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Mein Leben in 6 Worten:

Klein beigeben ist was für andere.

 

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Für Puristen



Nur die echten sind die rechten:

ABBA

Durch meine Jugend haben sie mich begleitet, das jeweils neuste Album zu haben war das Highlight des Jahres, auch wenn das Taschengeld von Monaten draufging dabei, mein Zimmer war total zugehängt mit allen möglichen Postern und einem Star-Schnitt (kennt das noch einer ? *g*), ich habe mich stundenlang vor dem Spiegel betrachtet in der Hoffnung, wenigstens ein kleines bisschen auszusehen wie Frida, mir gefiel immer genau die Art Kleidung, die sie gerade so getragen haben, ich hatte einen Ordner, wo ich jede noch so kleine Zeitungsmeldung und jeden Bericht eingeklebt hatte  - ich war so richtig angefressen....


...und auch wenn ich heute keine Poster mehr aufhänge und keine Schnipsel mehr sammle - die Musik mag ich immer noch so, und zur Stimmungshebung gibt es noch immer fast nichts Besseres....

*weiterträller*


...und alle Kopien und Möchtegern-Könner dürfen gern bleiben, wo sie sind - ich brauch sie nicht ;-)





Jac 03.12.2005, 23.16| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Vernetztes

Nebenwirkungen



Dies ist ein Adventskalender.

Zu Risiken und Nebenwirkungen befragen Sie eine Mutter, die ihnen erklären wird, dass Adventskalender zu verfrühtem Aufstehen führen kann, welches sich aber nicht an Schultagen, sondern nur an Wochenenden und Feiertagen äussert. Desweiteren muss mit verstärktem Auftreten von Ungeduld, in einzelnen Fällen Wutausbrüchen gerechnet werden. Ausserdem kann es in vereinzelten Fällen vorkommen, dass Sie noch vor dem ersten Kaffee versuchen müssen, eine zu dicke Nylonschnur zweimal durch eine Glasperle zu führen und jeder Fehlversuch wird mit einer Schnute bestraft.

Diese Information steht nicht in der Packungsbeilage, gilt aber hiermit als veröffentlicht.


Jac 03.12.2005, 08.42| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kindereien

Domino



Ein Hausumbau, das ist wie Domino spielen.

Wenn man das erste Teil berührt, dann fallen schön der Reihe nach, hoch und runter, viele andere Teile auch um. Und wenn man glaubt, nun seien alle durch, dann finden sich bestimmt noch ein paar Teile, die noch nicht gefallen sind....

Im Klartext?
Wir haben seit gestern ein neues Garagentor. Das ist schön, und das erste Teil.  Danach sind dann aber die Lampe umgefallen, weil deren Anschluss dort war, wo jetzt der Torautomat ist. Das zweite Teil ist dann schon ein richtig schön grosses, das da gefallen ist - dank der neuen Führungsschiene kann man die Türe vom Kellervorraum in die Garage nicht mehr richtig öffnen, mehr als ca. 75 Grad geht nicht mehr. Also muss eine neue Tür her. Und weil die alte natürlich passend zu Treppe und anderen Türen im Keller vor weniger als zwei Wochen neu gestrichen wurde, muss natürlich dann auch wieder der Maler her, um die ganz neue Türe in der neuen Farbe zu streichen....

Bitte, ich würde wirklich lieber Memory spielen - zwei Bilder, ein Erfolgserlebnis, oder dann wenigstens "Mensch ärgere Dich nicht".
;-)


Jac 02.12.2005, 22.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltägliches

Erschöpfend



Kindererziehung ist kein Sonntagsspaziergang. Das ist eine altbekannte Weisheit, die man sich zu Gemüt führen darf, wenn es grad nicht so rund läuft und man leise vor sich hin schwächelt.

Doch heute habe ich für mich wieder einmal mehr festgestellt, dass die sonstige Erziehung schon fast ein Sonntagsspaziergang ist im Vergleich zu den Momenten, wo ich mit meinem hochbegabten ADHS-Kind an meine Grenzen komme. Wo es fast unmöglich ist, den Unterschied zu spüren zwischen Machtkampf des Cleverchens und Verzweiflungserweigerung des Zapplers. Wo ich kaum mehr differenzieren kann zwischen Hysterie und Herzschmerz. Wo jeder einzelne Satz wie ein Gang durch ein Minenfeld ist, und ich nie weiss, was als nächstes explodiert.

Das sind die Momente, wo all meine Erwachsenheit, Reife, Erfahrung und Geduld gefragt ist, wo ich all meine Altlasten wie eine Hülle abstreifen muss und mich mit allen Sinnen in die Gedankenwelt meines Sohnes begeben muss, um ihn aus seinem zerberstenden Schneckenhaus herauszuholen, wo ich mir vorkomme, als würde ich gerade eine Pädagogik-Sonder-Prüfung absolvieren und mir jeder Fehler und jede Schwäche zum Nachteil gereichen.

Dank der Therapie sind diese Momente nicht mehr mehrmals täglich, sondern nur noch sporadisch so extrem, doch jedesmal erschöpfen sie mich bis aufs Blut - und meinen Sohn ebenso. Wer mir dann nach solchen zwei Stunden erklären will, dass ADS nur ein Erziehungs-, Ernährungs- oder Gesellschaftsproblem ist, der hat schlechte Karten für nur ein Fitzelchen Geduld von mir, die ist nämlich leider grad restlos aufgebraucht....

Ich liebe ihn, meine unzugänglichen, unbequemen, unkonventionellen Sohn - auch und vielleicht  gerade weil er so anstrengend ist. (Oder weil er mein Spiegel ist?  -  Da denke ich ein anderes Mal drüber nach, jetzt bin ich einfach nur noch erschöpft....)


Jac 01.12.2005, 21.14| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Stapeleien