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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Gepäck


Wenn man sich gewohnt ist, mit einem sehr grossen Auto in den Urlaub zu fahren, wo Platz reichlich vorhanden ist, bekommt das Packen einen Touch von "nehmen wir mit, man weiss ja nie". Es sieht dann aus, als würden wir umziehen, dabei fahren wir nur zu fünft in die Ferien.

Nun werden wir aber fliegen - mit klar definiertem Gepäckvolumen und ebenso klar definiertem Handgepäck - und mir graut. Ich kann mir noch nicht vorstellen, wie wir es schaffen werden, all die nötigen, keine unnötigen und doch die richtigen Sachen dabei zu haben.
Waschen auf dem Schiff einplanen oder nicht?(Bequemlichkeit und Platzproblem contra Arbeit)
Wie kalt sind 5 Grad ?(vergisst man leicht, selbst wenn der Sommer bescheiden war)
Was muss ins Handgepäck, was darf keinesfalls rein?
Wie leger ist legere Kleidung?
Brauchen wir wirklich Handschuhe und Mützen?
Badesachen für den Whirlpool - gehen wir da wirklich rein?
Welche Medikamente sind zwingend ausser den verschriebenen?

*pffft*
*denkdenkdenk*

Ja, mir ist klar, dass ich all diese Fragen bis am Samstag in 2 Wochen gelöst haben werde - aber das geht noch so lange *g*




Jac 16.09.2010, 21.03| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erträumtes

Just for fun...


...und nicht, weil ich's wirklich brauche, vermutlich werde ich damit auch nicht mehr telefonieren als bisher, aber es ist zu vermuten, dass ich es trotzdem intensiver nutzen werde als mein bisheriges Gerät.
Seit gestern gehört mir ein Iphone - zumindest auf dem Papier, mit etwas Glück halte ich es dann auch noch vor den Ferien wirklich in Händen - es gibt da ja anscheinend sowas wie Lieferzeiten ;-)

..und nur ein bisschen, weil wir eine neue Lösung brauchen, haben wir gestern unsere neue Medienlösung anbezahlt, der Rest wird bei Lieferung fällig: ein Gerät für alles, inklusive Festplatte für ganz viel Musik, damit das lästige "CD rein, ein Stück hören, CD raus, andere CD rein.." entfällt, wenn uns nach bunt gemischt ist.


Jac 16.09.2010, 20.49| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Freudiges

Blödes Viech...


Mehrere Jahre Geduld hat es gebraucht, bis diesen Frühling unser Pflaumenbaum endlich Blüten hatte und sich aus diesen Blüten Fruchtansätze entwickelten.
Den ganzen Sommer durch habe ich immer wieder geguckt und mich über die erst noch kleinen, dann immer grösseren grünen Früchte gefreut. In den letzten Wochen konnte ich zusehen, wie sie täglich dunkler, rot-violetter wurde und der Grifftest zeigte - bald sind sie essreif, unsere Riesenpflaumen der Sorte, die heisst wie unsere Tochter...


...doch über Nacht waren sie bis auf drei Früchte weg. Über Nacht, nicht über Tag. Die untersten Äste abgeknickt, die Pflanzen drunter niedergetrampelt, der eine oder andere Stein zwischen Pflaume und Weg zum Wald hinauf herumliegend....


Mein lieber Dachs, ich finde es schön, dass Du Dich hier ab und zu blicken lässt - aber DAS WAR NICHT NETT!

Glaub mir, nächstes Jahr wirst DU bestimmt keine Pflaumen wegfressen, und wenn ich den ganzen Baum mit Maschendraht einzäunen muss.
(Und ich hoffe, Du hasst Kiwis.)

*grummelgrummel*

Jac 12.09.2010, 21.07| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Krötiges

Fötzeli

Fötzeli ist das schweizerdeutsche Wort für "Schnipsel", das ich lange Zeit benutzte, um so Kleinkram in einem Beitrag zusammenfassen. Das lese ich unterdessen aber auswärts immer öfter, und so mag ich wieder einen "eigenen" haben ;-)

***
Alltagsfötzeli:

- der Hobbyraum ist eingerichtet und wird gern genutzt. Eine Kaffeemaschine ist schon drüben, ein kleiner Kühlschrank wird noch geliefert, das Bettsofa und viele, viele Kissen und Decken laden zum Faulenzen ein - und die LEGO-Eisenbahn läuft auf allen Schienen, die wir haben - dazu hatten wir bisher keinen Platz. Und die inbegriffene Nutzung des Pools nutzen wir dann nächste Saison.

- manchmal ist Nähen Schwerarbeit - dann, wenn die Werkstücke eine gewissen Dimension und ein gewisses Gewicht erreichen, wünscht man sich einen Handlanger, der immer im passenden Moment das Ganze anhebt.

- Reissverschlüsse und ich - bisher eine unvereinbare Beziehung, aber nachdem an unser schönsten, teuersten Bettwäsche die Reissverschlüsse kaputtgegangen sind, werde ich versuchen, diese Beziehung auf ein solides Fundament zu stellen - gute Wünsche und Tricks werden gern entgegengenommen ;-)

- Trolleys und Rucksäcke sind gekauft, das Bescheinigungsformular fürs MPH ist gefunden und ausgedruckt und geht noch bei Arzt und Apotheke vorbei, Haus- und Katzensitting ist organisiert - ich glaube es langsam, dass wir in 4 Wochen auf dem Schiff sind...

- Blindschleiche frisst Regenwurm - das sah ziemlich beeindruckend aus, wie sie den an einem Stück verschlungen hat - vor lauter Staunen habe ich den Fotoapparat natürlich vergessen.

- dieses Jahr könnte unser erstes richtiges Kiwi-Jahr werden - da hängen so viele dran und die Grösse stimmt auch - und nachdem ich jetzt gelesen habe, dass man sie nach dem Ernten erst nachreifen lassen muss, wird mir auch klar, warum die Miniausgaben letztes Jahr so *bäh* waren - es lag vermutlich nicht an der Grösse, sondern an unserer Gier (oder Ahnungslosigkeit?) Mein Feigenbaum trägt auch - 6 Stück sind dran. Da ich ihn erst diesen Frühling bekommen habe, freut mich das besonders.

- Gut fürs Ego: für einen Schulanlass einen Kuchen backen und von den Kindern die Rückmeldung bekommen, dass meiner als allererstes bis zum letzten Krümel verkauft war. (Nein, er ist nicht halt einfach zuvorderst gestanden *g*)

Ausgefötzelt ;-)


Jac 06.09.2010, 21.09| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Grosses Mädchen, kleines Mädchen

***
Es war einmal ein kleines Mädchen, dessen Leben daraus bestand, bloss nichts falsch zu machen, um vielleicht doch wenigstens einmal Anerkennung und Liebe zu bekommen. Weil das Mädchen klein war, hatte es immer wieder die Hoffnung, dass einmal etwas so gut sei, dass es etwas Nettes zu hören bekomme, dass einmal jemand lieb zu ihr sei, dass einmal jemand an sie denkt und sie ein Geschenk bekommt oder einen Glückwunsch zum Geburtstag. Dieser Jemand waren meist ihre Eltern, von denen sie das aber nicht bekam.

So zog sich enttäuschte Hoffnung wie ein roter Faden durch ihr Leben. Lange Zeit liess sie sich davon nicht entmutigen, doch irgendwann resignierte das kleine Mädchen und dachte sich "wünsch Dir bloss nichts, Du wirst eh nur enttäuscht" und zog sich in ihr Schneckenhaus zurück, wann immer sie in die Lage kam, dass sie vielleicht hätte hoffen sollen.

Das kleine Mädchen wurde zu einem grossen Mädchen, das nach immer wiederkehrenden Schwierigkeiten hart daran arbeitete, die Muster von damals wieder aufzulösen, stolz auf sich selber zu sein, Anerkennung und Liebe auch mal einzufordern, ein gesundes Verhältnis zu Wünschen und Erwartungen aufzubauen, und weil das grosse Mädchen ein sehr willensstarker Mensch war, gelang ihm das sehr gut und die meiste Zeit seines Lebens konnte es vor sich hin leben, als hätte es eine völlig unbeschädigte Jugend gehabt.

Doch manchmal, in Momenten, wo das grosse Mädchen an seinen Grenzen steht, wo Erschöpfung oder Müdidkeit ihr die Sinne vernebelt, übernimmt das kleine Mädchen unbesehen das Kommando und diktiert dem grossen Mädchen Flucht, Schneckenhaus und die stete Angst vor der enttäuschten Hoffnung.
Das grosse Mädchen ist dem dann hilflos ausgeliefert, wenn aus ihrem Umfeld Signale kommen, die denen von damals ähneln.
Das grosse Mädchen weiss, dass das für das Umfeld kaum zu erkennen ist, dass das für das Umfeld auch schwer nachvollziehbar ist, doch das grosse Mädchen hofft im Gegensatz zum kleinen Mädchen, dass man ihr in dem Moment helfen kann, und genau dann, wenn sie so seltsam reagiert, sich zurückzieht und verkriecht, erkennen kann, dass das kleine Mädchen grad regiert und dringend auf der Suche nach etwas Anerkennung, Liebe und Wärme ist, damit es sich wieder in die Tiefen der Seele des grossen Mädchens verziehen kann.

***
Mein kleines Mädchen hat mich letzte Woche regiert und das grosse Mädchen zu irrsinnigen Leistungen angetrieben, bis zur Erschöpfung und darüber hinaus, bis zur Verzweiflung und zu Tränen vor Erschöpfung. Und wieder einmal bin ich reingefallen, habe es nicht gemerkt, habe keine Notbremse gezogen, sondern habe es zugelassen, dass sich das grosse Mädchen das schöngeredet hat, dass es ja alles unbedingt gleich sofort erledigt sein muss, weil und darum und deshalb.

Ich bin wieder ich selber, ich regiere mich wieder allein, das kleine Mädchen ist schlafengegangen und ich fühle mich zwar noch etwas geschlaucht, doch immerhin kann ich dafür jetzt eine ruhigere Kugel schieben, weil ich letzte Woche soviel getan habe. An einer gesünderen Verteilung arbeite ich noch....



Jac 06.09.2010, 20.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes