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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Nein, bestimmt nicht!

Zuckersüss und rotglänzend haben sie mich angelacht, die Pflaumen, als ich heute einkaufen war und mir zugeflüstert "kauf uns, mach uns zu Kuchen, Auflauf, Kompott, iss uns einfach so..." - und ich habe weggehört.

Nachdem ich gestern aus 16 Kilo Pflaumen 85 Gläser Konfi produziert habe, kann ich grad keine mehr sehen - und bin froh, dass die draussen am Baum a) noch nicht reif sind und b) mengenmässig im kleinen Rahmen anfallen.

Jedesmal, wenn ich es gemacht habe, die Konfi für die Weihnachtgeschenke der Firma produziert, denke ich mir, so eine Mistidee, dieser ganze Aufwand, dieser Krampf, das muss ja nun wirklich nicht sein...
...und jedesmal, wenn dann wieder ein paar Tage / Wochen / Monate Abstand dazwischen liegen, finde ich es nach wie vor eine schöne Tradition, dass die Kunden meines Mannes zu Weihnachten zwei Sorten hausgemachte Konfi bekommen - das ist halt mal was anderes als all die Kalender, Kugelschreiber, Agenden, Schlüsselbänder, wasweissich mit Werbeaufdruck - klein, fein, persönlich, wie die Firma selber.

Gut, sehe ich das grad wieder so romantisch, ich habe erst eine Hälfte gemacht, eine Sorte fehlt mir noch. Ich weiss noch nicht, was es sein wird, ich weiss nur, was es _nicht_ sein wird - die volle Quittendröhnung habe ich mir letztes Jahr gegeben, damit mach ich mal ein Jahr Pause....

Ideen für raffinierte Konfis mit Früchten, die von jetzt an Saison haben, werden gern entgegengenommen ;-)

Jac 25.08.2010, 20.52| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Angefressen...


... haben Mäuse unser Gartenhaus - ein hübsches, kleines Zugangsloch in der Ecke hat ihnen Zutritt zu den Abfallsäcken verschafft, die für Mäusenasen sehr verführerisch gerochen haben müssen. Da ich keineswegs scharf drauf war, regelmässig aufgebissene Säcke wieder zusammenzukehren, habe ich sie Schoggistückchen anfressen lassen - in der Mausefalle, habe Fenster und Türen zugemacht und dann festgestellt, dass da eben ein Loch war, mit Betonung auf "war" - ich bin gespannt, ob nun die Fallen leer bleiben.


...war er, aber nur ein bisschen, mein Grosser, als in der letzten Matheprüfung seine Nachhilfeschülerin die klassenbeste Note geschrieben hat, besser als er - und runde 3 Noten besser als noch vor Monaten. Vor allem war er stolz auf sie - und ihre Bestnote war auch ein bisschen seine.

... bin ich schon nach weniger als 10 Fotos von meiner neuen Kamera - die macht nicht einfach nur gute Fotos, die macht sie vor allem auch dann, wenn die Lichtverhältnisse mehr als nur bescheiden sind. 7 Jahre sind halt in der digitalen Fotografie eine Ära, und meine bisherige EOS definitiv aus einer anderen. Ich bin zuversichtlich, im Oktober  auf den 2600 km der norwegischen Küste entlang fotografieren zu können, was ich sehe werde, besonders Dinge, die erst bei Dämmerung sichtbar sind...
Ich freu mich wirklich riesig, dass ich mein Erspartes für die 550D angetastet habe :-)

... muss ich schon irgendwie sein, wenn ich als Verpackung für ein Kindergeburtstagsgeschenk mal eben schnell ein Täschchen nähe, welches den Inhalt als Beigemüse erscheinen lässt. Oder für den zukünftigen Hobbyraum mal schnell mehr als 5 Laufmeter Stoff besorgt habe - für allfällige Dekorationszwecke.

... bin ich noch immer von meinem Mann, und damit er das weiss, schreibe ich es hier mal wieder: hey, Du, weltallerbester Ehemann, ich steh auf Dich!
Denn die grösste Gefahr in einer Ehe ist doch : Zuerst sagt man sich nichts mehr und dann hat man sich nichts mehr zu sagen.
Dem wirke ich auch hier mal wieder entgegen ;-)



...

Jac 23.08.2010, 21.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Wochenschnipsel

- nichts Besseres als einen faulen, entspannenden Sonntag verbringen zu wollen und das Wetter spielt mit und liefert grau, kühl und nass.

- den eigenen Kindern das Jassen beizubringen bedeutet, dass sich immer ein Jasspartner findet - genau das Richtige für einen grauen Sonntagnachmittag zum Beispiel

- unverhofft kommt oft selten, aber grad richtig - in diesem Falle die Möglichkeit, unseren eher knappen Platz durch Zumieten eines Hobbyraumes aufzustocken und so Gelegenheit zu haben, auch mal die Legoeisenbahn in voller Grösse aufzubauen, ohne den Zugang in alle Keller- Räumlichkeiten zu verbarrikadieren.

- aus einem mir noch unbekannten Grund verschwindet hier beim Bloggen manchmal der Cursor - sehr lästig, weil man beim Korrigieren und Schreiben nicht immer da weiterschreibt, wo man eigentlich wollte. Jetzt grad ist er wieder da - mal gucken, wann er wieder verschwindet - und wohin. Falls einer von Euch plötzlich zwei Cursor hat, soll er sich bitte melden, es könnte meiner sein

- ein seit Jahren tauber Daumen an der linken Hand ist etwas, womit ich längst leben gelernt habe - wenn dann aber der Zeigefinger links auch noch taub ist, weil die Autotüre offensichtlich stärker war, dann ist das beim Schreiben fehlerquotenerhöhend, beim kochen aber sehr lästig, weil das Kommando "heiss- weg" zu spät ankommt. Taub und verbrannt ist *bäh*, sehr *bäh*

- "Unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr Zweitausendzweihundert..." - schön, wenn man eigene Kindheit mit den eigenen Kindern nochmal neu erleben darf - wir züchten gerade drei neue Star-Trek-Fans heran.

- und ich kann noch so oft die Schiffspläne und den Führer und das Online-Video von "unserer" Suite anschauen - noch immer ist es irreal, dass wir im Oktober die 2600 km norwegische Küste bereisen...

- achtsam sein, dass man die Achtsamkeit nicht verliert, ist eine grosse Aufgabe. Würdig einer Ehe.

- Schuljahrbeginn bedeutet - Papierkrieg. Ausfüllen, anmelden, ablegen, weitergeben, zurückgeben, aufhängen - und den ganzen Papierkrieg vom letzten Schuljahr entsorgen.

- jeder Schlechtwettertag bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir unbedingt die redimensionierte Seifenblase brauchen, damit auch bei Gruselwetter die Frischluftzufuhr bei Kaffee und Reden funktioniert.


Jac 15.08.2010, 20.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Eine Krähe...

...hackt der anderen kein Auge aus.



Das gilt nicht für Frauen und ihre unterschiedlichen Lebenspläne, was die Vereinbarkeit von Kind und Beruf anbelangt.



Jac 11.08.2010, 21.40| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Erholsam...

...ist es, dass der Alltag wieder da ist:

- ich werde nur noch stundenweise in Grund und Boden gelabert statt von frühmorgens bis spätabends

- wenn ich etwas wegräume, ist es auch eine oder zwei Stunden später noch weggeräumt

- Geschirr befindet sich wieder entweder im Schrank oder in der Spülmaschine statt im Wohnzimmer und in der Küche, grossflächig dekorativ verteilt

- abends ist es früher ruhig

- es gibt wieder Regeln und nicht nur Ausnahmen

und vor allem:

ich darf mit mir selber allein sein.
Nur ich und das, was es dann bei mir so denkt. Ich kann meinem Rhythmus folgen, selbstbestimmt und nicht fremdbestimmt.

Es waren schöne, gelungene Sommerferien. Die zwei Wochen im Tirol haben gutgetan, die drei anderen Wochen hier waren gut gefüllt mit Ereignissen und Besuchen, die Tage, die meine Mutter hier bei uns verbrachte, erfüllen mich mit leiser Freude, weil wir uns wohl noch nie so nah waren.

Es hat gutgetan - und es ist auch gut, ist es jetzt wieder vorbei.
Es dauert eh nur 8 Wochen, bis schon wieder Ferien sind (wo dann unser grosses Abenteuer startet), der Grosse ist jetzt in der neunten Klasse und der Übertritt an die Kantonsschule ein nächstes Ziel, mein Mädchen ist in der achten Klasse und kann sich jetzt weiter steigern, um die Schwierigkeiten des letzten Sommers /Herbstes auszubügeln und der Jüngste dürfte nun in seiner Klasse mit seinem Lehrer angekommen sein und nun die vierte und dann die fünfte etwas entspannter absolvieren als das letzte Schuljahr.

Ich selber habe mal wieder ehrgeizige Ziele, was die Zeitplanung meines Lebens anbelangt, will mir mehr Zeit nehmen für mich, für meine Interessen - ich bin ja gespannt, wieviel davon ich dann auch wirklich umsetzen kann. Immerhin sitze ich jetzt hier und blogge - ein kleiner, bescheidener Anfang, aber eindeutig noch steigerungsfähig - morgen vielleicht *g*


Jac 10.08.2010, 21.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

An eine wunderbare Frau

Liebes Grosi,


als kleines Kind habe ich die meiste meiner Zeit bei Dir verbracht, Du hast mich wie ein eigenes Kind aufgenommen und für mich gesorgt, weil das meiner Mutter so nicht möglich war.

Du hast mir nicht nur beigebracht, zu laufen, zu reden, zu singen, Du hast auch durch Deine Neugier aufs Leben, durch Deinen Frohmut meine Lebenseinstellungen mehr geprägt, als mir das lange bewusst war. Das, was andere unter "Mutters Küche" verstehen, ist für mich "Grosis Küche" - genauso muss das eben schmecken. Du hast mich genommen, wie ich bin, hast mich geliebt, wie ich bin und mir beigebracht, den Mut nicht zu verlieren, auch wenn's mal schwierig wird. Mein Faible für Kreuzworträtsel verdanke ich wohl ebenso Dir wie das Wohlgefühl, wenn irgendwo eine tickende Uhr zu hören ist und Erlenbach wird immer Teil meiner Kindheit sein.

Vorgestern war Deine Beerdigung. Bei der Trauerfeier habe ich Dinge über Dich und Dein Leben erfahren, die mir so nicht bekannt waren, Dinge, bei denen sich für mich ein Kreis geschlossen hat.
Du warst tief gläubig, wurdest wegen Deiner Heirat nicht nur von der katholischen Kirche, sondern auch lange von Deiner Familie geächtet und hast doch nie den Glauben verloren und nie aufgegeben. Du hattest ein besonderes Verhältnis zur Maria - und unsere Tochter trägt den Zweitnamen Maria. Die Trauerrede drehte sich rund um Deinen Lieblingspsalm - genau, einen von David, wie mein David, den Du jetzt wiedersiehst.
Deine Kinder und anderen Enkel haben diesen Zugang zum Glauben nicht, aber ich schon - und mir wurde vorgestern richtig bewusst, welches wunderbare Vermächtnis Du mir gemacht hast - glauben zu können, einfach von tief innen heraus, ist ein Geschenk fürs Leben. Erst jetzt im Rückblick wird mir klar, dass Dein Frohmut, Deine Lebensfreude, Deine Warmherzigkeit die Symptome Deiner Geborgenheit in Gott waren - und ich bin Dir so dankbar, dass ich sie sehen durfte, dass sie mich prägten und dass ich heute verstehen kann.

92 Jahre, ein langes, reiches Leben hattest Du und ich gönne es Dir von Herzen, dass Du jetzt wieder bei Deinem Mann bist. Ich bin nicht traurig, denn ich spüre Dich in jedem Moment bei mir, ich bin voller Zuversicht, dass Du jetzt an einem Ort bist, wo Dir all das Gute, das Du getan hast, zur Ehre gereicht.

Besuchen wollte ich Dich, in unseren Österreichferien haben Daniel und ich davon geredet, dass er noch in den Schulferien mal die Kinder übernimmt, damit ich zu Dir fahren kann, ich habe mich Dir so nah gefühlt - es muss zu dem Zeitpunkt gewesen sein, wo Du Deinen Körper hinter Dir gelassen hast....
Jetzt habe ich Dich eben nicht mehr noch einmal gesehen, aber: ich sehe Dich vor mir, lächelnd, klein und quirlig und ich fühle mich sicher und geborgen.

Wir werden uns wiedersehen, in der Ewigkeit.
Danke für alles!



Jac 04.08.2010, 21.33| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ferienzeit, Ausnahmezeit

In den Ferien, da hat man Zeit, viel Zeit.

Für viele Einladungen mit aufwendigen Menüs, für Einladungen, wo man eben mal zwei Geburtstagskuchen mitbringt, für familiäre Hausgäste, die einen erfreuen und den ganzen Tag vollquasseln, für dies und das und jenes und eigentlich auch für Internetaktivitäten, wenn da nicht diese drei lebhaften Objekte mit unterschiedlichen Herstellungsdaten wären, die dafür schauen, dass ich am nächsten Montag ganz besonders tief seufzen kann, wenn die Schule wieder anfängt, weil ich dann durchaus auch mal einen Moment oder zwei ganz für mich habe, wo mich keiner etwas fragt, keiner etwas braucht, keiner streitet.

Mein Blog sieht also wieder mal so aus wie auch schon, nur diesmal wollen tät ich, nur können tue ich nicht - nicht umgekehrt.

Besserung ist in Sicht, die letzten Tage laufen - und die kosten wir noch aus - laut, lebhaft und angefüllt. Erholen können wir uns im Alltag, nicht in den Ferien!


Jac 04.08.2010, 21.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches