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Strategien zum Unglück

Bei der Websuche nach "Perfektionismus" (ja, ist immer wieder mein Thema *g*) bin ich hier drauf gestossen :

Saboteure des Glücks - 33 Strategien für ein unglückliches Leben


Das ist wirklich lesenswert und verständlich geschrieben.


Jac 19.10.2006, 22.37| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Vernetztes

Altersangabe


Bist Du noch jung oder trägst Du schon dicke Socken?

Für mich gilt seit neustem zweiteres.
Wo ich noch vor wenigen Jahren auch noch im Dezember meist nur ausserhalb der eigenen 4 Wände mit dünnsten Nylonsöckchen, knapp bis über die Fessel, anzutreffen war, wo ich fast immer barfuss gelaufen bin, da darf es unterdessen doch auch mal wärmer sein. Auch schon im Oktober, trotz Hausschuhen, und nicht die dünnen Baumwollsöckchen, sondern so richtig dicke, molligwarme. Solche Socken, die bei mir bisher immer das grosse Bedürfnis hervorgerufen haben, mich komplett zu entkleiden, weil mir zu heiss war. Und vor allem - die ich dann niemals, wirklich niemals in Gegenwart anderer Menschen ausziehen durfte, weil die Duftentwicklung (auch Schweissfüsse genannt) ziemlich störend fürs Allgemeinwohl war.

Aber jetzt - wow - so warme Füsse fühlen sich toll an. Es sieht zwar ziemlich hässlich gewöhnungsbedürftig aus, die pink-grau-orangen Socken in den glitzer-getigerten Hausschuhen, aber ich bin ja auch noch ein Anfänger.

Und in ein paar Jahren werde ich vermutlich auf Woll-Socken wechseln, mir einen Nierenwärmer stricken, ein Bettjäckchen tragen - und trotzdem noch immer verrückt genug sein, um mich über mich selber lustig zu machen.

;-)

Jac 18.10.2006, 22.45| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Drei Quitten...

...wunderbar gelb und intensiv duftend, habe ich heute von unserem Quittenbaum geholt - die allerersten überhaupt, er hat noch nie getragen.

Doch mit drei Quitten komme ich hier nicht sonderlich weit, drum habe ich mir noch knapp 8 Kilo dazugekauft und heute mit Chirurgenhandschuhe geschält und geschnippelt und geschimpft, weil die Kerngehäuse so schlecht zu entfernen sind.
Aber jedes einzelne Glas Quittengelee oder -konfi wird es wert sein :-)


Jac 16.10.2006, 20.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Aushebelung

Wenn man sich intensiv genug dagegen wehrt, dann verliert auch Lachgas seine Wirkung und Betäubungsspritzen wirken nur begrenzt.
Hysterische Fast-Sechsjährige namens Benjamin beherrschen das offenbar in Perfektion, er hat gebrüllt wie am Spiess, obwohl grad gar nichts gemacht wurde, nur, weil er dachte, es könnte was passieren....

Es ist nicht leicht für mich gewesen, dieses hysterische Bündel vor mir zu haben und nicht, aber auch gar nichts tun zu können, um ihn zu beruhigen, um ihm Gelassenheit zu geben. All meine sonstigen Tricks waren nutzlos, er wollte sich aufregen, und ich kam mir ziemlich hilflos vor.
Die Alternative wäre nur gewesen, entweder den Zahn mehr oder weniger zu lassen, wie er ist ( im festen Wissen, dass damit die Probleme erst recht weitergehen) oder die Übung abzubrechen und es mit Vollnarkose zu machen (da fielen mir komischerweise Kanonen und Spatzen ein dazu)-

Im festen Wissen, dass die Stelle betäubt ist, dass es keine wirklich sinnvolle Alternative gibt, habe ich der Zahnärztin signalisiert, dass wir jetzt einfach machen, habe meinen Sohn festgehalten und sie hat gezogen. Schluss, Ende.
Es war schrecklich, ihn derart zu zwingen, aber es war doch irgendwie richtig vernünftig.
Manchmal muss man als Mutter wohl all seine einige seiner Beschützerinstinkte ausschalten, dem Kind auch was zumuten, um es langfristig vor etwas zu bewahren. Soweit der Verstand. Das Gefühl hätte am liebsten mitgeheult.

Und ich vermute, dass es Benjamin schneller vergessen hat als ich - und das ist ganz gut so - jetzt kichert er zumindest grad mit seiner Schwester....

Lasst die Woche kommen, es kann wohl nur noch besser werden. Schliesslich sind die Schulferien vorbei und die Kinder starten heute - mit einem freien Tag ;-)


Jac 16.10.2006, 09.38| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Keine Undankbarkeit...

....hat mich dazu gebracht, auf die vielen lieben Kommentare zu meinem letzten Eintrag noch nicht zu antworten. Ich danke ganz herzlich für die lieben, wahren Worte, die mir klar gemacht haben, dass es nicht nur mir so geht, dass es auch nicht am ausschliesslichen Mutterdasein liegt - und vor allem : kaum konnte ich es endlich ausformulieren, war der Damm gebrochen, der mich daran gehindert hat, mit meinen Gedanken weiterzukommen als "ich tue mir leid". Ein langes, intensives Gespräch mit dem WBE über Eintönigkeit, Alltag und zu schaffende Highlights hat dann weiteres dazu getan, dass ich wieder Land gesehen habe.

Und weil die Strafe meist gleich folgt, waren die letzten Tage dann alles andere als Routine.
Zwei von drei Kindern täglich einmal in die Stadt zu bringen und nachmittags wieder zu holen, weil sie am Ferienplausch teilnehmen, während das dritte Kind trotz naiver Hoffnung nicht dazuzubewegen war, ebenfalls mitzugehen, war noch die kleinere Übung.

Viel mehr aus der Bahn gebracht hat mich eine Falscheinschätzung, die bedeutet, dass sich unser Jüngster mit Schmerzen herumplagen musste, die mit dem durchbrechenden Backenzahn eben doch nichts zu tun haben, auch wenn vieles dafür gesprochen hat. Ich mache mir schon ein bisschen Vorwürfe, auch wenn ich weiss, dass es weder etwas bringt, noch etwas ändert. Tatsache ist - dank Antibiotika und Novalgin geht es ihm momentan wieder besser, und am Montagmorgen um sieben (da soll ja die Welt noch in Ordnung sein *ähmja*) kommt der Übeltäter raus. Wie das gehen soll, beim Zwirbel einen Zahn zu ziehen, kann ich mir noch nicht im geringsten vorstellen, aber die Zahnärztin wirkt sehr freundlich und kompetent und Benjamin mag sie. Und mit ein bisschen Glück gehört er nicht zu den Kindern, die auf Lachgas nicht ansprechen. Horrorstories mag ich übrigens grad keine hören :-|

Ich weiss jetzt aber auch, was Ferienvertretung des Hauszahnarztes bedeutet : man kann zwar in dringenden Fällen hingehen - man wird aber wieder nach Hause geschickt, auch wenn das sechsjährige Kind Schmerzen hat *brodel*
Zum Glück gibt es hier unterdessen ein Zahnarztzentrum, geöffnet an 365 Tagen nicht nur zu Normal-Zeiten und offenbar auch in der Lage, einen Notfall einzuschieben.



Jac 12.10.2006, 22.19| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Sinnkrise

Es gibt Zeiten im Leben einer Mutter, da werden besondere Anforderungen an sie gestellt - kranke Kinder, Schulprobleme, schlaflose Nächte usw. - alles, was den Adrenalinspiegel hoch und die Routine tief hält.
Solche Zeiten gab es hier auch zur Genüge und gelegentlich gibt es sie noch immer.

Aber meistens ist es das tägliche Einerlei, das meinen Alltag füllt. Nasse Bettwäsche, dreckige Böden, Essen kochen, Streit schlichten, Ohren auf Durchzug schalten wegen akutem Genöle, ständig Verfügbarsein, Waschmaschine füllen, putzen, aufräumen, täglich die gleichen Regeln neu ausdiskutieren - und derzeit bin ich so richtig unlustig auf diesen elenden Trott. Immer das Gleiche, nervtötend, bis zum Abwinken....

Schon viele Jahre bin ich ausschliesslich als Mutter & Hausfrau tätig, und aus verschiedenen Gründen wird das bestimmt auch noch einige Jahre so bleiben. Meistens bin ich damit ganz glücklich, ist es doch das, was ich mir gewünscht habe und was auch für unser Leben am meisten Sinn macht.
Doch dann kommen wieder so Phasen, wo ich schon morgens am liebsten das Handtuch werfen und davonlaufen würde. Besonders jetzt, wo die Kinder Ferien haben, ist es mal wieder verstärkt, dass ich das Gefühl habe, keine Minute Ruhe zu haben, und wenn ich mich - wie jetzt grad - in Sicherheit wähne, dann geht garantiert irgendeine Streiterei, ein Gekreisch oder grober Unfug los.
Und ich erwische mich dann manchmal in Tagträumen von einem Leben ganz ohne Kinder, und je länger ich Mutter bin, desto besser kann ich es mir vorstellen.

Ich weiss, dass ich durch diese Phase einfach durchmuss, ich weiss auch, dass irgendwelche "Projekte" dem meist ein Ende setzen, aber die Energie für ein neues Projekt bringe ich grad nicht auf, weil ich einfach keine Lust habe, meine Sinnkrise durch Mehrarbeit wegzubeschäftigen.

Ich frage mich, wie das andere machen, die in einer ähnlichen Situation sind, die nicht berufstätig sind, sondern aus welchen Gründen auch immer ausschliesslich zuhause sind. Wie sie gegen den Frust des täglichen Einerleis angehen.... Ich bin doch bestimmt nicht die einzige, auch wenn es mir manchmal so vorkommt.



Jac 09.10.2006, 12.41| (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Sinniertes

Europapark

90 Minuten hin, 90 Minuten zurück - dazwischen 8 Stunden voller Eindrücke, Erlebnisse, Abenteuer - wir waren heute im Europapark.

Erkenntnisse des heutigen Tages:

- das passende Lokal mit dem besten Angebot findet man immer dann, wenn man sich aus purer Not irgendwo schon verpflegt hat.

- es tritt nicht zwingend das jüngste Kind ins Wasser am Wasserspiel, das Älteste kann das ebensogut.

- Vor Achterbahnen kann man sich einfach fürchten - nicht schwindelfreie haben damit ein deutlich grösseres Problem, auch wenn das Ehefrauen gelegentlich einfach vergessen.

- 1.20 m ist eben 1.20 und nicht 1.18. Mit anderen Schuhen hätte es wahrscheinlich gereicht, aber die Toberei des Kindes hinter uns, das mindestens einen Kopf kleiner war, übertonte dann doch des Zwirbels Unlust darüber.

- Manche Kinder muss man zu ihrem Glück zwingen. Besonders, wenn sie Oliver heissen.

- Ein Lageplan könnte viele unnötige Meter Laufen ersparen, aber Bewegung ist ja gesund.

- Nur weil Kinder willkommen sind, heisst das noch lange nicht, dass sich alle Erwachsenen auch so benehmen.

- Weltbeste Ehemänner haben bisweilen ein Problem mit Lichtschaltern in VW-Bussen, weil die nicht so penetrant bimmeln wie bei einem amerikanischen Auto, wenn man sie vergisst. Dank der letzten Vergess-Aktion haben wir ja eine neue Batterie, und so konnten wir heute einfach losfahren.

- Es ist wertvoll, wenn Eltern ihre Kinder dazu anhalten, genügend zu trinken, damit sie keine Kopfschmerzen bekommen. Eltern sollten dabei aber sich selber nicht vergessen.

- Ketchup ist nicht gleich Ketchup. Manchmal schmeckt es auch wie rote Currysauce mit Essig drin *börks*

Es hat Spass gemacht, die Kinder wollen bald wieder hin - und ich bin nicht nur unglücklich, dass der Europapark a) über den Winter geschlossen und b) nicht direkt vor der Haustüre liegt.


Jac 05.10.2006, 21.54| (3/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Familientag

Ein wunderbarer Tag war heute!

Heute mittag sind losgefahren, um die Höllgrotten in Baar zu besuchen. Die Idee dazu habe ich, wie auch schon andere Ausflugsideen, von dieser Seite >>hier<<, wo die verschiedensten Ausflugsziele mit Kindern in der Schweiz gelistet werden.
Es war schon sehr beeindruckend, diese Tropfsteinhöhlen zu sehen, sich vorzustellen, dass es ca. 10-20'000 Jahre gedauert hat, um diese Formationen entstehen zu lassen. Festzustellen, welch hohler Klang entsteht, wenn man an einen Stalaktiten klopft (das ist der oben, der unten heisst Stalagmit *g*), in seltsamen Formationen Himbeeren, Bären, Zwerge, Gesichter, Fledermäuse und vielerlei mehr zu entdecken, plötzlich vor einem See in einer Grotte zu stehen.... Am beeindruckendsten fand ich jedoch die Wurzel eines Ahorns, die sich durch einen Felsspalt 2 Meter tief in die Grotte gebohrt hat, um dort von der Luftfeuchtigkeit zu profitieren und dessen Luftwurzeln aussahen, als hätte man ein Stück Holz mit Kokosfaser umwickelt.

Danach mussten wir uns bei einer Einkehr im nahe gelegenen Restaurant stärken - und wir fühlten uns, als wäre die Zeit vor 50 Jahren stehen geblieben in diesem urschweizerischen Gastlokal mit Holzdecken, Holzwänden, kleinen Fenstern, Schnitzereien und einem Touch von Traditionalität und Ursprünglichkeit - wunderschön.

Auf dem Rückweg kam dann ein kleiner Schreckmoment, als auf der Autobahn direkt vor mir ein Polizeiwagen mit Blaulicht und Warnblinker von der Auffahrt einscherte, mitten auf den beiden Spuren ganz langsam fuhr, obwohl vorne alles leer war. Und bei der nächsten Ausfahrt wieder weg war. Ich kann mir das nur so erklären, dass der Verkehr deutlich abgebremst werden sollte, um einen Stau weiter vorne zu verhindern. Dafür war er dann wohl hinten....

Mit den Kindern auswärts essen gehen, ist sehr oft ein Eiertanz, sofern wir nicht den Laden mit dem ungesunden Zeugs wählen, das man mehr als einmal monatlich einfach nicht aushält. Aber diesmal hatten wir Glück. Erst haben wir gegessen - und dann haben wir uns die Kegelbahn reserviert und mehr als eine Stunde gekegelt. Wie nicht anders zu erwarten, hat der WBE mehrere Male alle Neune abgeräumt, ich kam doch immerhin auch mal auf acht - aber die meiste Zeit haben wir daneben getroffen - und uns köstlich amüsiert. So sehr, dass ein Nuller den Begriff *goal*(CH-deutsch für Tor, Anm. d. Red.)  bekam, denn nur, wenn man richtig daneben getroffen hat, fiel die Kugel hinter den Kegel in einen schmalen Durchlass - eben ins Goal. Oliver spielte eher Boccia als er kegelte, Victoria brauchte die Vorbereitung einer Diva, Benjamin entwickelte die Kugel-Schieb-Roll-Technik.

Nun sind wir wieder daheim, die Kinder im Bett - und ich finde, das war ein rundum gelungener Ferientag trotz des stürmischen, nassen Wetters draussen. Solche nehme ich gern noch mehr :-)

Jac 03.10.2006, 21.45| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Schultertuch


Nach einem Entwurf von Erich Engeln:



Gestrickt an vielen, vielen Abenden aus ca. 100g Baumwollgarn mit Goldfaden von Steinbach mit Nadeln No 2.
Die Farbe ist ein mittleres Hellblau mit Goldfaden, sieht sehr schön aus, fühlt sich angenehm zum Tragen an, nur das Stricken ist ein bisschen unangenehm, weil der Metallfaden so kratzt am linken Zeigfinger...


Das Muster im Detail, sehr ansprechend - und sehr zählintensiv.

Und - hurra, ich hab's geschafft, dieses Schultertuch zu stricken,
nachdem ich das seit etwa 20 Jahren machen wollte.





Jac 01.10.2006, 19.04| (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nadeleien

Pünktlich...

...zum Schulferienbeginn hat sich eine Schlechtwetterperiode hier niedergelassen *grummel*

Es tut uns allen immer mal wieder gut, so einen richtigen Gammel-Tag einzulegen, wenn es draussen Bindfäden regnet - aber es müssen wirklich nicht zwei Wochen sein!

Darf ich also in den kommenden Tagen um ein bisschen trockeneres Wetter bitten? Manche Ausflüge fallen sonst buchstäblich ins Wasser - und meine Nerven schwimmen mir davon, wenn drei gelangweilte ferienhabende Kinder nicht nach draussen können wollen....


Jac 01.10.2006, 09.38| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches