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Mein Leben in 6 Worten:

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Nase voll...



Ich will nicht mehr.
Ich mag nicht mehr.
Ich habe es einfach nur noch satt.

Kann ich bitte einfach wieder ein ganz normales, chaotisches Leben haben, mit nörgelnden Kindern, unaufgeräumtem Haushalt und Gedankenstapeln als grösstes Problem?

Die Hoffnung, dass wir bald aus diesem gesundheitlichen Schlamassel beim WBE herauskommen, hat sich zerschlagen und vor meinen Augen entsteht ein Bild des Jahres 2004, wie ich es lieber nicht sehen möchte.

Das wird sich alles hinziehen. Es wird uns über Wochen und Monate beschäftigen und wird wenig Platz für Aufatmen lassen, sondern unseren Alltag diktieren.

Nun ja gut, es ist nichts lebensbedrohliches wie damals bei David - aber ich muss das trotzdem nicht haben, ich habe das schon mitgemacht und ich habe genug. Ich habe mich bewiesen, ich bin an meinem Limit gelaufen, darf ich denn nicht endlich auch einmal zur Ruhe kommen, dürfen wir nicht endlich auch mal zur Ruhe kommen?

Irgendwas ist immer.
Das scheint mein neues Lebensmotto zu sein, und irgendwas heisst bei mir offenbar nicht Schniefnasen, Trotzkinder, Stress, sondern den ganzen Pschyrembel rauf und runter zu kennen.... Herzfehler, Pineoblastom, Chemotherapie, ADHS, Hochbegabung, Psoriasis, Borreliose, Wirbelsäulen-Chirurgie...

Merkt man, dass ich gerade im Selbstmitleid bade?
Macht nichts, man gönnt sich ja sonst nichts :-/

Jac 18.12.2003, 09.55| (8/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Tatsachen beim WBE



Tja.

Im Sommer fing es an, dass mein Mann diese Taubheitsprobleme in den Händen, die Schwäche, die Müdigkeit hatte.
Erst nahm er das nicht so ernst, dann ging er zur Hausärztin.
Vermutung : Rückenprobleme, Vitaminmangel.
Therapie : Vitamin-und Mineralstofftabletten, Physiotherapie.
Besserung nach mehreren Wochen : null.

Bluttests angeordnet - holla, Borrelioseantikörper.
Eine Lumbalpunktion muss beim Neurologen gemacht werden, um das zu verifizieren.
Der Neurologe findet, das sei keine Borreliose und macht erst eine Kernspintomographie des Schädels : Vermutung Hirntumor oder MS.
Der zu sehende Herd veranlasst ihn, gezielter nach MS zu suchen - dass der Herd vor 12 Jahren schon da war und unverändert ist, interessiert nicht.

Die Lumbalpunktion ergibt nichts Neues und schon gar nicht eine Neuroborreliose, aber auch keine nachweisbare MS.
Dass der spezielle Bluttest (Westernblot) doch für eine Borreliose spricht, interessiert nicht.
Also machen wir ein Hals-MRI.

Zwischenzeitlich ist Familie Ohneha bereits etwas entnervt und bemüht sich um eine Zweitmeinung bei einem Borreliose-Spezialisten.

Aber dann :
das neue MRI zeigt einen deutlichen Bandscheibenvorfall auf C4/C5 mit Stauchung des Rückenmarks.
Der Neurologe macht noch weitere Tests zur Leitungsfähigkeit der Nerven und leitet dann die Unterlagen in die Schulthess-Klinik weiter, nachdem wir das Kantonsspital abgelehnt haben, und findet es nach wie vor völlig überflüssig, über die Blutwerte ein Wort zu verlieren.

Heute war dann der Zweittermin beim Borreliosespezialisten, der letztes Mal schon eine klare Aussage zur HWS treffen konnte, dass auf alle Fälle operiert werden muss, aber dennoch den Blutwerten nachging.

Und die ergaben :
Wahrscheinlich Lyme-Borreliose.

Also wird noch einmal eine Lumbalpunktion gemacht, wo noch detaillierter gesucht wird, wie stark die Entzündung ist, wie stark auch therapiert werden muss.
Dass therapiert werden muss, steht ausser Frage.

Und das Interessante an der Sache :
Die Symptome kommen zwar von der Wirbelsäule - aber operiert kann erst werden, wenn die Borreliose therapiert ist, weil keiner in diese Entzündung hinein operieren wird ( ausser im Notfall, sollte sich die Kompression verstärken und Lähmungen dazukommen)

Um es im Fachjargon zu sagen :
Läuse und Flöhe bei meinem Mann.

Um es in meinem Jargon zu sagen :
so ein elender Mist das alles !!!!
Als die Diagnose vom Hals-MRI kam, habe ich mir gedacht, die Borreliose wäre mir lieber gewesen, weil einfacher zu therapieren - aber dass mich das Schicksal gleich so wörtlich nimmt und uns beides auf den Hals hetzt....

Und was bedeutet das nun wieder für uns :
das Warten geht in eine neue Runde.
Die Lumbalpunktion wird zwar noch vor Weihnachten gemacht, aber dann dauert es etwa 2 Wochen, bis die Befunde da sind.
Und dann wird mindestens 4 Wochen therapiert. Und dann muss das bestimmt wieder überprüft werden, und wenn es dann in Ordnung ist, dann kann man dann über die OP reden.

Fröhliche Weihnachten!
*sarkasmusoff*

 

Jac 18.12.2003, 09.46| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes