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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Apfelgelee, weihnachtlich

2.5kg Äpfel, säuerlich und aromatisch
180g frischer Ingwer
2 Stangen Zimt
3 Blondorangen
1 Liter Wasser

Die gwaschenen Äpfel von Fliege und Stiel befreien, in grobe Stücke schneiden, den Ingwer ungeschält ganz fein schneiden, die Orangen waschen und in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Zimt und dem Wasser in einem grossen Topf aufkochen und danach köcheln lassen, bis die Früchte zerfallen.
Durch ein Nesseltuch abfiltern.
Das ergibt 2 Liter Saft.

Diese 2 Liter Saft mit 1.6 Kg Zucker und 3 Päckchen Geliermittel zu Gelee kochen und abfüllen.

Wer's mag, kann die Orangen mit einem Sparschäler schälen, die Schalen in ganz feine Streifen schneiden, in Zuckersirup weichköcheln und kurz vor dem Abfüllen wieder zum Gelee geben.



Jac 21.09.2008, 15.03| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Rezeptliches

Kopfschubladen, durcheinandergepurzelt

Die letzten Tage haben mich aufgewühlt, nicht wegen Dingen, die mich betreffen, sondern die mich betroffen machen.
Sie tragen eine Überschrift, die "Krebs" heisst - und das ist nun mal ein Thema, das mich betrifft, denn ein wichtiges Stück meiner Lebensgeschichte trägt diese Überschrift.

Auch wenn dieses Wegstück schon einige Jahre her ist, ist in meiner Seele, meinem Kopf noch immer alles voll davon. Meist nicht präsent, sondern fein säuberlich verstaut in Kopfschubladen, chronologisch geordnet und sortiert wie sonst gar nichts in meinem Leben und gut weggepackt, nur die Erkenntnisse offen zugänglich.

Doch dann berührt jemand diesen Raum da oben, und manchmal purzelt dann alles wild durcheinander aus den Schubladen, fällt zu Boden, wirbelt Staub auf, bringt Vergessenes zutage und meine ganze, feine, säuberliche Ordnung ist zunichte und das Chaos in diesem Gedankenraum strahlt aus in alle anderen Gedankenräume.

Das Leben geht seinen  gewohnten Gang, alles ist wie immer, doch ich tappse im Blindflug durch, irgendwie äusserlich organisiert und innerlich neben den Schuhen. Wenn sich der Staub gelegt hat, fange ich an, wieder alles einzuräumen, wieder wegzupacken, wieder einzuordnen, lege das neu aufgetauchte Vergessene säuberlich dazu und schliesse leise und sanft die Türe hinter mir zu - mit einem Lächeln im Gesicht.

Denn solange, wie sich dieser Gedankenraum noch durcheinanderbringen lässt, so lange, wie sich da noch Vergessenes wiederfindet, so lange, wie es zwar Traurigkeit, aber auch Schönheit zu Tage bringt, was ich da finde - so lange weiss ich, dass ich noch fühle, atme, lebe und nicht vergesse.



Jac 18.09.2008, 20.43| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Setzen lassen....

...musste ich so einiges in den letzten Tagen.


Die Familienkonferenz und das Verständnis für die Bedürfnisse von 5 Personen, die unter einen Hut gebracht werden wollen.

Den unteren Blogeintrag, auch wenn sich das so gar nicht setzen will (und darf?) , weil es unfassbar ist.

Den Wochenendausflug allein mit dem WBE, mit Übernachtung, der für einmal im allerallerbesten Moment kam, denn die 30 kinderlosen Stunden haben uns wieder einmal mehr näher zueinander gebracht, mir klarwerden lassen, wie lieb mir mein Leben mit all seinen Anforderungen ist - und wie schön es ist, Freunde zu haben, die einfach Freunde sind. Zeppelin-Museum, Fähre, Abendessen und vor allem der wunderschöne Gottesdienst einer freien Kirche, den wir mit ihnen besucht haben, waren einfach nur richtig, einfach gut. Und als mir während des Gottesdienstes irgendwann nur noch die Tränen herunterliefen, weil so viel David hochkam, fühlte ich mich dort und mit ihnen geborgen, sicher und verstanden - was für eine Basis für eine Rückkehr in den Alltag - wo sich drei Kinder richtig freuten, dass wir wieder da sind.

Noch nicht gesetzt hat sich das kurze Gespräch nach dem Elternabend gerade eben, weil der Knoten beim Jüngsten nun wohl wirklich aufgegangen ist, und sein soziales Verhalten, das vor den Sommerferien im Bewertungsbogen so ziemlich am untersten Bewertungslevel lag, hat sich signifikant verbessert. Er will jetzt - und es mag durchaus sein, dass sein roter DS, den er zum Geburtstag bekommt, wenn er will und tut, was er eigentlich kann, einen rechten Anteil daran hat, aber das allein reicht kaum, um solch einen Sturkopf wie ihn länger als zwei Tage zu einem Verhalten zu animieren. Nein, ich glaube, er hat jetzt gemerkt, wieviel leichter und einfacher das Leben ist, wenn man sich nicht immer mit allen anlegt und nur seinen eigenen Willen immer und jederzeit durchsetzen will. Er ist auf dem Weg - und ich bin so erleichtert.
In vielen seinen Verhaltensweisen habe ich so oft seinen grossen Bruder gesehen, immer wieder musste ich mich fragen, ob er vielleicht nicht doch auch ein Aufmerksamkeitsproblem hat, immer wieder habe ich mich hintersinnt, was wir anders machen müssten - und ich werde es vermutlich auch weiterhin tun, aber leichter als nicht zutreffend abhaken können.
*uff*


Jac 16.09.2008, 21.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Ohne Worte




http://www.rosensophie.de/blog/?p=153


Jac 12.09.2008, 22.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Krisensitzung

Ein Familienrat (nach Vorbild der Familienkonferenz von Thomas Gordon) hat hier im Hause einiges geklärt. Dass 95% der Meinungsverschiedenheiten damit zu tun haben, dass Selbstverständliches nicht selbstverständlich ist. Dass ich weder mit 11- noch 13- noch 8-jährigen über Zähneputzen, Duschen, Dreckwäsche wegräumen diskutieren mag, weil's da gar nicht zu diskutieren gibt. Dass es endlos schlaucht, die von ihnen eingeforderte Verantwortung abzugeben, um dann eine heillose (und lernresistente) Bauchlandung zu beobachten. Dass es mich deprimiert, wenn meine Bemühungen um Verständnis und Geduld mit Gepampe und Gemotze quittiert werden.

Ich glaube fest daran, dass wir damit wieder ein Stück weitergekommen sind, dass die neuen, von ihnen mitbestimmten Regeln uns allen dazu verhelfen, dass wir nicht mehr den Hauptteil unserer Kommunikation in Schieflage verbringen müssen, sondern wieder mehr Raum für Freude und Lachen und Spass haben - und dann, da bin ich fest überzeugt, steigt auch mein Motivationspegel wieder an, denn eigentlich mag ich diesen Job ja wirklich, auch wenn ich kurz vor dem Hinschmeissen war.

Ich glaube, Mütter brauchen das von Zeit zu Zeit - und hauptamtliche Hinterherräumer dürfen das doch auch einfach mal.

Ich habe es mir mal wieder gegönnt- und es beruhigt mich zu lesen, dass auch andere Mütter, die ich als so befreit und leicht eingeschätzt habe, auch in solche Löcher tappen. Nicht, dass ich es ihnen wünsche, um Himmelswillen, nein, aber dass ich damit nicht allein stehe, dass einfach alles nur noch zuviel ist.

Jac 12.09.2008, 22.00| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Probelauf gelungen

Das weihnachtliche Apfelgelee ist getestet - die Zubereitung geht so, wie ich es dachte, nur auf die Orangenschalen-Julienne im klaren Gelee werde ich verzichten. Es sieht zwar hübsch aus, aber es lenkt eigentlich nur ab von dem reichhaltigen Aroma - und nicht jeder mag es.

So kann ich also warten, bis richtig gute Äpfel günstig zu haben sind, und dann wird gekocht und abpassiert, was das Zeugs hält ;)




Jac 12.09.2008, 21.48| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Unzufrieden...

...bin ich mit mir selber, denn heute war irgendwie das so ganz generelle Fass irgendwie voll, und Vorfälle, die ich sonst mit Gelassenheit und Konsequenz quittiere, die mich nicht so wirklich tief drin tangieren, die haben mich heute dazu gebracht, dass ich zurückgebrüllt habe, als mich der Grosse angepampt hat, weil er seine Aufgaben nicht erledigt hat. Dass ich von null auf 180 geraten bin, als lieb Töchterlein gleich 4 Paar Hosen auf einmal in die Wäsche geschmissen hat (die ich heute eigentlich alle weggewaschen habe), weil sie ihre Schmutzwäsche wieder mal tagelang nicht weggeräumt hat. Dass ich den Jüngsten angefahren habe, als er zum gefühlt millionsten Mal losgebrüllt hat, weil's nicht nach seinem Kopf ging...


Mir ist klar, auch Mütternerven sind endlich und die Zeiten, wo ich von mir erwartet habe, immer ruhig und geduldig zu bleiben, sind vorbei. Doch normalerweise gerate ich dann schon mal in Rage - und danach ist aber wieder gut. Momentan hingegen ist mein Reiz-Level einfach hoch und ich kriege ihn einfach nicht runter, und mir geht alles gegen den Strich statt leicht von der Hand.

Tief in mir drin, da finde ich schon eine Ursache - mir fehlt der Abstand zu dieser Tretmühle hier. Aber mein Kopf sagt, nicht zu Unrecht, dass das halt nicht immer so geht, wie man will, und dass ich nehmen soll, was geht, dass ich mir halt die kleinen Zeiten nehme. Aber meine Akkus sind leer, und davon werden sie auch nicht voller.

Ich bin genervt. Von den Kindern bzw. ihren "Phasen".
Aber vor allem von mir, weil mir gerade so alle Leichtigkeit abgeht, alle Lockerheit und ich mag mich selber nicht besonders, wenn ich mich so durch meinen Alltag quäle und mich am liebsten mit Arbeit überhäufe, um ja nicht darüber nachzudenken, wie wenig es für mich ausserhalb dieser 4 Wände gibt.....


......



Jac 11.09.2008, 20.28| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ausgeschlafen...

...lässt sich eine Menge in einen Tag packen.

Heute morgen noch waren die 15 Kilo Zwetschgen unterwegs im Camion ins Lebensmittelgeschäft meines Vertrauens, dazwischen habe ich ein bisschen gewirbelt, heute abend stehen hier 72 Gläser mit Zwetschgenkonfi und ploppen vor sich hin (beim Abkühlen zieht sich die Luft zusammen und so ploppt der Deckel nach innen, was ein Garant für dichten Verschluss ist.)


Während dieser verrückten Aktion (wie verarbeite ich in 7 Stunden 15 Kilo Zwetschgen zu Konfi, wenn in dieser Zeit der übliche Kinderalltag mit Essen, Streiten, Aufgabendiskussionen weiterläuft), habe ich doch gewisse Vorteile gegenüber letztem Jahr festgestellt, die alle mit der neuen Küche zu tun haben:

- eine Spüle, in der 15 Kilo Zwetschgen auf einmal Platz finden, ist sehr praktisch und erspart viel Getropfe.

- ein ebenes Kochfeld, bei dem sich zwei Zonen zusammenschalten lassen in Kombination mit einer ausreichend grossen Pfanne, macht solche Konfi-Aktionen deutlich einfacher.

- eine Granitabdeckung lässt sich sehr leicht von klebrigen, farbigen Schlieren befreien

- auf Induktion brennt kein verschütteter Zucker ein *yeah*

- ich habe sicher doppelt so viel Abstellfläche, was alles viel einfacher macht, denn in dieser Konfi-Koch-Grössenordnung braucht man einfach  genug Platz.


Nun habe ich also die Hälfte geschafft, die Zutaten für den Probelauf der zweiten Hälfte sind schon im Haus - und die Handschuhe habe ich natürlich vergessen, bis meine Hände schon die typisch braunen Verfärbungen hatten, die mich nun noch ein paar Tage begleiten. Da ich aber nicht zu den meistfotografierten Promis gehöre, macht das wenig - und schreiben und klicken kann man damit ja problemlos.




Jac 09.09.2008, 20.59| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Effizient, aber unklug

Manche Nächte sind zu kurz, weil ich den Weg ins Bett nicht finde (dabei wohne ich doch jetzt schon so lange hier *g*)
Manche Nächte sind zu kurz, weil der Morgen früher als sonst anfängt.
Und manche Nächte sind zu kurz, weil ich mich schlaflos im Bett herumgewälzt habe, immer hoffend, dass das blöde Bauchweh endlich weggeht, aber viel zu müde, um aufzustehen und etwas dagegen zu nehmen.

Was bei allen drei Varianten gleich ist - ich bin müde, endlos müde, bei der dritten noch am schlimmsten.

Kluge Mütter und Hausfrauen beschränken sich an solchen Tagen darauf, nur das Nötigste zu machen und legen sich mal eben ein Ründchen hin, wenn alle Kinder ausgeflogen oder beschäftigt sind.

Ich beschäftige mich - solange ich arbeite, merke ich nicht, dass ich eigentlich müde bin, und meine Leistungsfähigkeit ist selten so hoch wie an solchen Tagen, besonders wenn sie auf einen Montag fallen, wo ich hier meinen Gross-Putztag habe. Blöd ist nur - WENN ich mich dann mal hinsetze oder wenn ich fertig bin mit der Arbeit, dann haut's mich fast um und am nächsten Tag bin ich dann erst recht kaputt.
Wie gut ist mein morgiges Tagesprogramm derart voll, dass ich auch morgen keine Zeit zum Müdesein haben werde ;-)


Jac 08.09.2008, 21.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Tränen vor Lachen...

...werden wir haben in wenigen Stunden.

Der WBE, Oliver , Olivers Freund und ich sitzen in der ersten Reihe, wenn heute abend in Zürich dieser Mann hier:
http://www.hansliberg.com

richtig loslegt.

Das, was er macht, kann man am ehesten mit musikalischer Comedy umschreiben, aber eigentlich muss man ihn sehen(über oberen Link oder Youtube).

Seit vielen Monaten schon hüten wir die Karten, denn schon seit wir ihn vor vielen Jahren das erste Mal im Fernsehen sahen, war uns klar: wenn der mal in die Schweiz kommt, dann wollen wir dabei sein. Deshalb habe ich seine Tourdaten genau verfolgt - und dann haben wir zugeschlagen.

*hibbel*
*freu*
*taschentüchereinpackfürdielachtränen*



Jac 06.09.2008, 16.52| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Die haben mein Kind ausgetauscht....

Der Grosse kam heute vom Lager heim, ich habe ihn am Bahnhof abgeholt - und so in der Klassengruppe ist mir wieder mal aufgefallen, wie gross er ist - grösser als ich...

Bisher war es nach solchen Aktivitäten so, dass man mit ganz viel Glück auf die Frage "hat's Dir gefallen?" ein gegrunztes *hmmm* bekommen hat, was etwa soviel bedeutete wie "ja" oder "nein" oder "lass mich in Ruhe" - und das waren dann so in etwa alle Auskünfte, die man bekam, weiteres Nachfragen wurde mit genervtem "Du musst nicht alles wissen" quittiert....

Aber heute, da hat er losgeschwafelt und erzählt, und von vorne nach hinten und wieder zurück berichtet, was die Woche los war, und wie steil die Wanderung nun wirklich war und wie lange sie genau gedauert hat und wer alles nicht viel gemacht hat beim Küche aufräumen, und wie das war, um sechs geweckt zu werden und um viertel nach sechs beim Frühstück zu sitzen undsoweiterunsofort. Das allein war aber noch nicht kritisch, denn Anfälle von Sprechdurchfall sind bei ihm je nach Tageszeit und Anlass durchaus üblich - typisch ADSler halt. Zuhause angekommen meinte er "ich bin verschwitzt, ich gehe jetzt duschen!".

??????
Freiwillig? Gern? Duschen? Pubertäter?
Häääääää?

"Weisst Du, hier kann ich wenigstens länger als nur genau zwei Minuten duschen."
"Und das Wasser ist auch bis zum Schluss warm".
"Ein eigenes Zimmer ist schon gut, auch wenn's klein ist"
"Aaaah, hier riecht das so gut - mmmmmh, Du kochst extra was Gutes"
"Warte, ich hol Dir das XY aus dem Keller"



Was auch immer die im Lager mit meinem Sohn gemacht haben - es gefällt mir ;-)




Jac 05.09.2008, 20.37| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Terminplanung

Gestern wusste ich noch nicht, was morgen ist, aber heute weiss ich, womit ich mich nächste Woche beschäftige ;-)


Morgen wird das Töchterlein dank spontaner Gesundung mit auf die Schulreise gehen - und so, wie sie heute aufgestellt und fit aus der Schule zurückkam, wird sie jede Minute davon geniessen (und garantiert beim Essen ein bisschen Verstand walten lassen *g*) Meine Pläne hingegen, morgen meine Haare aufpeppen zu lassen, haben sich im Nichts aufgelöst - so kurzfristig ist bei Lieblings-Coiffeusen im Ein-Frau-Betrieb ein Termin nicht immer machbar - und auf Samstag verschieben geht diesmal nicht, weil der WBE einen seiner sehr seltenen Wochenend-Geschäftstermine hat. Macht nichts, mit Fön, Schaum, Geduld und ein paar deftigen Ausdrücken werde ich diesen Wust da oben schon ausgehfein hinbekommen. Morgen wird mein Grosser vom Lager zurückkommen, und ich bin so gespannt, wie es ihm ergangen ist. Auch wenn ich jetzt schon genau weiss, dass jede Frage mit Einwortsätzen oder alternativ *du musst nicht alles wissen* quittiert werden. Aber mein Muttertier-Gen lässt mich derzeit ernsthafte Gluckengefühle entwickeln - ich hoffe, das bleibt nicht so *kicher*

Nächste Woche ist Zwetschgen-Zeit - 15 Kilo habe ich heute vorbestellt, und daraus werde ich auch dieses Jahr wieder die eine Hälfte Konfitüre für die Mandanten des WBEs Firma kochen. Die andere Hälfte wird wohl sowas wie ein "weihnachtliches Apfelgelee" werden. Da schwebt mir Apfel mit Zimt, Ingwer, Orangenzesten u.ä. vor, da muss ich aber erst eine Testportion kochen, bevor ich mich an die grosse Menge wage.
Aus Schaden klug geworden, werde ich auch dieses Jahr wieder die Zwetschgen mit Chirurgen-Handschuhen verarbeiten, damit ich nicht wieder zwei Wochen lang mit bräunlichen Händen herumlaufen muss, die aussehen, als wären sie schon ewig nicht mehr gewaschen worden und weder mit Zitronensaft noch mit Entkalker noch mit sonstwas wieder sauber werden...

Heute - heute habe ich festgestellt, dass bei dauerhaft nur einem Kind hier im Haus mir vermutlich die Decke schon lang auf den Kopf gefallen wäre - das ist soooo einfach und so langweilig (Einkindmütter mögen mir verzeihen, es ist alles eine Frage der Gewöhnung, und ich bin mich an drei gegen eine gewöhnt ;-)

Und jetzt kümmere ich mich um ein weiteres Escape-Spiel - irgendwie muss ich doch da wieder raus kommen....


Jac 04.09.2008, 20.27| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Unplanbar

Früh am morgen, 07.20h, das Telefon klingelt. Dran ist nicht der Lehrer vom Grossen, weil der ihm wieder irgendeine Räuberpistole erzählt hat, sondern Töchterlein, die im Rahmen der Projektwoche von gestern auf heute irgendwo draussen im Zelt übernachtet hat. Mit angeschlagener Stimme möchte sie abgeholt werden, weil ihr Mageninhalt den Rückweg angetreten hat.
Als sie hier ist, war der erste Gedanke "klassischer Fall von Unvernunft", denn ein Blick in ihren Rucksack, was aufgegessen ist und was nicht lässt eine leicht einseitige Ernährung gestern abend vermuten.
Doch auch nach Dusche und einigen Stunden Schlaf hat sich zwar der Magen beruhigt und behält, was er bekommt, dafür spielt ihr Körper Glühwürmchen und völlig platt ist noch eine Untertreibung.

Das bedeutet nun:
entweder sie ist morgen noch immer krank, dann kann sie auch übermorgen nicht auf die Schulreise, denn das wäre dann doch zuviel. Oder sie ist wieder fit, wie wenn nichts gewesen wäre (was hier öfters vorkommt, so ein 24-Stunden-Virus), dann ist sie sowohl morgen als auch übermorgen den ganzen Tag weg. Nachdem diese Woche auch sonst noch einiges an Terminen anliegt, hänge ich jetzt zumindest bis morgen früh in der Luft und werde die Wahl haben zwischen "ich langweile mich, weil alle ausgeflogen sind" oder alternativ "irgendwie muss das alles aneinander vorbeigehen".

Ich ziehe die erste Variante vor - nicht meinetwegen, sondern weil es schade wäre, wenn Victoria nicht fit genug ist für die Schulreise, denn die führt immerhin aufs Rütli und darauf freut sie sich besonders, weil sie - oh Schande - damit die erste aus unserer Familie wäre, die schon dort war.



Jac 03.09.2008, 22.00| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Ausnahmsweise

Mit schöner monatlicher Regelmässigkeit flattert hier die Kreditkartenabrechnung ins Haus. Da ich/wir nach wie vor zum aussterbenden Volk der am-liebsten-Barzahler gehören, wird diese fast nur für Internet-Einkäufe genutzt, da sich Noten so schlecht durchs Kabel schieben lassen.
Die Posten sind immer etwa die gleichen, und man weiss ja, was kommt. Ausser da, als ich mehrere Male hintereinander ominöse Abbuchungen der SBB Bern auf meiner Karte hatte, dabei war ich schon seit Jahren nicht mehr in Bern - die Rückbuchung war kein Problem und das Problem ist wohl unterdessen auch gelöst.

Im Kreis hüpfen vor Freude tut deswegen keiner, denn ausgegeben ist ausgegeben, und das Wissen, dass in der Abrechnung viele Liter Milch, Brot, Käse und ähnliches stecken, macht sie recht unspektakulär.

Diesmal war das aber alles ganz anders - auf der Abrechnung stehen nämlich Flugtickets für den nächsten Frühling, und auch wenn ich noch nicht weiss, wer dann für unsere Kinder schaut, weiss ich jetzt schon, dass ich jede Sekunde von diesem verlängerten Wochenende in "unserer" Stadt geniessen werde - der WBE und ich und Wien, mehr brauche ich nicht zum Glück ;-)


Jac 02.09.2008, 22.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Einen Versuch war's wert

Der Pubertäter weilt seit heute im Klassenlager, auf das er mit gemischten Gefühlen geschaut hatte, weil "da alles so anders als gewohnt" ist und ich mit gemischten Gefühlen, weil ich nicht wusste, wie gut er damit klar kommt, dass "da alles so anders als gewohnt" ist.

Und prompt klingelte heute abend kurz vor dem Abendessen das Telefon und sein Klassenlehrer war dran. Mir rutschte das Herz erstmal ein Stück runter, doch seine Einleitung war "es ist nicht Schlimmes passiert, keine Sorge".
Sondern: der liebe Pubertäter verfügt derzeit über eine Dispens fürs Schwimmen wegen eines Hautproblems. Grosszügig wie er ist, hat er das dann gegenüber dem Lehrer gleich auch noch aufs Duschen ausgeweitet, das er auf keinen Fall dürfe...
Was ein erfahrener Oberstufen-Lehrer ist, der glaubt nicht gleich alles, was ihm Pubertäter erzählen und fragt lieber bei den Eltern nach, besonders wenn's um Duschen und Pubertäter geht, was sowas ein Gegensatz ist.

Und was sagt mir das?
Es geht meinem Sohn offenbar gut genug, dass er sich wie ein ganz gewöhnlicher 13-Jähriger verhalten kann - ein findiger, der alle Register zieht *ggg*




Jac 01.09.2008, 22.00| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien