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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Liebe geht durch den Magen...


...dachte sich die Kartoffel und verformte sich unter grössten Mühen zu einem Herz, um von mir mit Schale gekocht und zu Käse serviert zu werden:




:-)

Es gibt wohl nichts, das uns Menschen einfallen könnte, was die Natur nicht schon längst drauf hat.


Jac 15.02.2009, 19.55| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Rezeptliches

Freier Fall


Die letzten Wochen und Monate waren hart.
Nicht weil sie voller tragischer Momente waren, sondern weil sie angefüllt bis obenhin wurden, mit Alltag, mit Umbau, mit Arbeit, mit Zurückstecken.
Weil ich sie nur geschafft habe mit einem Lächeln im Gesicht (wenn auch oft mit einem gequälten), weil ich alles aktiviert habe, was ich an Pflichtbewusstsein und Selbstdisziplin aufzubringen hatte.

Mit jedem Tag, den ich geschafft hatte, nach aussen voll, wurde es mal wieder innen drin leerer, leiser, sprachloser...
Mit jedem Tag angefüllt mit Pflichten und Verantwortlichkeit stieg das Bedürfnis auszusteigen, wegzulaufen - und zeitgleich die Erkenntnis, dass das mein Pflichtbewusstsein niemals zulassen würde.

Gefangen durch den eigenen Charakter, gefangen in mir selber.

Der Zimmerumbau beschäftigte meinen Körper und meinen Geist in so ausreichendem Mass, dass es nicht mehr so schwierig war, nicht darüber nachzudenken, ob es mir gut geht.
Leichtigkeit, Lebenslust, Freude - irgendwie war das nicht so wirklich angesagt. Und weder Lichttherapie noch Berge von Kohlehydraten konnten etwas ändern, aber wie schon erwähnt, das war nicht so zentral, denn darüber brauchte ich nicht nachzudenken, es gab genug anderes...

Doch dann neigte sich der Umbau dem Ende zu, die neuen Zimmer wurden mit Freude von Oliver und Victoria in Beschlag genommen, der Rest des Hauses mit einem Sondereinsatz erster Klasse in den Normalzustand zurückgeführt - und was da unter der Oberfläche schon zu brodeln begann, kam dann ans Tageslicht.
Klar, ich hätte einfach bloggen können "ich habe die Nase voll" - aber das hätte an meinem MichFühlen nicht viel geändert, mich auf einen Satz zu beschränken, wäre mir zu banal und mich auslassen darüber zu viel gewesen.

Es musste eskalieren, ich musste explodieren, um all das freizulassen, was ich nun so lange eingesperrt hatte. All die aufgestauten Tränen, die Mutlosigkeit, die Verzweiflung, die Erschöpfung brachen aus mir heraus und liessen mich im freien Fall in die Tiefe stürzen.....


.... um dort sanft zu landen, angekommen bei mir selber, in meiner Ganzheit, überschwemmt von Gefühlen, zugelassenen Gefühlen.

Jetzt geht es mir endlich wieder besser.
Ich weiss, dass ich noch nicht über den Berg bin, ich weiss, dass mir Sonne und Wärme, Abwechslung und Leichtigkeit fehlt, aber ich habe wieder ein bisschen Energie, um das einzusehen und wo möglich, etwas daran zu ändern. Mich für _meine_ Belange einzusetzen, und nicht nur für die von den vier anderen Menschen dieser Familie.

Ich habe das Gefühl, diesen Prozess immer und immer wieder mal durchzumachen und ich frage mich, ob das wohl nur mir so geht, ob das wohl je besser wird, ob ich irgendwann lernen werde, auf Druck nicht mit komplettem Rückzug zu reagieren, aber ich fürchte, ich werde die Antworten darauf noch lange nicht kennen.

Für den Moment freue ich mich einfach mal drüber, dass ich meine Sprache wiedergefunden habe.


Jac 12.02.2009, 20.47| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Das kann nicht sein, oder?


Wir schreiben Tag drei des Kinderzimmerumbaus.

Am Sonntag kurz nach zwei waren beide Zimmer absolut leer.
Am Montagmorgen dauerte es keine zwei Stunden, bis auch die Schiebetüren und die Trennwände draussen waren.
Am Dienstag abend war der Schreiner fertig, und die neuen Trennwände (diesmal aus MDF, nicht aus Gipskarton) sowie die beiden Türstöcke mit den richtigen abschliessbaren Türen drin.
Heute hat der Maler grundiert, ausgebessert, die neuen Wände tapeziert und wird morgen alles frisch streichen.
Dann fehlen nur noch der Elektriker für die ganzen Anschlüsse, SChalter und Steckdosen und der Bodenleger, der am Freitag etwas mehr als einen halben Tag brauchen wird.

Im Keller stehen fertig montiert schon die Lattenroste, ein Nachttisch, zwei Unterbettkommoden, alle Vorhänge sind bereit zum Aufhängen....


Es ist NICHTS schiefgelaufen bisher, wir sind mehr als nur gut im Zeitplan, es ist zwar anstrengend, aber alles andere als hektisch.

Entweder kommt das dicke Ende noch (wobei ich nicht wüsste, was jetzt noch dramatisch schiefgehen soll) - oder das ist nun der Ausgleich für unseren perfekt geplanten und dann doch so verunglückten Küchenumbau letzten Frühling.

So oder so - ich glaube, das wird richtig gut. Die Zimmer sehen jetzt schon richtig gross und hell aus, alle Masse stimmen bisher - ich glaube, die Kinder (pardon, Teenies) werden sie lieben.

Und ich werde es lieben, wenn wir fertig sind, und unser Schlafzimmer, die Waschküche, das Gästezimmer und die Garage nicht mehr aussehen wie ein Warenlager.

(Und gegen etwas länger liegenbleiben in den Ferien hätte ich auch nichts, denn um sieben Uhr hellwach und munter und angezogen sein, das ist fast schon wie Schulzeit.)
(Und dank der so vollen Woche vermisse ich meine Tochter nur ein bisschen, und nicht ganz viel)


Jac 04.02.2009, 21.13| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches