Stapelweise
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3


Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

freihalterin bei twitter




Statistik
Einträge ges.: 1899
ø pro Tag: 0,3
Kommentare: 3871
ø pro Eintrag: 2
Online seit dem: 07.12.2003
in Tagen: 5612

Weltstar hautnah

Liederabend mit Montserrat Caballé, begleitet von Manuel Burgueras, Tonhalle Zürich


Als sie die Bühne betrat, wirkte sie wie eine alte Frau, mit schwerem Gang und ernstem Gesicht.

Doch dann erklangen die ersten Töne auf dem Klavier, ihr Gesicht verwandelte sich und als sie zu singen begann, fielen all die Jahre von ihr ab wie ein Mantel, den man abzieht und es zählte nur noch diese umwerfende Stimme, die raumfüllende Ausstrahlung und das Lächeln im Gesicht, das so ansteckend ist.
Nicht alle der Lieder waren meine Favoriten, doch WIE sie diese Lieder gesungen hat, machte jedes einzelne zu einem Erlebnis, umsomehr als wir in der ersten Reihe sassen und nichts und niemand uns die Sicht versperrte.


Als sie versuchte zu erzählen, warum sie die kleinen Pausen aus dem Programm ausfallen lassen, musste sie so lachen, dass man die Geschichte nicht wirklich verstand (der Pianist und der Tisch und eine Beinverletzung), aber das war nicht weiter schlimm, denn bei so einem ansteckenden Lachen ist es nicht mehr wichtig, weil man eben lachen muss.
Und als sie als Zugabe dann ein schweizerdeutsches Volkslied intonierte, war die Begeisterung, die Freude an der Musik und die tiefe Ehrfurcht vor dieser Künstlerin förmlich im Raum greifbar.

Es hat sich gelohnt, oh ja!






Jac 10.10.2007, 00.50| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Ferienprogramm

Der Europapark war noch da. Unsere Verabredung zwei Stunden später dann auch. Man sollte nicht glauben, dass sich unterschiedliche Lebensrhythmen nicht auch bei so einem Anlass zeigen, und wer sonst ständig *action* haben muss, macht an so einem Ort bestimmt keine Ausnahme.
Der dusslige Stau auf dem Heimweg war dann noch das Sahnehäubchen. Nicht, weil Stau so fürchterlich ist. Es ist nur ziemlich doof, hinter einer stehenden Lastwagenkolonne zu sein, weil man links nicht fahren kann, weil man rechts auf eine andere Autobahn fahren muss. Und dann irgendwann zu entdecken, dass die nicht nur stehen, sondern parkiert sind, weil das Haltezonen vor dem Schweizer Zoll sind. Eine Hinweistafel wäre eine Hinweistafel wäre eine Hinweistafel.

****

Das mit dem Stricken und Nähen und entspannen klappt noch nicht so richtig, aber dafür habe ich unseren Spiele-Schrank aufgeräumt, Kinder-Bücher-Regale umgeschichtet (macht ja keinen Sinn, wenn die Bücher für den Jüngsten alle beim Grossen stehen) und heute habe ich mich ans pièce de résistance gemacht - meine PC-Ecke.
Was sich da an Papier und Technik über die Jahre angesammelt hat, fein säuberlich dekoriert mit Unmengen von Staub und Spinnweben, weit ausser Augenhöhe auf den oberen Borden... Dinge, von denen ich nicht mal mehr wusste, dass ich sie hatte. Ein ZIP-Laufwerk aus der Zeit, als ich einen PC mit 6 GB Festplatte hatte, das neben der jetzigen externen Festplatte nur noch blass aussieht (obwohl es leuchtendblau ist *g*) Installationsdisketten (Disketten, nicht CD-Roms!), allerlei Kabel in verschiedensten Varianten - und Papier. Handbücher für jedes technische Gerät, das schon mal hier in dieser Ecke stand, Bücher "Internet 2000" (*g*), "meine erste Hompage"(*gg*) und dann eben auch noch selbstgemachte Papierberge. Als Anfänger am PC druckt man sich nämlich noch alles aus. Und damit meine ich wirklich alles. Mails, Gästebucheinträge, die ganze erste eigene Homepage (*lol*)....
Jetzt ist es hier schon fast leer und kahl. Ich bin zwar noch nicht ganz fertig, aber den Rest schaffe ich auch noch, es sind nur noch die Schubladen, wo sich leere und beschriebene Karten, Stifte, Sticker, Verpackungen, bestimmt viele Disketten und CDs und eine Unmengen an Krempel tummelt. Zumindest noch bis morgen. :-)

****

Morgen ist er wieder da, mein Grosser.
Seit Montag war er jetzt mit seinem Freund und dessen Mutter in den Ferien in den Bergen. Auch wenn sich die beiden Hiergebliebenen wirklich nach allen Kräften bemüht haben, keine Lücke entstehen zu lassen und sich überdimensional viel gestritten haben, auch wenn ich kein Glucken-Gen habe und weiss, es war eine wunderbare Sache für ihn - ich bin dann doch ganz froh, wenn er wieder da ist.
Endlich wieder jemand, der noch um halb elf abends herumpoltert statt zu schlafen, endlich wieder offene Micky-Mouse-Taschenbücher am Boden vor der Toilette und  Socken hinter dem Sofa, aber auch endlich wieder musikalische Berieselung, Wortspiele und Haarspaltereien, endlich wieder komplett.


Jac 05.10.2007, 22.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches