachen hermachen, ich bezweifle, dass ich viel davon wieder mit nach Hause nehmen muss.

Das ist immer so - und das hat so was Schönes, Vertrautes und gehört zu Weihnachten dazu *g*

Jac 25.12.2003, 14.06| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Weihnachtsgeschenk :-)



Was mir mein Mann zu Weihnachten geschenkt hat :



Dieses Weblog, für ziemlich lange Zeit ;-)
Weil man aber eine Internetseite so schlecht einpacken kann, hat er mir dieses Rätsel stellvertretend eingepackt -

erwähnte ich schon mal, dass mein Mann einfach geniale Ideen hat?

Jac 25.12.2003, 09.50| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien