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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Stümperhaftes Liebesgedicht

~~~~~~~~~~~~~~

Wir sahen aus wie Nonne und Pater,
meinte amüsiert mein Vater.
Schwarzer Mantel über weissem Kleid,
der Weg zum Standesamt war gar nicht weit,
doch wegen Winter haben wir gefroren,
kamen an mit roter Nase und kalten Ohren.

Die wichtigste Unterschrift haben wir gegeben,
für damals und doch fürs ganze Leben.
Versprochen haben wir uns schöne Dinge,
gewechselt danach die goldenen Ringe.
Es freuten sich darauf alle sehr,
mit Kindern, Krücken und vielem mehr.

Ein Anfang war es voller Pannen,
die Jahre zogen doch von dannen,
erfreuten uns mit schönen Sachen,
und mussten auch leide Erfahrungen machen.
Es wird hier gern und viel gelacht,
am Morgen, Abend und auch mal in der Nacht.

Du hast mich genommen, wie ich bin,
hattest nie meine Unterwerfung im Sinn,
hast mich ermutigt und nur mein Bestes gewollt,
mir auch immer wieder Bewunderung gezollt.
Mich angetrieben und aufgebaut,
mit mir gemeinsam nach vorne geschaut.

Seit damals sind es heut' 16 Jahr,
ich hab' nun Falten und graue Haar,
ein paar Kilo dazu, ein paar Macken mehr,
doch immernoch liebe ich Dich sehr.
Keinen einzigen Tag davon möcht' ich missen,
und darum werde ich Dich heute abend ganz heftig küssen.

~~~~~~~~~~~~~~




Alles Liebe zum Hochzeitstag, mein Daniel, mein Ein und Alles!


Jac 12.12.2007, 12.12| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Selbermachen

****
Nein, nicht selbermachen im Sinn von Geschenke selber herstellen, sondern für einmal sich selber ein Weihnachtsgeschenk machen.
Das habe ich nämlich getan.
Ich bekomme von mir zu Weihnachten einen neuen Rechner. Der Liefertermin ist laut Bestätigung "vor dem oder am 24.12.".
Mein jetztiger hat knapp 5 Jahre auf dem Buckel, wird zunehmend lauter und eigenwilliger, tut sich zunehmend schwer, wenn ich viele grosse Bilder bearbeite (was 2002 noch kein Problem war, denn da waren die Bilddateien einfach noch viel kleiner). Natürlich hätte ich warten können, bis er ganz darnieder liegt und sich nichts mehr regt - aber irgendwie lese ich wohl zuviele Hilferufe "PC platt - wie komme ich an meine Daten".

Und so habe ich mich verwöhnt, mir einen schönen, neuen, schnellen, leistungsfähigen Dell ausgesucht, mit dem ich dann herumspielen darf, wenn sich die Kinder ihren Geschenken widmen, weil ich dann nämlich Zeit habe.

*freufreufreu*

mitmach07.jpg****

Schön, sich selber so ein Geschenk machen. Sich selber etwas gönnen, was nicht wirklich nötig ist (aber auch nicht völlig unnütz, oder?).
Und das am liebsten nicht nur zu Weihnachten, sondern auch sonst, wenn man denkt, man hat es sich verdient.
Es muss ja nicht immer gleich ein neuer Rechner sein, ein schönes Bad, ein ausgiebiger Spaziergang, ein bestimmtes Buch sind auch so Geschenke....

Gönnt Ihr Euch auch mal was?
Was habt Ihr Euch schon so gegönnt?


Jac 11.12.2007, 20.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Backe, backe, Guetsli....

****

Selbstgebackene Weihnachts-Guetsli - das gehört für mich zu Weihnachten wie der Tannenbaum, ohne geht es nicht.

Früher habe ich meist schon auf den ersten Advent gebacken, doch davon bin ich abgekommen, weil das meist dazu geführt hat, dass ich dann so am 23. nochmal in aller Hektik gebacken habe, weil die besten Sorten schon aufgegessen waren.
Unterdessen lege ich das so auf Mitte Monat, da bestehen gute Chancen, an Weihnachten noch alle Sorten zu haben, und danach spielt es keine Rolle mehr.

Aber wenn ich backe, dann gleicht die Küche einem Grosskampf-Schauplatz. Schön langsam eine Sorte nach der anderen, das kann ich einfach nicht. Ich stelle es mir zwar immer wieder vor, manchmal will ich es sogar so machen, aber es geht einfach nicht, wenn ich mal anfange, kann ich nicht mehr aufhören.
Da werden erst mal alle 7 oder 8 Teige gemacht, dann der Reihe nach gebacken, logistisch fein abgestuft, dass arbeitsintensives Gebäck in der Zeit ausgestochen wird, wo backintensives Gebäck im Ofen ist, natürlich in zwei oder drei Lagen, sonst kommt man ja nirgends hin...
Die ganze Küche ist mit Mehl, Zucker, Blechen, Eiern, Ausstechern, Guetslibüchsen und allem möglichen anderen Backzubehör vollgestellt und wer es wagt (ausser mir) die Küche zu betreten, ist schlicht selber schuld, denn da werde ich ungemütlich, weil meine straffe Organisation keinerlei Störungen erträgt. Und schon gar keine kindlichen Mitmachbegehren ;-)
Manchmal laufen auch Dinge schief, und dann muss dann schon mal Mehl durch Maizena ersetzt werden (geht), Zucker durch Puderzucker (geht auch), Eier sind alle, Zuckerglasur wird ausgeleert statt über die Zimtsterne drapiert, aber irgendwie geht es immer.

Wenn ich fertig bin, dann bin ich meist wirklich fertig und das Aufräumen und Säubern der Küche immer ein Kampf gegen den inneren Schweinehund und müsste ich dann auch nur eines dieser Guetsli gleich essen, ich würde wohl flüchten...
Am nächsten Tag schmecken sie mir dann aber schon *g*

mitmach07.jpg****

Selber backen? Eure Favoriten?
Mit Kindern backen? *grusel*





Jac 10.12.2007, 20.32| (4/4) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

In letzter Minute

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...schreibe ich heute meinen Adventskalender-Eintrag. Und was auf den ersten Blick aussieht, wie Schlamperei, die so gar nichts mit Weihnachten und Advent zu tun hat, ist doch etwas vom typischsten, was mich alle Jahre wieder begleitet.
Irgendetwas (oder auch mehrere irgendetwas *g*) mache ich immer erst in letzter Minute...

...am letztmöglichen Termin auf Geschenksuche für den wichtigsten Mensch in meinem Leben gehen, ohne Plan und völlig gehetzt...
...am Nachmittag vor Heiligabend die Geschenke für die Kinder einpacken, immer hoffend, dass Daniel es schafft, das wirklich keines in den Keller kommt...
...5 Minuten vor Ladenschluss das vergessene Brot für die Festtage einkaufen...
...Weihnachtskarten so abschicken, dass sie nur bei optimalen Verhältnissen noch als Weihnachtskarten durchgehen...
...Weihnachtskarten überhaupt erst schreiben...
...Basteln mit den Kindern...

Es gibt unzählige Dinge, die ich so auf den letzten Drücker erledige, aber ehrlich, das ist wirklich niemals Absicht und Plan, sondern immer nur eine Verstrickung des Alltags, ehrlich.

Nachdem ich nun dieses Jahr aber schon alle Geschenke habe (eigentlich kann das gar nicht sein, oder?), auch sonst schon recht viel abhaken konnte, alle Bastelsachen zumindest schon im Haus und die Bastelzeiten mit den Kindern geplant und abgesprochen sind, da frage ich mich : nee, oder?
Was wird es diesmal sein, dass vergessen geht oder nicht erledigt werden kann, weil Faktor X eingetreten ist?
Dass es einfach so rund weiterläuft, davon wage ich nämlich nicht mal zu träumen ;-)

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Planer? Letzter Drücker?
Chaotisch oder organisiert?



Jac 09.12.2007, 22.47| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Weihnachtsbasteleien

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Und es begab sich, als ich noch ein Kind war, dass ich jedes Jahr zu Weihnachten meine gesamte Verwandtschaft mit Selbstgemachtem beglückt habe.
Wochenlang habe ich jede freie Minute gehäkelt, gemalt, gebastelt, gestickt. Anders konnte ich es mir gar nicht vorstellen und ich habe das lange beibehalten.
Noch heute finden sich in meinem familiären Umfeld Stücke wieder, die ich vor 30 Jahren mal gemacht habe, und das eine oder andere davon ist sogar unterdessen wieder bei mir gelandet, weil mein Grosi beim Umzug ins Altersheim nicht alles mitnehmen konnte/wollte.

Es ist dann wohl nicht weiter erstaunlich, dass meine Kinder auch basteln dürfen/müssen. Doch so selbständig ich das damals immer machte, so wenig funktioniert das noch hier. Vielleicht müssen sie zuerst älter werden, aber so bedeutet Adventszeit für mich auch : Bastelalarm. Die heimische Unfugtruppe bastelt eigentlich gern, aber so im grösseren Stil bedeutet das oft, dass ich mit dem Zeigfinger hinter ihnen stehen und sie antreiben muss, damit die Sachen nicht erst im Sommer fertig sind. Bei der ersten Bastelarbeit ist die Motivation noch hoch und das Chaos mit den Materialien klein, mit dem Fortschreiten kehrt das ins Gegenteil und was eigentlich zur Verarbeitung gedacht ist, landet auf den Kleidern, am Boden, wird zweckentfremdet, kleingeschnipselt und höchst kreativ benutzt.

Doch alle Jahre wieder muss und will ich da durch und noch gebe ich mich der Illusion hin, dass es irgendwann einfacher wird ;-)

Aber mal ehrlich:
es geht doch nichts über ein Geschenk von einem Kind, das mit leuchtenden Augen und oberhibbelig überreicht wird, wo man schon vor dem Auspacken erfährt, was es ist und wo man dann jeden einzelnen Herstellungsschritt erklärt bekommt.

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Basteln? Selbermachen?
Alter Zopf? Oder schöne Tradition?


Jac 08.12.2007, 11.46| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Kulinarisch

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Und es begab sich, dass im Dezember auch die Firmen-Weihnachtsessen stattfinden. Manche davon waren ansprechend, manche lustig, manche eine Pflichtübung, manche machten Spass.

Eines davon inspirierte mich einst zu diesem Text zur Erlebnisgastronomie,  über den ich noch immer lachen kann. Eines führte zu einem Ehekrach, weil ich etwas sensibel und depressiv war und es nicht sonderlich witzig fand, ausgerechnet an unserem Hochzeitstag keine einzige ungestörte Minute mit dem WBE zu haben, weil wir den Transport übernahmen. Einige davon führten zu einem Kopfschütteln, was so unter Gastronomie und Kundenfreundlichkeit verstanden wird (abgezählte Guetsli zum Kaffee, es darf jeder nur eines nehmen...).
Aber allen gemeinsam ist der Spagat - am Morgen noch Mutter und Hausfrau, patent, tatkräftig und alltagstauglich gekleidet, abends aufgehübscht und möglichst entspannt mitmach07.jpgund unterhaltsam - und am nächsten Morgen ein Kampf mit dem Schlafmangel und den ausgeschlafenen Kindern.

Doch was sein muss, das muss sein, und unterdessen sehe ich es so: entweder macht es richtig Spass - oder dann habe ich was zu bloggen. Mit der Einstellung werde ich das heute bestimmt geniessen können ;-)

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Jac 07.12.2007, 09.18| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Samichlaus, Du guete Maa...

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Und es begab sich vor Jahren, dass ich zum Samichlaus mit den Kindern Grittibänzen backen wollte, kleine, süsse Teigmännchen, hier in der Schweiz traditionell dazugehörend.
Nun ist es natürlich so, dass Backen mit drei Kindern unter (damals) sieben sowieso das Nervenkostüm strapaziert, macht man das am Tag vor einer Flugreise-Auszeit, ist das Chaos eigentlich vorprogrammiert, doch ignorant wie ich bin, wollte ich das gar nicht wahrhaben, denn dazu hatte ich nun gar keine Zeit mehr.

Als die Hefe aus dem Kühlschrank eine interessante Grün-Färbung hatte, war ich noch immer guten Mutes, denn im Tiefkühler hatte ich noch mehr davon. Als die Butter aus dem Kühlschrank nicht reichte, war ich auch noch immer guten Mutes, denn im Tiefkühler hatte ich noch mehr davon. Doch der war tiefgefroren und die Zeit, um ihn auftauen zu lassen, hatte ich nicht. So nahm ich also ein Messer und schnitt Stücke aus diesem gefrorenen Block, begleitet vom Geschrei übermotivierter Kinder. Und dann rutschte ich aus, durchschnitt die Butter, die Kartonverpackung - und meinen Daumen.
Intervallmässig spritzte das Blut aus dem Schnitt, der bis zum Knochen ging, denn das Messer war sehr scharf.
Küchentuch drauf, Kinder beruhigen, Telefonbuch suchen, Mann anrufen, Arzt in Fussnähe suchen, Kinder beruhigen, neues Küchentuch drum binden, Kinder beruhigen, Blut wegputzen, auf Mann warten, Kinder beruhigen - und dann zum Arzt stiefeln.
Nach einer gehörigen Wartezeit nahm sich dieser meiner an und konnte sich kaum fassen, weil ich so interessiert dabei zuschaute, wie er meinen Daumen zusammennähte und musste mich mehr als einmal bitten, meinen Kopf zurückzunehmen, weil ER sonst nichts mehr sieht.

Mit dickem Verband und der Auflage, die Hand ruhigzuhalten, wurde ich entlassen.
Die Grittibänzen hat dann mein Mann gebacken, die Flugreise fand dennoch statt, doch das mit dem Ruhighalten hatte ich nicht so im Griff, die Sache entzündete sich und mit Antibiotika versehen und der Drohung eines Gipses an der linken Hand wurde ich gezwungen, meine Vorweihnachtszeit einhändig zu verbringen.
Kochen mit einer Hand, Kleinkind wickeln mit einer Hand, es war alles nicht besonders lustig....

Noch heute denke ich täglich daran, denn der Nerv tut nicht mehr, und ein taubes Gefühl erinnert mich daran, dass man in tiefgefrorener Butter nicht mit scharfen Messern herumstochern sollte...

Aber Weihnachten fand trotzdem statt und Grittibänzen werde ich heute dennoch backen - mit ausreichend frischer Butter im Kühlschrank!

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Komplikationen in der Weihnachtszeit?
Gebt es mir ;-)


Jac 06.12.2007, 09.06| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Weihnachten ganz besonders

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Und es begab sich im Jahr 1999, dass unsere Weihnachten etwas ganz Besonderes waren...
Ärztlichen Prognosen zum Trotz war unser David noch bei uns und erholte sich mit jedem Tag mehr von der Chemotherapie.

Das bedeutete für uns, wir konnten Weihnachten feiern, richtig feiern.
Die Herzen voller Liebe und Dankbarkeit, mit einem Kloss im Hals zwar, aber doch so bewusst wie wohl nie wieder - jede Kleinigkeit kosteten wir aus, Düfte, Klänge, nichts war zu gering, um sich nicht aus vollem Herzen daran zu erfreuen. Zauberhaft war es, sich so bewusst in dieser Zeit versinken zu lassen. Der Alltag war ein ferner Geist, das Jetzt zählte und sonst nichts....
Es waren so schöne Weihnachten, vielleicht gerade, weil sie eigentlich so traurig waren.
Ich kann mich nicht erinnern, was ich geschenkt bekam, ich kann mich nicht erinnern, was ich verschenkte, was wir assen, wer zu Besuch kam - aber ich kann mich erinnern, meinen Sohn im Arm zu einem bestimmten Lied geschaukelt zu haben, ich kann mich erinnern, wie er sich gefreut hat und wieviel er gelacht hat und in meinem Herzen werden es immer besondere Weihnachten bleiben.

All die Jahre seither haben wir versucht, dieses bewusste Wahrnehmen der Adventszeit und von Weihnachten wieder aufleben zu lassen, doch so ganz gleich wird uns das wohl niemals gelingen.
Wahrscheinlich muss das so sein.
Aber ich bin nicht traurig, wenn ich mich erinnere, sondern fühle eine grosse Wärme im Herzen, und das ist wohl das schönste Geschenk von damals....


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Besondere Weihnachten? Letzte Weihnachten?
Wen vermisst Ihr ganz besonders zu Weihnachten?



Jac 05.12.2007, 09.05| (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Ein Buch, ein Buch!

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Ich kann mich nur an wenige Weihnachtsgeschenke aus meiner Kindheit erinnern, denn meistens waren zu Weihnachten Dinge fällig wie Bettdecken, Winterstiefel, neue Hosen und was ein Kind halt eben so brauchte, was das enge Budget einer Arbeiterfamilie eben schon mal sprengte.
Das war für mich nicht weiter schlimm, denn ich kannte es nicht anders und meist fiel daneben noch irgendeine Kleinigkeit ab - ein Malbuch, eine GANZE Tafel Schokolade und ähnliche Kleinigkeiten. Ausserdem - einen NEUEN Pullover zu bekommen, der vor mir noch von niemandem getragen wurde, das war ein ganz besonderer Pulli und wurde meist unverzüglich zu meinem Lieblingsstück.

Doch einmal, ich weiss es noch ganz genau, da lag unter dem Baum für mich ein Päckchen von der Patin meiner Schwester, die zufälligerweise grad im Land war. Und in diesem Päckchen war ein Buch, eines von Federica de Cesco, der Titel fällt mir nicht mehr ein.
Das Besondere war: ich bekam ein Buch geschenkt, einen Buch ganz allein für mich, auf mein Alter abgestimmt. Denn Bücher waren sonst bei uns eher dekorativer Natur und mein Lesefimmel sorgte öfter für Unfrieden, weil das in den Augen meiner Eltern keine angemessene und wertvolle Beschäftigung war.
Ein eigenes Buch für mich....
Dass mir die Geschichte dann doch nicht so besonders gefallen hat, war mehr als nebensächlich, ich habe es trotzdem immer wieder gelesen, denn es war MEIN Buch. Und eigentlich müsste es zusammen mit meinen wenigen anderen Kinderbüchernauf dem Dachboden sein, sorgsam verwahrt als ein kleines Stück Erinnerung.

mitmach07.jpg****

Das tollste Geschenk in der Kindheit?
Was war es denn bei Euch, an das Ihr Euch noch heute gern erinnert, das Ihr vielleicht sogar noch habt?



Jac 04.12.2007, 09.04| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Ziel verfehlt

*ironiemoduson*

Es ist pädagoogisch genau das richtige, einer sozial schwierigen Klasse von 10- und 11-jährigen den Film "Mr.und Mrs.Smith" mit FSK 12 zu zeigen - Auftragsmörder, da lernen sie was fürs Leben.

*ironiemodusoff*

*aaaaargh*

Jac 03.12.2007, 21.11| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Alle Jahre wieder

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Traditionen in der Weihnachtszeit haben einen hohen Stellenwert bei uns und viele pflegen wir leidenschaftlich gern.
Es gibt aber auch einige, auf die wir gut verzichten könnten, die aber doch unterdessen fast dazu gehören.

Es hat schon angefangen, als wir unseren ersten gemeinsamen Ehe-Weihnachtsbaum hatten. Ein Abend ausser Haus, woauchimmer, und bei der Rückkehr viel Wasser im Teppich, viele Scherben auf dem Teppich, und einen Tannenbaum, der kunstvoll drapiert über den Sessel am Kachelofen lag. (Müssig zu erwähnen, dass es a) der einzige Ort war, wo er überhaupt umfallen konnte, weil genug Platz war und b) wir bei der Heimkehr eigentlich nur noch ins Bett wollten).
Im nächsten Jahr ging es gut aus, denn wir hatten gelernt.
Und im übernächsten Jahr, an einem anderen Ort, alles wieder vergessen.
Und das Jahr darauf wieder was gelernt, und dann wieder umgezogen - und man ahnt es - genau, umfallende Bäume ziehen sich durch unsere gemeinsame Ehe wie ein roter Faden.
Denn immer, wenn wir glauben, nun alle Faktoren berücksichtigt zu haben, sämtliche physikalischen, katzenneugierigen, esoterischen, astronomischen und sonstigen Gesetze einberechnet haben, dann verändert sich irgendeine Kleinigkeit, die wir übersehen und es passiert - der Weihnachtsbaum fällt.

Immerhin - er ist letztes Jahr wieder mal umgefallen, weil ich ihn "nur" nach rechts und links fixiert habe statt nach vorne auch. Wenigstens war da die Sofalehne, welche die Hälfte des Sturzes abbremste....
mitmach07.jpgEigentlich müssten wir dieses Jahr also sicher sein - gleicher Ort, Lerneffekt - aber nun haben wir einen neuen Baumständer gekauft und das könnte unter Umständen die gesamte Statik und unser persönliches Schicksal beeinflussen...

Ich bin gespannt - seeeeehr gespannt.
****

Stürzende Bäume? Brennende Bäume?
Katzen in den Bäumen? Kinder unter den Bäumen?
Sagt es mir, ich lechze nach Solidarität ;-)

Jac 03.12.2007, 09.10| (7/7) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Freude mit Begrenzung

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Und es begab sich vor langer Zeit, als ich noch jung verheiratet und kinderlos war, dass auch mein mir feierlich Angetrauter und ich Weihnachten festlich begingen und uns zu diesem Zweck mit hübschen kleinen und grösseren Päckchen beglückten.
Längst hatte ich gelernt, dass die kleinsten Päckchen oft die besten Dinge drin haben und so glitzerten meine Augen, als ich dieses kleine schnuckelige Päckchen aufmachen durfte, den Schriftzug eines Juweliers entdeckte und in meinem Kopf ein Film zu laufen begann (irgendwas mit Diamanten und Mädchen oder so).
Ich öffnete also kunstvoll und mit viel Dramatik die Schachtel - und dann fing es an.
Drin war ein Ring. Optisch irgendwo zwischen Modeschmuck und den Kirschen-Ringen vom Jahrmarkt und beim Angreifen fühlte er sich ebenso an und gefallen hat er mir schon mal gar nicht. Mir war klar, dass es mehr als schwierig ist, mir Schmuck zu schenken, weil ich da sehr eigen bin, aber das überforderte mich dann doch, weil es so überhaupt gar nicht zu mir passte...

...und mir gegenüber sass mein mir Angetrauter, auf jede leise Regung von mir achtend, und ich konnte die Erwartungshaltung förmlich spüren - ich sollte überschäumen vor Freude, jubeln, ihm um den Hals fallen... und es fiel mir so schwer! Heucheln wollte ich nicht, die Wahrheit sagen konnte ich nicht - die Sekunden zogen sich wie Gummi in die Länge...

...bis ich dann das verräterische Zucken in den Augenwinkeln meines Mannes entdeckte, der sich an meiner Hilflosigkeit weidete und grinste. Der mich vorsätzlich in diese Lage gebracht hat - denn der Ring war ein Modeschmuck-Ring, nur die Verpackung war echt, extra besorgt...
Schon auf der Palme, gab er mir dann den Tipp, die Schatulle auseinanderzunehmen - dort fand sich dann der Gegenwert für einen echten Ring nach meinem Geschmack.

Das Geschenk war sehr schön, die Inszenierung ziemlich fies *g*

mitmach07.jpg****


Schreckliche, peinliche Geschenke?
Wurdet Ihr bisher verschont oder hat man Euch auch schon derart in Verlegenheit gebracht?

Jac 02.12.2007, 09.02| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Wunscherfüllung


Sei vorsichtig mit dem, was Du Dir wünscht, es könnte in Erfüllung gehen....

Jaja, das weiss ich jetzt auch.
Gestern wünschte ich mir, dass das Wasser für den Trockner einfach wieder läuft und die blöde Fehlermeldung weggeht, die halt eben kommt, wenn die Zuleitung verstopft ist.
Ich wünschte mir einfach, dass das Abschrauben des Schlauchs und das Reinigen hilft, dass es läuft.

Ja, das tut es wirklich.
Nur stellt es nicht mehr ab, sondern läuft nonstop und rauscht durch den Kondensator durch  - und die Fehlermeldung ist noch immer da, es sei zuwenig Wasser vorhanden.

*grmpf*


Jac 01.12.2007, 21.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Der Glaube ans Christkind

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Und es begab sich in unserem Haus, dass die Weihnachtszeit näherrückte, Spielzeugkataloge ins Haus flatterten und über mögliche Wunschzettel ans Christkind diskutiert wurde.
Und so begab es sich, dass sich der Grosse, nun zwölfeinhalb erstmalig wirklich rationell mit der Sache auseinandersetzte, sich dem stellte, was er letztes Jahr noch gutgläubig einfach ausgeblendet hatte - dass in seinen Spezial-Origami-Büchern vom Christkind die Quittung mit meinem Namen steckte.
So frohlockte er lautstark, dass es nämlich das Christkind gar nicht gibt, sondern wir Eltern Christkind spielten - und wurde gleich niedergemacht von seinen beiden Geschwistern, die befanden, dass das Christkind den Kindern Geschenke bringt, die an es glauben und nur bei den anderen müssen die Eltern einspringen...

Nun ja, die Lage ist wohl nach wie vor ungeklärt und ich werde wohl auch dieses Jahr wieder einiges an Geheimnistuerei anstellen, um diesen kindlichen Glauben zu erhalten.
Irgendwann wird es vorbei sein damit, es wird bestimmt weniger kompliziert - aber jetzt ist es dafür noch immer besonders zauberhaft.

mitmach07.jpg


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Könnt Ihr Euch noch erinnern, wie es bei Euch selber war?
Oder mögt Ihr erzählen, wie es bei Euren Kindern läuft?

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Jac 01.12.2007, 09.00| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges

Adventskalender

Ich mache mir ein Geschenk - ich mache hier wieder einen Mitmach-Adventskalender.
Nachdem nun viele Tage lang alles andere zuerst kam, möchte ich mir selber im Dezember jeden Tag soviel Zeit schenken, um innezuhalten und mich zu erinnern - an Erlebnisse rund um Advent und Weihnachten, an schöne, ernste, witzige, traurige....



In einer Gesprächsrunde ist es oft so - der eine erzählt eine Anekdote, dem nächsten fällt auch eine dazu ein und dann kommt noch einer und noch einer - und ich würde mich sehr freuen, wenn das hier auch passieren könnte.
Wenn Ihr mir - und auch Euch! - die Zeit schenkt, um innezuhalten und zu erinnern -und es hier in den Kommentaren zu hinterlassen.

Dieser Blog wurde nun lange genug stiefkindlich von mir behandelt, jetzt ist es wieder an der Zeit :-)


Auf in eine bewegende, friedliche, schöne Adventszeit - das wünsche ich mir, uns, euch!


Jac 30.11.2007, 22.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Mitmachiges