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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Angekommen


Meine letzten Monate waren geprägt von Aufbegehren, von Frustrationen, von unerfüllbarer Sehnsucht. Blind bin ich einem Leben hinterhergerannt, das wir mal hatten, an dem ich unbewusst  das heute gemessen habe, einer Zeit, als mein Mann weniger im Geschäft und mehr zuhause war....

Doch die Zeiten haben sich geändert, auch wenn ich das nicht sehen wollte oder konnte. Heute arbeitet mein Mann viel und verdient dabei gutes Geld, es wird eher mehr Arbeit als weniger und es ist momentan ein unumkehrbarer Prozess.
Ich wollte nie ein Luxusweibchen sein, welches sich zwar alles mögliche leisten kann, die aber ein Leben neben ihrem Mann statt mit ihm führt, ich wollte nie allein für die Kinder zuständig sein und dem Konstrukt Familie dabei zusehen, wie es den Bach runtergeht.
Weil ich so gefangen in meinen alten Vorstellungen war, schien mir das die einzige Alternative, dachte ich, wenn ich mich mit den Gegebenheiten abfinde, dann ist das der vorgezeichnete Weg.
Ich war in der Zwickmühle - hausgemacht.

Erst als ich mich von diesem Trugbild befreien konnte, dass man je im Leben zurück kann in alte Zeiten, entstand der Raum, um mich selber davon zu überzeugen, dass es auch in diesem Leben auf der Überholspur möglich ist, Familie, Ehe, Lebensqualität zu finden - ich muss nur freier und kreativer werden.
Erst als ich meinen Blickwinkel darauf verändert habe, war die Bahn frei, um anzukommen.

Das bin ich nun und stelle fest:
so übel ist das alles gar nicht ;-)

Wenn wir schon ein Leben auf der Überholspur führen, haben wir uns gedacht, dann nehmen wir eben mit, was da so herumliegt. Wir wollen es uns gutgehen lassen, denn dafür arbeiten wir auch beide genügend. Die wirklich wichtigen Dinge im Leben kann ich mir nicht kaufen - aber ich kann mir Momente kaufen, Lichtblicke, Erleichterungen, Vorfreude....

Noch immer ist da manchmal ein schlechtes Gewissen, doch mit dem Verstand weiss ich ja, dass wir uns das verdienen, mit dem Verzicht auf anderes, das früher selbstverständlich war.

Es wird mir doch wohl gelingen, das Mittelding zwischen beiden Visionen zu finden, zwischen "Familie über alles" und "Managergattin ohne Familienzeit". Ich will das jetzt einfach, irgendwo da drin steckt eine Menge Lebensfreude, und die hole ich jetzt einfach für uns zurück!

Versprochen.



Jac 01.02.2010, 08.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes