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Mein Leben in 6 Worten:

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Wohnzimmerumbau VI


Es ist vollbracht:



Gestern abend und heute morgen haben wir den Ofen das erste Mal beheizt, nur auf Sparflamme, denn er muss langsam an die maximale Beheizung herangeführt werden, damit sich der Stein daran gewöhnen kann, doch auch schon so war es während des Feuerns vor dem Ofen schön warm - und vor allem Stunden später der Ofen selber richtig schön warm - der Speicherofeneffekt ist wunderbar, denn das ist eine angenehme Wärme.

Im Wohnzimmer fehlt jetzt nur noch der Salontisch, denn der Billigst-Tisch passt weder von der Form noch von der Farbe, aber der ist vermutlich noch im Werk, es wird da einen ovalen, verstellbaren Glastisch mit einem Edelstahl-Fuss geben.
Der Einbau des Ofens hat uns animiert, unseren gesamten Wohn-Essbereich zu überdenken, sodass das überdimensionierte Fernsehmöbel ebenso verschwunden ist wie die sperrige Anrichte, doch noch immer ist unser Wohnen eine amüsante Mischung aus antikem und neuem, aus günstigem und teurem, doch diese Mischung passt zu uns, man kann sie so schlecht schubladisieren ;-)


Mein Fazit:
Der WBE ist überglücklich - und allein das hat den ganzen Aufwand schon gelohnt. Daneben ist aber schon jetzt ersichtlich, dass wir nicht nur Feuer im Haus, sondern vor allem auch Wärme haben, weil sich die Hitze vom verbrennenden Holz nicht einfach aus dem Kamin davonmacht, sondern zuerst durch die vielen Kammern im Ofen geleitet wird, dort die Wärme abgibt, den Stein aufwärmt und dieser dann über lange Zeit wärmt. Laut Hersteller soll der Ofen bis 24 Stunden Wärme abgeben - und das glaube ich jetzt schon.

Wer also Feuer im Haus möchte, einen Kachelofen zu rustikal, einen Schwedenofen zu fad, ein Cheminée (offener Kamin) zu ineffizient findet, der dürfte mit einem Tulikivi-Specksteinspeicherofen glücklich werden - aber Vorsicht, das ist eine Liebe fürs Leben!
(Was dann auch den einzigen Nachteil erklärt - den Preis).


Jac 06.09.2009, 17.44| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Häusliches

Selbständig-Erwerbender-Gemahlin


Das bin ich, die Frau eines Mannes mit eigener Firma. Einer florierenden Firma mit der Tendenz, alles zu nehmen, was an Zeit und Energie in meinem Mann steckt, wenn wir nicht gemeinsam gegensteuern und uns Oasen im Alltag schaffen, unser Familienleben als ebenso prioritär einzustufen

Meistens sehe ich die vielen Vorteile, die uns daraus erwachsen, schätze es hoch ein, mich darauf konzentrieren zu können, den Kinder eine Mutter, dem Haus eine Frau und meinem Mann eine Partnerin zu sein. Immer sehe ich, welchen Luxus wir damit leben können, dass das so möglich ist.

Doch manchmal gerät diese Aufteilung in Schieflage.
Aus "ich halte ihm privat den Rücken frei" wird dann "ich bin für alles zuständig und muss alles selber hinbekommen", weil er derart eingespannt ist, dass aller guter Wille, mich bei so Aktionen wie dem vergangenen Umbau zu unterstützen, sich in Schall und Rauch auflösen.

Klar, ich _kann_ das alles alleine schaukeln. Ich kann mich gleichzeitig um den Umbau, den normalen Kinderalltag, den normalen Haushalt kümmern, ich kann bis an meinen psychischen und physischen Grenzen gehen und manchmal auch darüber hinaus, in mir steckt einiges an Leistungsfähigkeit, über die ich gelegentlich selber verblüfft bin.

Aber eigentlich - ja, eigentlich will ich das gar nicht.
Es droht viel mehr in diesem Leben auf der Überholspur, das wir da momentan so oft führen müssen, als nur "viel Arbeit für beide".
Es stecken die Ansätze drin, sich auseinanderzuleben, weil kaum mehr gemeinsame Zeit bleibt, weil die Berührungspunkte weniger werden.
Es steckt die Gewöhnung an den Einzelkämpferstatus drin, der zum Alleinentscheider und zum Nichtmehrmitredenlasser führen kann.
Es steckt der Raubbau an der eigenen Gesundheit drin, denn die Überholspur führt zu Schlafdefiziten, ungesunder Ernährung, wenig Bewegung und ähnlichem mehr.

Man müsste also einfach etwas an der beruflichen Belastung ändern. Aber so ist das im Leben - was vermeintlich einfach erscheint, ist nur zu oft schwierig bis unmöglich - und das macht die Situation so auslaugend - das Wissen, dass Nichtwollen keine Option ist, dass man sich manches nicht aussuchen kann und der Gedanke, dass es auf Dauer so weitergeht.

So leere ich eben hier meinen Kropf, um morgen wieder genau da weiterzumachen, wo ich heute aufgehört habe...



Jac 03.09.2009, 22.22| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Wohnzimmerumbau V


Montagabend:

Die Endhöhe ist erreicht, aber es fehlt noch einiges...



Dienstagabend:

Der Ofen ist fertig - und wir hin und weg.
Natürlich fehlen nun im Wohnzimmer noch einige Möbel, die erst zusammengebaut oder geliefert werden müssen, im Keller stapeln sich die Kisten mit Kram und Deko - doch der Handwerkerteil ist beendet, der Ofen bereit zum Einheizen - wie praktisch, kommt am Wochenende eine Kaltfront, bis dahin dürfte alles wirklich richtig fertig sein - und wir so richtig reif für ein gemütliches Entspannen vor dem Feuer.

Aber jetzt schon:
*wow*
Er ist noch viel schöner als im Katalog - und vor allem steht er HIER!




Jac 01.09.2009, 20.08| (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Häusliches