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Mein Leben in 6 Worten:

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Anspruchsvoll

Austicker meines grossen Sohns abzufedern und ihn wieder auf den Boden zu holen, das bin ich mich gewohnt. Da wird seinerseits geheult, geschrieen, getobt, geweint, gestampft und alles ist überhaupt ungerecht und sowieso und ich rede beruhigend auf ihn ein, bis ich irgendwann zu ihm durchdringe, er sich mir öffnet und wir das auslösende Problem aus der Welt schaffen können. (Unter Wahrung aller abgemachten Regeln natürlich, nur Nachgeben hilft nicht dauerhaft). Dass das anstrengend ist, versteht sich von selber, aber über den Körperkontakt lässt sich vieles regeln und die anschliessende Versöhnung hilft uns beiden, damit klarzukommen.

Gestern musste ich aber das erste Mal so einen Anfall telefonisch "behandeln", da ich kinderfrei unterwegs war und unsere "Kindersitterin" hier war. Auslöser war sein wie immer nicht vorhandenes Zeitmanagement, welches ihm ein Bein gestellt hat, weil er schlicht so spät vom Schwimmen zurück gekommen ist, dass es für seine Stunde Gameboy-Spielen nicht mehr gereicht hat, zumal die Hausaufgaben auch noch warteten.
Also habe ich das gleiche wie immer am Telefon versucht, denn die Alternative wäre nur gewesen, heimzufahren und den freien Abend mit dem WBE in den Wind zu schiessen, und das wäre nicht wirklich eine Alternative gewesen, denn solche Abende sind rar.
Ich habe also geredet, getröstet, verwarnt, immer mit der Option, dass er das Telefon hinschmeisst und ich mit mir selber rede. Es hat länger gedauert als sonst, aber es ist mir gelungen, ihn auf die Erde zurückzuholen, auch in "Ferntherapie" - und ich war ziemlich erleichtert. Natürlich auch meinetwegen, aber vor allem seinetwegen.

Und als dann bei unserer Heimkehr unsere Kindersitterin meinte, dass sie so etwas noch nie erlebt habe, obwohl sie unsere Kinder schon viele Jahre betreut und obwohl sie mit schwererziehbaren Kinder arbeitet, wurde mir mal wieder mehr bewusst, warum wir mit Olivers ADS genau den Weg gehen, den wir gehen - weil solche Anfälle sonst wie früher mehrmals täglich bis zu unser allen totalen Erschöpfung stattfinden würden....



Jac 28.09.2006, 09.10| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Lesegewohnheiten

Auf Wunsch der Butzelkuh ein "paar" Worte zu meinen Lesegewohnheiten. Sie fragt mich, ob ich derzeit zum Lesen komme, schliesslich gibt es hier im Blog kaum Hinweise darauf, was ich grad so lese und Rezensionen finden sich auch nicht.
Das liegt aber keineswegs daran, dass ich nicht lese, eher im Gegenteil!
Ich lese soviel, dass ich kaum über was anderes mehr schreiben könnte, wenn ich darüber schreiben würde ;-)
Ausserdem, das gebe ich ehrlich zu, finde ich Bücher lesen tausendmal spannender als danach darüber zu schreiben, ich finde es toll, wenn es andere machen, ich profitiere da auch davon, aber selber - da habe ich einfach keinen Geist dazu.

Ich lese jeden Tag abends vor dem Schlafen mindestens eine halbe Stunde, manchmal auch mehr, je nach Buch, Uhrzeit und Müdigkeit. Das sind dann immer Romane.
Daneben lese ich aber auch tagsüber, was mir so in die Finger kommt - Tageszeitung, Internet *achwas*, Bedienungsanleitungen, Sachbücher, Zeitschriften, soviel ich eben dazu komme.
"Richtige" Bücher zu lesen habe ich mir schon vor langer Zeit tagsüber verboten, weil ich weiss, dass ich nichts mehr höre und sehe und rieche, wenn ich mitten in einem Buch stecke, und das geht mit Kindern und Pflichten einfach nicht.

Für einmal eine kleine Auswahl der Bücher, die ich in den letzten ca. 6 Wochen so gelesen habe:

Tess Gerritsen: Scheintot
Robin Cook: Koma
Jeffrey Archer : Kain & Abel sowie Abels Tochter
Kathy Reichs: Mit Haut und Haar
Arnaldur Indridason: Menschensöhne sowie Engelsstimme
Elizabeth George: Wo kein Zeuge ist
Clive Cussler : Die Troja-Mission

Jetzt grad lese ich :
John Nance : Gegen die Uhr,
bereit liegen Clive Cusslers Alexandria-Komploot und Hebt die Titanic - und ich hoffe, in den nächsten Tage mal noch in die Buchhandlung zu kommen, um mir was neues, ungelesenes zu besorgen.

Lesen ist meine Leidenschaft, und ich freue mich auch auf die Zeit, wo ich auch tagsüber, mit nicht so müdem Kopf wieder lesen kann, dann darf es dann auch wieder ein bisschen anspruchsvoller werden.

Jac 27.09.2006, 09.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Telefonzentrale, Grüezi

Es klingelt. Und es klingelt. Und es klingelt.
Immer wieder.

Man will von mir wissen, indiskret-neugierig, ob Übergewicht ein Problem für mich sei. Antworte verweigert, ich mag mir nichts über neuste Abnehmmittel anhören.
Ich will auch an keiner repräsentativen politischen Umfrage über die Abstimmung am Sonntag teilnehmen, schon gar nicht am Telefon mit einem Unbekannten.
Wir brauchen keine Entkalkungsanlage, auch nicht unverbindlich, mit meiner Krankenkasse bin ich zufrieden und möchte nicht wechseln, ein PC-Kurs für Anfänger steht auch nicht gerade zuoberst auf meiner Brauch-ich-unbedingt-Liste (*g*), eine Einbruchsberatung möchte ich auch nicht - und bei den meisten restlichen Anrufen geht es darum, dass es eh nur heisst "ist Y da" oder "kann X ans Telefon kommen?" oder es hat sich mal wieder jemand verwählt....


... ehrlich, an manchen Tagen sollte ich den Telefondienst wohl einfach verweigern. Wenn da nicht die wenigen anderen Anrufe wären, die den ganzen restlichen Müll wettmachen. Die Tatsache, dass wir im Gegensatz zu den meisten anderen Eltern kein Einzelgespräch haben/brauchen im Vorfeld der Oberstufenselektion, dass es eigentlich keine Zweifel gibt, welchen Weg Oliver einschlagen wird und vor allem - dass es auch sonst keine Probleme gibt, die ein Gespräch für angebracht erscheinen lassen, die beflügelt mich die ganze Woche und noch länger, denn bisher hatten wir eher mehr als weniger Gespräche.
Das Telefon abzunehmen, ohne sich innerlich wieder auf schulischen Katastrophenalarm vorbereiten zu müssen, versöhnt direkt mit dem ganzen Telefon-Spam. Zumindest ein bisschen.

Jac 26.09.2006, 21.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Bilder der Kinderzimmer

Die Aufgabe war:
mach aus einem Zimmer mit einer Grundfläche von 2.50 x 2.40m etwas ansprechendes, bring aber ein Bett, einen Tisch mit Stuhl und Stauraum für Persönliches unter - Hochbett ist aber keine Option. (Kleiderschränke, Bücherregale und Spielsachen lagern im Flur, der den Zimmer vorgelagert ist).


Victorias Zimmer, ein Traum in bunt ;-)




Die eine Wand ist in einem kräftigen blau-lila gestrichen, das Bild ist nicht ganz so optimal, aber es sieht wirklich ansprechend aus.


Olivers Zimmer - gleiche Möblierung, andere Farben:


Wie praktisch, wenn das Regal auf den Milimeter genauso hoch ist wie das Fenstersims.



Man beachte hier das Kissen im Stern-Design - von Oliver selber genäht!



Und hier seine  Ecke im gewünschten dunkelblau, das durch den Lichteinfall hier blauer wirkt als sie wirklich ist, das Blau ist vergleichbar mit dem Bettüberwurf auf dem oberen Bild:


Es war eine Heidenarbeit, aber es hat dennoch Spass gemacht - und die Kinder sind beide glücklich in und mit ihren Zimmern.



Jac 24.09.2006, 14.57| (7/6) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Theorie und Praxis

Theorie:

- am Mittwoch weiss streichen, am Donnerstag farbig und die Türe, am Freitag Regale und Bett montieren, Samstag Lampe, Rollo aufhängen, dann alles einräumen und aufhübschen - und von nachmittags an geniessen unt entspannen.

Praxis:
- am Mittwoch weiss streichen, dabei notfallmässig ein fremdes Kind hüten, plus ein Besucherkind hier haben und ein weiteres Kind, das sich langweilt, weil die Schwester Besuch hat und es lieber nicht mit dem Hütekind spielen möchte.

- am Donnerstag die blaue Ecke malen plus die Türe, am Nachmittag die Tochter samt Schulkameradin zwei Stunden dazu anhalten, jetzt endlich die Gruppenarbeit zu machen statt herumzukichern, das am Vortag gelangweilte wieder in seiner Langeweile aushalten, weil die Schwester wieder beschäftigt ist, die Truppe mit viel Zähnezusammenbeissen ohne WBE bespassen, bekochen und ins Bett verfrachten, um dann von einer Nachbarin mit dringenden PC-Problemen überfallen zu werden, die unbedingt abends um halb neun gelöst werden müssen.

- am Freitag morgens noch mal schnell ins bekannte Möbelhaus fahren, weil noch Dinge fehlen, mittags hysterische Anfälle vom gelangweilten Kind aushalten und nachmittags zwei Stunden damit zu verbraten, das blödeblödeblöde Bett nicht zusammenschrauben zu können, das baugleich bei der Schwester in 15 Minuten zusammen war. Metallgewinde und Metallschrauben lassen sich einfach nicht dehnen, danach festgestellt, dass es schon abend ist, irgendwie gegessen, irgendwie platt gewesen - aber motiviert, denn es ging in die letzte Runde.

- am Samstag dem zunehmend verzweifelten WBE zugeschaut, wie ihn das Anschliessen der Deckenlampe zum Wahnsinn getrieben hat, weil baugleich nicht zwingend heisst, die Anschlüsse bei uns sind gleich, und eine Sicherung fliegt so schön schnell raus. Aber es wurde Licht, es wurde Rollo, es wurde eingeräumt, der Grosse war dann doch sehr, sehr selig, mich auf absitzen gefreut, auf Abschlaffen - da war das gelangweilte Kind schon wieder gelangweilt und sauer, weil die Schwester mit seiner Freundin draussen spielte statt mit ihm.
Und dann folgten etwa sechs Stunden mit einem heulenden, weinenden, tobenden Sechsjährigen, der nun noch abgedrehter und hysterischer wurde, auf alle beruhigenden Zusprüche nicht mehr ansprach, Termin beim Notzahnarzt gemacht und wieder abgesagt, weil es dann zwischendrin plötzlich nicht mehr so schlimm war, bis er ins Bett sollte, wo es ihm wieder einfiel, und das alles, weil sein Backenzahn jetzt raus will.
Jetzt schläft er endlich, nachdem ich in der Zeit, die der WBE zur Notapotheke unterwegs war, um Zahnungs-Gel zu kaufen (was man ja so nach der Kleinkindphase nicht mehr unbedingt im Haus hat), auf die verzweifelte Idee kam, ihm sein Zahnfleisch mit einer Zahnspülung zu betupfen - und was das Paracetamol nicht geschafft hatte - das tat es, obwohl er erst tobte, es sei zu scharf und er wolle jetzt zum Zahnarzt - um ein paar Minuten später einen Nachschlag zu verlangen, weil es doch linderte - und um dann zehn Minuten später zu schlafen...
*poooh*
Zahnende Kleinkinder sind ja schon schwierig, aber das hat nun doch alles übertroffen! Sich mit schmerzendem Rücken und wehen Beinen ans Hochbett zu stellen, Kopf zu streicheln, aufs Kind einzureden, sich zur Ruhe mahnen, obwohl ich vor Erschöpfung hätte heulen können - das war dann doch etwas viel, und nicht immer konnte ich so geduldig bleiben, wie ich es gern gewesen wäre, aber nun ja, ich bin kein Übermensch, und irgendwann nach so einer Woche, ist mein Reservoir an Gelassenheit dann auch mal leer....

Morgen wird aufgetankt.
Hoffentlich.


Jac 23.09.2006, 21.33| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Das Schönste am Bloggen...

...ich darf dabei sitzen. Nicht stehen, nicht laufen, nicht knien - nein, richtig sitzen, mit Rückenlehne, Füsse aufgestützt - einfach genial.


Olivers Zimmer ist jetzt weiss gestrichen, das ehemalige Pastellgelb zeigte sich ziemlich resistent, bis es nicht mehr sichtbar war. Wo ich früher zum Teil viel zu liederlich abgeklebt habe, da habe ich heute einen (vorübergehenden) Anfall von Perfektionismus gehabt - ich denke aber, nach Fertigstellung wird sich der gelohnt haben.
Beim Abendessen hat das für äusserste Erheiterung gesorgt, denn der (schweizerdeutsche) Satz im Sinn "ich habe das Zimmer mit AbklebKreppPapierband abgeklebt" erwies sich für alle als gemeiner Zungenbrecher und das Gelächter war bei jedem Versuch lauter.

Morgen nun kommt dann noch sein gewünschtes Dunkelblau ins Zimmer, ein bisschen Grün habe ich auch noch, und die Schiebetüre, noch immer Modell Pfusch von Anno Profi-Zimmerumbau wird auch noch ein bisschen farblich aufgehübscht - wie ich es bei Victoria auch gemacht habe.

Heute mittag habe ich im Garten ein seltsames Insekt entdeckt, bei dem ich, die sonst zumindest eine grobe Zuordnung schnell vornehmen kann, gar keine Ahnung hatte, was das sein könnte. Das Insekten-Bestimmungsbuch half mir nicht wirklich weiter...
Das Insekt sah aus wie eine grosse, schlanke Fliege, war etwa 3 cm lang, ganz schwarz, auch die Flügel, die im Licht metallisch-blau schillerten - und es sass auf den Blumen.
Als ich mit der Kamera kam, war es wunderbar zu sehen - bis ich abdrückte, da war es dann weg *g*
Aber : dank Internet und Sturheit weiss ich jetzt, was das war:
eine Holzbiene, ein bei uns nicht unbedingt heimisches Tier, was auch erklärt, warum ich sowas noch nie gesehen habe, ich die ich sonst doch über alles mögliche stolpere, was kreucht und fleucht da draussen.
Sollte sie nochmal auftauchen, dann jage ich sie, aber bestimmt, und lasse mich dann auch nicht durch Nachbars Hecke aufhalten ;-)

Und jetzt werde ich noch ein bisschen sitzen - erst hier, und dann vor dem anderen Apparat mit Bildschirm - es ist Mittwoch, da muss ich *g*



Jac 20.09.2006, 21.22| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Es kann nur besser werden

Es lebe das Chaos - aber nicht mehr lange,
komplett ausgeräumt ist es schon,
morgen wird Farbe aufgetragen:



Wohlverstanden, hier habe ich schon teilweise aufgeräumt....


Jac 19.09.2006, 17.54| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Nacharbeiten und Vorarbeiten

Den gestrigen Sonntag haben wir bei Freunden verbracht, mit denen wir auch im Naturama waren, welches ich stellenweise sehr interessant fand, durch das (Schnecken-)Tempo der Kinder aber gelegentlich eher gelangweilt wahrnahm, untermalt vom Genöle des Jüngsten, der es eher nicht interessant fand. Aber wir waren immerhin nun endlich mal da - zusammen mit vielen anderen Familien, die wie wir die Sonntagsaktivität wegen akutem Schütten nach innen verlegt haben.

Beim Essen keimte in mir dann wie so oft mal wieder die Frage auf, was wir falsch gemacht haben, dass wir so schwierige Esser haben, die viele Dinge auf dem Teller noch nicht mal versuchen möchten, weil sie das schlicht nicht mögen. Das ausgerechnet uns, die wir selber so gern essen und kochen, und für die Essen weit mehr als blosse Nahrungsaufnahme ist...
Ich weiss es nicht, ich glaube, wir haben nicht wirklich was falsch gemacht, aber der Nachahmungseffekt ist nicht zu unterschätzen, und der Grosse ist durch seine Wahrnehmungsproblematik wirklich ein schwieriger Esser...

Nun gut, heute war dann natürlich aufräumen angesagt, wie immer am Montag, was ganz besonders Gutes kochen, denn die nächsten Tage dürfte kochen bei meinen Prioritäten gerade etwas abrutschen - morgen fange ich mit Olivers Zimmer an, und ich habe mir wirklich fest vorgenommen, das bildlich hier ein bisschen zu zeigen, von wegen vorher und nachher.

Und bis ich damit durch bin, sind wir vermutlich dann schon wieder bei einem Sonntag - und da wundere ich mich manchmal, dass mein Kleiner auch schon bald sechs wird *g*

Auf die Vorschläge weiter unten werde ich der Reihe nach noch eingehen - da waren soviele Sachen drin, wo ich mich frage, warum ich da nicht selber drauf gekommen bin. Vermutlich ist das wie in der Quizshow, wenn man nicht dran ist, dann weiss man immer alles ;-)


Jac 18.09.2006, 22.26| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Vernachlässigt

In den letzten Tagen habe ich das Bloggen eindeutig vernachlässigt. Aber nicht nur das Bloggen, sondern auch das Bloglesen, meine Foren, das Internet generell. Mal schnell überfliegen, dafür hat die Zeit gereicht, aber dann war das Interesse dann schon gestillt und viele andere Dinge waren wieder wichtiger.
Mein Dreiecktuch weiterzustricken, zumal nun doch langsam ein Ende in Sicht ist, wenn ich auch weiss, dass die letzten Runden immer die grössten sind, und sich das noch hinziehen kann.
Einen Film zu schauen.
Mich meiner Familie zu widmen, meinem Haushalt, meinem Leben, meinen inneren Stapeln.
Dingen also, die mir früher viel zu wenig wichtig waren, die in der Priorität nach oben gerutscht sind.

Die auch gleichzeitig dazu geführt haben, dass ich nicht mehr diesen unbändigen Drang in mir verspüre, über tausend Dinge zu schreiben, um mir Luft zu verschaffen, um mich freizuschreiben von meinen Gedankenkreiseln. Denn die gibt es viel weniger, und dementsprechend ist auch der Überdruck in mir kleiner.
Früher fiel es mir viel leichter, über Dinge zu schreiben, Sachen zu erzählen, denn mir war so nach Mitteilsamkeit.

Bin ich heute verschlossener?
Ich glaube eigentlich nicht, ich brauche mich nur vielleicht einfach nicht mehr von Dingen freizuschreiben, weil ich sie sonst nicht mehr loswerde.
Was das für meinen Blog bedeutet?
Ich weiss es nicht, denn ich möchte überhaupt nicht aufhören damit, aber immer öfter fällt mir einfach nichts ein, das ich als "bloggenswert" einstufe - oder ich habe grad keine Zeit dazu, und bis abends ist es nicht mehr wichtig genug oder ich habe es schon wieder vergessen....Eigentlich schreibe ich doch wirklich gern, es tut mir gut, meine Gedanken in eine lesbare, strukturierte Form zu bringen,

Wenn ich noch in der Schule wäre, würde mir der Lehrer täglich ein Aufsatzthema zuschmeissen, aber das bin ich ja nun nicht mehr - wie wäre es denn damit, dass IHR, die ihr hier lest, mir ein paar Titel /Themen vorgebt, über die Ihr gern was von mir lesen würdet?
Vorschläge werden gern angenommen :-)

Bis dahin verziehe ich mich wieder ins Leben, nehme meine Strickarbeit mit dem *ç%&*7%-metallisé-Garn und kämpfe mich durch die Tücken des Musters - und die Tücken der Erziehung von drei wunderbaren, heissgeliebten und fürchterlich willensstarken Kindern.

Lasst es Euch gutgehen - ich tue es auch!

Jac 16.09.2006, 21.50| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches