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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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"aus dem Gröbsten raus"


Und wieder bin ich über den Begriff gestolpert "aus dem Gröbsten raus", bevorzugt benutzt von den Myriaden von Müttern, bei denen sich die erste "babysüss"-Phase schon gelegt hat und die aber noch nicht in dem Alter angekommen sind, wo sie denken, dass die Kinder aus dem Gröbsten raus sind.

Natürlich, das Leben wird unbestritten angenehmer, wenn die Nachtruhe ungestört ist, wenn Klobürsten dort stehen, wo sie hingehören, wo Ausscheidungen aller Art kein zentrales Thema mehr sind, wo man gewisse Verrichtungen wieder allein tun darf.
Doch - das ist nur Augenwischerei, denn all dieser Gewinn wird unverzüglich abgelöst von Diskussionen über angepasste Kleidung, Quantität und Qualität von Medienkonsum , über Sinn und Zweck von Lernen und Hausaufgaben, Begriffe wie Kieferorthopäde, Lerntherapie, Gruppendruck, Rebellion bekommen eine Bedeutung, und wurde man früher physisch bis an die Grenze gefordert ( es ist nicht jedem gegeben, in 2-Stunden-Intervallen zu schlafen und sich danach gelassen zu fühlen), so wird man es danach psychisch, weil man entscheiden muss, ob nun XY wirklich eine blöde Kuh ist und zum nächsten Geburtstag nicht eingeladen wird oder weil man als Katalysator für jeden einzelnen Schulfrust an allem schuld ist....

Aus dem Gröbsten raus?
Wahrscheinlich, wenn sie ausgezogen sind und auf eigenen Beinen stehen. So hoffe ich zumindest - denn vielleicht schreibt gerade jetzt irgendwo eine Mutter einen Blogbeitrag, dass es erst richtig spannend wird, WENN sie ausgezogen sind und vermeintlich auf eigenen Beinen stehen....


Jac 22.02.2008, 09.12| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

...erleichtert, erleichterter, am erleichtertsten...


...denn die Oberstufen-Entscheidung bei Victoria ist endlich gefallen, sie wird vom Sommer an die Bezirksschule gehen.
Und ich freu mich sehr darüber, denn auch wenn sich dieses Kind bisher vor allem durch eher zuwenig Ehrgeiz als zuviel auszeichnete, gern lieber nur das Minimum als doch ein bisschen mehr machte und die ganze Sache nicht so ganz wirklich ernst genommen hat - sie hat das Zeug dazu, den Grips, die Energie und obwohl die Lage bei ihr niemals so klar war wie bei Oliver, bin ich überzeugt, sie wird sich dort behaupten.

Ausserdem - einmal hatten wir nun ja die Umstellung von Primar - auf Bezirksschule, von Klassenlehrer- auf Fachlehrersystem schon hinter uns, und das bedeutet, wir wissen nun schon, worauf es ankommt und wo die Knackpunkte liegen, was den neuen Bezlern am Anfang Probleme macht, weil sie es nicht kennen.


Ich kann nun wieder durchatmen, denn die ganzen letzten Wochen, seit dem Zeugnis schwebte es über uns, das Damokles-Schwert, weil der Notenschnitt eher knapp *hust* war und ihre Fleiss-Note auch nicht gerade berauschend. Doch wie es oft erwähnt wurde, ist es wirklich so, dasss der Notenschnitt nur ein Faktor ist, und Potential und Auffassungsvermögen und ähnliches auch mit in die Entscheidung einfliessen.

Ich gehe auch davon aus, dass zumindest dieses Kind in der nächsten Zeit deutlich pflegeleichter sein wird, weil sich die Anzahl der hysterischen Anfälle pro Tag verringert - ich bin mir ebenso sicher, dass die beiden Brüder dafür alles daran setzen werden, diesen Wegfall zu kompensieren ;-)

Egal, heute freu ich mich einfach noch ein bisschen - bevor ich platt ins Bett falle.



Jac 21.02.2008, 21.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Paradox

Sich während der Schulzeiten auf die Ferien zu freuen, keine Termine, kein Zeitdruck, kein Aufgabentheater, kein Frühaufstehen - und während der Ferien darauf, dass endlich die Schule wieder anfängt - wenigstens ein paar Stunden am Tag, wo ich mich denken höre. ;-)




Jac 14.02.2008, 22.56| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Denkfetzen

Unter Dauerbeschuss ist schlecht Frieden suchen.

Konsequenz und Sturheit liegen nahe beieinander.

Missverständnisse sind der beste Gradmesser für Beziehungen.

Provokationen kann man erwidern - oder aushalten.


Jac 13.02.2008, 11.35| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Schneckenhaus

***

Es war einmal....


... eine kleine Schnecke, die gross und stark werden wollte. Mutig kroch sie hinaus in die Welt und auch wenn Gefahr drohte, lugte sie ganz schnell wieder aus ihrem Häuschen heraus, denn die Welt schien ihr so faszinierend und schön, dass sie ihre Angst beiseite schob und hier an einem Blättchen und dort an einem Salätchen knabberte und auch das Auftauchen von gelegentlichen Amseln änderte daran nicht viel.

Von soviel schönem Leben leichtsinnig geworden, verzog sie sich immer seltener in ihr Häuschen und freute sich ob der Sonne, des üppigen Speiseplans und daran, dass sie unterdessen gross und stark geworden war.

Doch eines Tages, sie mümmelte gerade so an einer Hyazinthen-Blüte, die sie so besonders gern mochte, dachte sich nichts böses, sinnierte über ihr Leben und hielt den Schatten über ihr für ein kleines Wölkchen vor der Sonne. Doch oh weh, es war eine Amsel, die sich direkt von vorne angeschlichen hatte und vor lauter Schreck versuchte die kleine Schnecke nicht gleich, sich in ihr Häuschen zurückzuziehen, sondern wollte arglos und naiv mit der Amsel reden, um sie davon zu überzeugen, dass sie keine Feinde sein müssten. Doch die Amsel sah nur ihre Mittagsmahlzeit und wollte nicht reden und hackte auf die Schnecke ein, die sich mit letzter Kraft in ihr Häuschen zurückzog, von wo sie spürte, wie zornig die Amsel auf ihrem Häuschen herumhackte.

Die kleine Schnecke war verletzt und blieb sieben Tage und sieben Nächte in ihrem Häuschen und wusste nun, Amseln sind keine Freunde.

***

Ich werde es nie lernen, mich nicht zu weit hinauszuwagen, Menschen nicht zu nah an mich heranzulassen. Aber ich will es auch gar nicht, auch wenn mir der Preis jedesmal zu hoch scheint.



Jac 12.02.2008, 12.27| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes