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Mein Leben in 6 Worten:

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Dieser Flug geht nach Wien...


...sollten Sie nicht nach Wien fliegen wollen, melden Sie sich bei der Crew.

Das war kein Aprilscherz, sondern der Auftakt unserer Wienreise, die der WBE und ich letzte Woche genossen. Wir hatten einen Passagier "zuviel" an Bord, und was wie eine witzige Einlage klang, bedeutete eine längere Suche nach dem Fehler, denn mit dieser Diskrepanz zwischen Passagierliste und Passagieren gibt es keine Startfreigabe. Beruhigend zu wissen, dass man sich also nicht einfach als blinder Passagier dazwischenschmuggeln kann. Schuld war übrigens die EDV, die grade schwächelte, als die Boardingkarte eines umgebuchten Passagiers gescannt wurde...

Doch wir starteten, wir landeten, wir liessen uns ins Hotel fahren, genossen dann zum Auftakt das allerschlechteste Wienerschnitzel meines Lebens, schliefen eine Nacht drüber und hatten dann erstmal zwei wunderbare Tage, in denen wir shoppen waren, abseits der Touristenströme, uns die Sonne ins Gesicht scheinen liessen, mit einem Schiff 8.5m Höhendifferenz überwanden (Donauschleuse *g*), ein fast privater Stehgeiger uns unsere liebsten Wienlieder vorspielte, wir in Schönbrunn Abendessen waren, ich mit einer Dame aus Houston, Texas, Smalltalk vor dem Konzert machte, und feststellte, dass mein Englisch doch gar nicht so schlecht ist...


....doch am Samstag bereicherten wir unsere bisherigen Wien-Erfahrung um eine neue: MagenDarmvirus fern von zuhause, der WBE litt und ich litt quasi solidarisch mit, und den Flohmarkt am Naschmarkt haben wir ebenso aufs nächste Mal verschieben müssen wie das Naturhistorische Museum und das Abendessen im Sacher. So haben wir wenigstens einen Grund, wieder da hinzufliegen, ohne Kinder natürlich. Die nehmen wir sicher auch mal mit, aber noch nicht das nächste Mal, Wien "gehört uns", seit der Hochzeitsreise ist das unsere Stadt.

Es war trotzdem wunderbar. Diese Tage, fern von der Hektik des Alltags, frei auch von sämtlichen Verantwortungen und Pflichten gegenübern unseren Kinder, Tage nur für uns zwei, haben noch mehr zusammengebracht, was eh schon untrennbar zusammenklebt ;-)


Leben, lass mich mit diesem Mann altwerden, das macht Spass!


Jac 14.04.2010, 22.09| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erträumtes

Geschafft...


...habe ich es, wieder einen bloglosen Monat verstreichen zu lassen trotz aller guten Vorsätze. Doch wenn mir etwas auf der Seele brannte, hatte ich entweder keine Zeit oder es war nicht öffentlichkeitstauglich aufzubereiten und wenn ich Zeit hatte, brannte es nicht und auf Belanglosigkeiten hatte ich keine Lust.


...geschafft habe ich die letzte Woche, die wohl für mich der ultimative Härtetest in meinem neuen Rollenverständnis war. Montag und Dienstag war der WBE bis spät abends/nachts nicht da, am Mittwochabend war er wegen akutem Schlafmangel auch nicht wirklich da, obwohl anwesend und am Donnerstag ist er dann bis gestern abend nach Hamburg geflogen, sodass ich den Rest der Woche ganz alleine schmeissen musste, eine Situation, die so noch nie da war - und die ich auch nicht öfter haben müsste.

Doch erstaunlicherweise lief es sehr gut, die Kinder und ich haben viele Abläufe besprochen und dann auch so gehändelt, viele Konflikte kamen erst gar nicht auf, und ich war dann zwar abends, nach einem 16-Stunden-Tag völlig erledigt, aber ich war nie an den Grenzen meiner Nervenkraft. Das mag bestimmt daran liegen, dass die Kinder in dieser Ausnahmesituation sehr kooperativ waren, es mag aber auch daran gelegen haben, dass ich an solche Dinge anders herangehe, dass ich das Selbstmitleid in die Tonne gekloppt habe.

Gestern abend, als mein weltbester Ehemann dann wieder da war, als die Kinder ihre Portion Papi hatten, haben wir stundenlang geredet - über Erlebnisse, Eindrücke, haben über unsere Beziehung philosphiert - und da wurde mir schon klar, was mir am meisten abgegangen ist - nicht das Management des Alltags, das bekomme ich gut selber hin, sondern die Nähe, der Austausch, das Vertrauen, die Wärme....


Nun ist er wieder da, und der Frühling auch, und ich fühle mich zwar müde von der letzten Woche, doch in mir drin ist es wie draussen - mild und die Sonne scheint.





Jac 22.03.2010, 09.44| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Schulpflichtige Kinder zu haben...



...bringt einige Nachteile mit sich:

- Ferien finden kollektiv statt - genau dann, wenn alle anderen auch Ferien haben
- der Verbrauch an Radiergummis, Spitzern, Bleistiften, Geodreiecken und ähnlichem Verlierkram nimmt einen markanten Posten in der Haushaltskasse ein
- früh aufstehen ist Pflicht, auch wenn man eine Nachteule ist
- das Wort "Hausaufgaben" ist gelegentlich ausreichend, um Schweissperlen auf der Stirn erscheinen zu lassen
- Schulausfälle sind immer dann, wenn man sie nicht brauchen kann, Elternabende, Konzerte und andere Veranstaltungen genau dann, wenn auch die anderen Klassen Elternabende, Konzerte und andere Veranstaltungen haben
- auf dem Telefon die Nummer der Schule zu erkennen, lässt den Wunsch entstehen, ein Strauss zu sein - Kopf in den Sand und nicht hinhören
- der Satz "aber alle anderen dürfen..." wird zur häufigsten Einleitung für eine Grundsatzdiskussion, die man so bereits gefühlte tausend Mal geführt hat.


Der Vorteil:
- die Kinder sind jeden Tag gemeinsam einige Stunden ausser Haus.

Nach zwei Wochen Schulferien wiegt das gerade alle Nachteil auf ;-)


Jac 23.02.2010, 21.03| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Ausgegraben


Zu den Sammlern und Hortern zu gehören, ist bisweilen eine platzintensive und chaotische Sache, und immer wieder packt es uns, Unnützes zu entsorgen, Unnötiges weiterzugeben, Ungebrauchtes wegzuräumen. Doch immer wieder sind da auch Dinge, die weder nötig noch im Gebrauch noch sinnvoll sind, aber von denen wir uns trotzdem nicht trennen wollen / können.

Vor vielen, vielen Jahren ging unsere alte Braun-Stereoanlage kaputt, die da wohl schon an die zwanzig Jahre auf dem Buckel hatte und wurde abgelöst durch CD-Player und Receiver, denn Plattenspieler und Tapedeck brauchte da ja schon keiner mehr. Die LPs wurden auf den Estrich verbannt, weil man doch dran hängt, was man sich da von seinem ersten selbstverdienten Geld gekauft atr, und bei verschiedenen Entrümpelungsaktionen auf dem Dachboden war mir diese Kiste immer noch nicht entsorgungswürdig - und der Plattenspieler wurde von der Anlage getrennt, im Keller eingelagert und der Rest entsorgt.


Und heute packte es mich - nichtwissend, ob die Platten nicht alle verzogen und verkratzt sind, ob der Plattenspieler überhaupt noch funktioniert und sich an unsere modernen Mediengeräte anschliessen lässt, wollte ich es doch versuchen - und es hat funktioniert.

Mit leisem Kratzen und Rauschen, weil die Nadel wohl nicht mehr so gut in Schuss ist, mit seltsamen Hüpfern, wenn man an den Plattenspieler gekommen ist, habe ich geschwelgt in alten musikalischen Erinnerungen, in Musik, die es teilweise wohl nie auf CD geschafft hat, Musik, die ich teilweise schon fast vergessen habe....
Mein Abend war angefüllt mit Mannfred Mann's EarthBand, Barcley James Harvest, Supertramp, Sheena Easton, Barbra Streisand auf Vinyl - und da sind noch so viele mehr in der Kiste, manche auch doppelt, weil sie Daniel ebenso gekauft hatte wie ich...

Zum Reinhören: Barcley James Harvest/ Hymn:
http://www.youtube.com/watch?v=-aPnFTFrg5k

Entweder wird das alles in einigen Tagen wieder eingemottet - oder  ein  (neuer)
Plattenspieler wird wieder Einzug halten in unserem Haus, und sei es nur, um die eine oder andere musikalische Rarität irgendwie in digitale Form zu bringen - so oder so, manchmal ist nicht wegschmeissen wirklich die beste Möglichkeit ;-)
(Über die eine oder andere Kiste, die mir bei der Suche nach den Platten in die Hände gefallen ist, breite ich jetzt lieber den Mantel des Vergessens aus *hüstel*)


Jac 20.02.2010, 21.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nostalgisches

Machen statt Träumen


Schon vor einigen Jahren haben wir im Fernsehen eine Doku über eine Reise gesehen, die uns immer wieder eingefallen ist, von der wir immer wieder sagten "das machen wir dann mal, wenn die Kinder draussen sind" oder "irgendwann machen wir das auch"...

Nach dem verrückten, übervollen Jahr 2009, das uns alle an unsere Belastungsgrenzen gebracht hat, in dem "Familienzeit" und "Lebensqualität" aus dem Fokus gefallen sind zugunsten von "irgendwie überstehen" war für uns die oberste Maxime für das Jahr 2010, dass sich dieser Fokus wieder verschiebt.

Und aus diesem Grund haben wir, als wir wieder einmal über diese Traumreise gestolpert sind, einfach mal mit dem Gedanken gespielt, dass wir das jetzt machen würden, haben gerechnet, was denn das kosten würde, wenn wir nicht zu zweit irgendwann mal, sondern zu fünft dieses Jahr fahren würden - und dann, ja dann war uns plötzlich nach Verrücktheit, nach Traumerfüllung, nach DEM Highlight und wir haben "einfach" gebucht:

Im Oktober 2010 werden wir alle fünf nach Oslo fliegen, uns dort die Stadt anschauen, irgendwann nach Bergen weiterfliegen und dort abends auf der MS Nordkapp einschiffen, die uns in gut einer Woche der norwegischen Küste entlang bis nach Kirkenes bringen wird - das nennt sich Hurtigruten, ist die norwegische Postschifflinie und wird als "die schönste Seereise der Welt" bezeichnet...

Es wird eine Reise sein, die zwar auf den ersten Blick ein bisschen wie Kreuzfahrt aussieht, doch Animation, tägliche Landausflüge, Abendunterhaltung, Riesenschiff ist es nicht, sondern überschaubare Grösse, Natur pur, Beschaulichkeit und lockere Atmosphäre schon eher. Das entspricht uns auch viel mehr. Dank des Termins ausserhalb der Hauptsaison bekommt jedes der Kinder eine eigene Kabine (Einzelkabinenzuschlag entfällt :-) , wir gönnen uns eine Suite und das Schiff dürfte auch nicht total voll sein, was uns auch sehr recht ist.

Wir werden wunderschöne Dinge auf dieser Reise sehen, wir werden am Nordkap stehen, zwischen uns und dem Nordpol nur noch Wasser und Eis, wir hoffen auf Polarlichter und vielleicht Wale, ganz bestimmt werden wir wunderschöne Fjorde und Inseln sehen - und wir freuen uns so sehr auf diese Reise, dass auch die Vorfreude schon jetzt ein tägliches Highlight ist.

Auch wenn ich weiss, dass wir gebucht haben, noch immer scheint es mir manchmal wie ein Traum, denn ich kann es noch gar nicht wirklich glauben, es ist so verrückt, so irrealistisch, so besonders, so einmalig - und es wird bestimmt einfach toll werden.
:)

Jac 19.02.2010, 15.17| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erträumtes

Back to blog


Unbedingt wieder regelmässig bloggen wollte ich, mir die tägliche Zeit zum Schreibdenken nicht nehmen lassen, egal, was hier grad los ist - nun ja, mehr als eine Woche Pause war es nun, und ich kann nur sagen - begründet.


Nach der OP des WBEs am Dienstag mussten wir ganz schnell lernen, dass ambulant nur bedeutet, man verbringt die Rekonvaleszenz-Zeit nicht im Spital, und nicht, es gibt keine.

Am folgenden Tag war dann Epi-Kontrolle bei der Tochter angesagt, das EEG war besser, aber noch immer nicht frei von Absencen, sodass die Dosis noch einmal nach oben angepasst werden musste, damit irgendwann nicht nur der Alltag absencenfrei ist, sondern auch das EEG, auch bei Provokation durch Hyperventilation. Doch immerhin, eine der grössten Einschränkungen wurde aufgehoben - sie darf wieder Velo fahren. Damit wird unser aller Alltag wieder ein bisschen einfacher, weil sie den Schulweg per Fahrrad zurücklegen kann und damit weniger Zeit braucht.
Das gilt aber erst von nächster Woche an, denn noch sind hier Schulferien und die Kinder haben ausreichend Zeit, um mir den ganzen Tag auf den Nerven herumzureiten ;o)

Das in Kombination mit einem noch etwas maladen WBE, der aber mit Volldampf arbeitet sowie einem Rücken, der mir meinen rechten Arm mal wieder lahmlegte, hat mich auf die Zähne beissen lassen - und dann konnte ich nicht mehr bloggen. Eigentlich hätte ich grad extra sollen, mir den Frust und den Stress von der Seele schreiben, doch daran muss ich noch arbeiten, das wieder zu lernen.

Momentan hat der Grosse einen Freund hier und sie spielen "Magic", die anderen beiden haben sich irgendwelche Legos aus dem Estrich geholt und ich geniesse es, bei Tageslicht und trotz anwesenden Kindern frei von schlechtem Gewissen am PC zu sitzen.






Jac 19.02.2010, 14.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Abgehakt


...ist die Leistenbruch-OP beim WBE - um halb elf operiert, um fünf abgeholt, nun pflegt er seinen Bauchmuskelkater und ist mindestens so froh wie ich, dass das hinter uns liegt.

Warten ist nicht unbedingt der einfachere Part bei so einer OP....


Jac 09.02.2010, 21.17| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Bonmot des Tages...


...und auf dem besten Weg, ein echter Familieninsider zu werden:

Oliver sprach von seinen intellektuellen Höhen zu uns herab:
"Ein Lift funktioniert nur auf Hochdeutsch".


(Lift = Aufzug für nicht Nichtschweizer)



Jac 09.02.2010, 21.14| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Was Freundschaft ist...

...hat meine Freundin in Bildform getwittert:



(und mir die Erlaubnis gegeben, das Bild hier reinzusetzen, Quelle siehe oben).

Twittern kann ja unterdessen jeder, aber sie zeichnet es - und das ist eindeutig sehenswert!

Kim, ich bin stolz drauf, dass ich mich Deine Freundin nennen darf *bussi*



Jac 08.02.2010, 17.26| (2/0) Kommentare (RSS) | (1) TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Wochenende in Zahlen

*
2.5 kg Fleisch plus 4 Kilo Kartoffeln = Voressen mit Kartoffelstock mit Gästen
*
2 Laufmeter Fellstoff plus zwei Stunden Zeit = 3 neue, schmusige Kissenbezüge
*
4 überflüssige Bohrlöcher plus einige deftige Worte plus ein bisschen Kleinkram = ein an der Wand hängender Fernseher mit dazugehörigen Borden für die Geräte
*
Ein Staubsaugersack plus eine Stunde Zeit = ein leiserer (immer noch funktionierender) PC
*
3 gute Zeugnisse plus drei erleichterte Kinder = gute Laune für alle
*
Viel Beschäftigung = wenig Zeit für Nervosität und Grübeleien wegen OP morgen und EEG übermorgen
*
Kooperative Kinder plus gutgelaunte Mutter = aufgeräumtes, sauberes Haus zum Wochen- und Ferienstart
*



Jac 08.02.2010, 12.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kleinkram

***

Ein bewilligtes Gesuch der Schulleitung hat unseren Ältesten glücklich gemacht - er durfte ausnahmsweise das Fach Latein fürs zweite Semester abwählen, weil sowohl Leistung als auch Motivation im Keller waren und wir Eltern damit einverstanden waren. Im Gegenzug muss er die nun ausfallenden Lektionen dafür benutzen, für die Schule zu arbeiten - das wird ihm nicht schaden. Da ich selber damals wegen meinen Eltern nicht abwählen durfte, auch nicht offiziell und mich eineinhalb Jahre durchgeschleppt habe, war mir wichtig, hier nicht Durchhalten um des Durchhalten willens zu exerzieren - es gibt viel sinnvollere Orte, wo ein junger Mensch das lernen kann und muss.

***

Mangelnde Konzentration beim Bestellen kann zu einem Warenbestand von 108 Eiern in einem Privathaushalt führen.

***

Ich habe heute unter dem wegschmelzenden Schnee die ersten Knospen der Schneeglöcklein entdeckt - auch wenn es vielleicht noch dauert, ich weiss, der Frühling wird kommen!

***

Die Unfähigkeit, manche Kontakte zu pflegen, kann Monate später in einer Befreiung enden, nämlich dann, wenn man feststellt, dass das eine Einbahnstrasse war, in die man regelmässig eingefahren ist.

***

Zottelstoff nähen ist lustig - und fusselig. Aber ein erster Kissenbezug ist geschafft, die nächsten werden besser und genauer.
Was ich mit dem hübschen Beerenstoff mache, weiss ich noch nicht, aber irgendwas Hübsches wird mir bestimmt einfallen. Wer regelmässig oder sporadisch näht, kennt das vermutlich, dass man einen Stoff einfach haben muss, ohne den geringsten Plan, was daraus werden soll...

***

Einsame Abende sind weniger einsam, wenn ich sie dazu nutze, mich im Internet auszutauschen statt nur blind in den Monitor zu starren - und bloggen ist eine Variante davon.

***
(Ein Pflaster an einem Finger führt zu erstaunlich vielen Tippfehlern, allfällig übersehene sind nicht meine Schuld, sondern die von einem Küchenmesser)




Jac 04.02.2010, 20.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kaffeevollautomat...


...heisst es, weil das Gerät selber entscheidet, wann es Wasser zu den Bohnen gibt.
Sollte ein Mensch sich dem Willen des Gerätes widersetzen und das Wasser vor dem Mahlen direkt den Bohnen in der Kaffeemühle beigeben, wird er mit einer Reparatur nicht unter einer neuen Mühle bestraft.

(nein, ich war's nicht, ich schüttete nur schon Bohnen ins Wasser, nicht umgekehrt.)



Jac 01.02.2010, 20.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Häusliches

Angekommen


Meine letzten Monate waren geprägt von Aufbegehren, von Frustrationen, von unerfüllbarer Sehnsucht. Blind bin ich einem Leben hinterhergerannt, das wir mal hatten, an dem ich unbewusst  das heute gemessen habe, einer Zeit, als mein Mann weniger im Geschäft und mehr zuhause war....

Doch die Zeiten haben sich geändert, auch wenn ich das nicht sehen wollte oder konnte. Heute arbeitet mein Mann viel und verdient dabei gutes Geld, es wird eher mehr Arbeit als weniger und es ist momentan ein unumkehrbarer Prozess.
Ich wollte nie ein Luxusweibchen sein, welches sich zwar alles mögliche leisten kann, die aber ein Leben neben ihrem Mann statt mit ihm führt, ich wollte nie allein für die Kinder zuständig sein und dem Konstrukt Familie dabei zusehen, wie es den Bach runtergeht.
Weil ich so gefangen in meinen alten Vorstellungen war, schien mir das die einzige Alternative, dachte ich, wenn ich mich mit den Gegebenheiten abfinde, dann ist das der vorgezeichnete Weg.
Ich war in der Zwickmühle - hausgemacht.

Erst als ich mich von diesem Trugbild befreien konnte, dass man je im Leben zurück kann in alte Zeiten, entstand der Raum, um mich selber davon zu überzeugen, dass es auch in diesem Leben auf der Überholspur möglich ist, Familie, Ehe, Lebensqualität zu finden - ich muss nur freier und kreativer werden.
Erst als ich meinen Blickwinkel darauf verändert habe, war die Bahn frei, um anzukommen.

Das bin ich nun und stelle fest:
so übel ist das alles gar nicht ;-)

Wenn wir schon ein Leben auf der Überholspur führen, haben wir uns gedacht, dann nehmen wir eben mit, was da so herumliegt. Wir wollen es uns gutgehen lassen, denn dafür arbeiten wir auch beide genügend. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann ich mir nicht kaufen - aber ich kann mir Momente kaufen, Lichtblicke, Erleichterungen, Vorfreude....

Noch immer ist da manchmal ein schlechtes Gewissen, doch mit dem Verstand weiss ich ja, dass wir uns das verdienen, mit dem Verzicht auf anderes, das früher selbstverständlich war.

Es wird mir doch wohl gelingen, das Mittelding zwischen beiden Visionen zu finden, zwischen "Familie über alles" und "Managergattin ohne Familienzeit". Ich will das jetzt einfach, irgendwo da drin steckt eine Menge Lebensfreude, und die hole ich jetzt einfach für uns zurück!

Versprochen.



Jac 01.02.2010, 08.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes