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Mein Leben in 6 Worten:

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Befreit

Wie ein Stein lag es die letzten Wochen auf mir.

Ein unüberwindbarer Berg aus Fahrplänen, Distanz, Flugrouten, Reisezeit, Mietautos und Zugstreiks. Und so sehr ich mich abstrampelte, da hoch zu kommen, der Berg wurde immer höher und schwieriger, sodass ich mir vorkam, als müsste ich den Mount Everest erklimmen, doch dabei wollte ich doch nur ans MT. Plötzlich erwischte ich mich dabei, wie ich im Kopf das Verhältnis Reisezeit zu "dort-Zeit" berechnete, wie ich mir über Kosten Gedanken machte, was die letzten sechs Mal nicht eine Sekunde getan habe. Und das war mir dann doch Warnzeichen genug.

Doch nun habe ich es geschafft:
ich habe mich entschieden, auf gar keine Berge zu klettern, eine allfällige Auszeit sonstwie einzuziehen und das MT ohne mich stattfinden zu lassen. Und ich fühle mich sehr befreit. Natürlich wird mich eine gewisse Wehmut packen, wenn es dann soweit ist, aber das tut es bei jedem Treffen, wo ich gern dabei gewesen wäre und nicht konnte.

Vielleicht liegt das "Befreit-Gefühl" aber auch einfach an den 2 dl MoëtChandon, die ich intus habe ;-)

*hicks*

Jac 05.08.2007, 20.17| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Wie war das mit Ferien?

Eigentlich dachte ich mir ja, wenn die Kinder Sommerferien haben, dann wird es hier entspannt, ruhig und zeitdruckfrei zugehen.

Und immer, wenn ich mir *eigentlich* denke, kommt es uneigentlich.

Der montägliche Übernachtungsgast war eine besondere Freude, hat mir aber ein ziemliches Schlafmanko eingetragen - und in meinem Alter steckt man das nicht mehr so leicht weg ;-)

Der Dienstag bestand aus schnell X da hin bringen und Z dorthin und mit Y dahinfahren - immer noch leicht müde natürlich, da half es dann auch nicht, dass irgendwann nur noch ein Kind hier war, weil die anderen ausgeflogen sind, denn Geschwisterkinder, die temporär zum Einzelkind mutieren, sind dreimal so anstrengend wie alle Geschwister zusammen.

Am Mittwoch hatten wir Familienbesuch anlässlich des 1. August, unseres Nationalfeiertags - 7 Erwachsene und 5 Kinder verzehren grössere Mengen an vorzubereitenden Esswaren, produzieren mehr Lärm, vor allem rückgekehrte, übernächtigte Geschwister - und bringen mich unweigerlich dazu, wieder zu spät ins Bett zu kommen - und dann siehe oben, man steckt das nicht mehr so leicht weg.

Am Donnerstag waren hier alle müde. Ich verfolge die Taktik - solange ich was arbeite, schlafe ich nicht im Stehen ein. Die Kinder verfolgen die Taktik - solange wir streiten, wirken wir nicht müde.

Heute war Freitag, die Kinder nicht mehr müde, sondern übergangslos völlig aufgedreht und energiegeladen, und im Gegensatz zu mir wussten sie damit nicht viel anzufangen. Die Hemden der letzten 10 Tage, die Wäsche der letzten paar Tage und die Hausreinigung boten mir ausreichend Gelegenheit, meine Energie loszuwerden. Nachdem der Lautstärkepegel ständig zunahm, ging ich zum Angriff über, und die Kinder inklusive Besucherkind haben endlich die Steine verlegt, die schon lange hinten am Sitzplatz gestapelt waren. Graben buddeln, Rasensoden entsorgen, ausebnen, Steine setzen, auffüllen - alles geeignet, um zwei Zwölfjährige mit zuviel Testosteron zu beschäftigen und die beiden anderen aus Solidarität mitmachen zu lassen. Nur ich, ich wäre ja eigentlich schon lange müde gewesen, denn siehe oben - zwei kurze Nächte in einer Woche....

Und dann war irgendwann das Abendessen gegessen, das überzählige Kind nach Hause geschickt und ich wollte eigentlich nur noch eine entspannte Dusche nehmen, als der Grosse mit seiner langen Mähne ins Bad kam, um sich die Zähne zu putzen.
Ich habe dann zwei Stunden später geduscht und zwischenzeitlich diesem Kind die Haare geschnitten, denn das Läusemittel wirkt besser bei kurzen Haaren - bei der Schwester habe ich aufs Schneiden verzichtet.

Nun liegt das Wochenende vor mir, und vielleicht wird das ruhiger, denn nächste Woche haben wir nur Ferien, da ist nichts mit Ruhe und Entspannung. Ich glaube, das gebe ich mir dann wieder, wenn die Schule wieder losgeht, man mir nicht von morgens bis abends ein Ohr abkaut und hier Bruder Alltag regiert, der ist deutlich gnädiger als Schwester Ferien ;-)


Jac 03.08.2007, 22.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches