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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Strukturen

Letzte Woche war Auszeit angesagt - Mittwoch bis Sonntag weg von zuhause, Pflichten, Verantwortung und Alltag, hin zu meiner liebsten Freundin und in deren (Ausnahme-)Alltag.

Das bedeutete für mich, ich hatte nichts zu tun. Ich musste gar nichts, ich durfte auch fast nichts (*zwinker*), es war unwichtig, ob es eine Viertelstunde früher oder später war und das schlechte Wetter trug das seine dazu bei, dass vor allem Faulenzen angesagt war. Ein bisschen Internet, viel Reden, da noch einen Kaffee und dort noch einen, ab und zu ein bisschen Kinder in wohldosierter Form und verantwortungsfrei...

Es hat mir gut getan, mal nicht zu müssen. Es war ein Genuss, für nichts zuständig zu sein und meine Tätigkeiten im Haushalt darauf zu beschränken, immer mal wieder dreinzureden...


Am Sonntag kam ich zurück, abgeholt von meiner Familie mit einem Schild "Hotel Ziegelhau", am Montag war der Alltag wieder da und mit ihm Pflichten und Verantwortung und Müssen.

Und da habe ich festgestellt, wie gut mir das doch tut. Wieviel Inhalt es meinem Leben gibt, wie sehr ich es brauche, nicht einfach in den Tag hineinzuleben, sondern ein Programm zu haben.

Wie wichtig mir doch Ordnung, Rituale, Strukturen, Zeiten sind. Ich dachte immer, dass das nur die Erfordernisse meines Alltags sind, in die ich halt hineingezwungen wurde, doch nun ist mir klar, dass es längst zu einem Teil meiner selbst geworden ist. Nicht wie ein Käfig, mehr so wie ein gutsitzendes Korsett, das dem Ganzen Halt gibt.

Klar, es dürfte manchmal auch ein bisschen weniger Struktur sein, ein bisschen mehr "laissez-faire" würde mir sicher gelegentlich gut tun, doch unterm Strich:

wie schön, wenn man genau das Leben führen kann, das einem gut tut und in dem man sich wohl fühlt.


Jac 18.11.2010, 09.54| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Blutorangen-Gelee

***
- 7.5 dl Blutorangensaft, selbst gepresst oder auch gekauft (aber keiner aus Konzentrat oder Billigproduktion!)
- 200 g Rohzucker aus Zuckerrohr ("brauner Zucker")
- 400 g Kristallzucker
- 1 Päckchen Geliermittel
- 1 rosa Grapefruit, filetiert

Den Blutorangensaft aufkochen, das Geliermittel einrühren, aufkochen, den Zucker beigeben, aufkochen, die Grapefruitsfilet beigeben und 5 Minuten abkochen, in heiss ausgespülte Gläser abfüllen.

***
Das schmeckt so speziell, weil die Grapefruits eine frische Note bringen und der braune Zucker eine noch andere Art Süsse einbringt.
Man könnte wohl die Grapefruitfilets auch durch Blutorangenfilets ersetzen, oder es mit Blondorangen - oder gar Mandarinensaft machen...


Jac 07.11.2010, 20.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Rezeptliches

Fötzelis

***

- seit ich twittere, landet viel vom Alltagskleinkram dort und ich brauche es nicht mehr künstlich in die Länge zu ziehen, um es als Blogbeitrag verkaufen zu können. Das hat sein Gutes, weil ich spontan was rauslassen kann, weil es für mich durchaus eine Herausforderung ist, mich kurz zu fassen, aber es hat auch seine Nachteile, weil hier weniger zu lesen ist.

- einmal Hölle und zurück - das war der Weg, den ich mit der Veränderung in meiner Mundschleimhaut gegangen bin. Termin bekommen, Angst, Googeln, noch Angst, Biopsie - und dann Entwarnung. Es ist "nur" eine Hyperkeratose, aber es hat gereicht, um mir richtig Angst zu machen. Den Rest lasse ich dann im Januar auch noch entfernen, einfach sicherheitshalber - ein bisschen betäuben, ein bisschen lasern, und weg damit... Und das mir, die ich viel zu viele Jahre einen grossen Bogen um Zahnarztpraxen gemacht habe.

- meine Nähmaschine und ich, wir werden noch richtig dicke Freunde. In den letzten Tagen und Wochen habe ich einiges genäht. Das erste Mal habe ich etwas für mich gemacht - aus dem schönen weinroten Samt, den ich seit langem gehortet habe, gab es eine Tasche "für" schön - mit Futter, Innen- und Aussentäschchen, Klappe mit Applikation - und das alles nur mit logischem Denken, ganz ohne Schnittmuster.
Ich bin viel zu faul für Schnittmuster, ich mache es lieber nach dem Prinzip "hinhalten - Augenmass - vorhandene Stoffmenge - effizientester Weg, den Stoff zu verbrauchen" - vielleicht gibt es viel einfachere Wege (wie zum Beispiel mit einem Schnittmuster, wo andere schon gedacht haben), aber für mich fühlt sich das "richtiger" an und der Lernprozess ist grösser.
Nun werde ich mich wirklich bald an mein grosses Projekt machen können - eine Patchwork-Kuscheldecke für aufs Sofa. Den Stoff, die Fütterung, die Idee habe ich schon lange, nur die Zeit und der Mut fehlte mir bisher noch. Aber die letzten Näharbeiten gaben mir die Zuversicht, dass ich das können werde. Davon gibt's dann bestimmt auch mal ein Foto.

- 91 Gläser Konfi habe ich letzte Woche gemacht (Rezept kommt auch noch) - und von all den neu ausprobierten Sorten war das seit langem die allerallerbeste, es schmeckt wie pure Frucht auf dem Brot - Blutorangengelee. Damit habe ich die Weihnachtsgeschenke für die Firma abgehakt, nun kann ich mich um die Geschenke für die Kinder, für den WBE kümmern, um Adventskalender und Weihnachtsdekorationen, um Karten und Guetsli - NACH meiner Auszeit ;-)


Jac 07.11.2010, 20.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches