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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Härtefall

Seit über 13 Jahren heisst mein Job "Mutter und Hausfrau". Ein recht anspruchsvoller Job mit immer wieder neuen Aufgabenstellungen, mit "heissen Zeiten", Routinearbeiten und dem schwierigsten Arbeitsmaterial, das es gibt : Menschen, insbesondere Kinder.

Dieser Job macht mir genug Spass und bietet mir genügend Herausforderung, dass ich mich nicht ausserhäuslich kommerziell betätigen muss, zumal so ein Engagement für uns alle nur mit sehr viel Abstrichen in der Lebensqualität zu machen wäre. Es ist wohl auch schlichte pure Vernunft, die mich das nicht wünschen lässt.

Aber manchmal, da gibt es, wie in jedem Job Zeiten, da habe ich genug davon. Früher, da habe ich einfach die Stelle gewechselt, mir ein neues Arbeitsgebiet, ein neues Team, eine neue Sparte gesucht und war gefordert, mich möglichst schnell einzuarbeiten. Etwas, was mir immer grossen Spass gemacht hat. Und wenn die Routine kam (oder mir der Zicken-Hierarchie-Krieg zu blöd wurde), dann habe ich mich auf dem Stellenmarkt umgesehen, um was anderes, neues, besseres zu machen.

Nun bin ich aber in diesem Job, der mir nicht immer so viel anderes,neues, besseres bietet, der mich manchmal auslaugt, weil es die ewiggleichen Diskussionen über den ewiggleichen Kleinkram gibt (nennt sich im Fachjargon "Erziehung") und die grösste Herausforderung, die grösste Härte für mich ist es, mich immer wieder neu zu motivieren, durchzuhalten, nicht "die Stelle zu wechseln".

Früher bin ich den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und habe mich einfach anderweitig engagiert, wenn die Motivation aus was für Gründen auch immer weg war - heute kann ich nicht ausweichen und muss mir meine Motivation jeden Tag neu erarbeiten und mich mit dem Alltag, der Routine arrangieren.

Erziehung, Haushalt, "Seelsorge", das sind alles Dinge, die mir leichter fallen, sind sie doch mit genügend Fachkenntnissen, einer gesunden Portion Menschenverstand und einem Hang für "try und error" ganz gut zu schaffen. Meine Persönlichkeit, tendenziell flatterhaft und immer auf der Suche nach dem Neuen, die muss sich da ganz schön durchbeissen.

Wenn die Kinder irgendwann erwachsen sind, dann werde ich sicher auch auf sie stolz sein. Aber am meisten werde ich wohl auf mich stolz sein, wenn ich sagen kann : "ich habe nicht gekniffen".


Jac 31.08.2008, 19.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ausfall

Gestern habe ich nicht mehr gebloggt - der Film, den der WBE gestartet hat, war so gut, dass ich weder zurück zum PC noch früh ins Bett bin, aber es hat ganz gut getan, einfach mal wieder so vor dem Fernseher zu entspannen, nachdem jetzt wochenlang abends immer Sport lief, was mich reflexartig zur Flucht veranlasst ;-)


Heute haben wir kinderfrei bzw. wir gehen weg, die Kinder bleiben hier (natürlich bestmöglich betreut) - und ich freue mich sehr, wieder mal ein paar Stunden mit dem WBE zu haben, ohne dazwischennölende Kinder, ohne Zeitdruck und ohne Verpflichtungen. Ich bin sicher, wir werden uns gut unterhalten - Möbelhäuser helfen da immer dabei, auch wenn das Thema Couchtisch vom Tisch ist - wir backen uns wirklich einen selber bzw. "unser" Steinmetz wird unsere Vorstellungen umsetzen, ich habe gestern nacht noch eine Mail bekommen, dass er das gern übernehmen würde. Dass er ein Künstler ist, hat er schon bei Davids Grabstein bewiesen, ich bin sicher, wir werden ein Unikat bekommen, das perfekt zu uns und unserer Einrichtung passt.
Aber in Möbelhäusern gibt's ja auch noch andere hübsche Dinge - zum Glück ;-)



Jac 30.08.2008, 12.27| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Relativ

Wenn ich den heutigen Tag so mit meinen sonstigen Tagen vergleiche, dann war er relativ bescheiden.

Wenn ich aber meinen heutigen Tag mit dem vergleiche, was andere grad so aushalten müssen, dann relativiert sich das alles.


Jac 28.08.2008, 21.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Wetterglück

So wie es aussieht, gibt gerade der Sommer noch einmal eine Audienz. Damit verlagert sich das Leben von drinnen nach draussen - und dort stelle ich dann fest, dass es wieder aussieht wie vor ein paar Wochen. Dem Unkraut gefällt diese Art Sommer anscheinend ausgezeichnet...

140 Liter in 2 Stunden habe ich herausgezupft, - gerissen, - gehackt, habe geschwitzt und gestöhnt, und als Schlussergebnis ist nun vielleicht 1/10 der bewachsenen Fläche befreit. Das bedeutet - bis ich bei 10/10 stehe, ist der erste Teil schon wieder zugewuchert.... Da bleibt wohl nur, entweder auf den Winter zu hoffen (unter dem Schnee sieht man das Unkraut nicht oder bei ohne Schnee ist man nicht draussen *g*) oder dann auf die Forscher, die ja nun wirklich immer wildere Dinge züchten, und wenn es irgendwann einem gelingt, den Nacktschnecken ein Gen einzupflanzen, das sie Unkraut abfressen lässt statt Blumen, Kräuter und Jung-Kürbisse, dann haben sich für mich zwei Probleme auf einen Schlag gelöst.

Immerhin habe ich draussen das Gekichere und Gealbere von Töchterlein und ihrer Kollegin nicht gehört - mehr als 10 Minuten am Stück hält das kein Erwachsener aus. ;-)


Jac 27.08.2008, 22.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Irgendwann...

...werde ich vielleicht mal das Teufelchen geben, im Wohnzimmer einfach irgendwo ein Taschentuch mit etwas Weichspüler drauf deponieren und mich köstlich darüber amüsieren, wenn mir meine Familie erzählt, wie sauber doch die Vorhänge wieder sind ;-)

Da ich Weichspüler nur für Vorhänge (in Deutschland-Deutsch Gardinen) benutze, ist es eine Art konditionierter Reflex, dass sie diesen Geruch mit frisch gewaschenen Vorhängen in Verbindung bringen.

*kicher*
Gut, beim WBE könnte es möglicherweise nicht funktionieren, der liest hier mit, aber mein Gedächtnis für solche Scherze ist besser als seins, vielleicht habe ich doch noch eine Chance.

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Szenenwechsel:
Aufgabe: suche einen Couchtisch. Er soll nicht aus Glas oder Polydingsbums oder Spanplatte mit Holzdekor-Folie sein, er soll nicht nur erhöhten Fussboden darstellen, er darf nicht eckig sein, auch nicht rund,  er sollte weder supermodern noch in Eiche-Rustikal daherkommen, auch nicht in Louis Schnörkeldibörkel, er darf keinesfalls irgendwelche Fugen oder Ritzen auf der Platte haben, die Höhe ist genau vorgegeben und derzeit nicht "in" - ich fürchte, wir müssen uns einen selber backen.
Und das werden wir wahrscheinlich auch tun.

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Heute war ein harter Tag. Nicht, weil der Tag so hart war, sondern weil gestern das Unvernünftige gewonnen hat und ich so den Tag frischfröhlich mit einem Schlafmanko gestartet habe - und da bekommt frischfröhlich immer einen leicht galgenhumorigen Unterton. Ich bin einfach nicht mehr zwanzig, eine fehlende Stunde Schlaf fühlt sich an wie fünf und braucht mehr als eine Nacht, um sie nachzuholen.
*gähn*




Jac 26.08.2008, 21.59| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Unterschiede

Ein Elternabend an der Primarschule beginnt nie pünktlich, weil mindestens ein Drittel mehr als die tolerierbaren fünf Minuten zu spät kommt, dauert grundsätzlich länger, weil der zweite Drittel wie letztes und vorletztes und vorvorletztes Mal die Funktionsweise einer Telefonalarmliste neu ausdiskutieren will und ist eine eher anstrengende Angelegenheit, weil der letzte Drittel den Elternabend mit einer Modenschau mit fremdsprachiger Konversation betrachtet.


Ein Elternabend an der Bezirksschule beginnt auf die Minute genau, nur ein Elternpaar aus dem obgenannten Drittel kommt 15 Minuten zu spät, was dann aber zu ihrem Problem wird, dauert nur dann länger, wenn externe Gäste unpünktlich sind, ist voll mit wichtigen, interessanten Informationen und wird einer wirklich interessierten Zuhörerschaft vorgetragen, die sich durch Zuhören statt durch Zwischenfragen auszeichnet.

Anstrengend ist auch das zweitere, wenn es nach einem vollen MutterHausfrauenTag stattfindet, weil sich so die Arbeitszeit von morgens um halb sieben bis abends um zehn ausdehnt.

Das wird aber wettgemacht von der Tatsache, dass ich eine Mutter kennengelernt habe, die ebenso mit der Vorstellung zu kämpfen hat, dass hochbegabte Kinder sowieso überhaupt gar keine schulischen Probleme haben und dass mit ihnen alles ganz easy ist.... Es war für uns beide höchst befreiend, wenn die eine etwas erzählt hat und die andere zustimmend nicken konnte "kennen wir auch". Dass ihr hochbegabtes Kind nicht in der gleichen Klasse wie mein hochbegabtes Kind ist, das stört nicht weiter - vielleicht müssen wir die beiden dennoch mal für eine Partie Schach zusammenführen - und wir uns für eine Runde "jemanddermichversteht".


Und jetzt falle ich um. Oder ins Bett. Oder vielleicht noch ein Ründchen Im Netz?
;-)

(Was gewonnen hat, kann ich dann morgen sagen *g*)



Jac 25.08.2008, 22.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Endlich eine neue Optik

Wer hier nicht über einen Feedreader liest, der sieht vermutlich gleich, dass ich hier endlich auch umgebaut habe. Weg mit dem Türkis-Ton-in-Ton, an dem ich mich doch schon lange sattgesehen habe, weg mit dem schmalen Textteil und dafür mehr Platz für Text und frischere Farben.

Noch ist nicht alles fertig, die Buttons für die Feeds haben noch die alte Farbe, vermutlich habe ich auch sonst noch Altlasten übersehen, aber für heute ist es genug, von jetzt an steigt die Wahrscheinlichkeit rapide, dass ich unkonzentriert arbeite, und das führt in der Regel zu wilden Farbkombinationen, verschwundenen Grafiken (weil überspeichert) - und so viel Zeit will ich mir dann doch nicht nehmen, um all das rückgängig zu machen *g*


Eigentlich wollte ich all das ja im Frühling machen, in der Woche, wo mein Mann mit allen drei Kindern in die Ferien fährt, damit ich hier freie Bahn während dem Küchenumbau habe, und somit jeden Abend meine Ruhe. Aber irgendwann lerne ich es auch noch: solche Pläne sollte ich nicht schmieden, sondern Dinge, die ich machen will, einfach dann machen, wenn ich mir die Zeit nehmen kann, sonst wird das nix.

Ich habe genommen ;-)

Heute.


Jac 24.08.2008, 21.51| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien

Langweiliger Samstag?

Heute morgen kündigte sich ein möglicherweise ganz langweiliger Samstag an - keine Termine, keine Einladung, Dauerregen, der jede Art von Gartenarbeit verunmöglichte, einfach so gar nichts auf dem Programm.

Und weil ich die Vorstellung dann doch schon fast beklemmend fand, nichts zu müssen, so gar keine anstrengenden Sachen zu machen, habe ich kurzerhand unser Wohnzimmer umgestellt. Aber nicht ein Pflänzchen von da nach dort und ein Dekosächelchen von dort nach da, nein, gleich richtig, mit Regalen umherschieben, umräumen, entrümpeln sortieren, und was noch heute morgen ein Wohnzimmer war, das den Touch des "wirhabenshalteinfachreingestellt" aussandte, ist nun ein Raum, in dem wir uns wohlfühlen können, der nun wieder grösser wirkt, luftiger und leichter - und ein Raum, in dem der Couchtisch nun endgültig nicht mehr zur Couch passt, was vorher im Lagerraum-Ambiente nicht so wirklich aufgefallen ist.
Ideen hätten wir ja viele, was uns da gefallen würde, aber ein ovaler Schiefer- oder Granittisch will wohl auch zuerst gefunden werden, der dann auch noch passt und bezahlbar ist. Aber so haben wir wieder mal was, das uns einen Grund gibt, durch die Möbelhäuser zu ziehen auf der Suche nach dem perfekten Objekt - wer weiss, was uns dort sonst noch so alles begegnet ;-)



Jac 23.08.2008, 21.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kinder und Schlafprobleme

Nein, es macht das Leben nicht zwingend einfacher, wenn sie grösser werden...

Nur, weil der Grösste als Baby ein traumhafter Schläfer war, als Kleinkind bis zur OP ebenfalls einen sehr gepflegten Schlafrhythmus hatte, sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen, dass es das nun war, weil er ja nun schon gross ist...
Jetzt ist es nämlich ganz anders:
er braucht so wenig Schlaf, dass sich seine und meine Schlafenszeit nur noch marginal unterscheiden, und war es früher noch so, dass dann irgendwann die Kinder im Bett waren und wir richtig "Feierabend" hatten, ist es heute oft so, dass ich mir irgendwie abends noch wenigstens ein halbes Stündchen stibitze, wenn er dann endlich Lichterlöschen hat. Nicht, dass ich davon noch sehr viel hätte...

Nun könnte man ja meinen, dass das alles kein Problem ist, wenn er noch wach ist. Nein, ist es an sich auch nicht. Nur ist sein durchschnittlicher Wort-pro-Minute-Ausstoss nie so hoch wie abends, nur muss man ihn immer an die Schlafenszeit erinnern, nur findet er immer wieder einen Grund, noch mal schnell runter zu kommen, bereits im Gang (wo dann unten mein PC steht) grosse Referate zu halten,  sodass von wirklicher Ruhe nicht die Rede sein kann.
Und irgendwie will es mir aber auch nicht in den Kopf, dass das jetzt so bleibt, bis sie alle ausgezogen sind, dass sich meine abendliche Freiheit in Minuten berechnen lässt -  ich erwäge plötzlich so Dinge wie TV im Zimmer.
Ich weiss ja nicht, wie das bei anderen läuft, vielleicht stört es die weniger, wenn abends so gar keine Ruhe einkehrt, vielleicht sind deren Teenager abends ruhiger, ich habe keine Ahnung - aber ich bin sicher, in zehn Jahren weiss ich auch das ;-)


Heute:
Ge-freut: darüber, dass ich für die Kinder 3 Joker-Kugeln erwischt habe (Schweizer wissen vermutlich, wovon ich rede *g*)
Ge-lächelt:
Ge-staunt: über den Kilo-Preis von Walliser Aprikosen, ich hab sie trotzdem gekauft, denn ein bisschen Aprikosen-Konfi muss einfach sein
Ge-ärgert: in der klassischen Aufreg-Stimmung übers "Reg-Dich-nicht-auf!" - der zieht immer wieder bei mir ;-)
Ge-macht: Geld unter die Leute gebracht für 144 Konfigläser, 20 Kilo Zucker und 30 Päckchen Gelierhilfe



Jac 22.08.2008, 22.31| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Zeiteinsatz

So kann man die Zeit für sich selber auch einsetzen - ich hab's getan und es hat grossen Spass gemacht:

Vision - wie komme ich da wieder raus?


(Vorsicht - könnte mit vernachlässigten Pflichten enden ;-)

Und ausserdem möchte ich meine Zeit in den nächsten Tagen dafür einsetzen, um einen Feedreader einzurichten, der ist beim Umzug von altem auf neuen PC untergegangen, ich finde, dieser Blog braucht endlich, endlich mal ein neues Outfit, ausserdem brauchen meine Haare mal wieder etwas technische Hilfe - und morgen, da werde ich wohl einfach aus dem Haus marschieren, ohne ständig auf die Uhr zu schielen, weil ich endlich mal wieder mehr als nur grad zwischen Frühstückabräumen und Mittagessenkochen Kinderpause habe - bis nach fünfzehn Uhr, welcher Luxus.


Heute:
habe ich es mir einfach gut gehen lassen....


Jac 21.08.2008, 22.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Aufgehört

Mein Gynäkologe ist in den Ruhestand gegangen. Er, der mich durch 4 Schwangerschaften begleitet hat, meine Sorgen und Ängste dabei ernst nahm, mir stets zugestand, selber zu spüren, was mir gut tut, mir dreimal den Bauch aufschnitt (und wieder zunähte natürlich *g*), der mich mit einem Laser traktiert hat und dem ich die Erfolgsquote bei diesem Eingriff nach unten gedrückt hat, mein Arzt, dem ich grenzenlos vertraute, weil er es sich immer wieder durch seine Kompetenz und seine Art verdient hat.....

Auch wenn ich mir nun einen neuen Frauenarzt suchen muss, was bestimmt nicht einfach wird, weil er die Messlatte so hoch gelegt hat -
...ich gönne es ihm von Herzen!




Ge-freut: über den gefüllten, geputzten und aufgeräumten Kühlschrank und über die Freude der Familie übers Nachtessen
Ge-lächelt: über die kommende Kiwi-Ernte, die dieses Jahr nun üppiger ausfallen wird
Ge-staunt: über das dramatische Talent des Jüngsten, eingesetzt, um vielleicht um die Hausaufgaben herumzukommen - 20 Minuten Drama gegen 5 Minuten Arbeit, effizient ist anders ;-)
Ge-ärgert: über nichts - das ist doch auch schön
Ge-macht: was sich in den Tiefen eines Kühlschranks alles so findet, wenn man ihn aufräumt *augenverdreh*

Jac 20.08.2008, 21.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Kapitel abgeschlossen

Nun ist das Thema Küchenumbau abgeschlossen, denn wir haben uns mit der Küchenfirma geeinigt, in welcher Höhe sich ihre Rückzahlung an uns bewegen wird. Wie üblich bei solchen Sachen, haben wir zuerst eine zu hohe Forderung gestellt, sie dann ein viel zu tiefes Angebot gemacht, dann wurde hin- und hergefeilscht, aber immer nur über die Betragshöhe, nicht darüber, dass Fehler passiert sind, die sich nicht mehr beheben liessen. Und auch wenn ich die Küche längst mit Leben gefüllt habe und mich nur noch gelegentlich morgens erwische, wie ich die Tassen aus dem Schrank nehmen will, wo sie früher waren, so war es doch irgendwie noch nicht fertig. Jetzt schon - und ich bin froh darüber, denn nun kann ich es vergessen, denn all die Ungenauigkeiten tun nun nicht mehr so weh, weil sie abgegolten sind.
Daran denken werde ich bestimmt mein Leben lang - dass die Arbeitsfläche diesen einen Zentimeter zu hoch ist, spüre ich beim Schneiden von viel Ware ziemlich schnell im Oberarm, weil ich den Arm hochziehen muss.
Wahrscheinlich besorge ich mir einfach ein Holzbrett mit einem Zentimeter Dicke, welches ich mir in solchen Fällen unter die Füsse schiebe ;-)

Doch eines kann ich nach dieser Zeit beurteilen : wir haben alles richtig geplant. Die Geräte sind da, wo sie am praktischsten sind, die Farbgestaltung lässt den Raum grösser wirken, als er eigentlich ist, die selbstschliessenden Schubladen möchte ich nicht mehr missen - und Brot, mit dem Steamer im Profi-Back-Modus gebacken, das hat eine Kruste, wie man sie sonst nur vom Bäcker kennt. Da brauche ich eigentlich unsere edle Brotschublade fast nicht, denn dieses Brot ist immer schneller aufgegessen, als es trocken werden könnte, auch wenn ich ein ganzes Kilo Mehl nehme....


Heute:
Ge-freut: siehe oben
Ge-lächelt: übers Wachgestreicheltwerden
Ge-staunt: über den Herdentrieb in Internetforen, wenn's um mehr als um *blibli* und *blabla* geht.
Ge-ärgert: über die Unfähigkeit, sich mit Hausaufgaben früher als zwanzig Uhr zu beschäftigen - und dann hier anzurufen, weil man noch nicht mal mehr weiss, was man machen muss.
Ge-macht: den Schnecken eine Gnadenfrist eingeräumt, weil mir die Schneckenkörner ausgegangen sind.





Jac 19.08.2008, 21.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Harte Probe

Meine Vorsätze wurden schon heute auf die Probe gestellt, denn es war gerade sehr verlockend, einen Blogeintrag ebenso auf morgen zu verschieben wie die Dusche und das anschliessende Einölen mit Rosenöl - aber ich bin gerade sehr klebrig und sitze hier und schreibe - die Hürde hätte ich zumindest geschafft ;-)

Und das obwohl mich die Allüren eines Pubertäters gerade dazu gebracht haben, alles andere als professionell und pädagogisch, sondern nur noch authentisch zu reagieren. Sprich ich bin kurz explodiert, habe ihm seine Crèmetube aufs Bett geschmissen und bin aus dem Zimmer gestürmt...

Nicht selten wird ja der Begrifft "authentisch handeln" als schönere Umschreibung dafür benutzt, dass einem der Kragen geplatzt ist und man nicht mehr so gehandelt hat, wie man eigentlich handeln wollte. Eine verzeihliche Schwäche, wenn sie eine gelegentliche Sache bleibt. Doch ich beobachte auch, wie "authentisch handeln" als Ausrede dafür genommen wird, den Weg des geringsten Widerstands in der Erziehung zu gehen, wie statt sich Gedanken zu machen über wiederkehrende Streitpunkte einfach mal mit der "Authentisch-Keule" gewunken wird, sodass eine an sich gute Sache, dass man sich als Mutter, als Vater auch mal einen Fehler leisten kann, und damit den Kindern vermittelt, dass jeder Mensch Fehler macht, zu einer Alibi-Übung verkommt...

Zumindest wird sich mein Herr Sohn das nächste Mal überlegen, ob er mich nun wirklich anpampen will, wenn ich ihm bei etwas zur Hand gehe. Hoffe ich. (Denn ohne Hoffnung auf Besserung würde wohl nicht mal mehr Authentizität helfen *g*)


Heute:
Ge-freut: über des Sohnes differenzierte Bewertung unseres Abendessen, wo er bisher nur kannte - anders als sonst, also schlecht.
Ge-lächelt: über die Nachtfalter fangende Katze im Garten, die gerade nicht weiss, welchen sie zuerst jagen soll
Ge-staunt: über Paul Potts legendären Erst-Auftritt
Ge-ärgert: siehe oben
Ge-macht: "das bisschen Haushalt ist doch kein Problem.." *träller*


Jac 18.08.2008, 21.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Back to blog ;-)

Jetzt bin ich wieder da, nicht nur zurück von unseren Ferien.


Die waren geprägt von viel Wasser - in Form von Regen, Wolken, Nebel, dies alles bei meist frösteligen Temperaturen, sodass ich in der dritten Woche den Koller hatte und am liebsten nur noch nach Hause wollte. Da hatte das Wetter aber ein Einsehen mit mir und lieferte doch noch etwas Wärme und Sonne aus.

Bilder finden sich hier:
http://www.ohneha.ch/galerie/stubai08/

Lustig hatten wir es dennoch, erholt haben wir uns auch, denn weg vom Alltag ist bisweilen wichtiger als Schönwetterbedürfnis.

Zurück im Fast-Alltag, holte mich dann schnell die Realität wieder ein, dass ein Gatte mit Selbständigkeit nach 3 Wochen Geschäftsabsenz das dann mit Daheim-Absenz kompensieren muss, dass dem gewucherten Unkraut an auch hier daheim das Wetter nicht viel besser war und dass ein Haus auch dann staubig wird, wenn man nicht da ist, sodass die letzten zwei Wochen der Schulferien ganz schnell um war, nicht zuletzt auch, weil ich sie mir mit Hausgästen und kleinem Forentreffen verkürzt habe.

Und dann kam er wieder, der erste Schultag.
Nun mit einem Zweitklässler, der stolz wie Anton ist, nun zu den Grossen zu gehören (er ist in einer gemischten Klasse, 1.+2. zusammen) und der in wenigen Tagen einen Sprung nach vorne in seinem persönlichen Verhalten gemacht hat, wie ich mir es immer gewünscht habe und es mir doch nicht hätte vorstellen können.

Nun mit einer Sechstklässlerin, die ihre ersten Tage an der Bezirksschule hinter sich hat und zwar ziemlich geschlaucht, aber auch sichtlich stolz und glücklich darüber ist, dass sie diese Hürde genommen hat und ich bin mir sicher, dass sie das gut meistern wird, denn mit ihrem Pflichtbewusstsein, ihrem Verantwortungsbewusstsein und aber auch mit ihrem robusten Naturell bekommt sie das hin.

Und der Grosse, nun in der zweiten Bez, mit freiwilligen 39 Wochenstunden, mit Latein als Freifach, was ich nicht unbedingt erwartet hätte, weil es seinem gelegentlichen Minimalismus zuwiderläuft, doch hochmotiviert und ich habe den Eindruck, der Knoten in Sachen Termintreue bei Aufgaben sei nun endlich geplatzt.

Ja, und ich, welche die letzten Wochen über vieles intensiv nachgedacht hat, fernab von Blog und Internet, sondern so ganz richtig mit Grübeln und Sortieren und im Kreisdrehen, doch schlussendlich habe ich einiges dabei entschieden.
Ein wichtiger Punkt, der in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen ist, weil ich mich von der Pflicht habe auffressen lassen:
ich muss wieder mehr für mich tun.
Mir die Zeit nehmen, meine Haut zu pflegen, die sich böse gerächt hat für die Missachtung ihrer Bedürfnisse, weil sie den Zustand meines Immunsystems signalisiert.
Mir die Zeit nehmen, um Kontakte zu pflegen, auch wenn das Verschieben von Mailantworten und ähnlichem schon fast normal geworden ist, weil der Alltag so viel wichtiger ist, sodass ich (zu) viele Kontakte habe einschlafen lassen.
Mir die Zeit nehmen, diesen Blog wieder mit Leben zu füllen, mit Bildern, Gedanken, Geschichten, weil ich das nur für mich tue, weil es Zeit ist, die mir keiner wegnimmt.

Es ist nur eine Frage der Organisation, und wenn ich es schon schaffe, alle möglichen Aufgaben und Pflichten sonst reibungslos zu organisieren, werde ich das nun ja sicher hinbekommen, dass ich mir die Zeit für mich nehme, einfach einteile.
Nicht, weil ich unglücklich gewesen bin ohne - sondern weil es mir gut tut. Weil es mich entspannter macht. Und wenn mein Leben auch sonst aus vielen Pflichten und Verpflichtungen besteht, ist das doch ein guter Ausgleich.

Ich will mich dazu bringen, mir wieder jeden Tag auch hier die Zeit zu nehmen. Nicht als Zwang, sondern als Genuss.

Ich krieg das hin, irgendwie.



Jac 17.08.2008, 19.55| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches